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Kirchen

Feldsteinkirche in Buchholz/Altmark in Sachsen-Anhalt

Romanische Feldsteinkirche in Buchholz/Altmark in Sachsen-Anhalt

Schon in früher Zeit hatten die Menschen Plätze, an denen Sie ihren Glauben zelebrierten. An Orten, denen sie besondere Kräfte zuschrieben, versammelten sie sich, riefen ihre Götter um Hilfe und Beistand an, feierten und trauerten. Wann die ersten Bauten für die kultischen Handlungen errichtet wurden, dürfte schwer zu ermitteln sein. Aber schon die antiken Völker im Nahen Osten und im Mittelmeerraum errichten Tempel für ihre Götter.

Der Kirchenbau in Mitteldeutschland setzt mit der Christianisierung der ostgermanischen Stämme und der Eroberung der von den Slawen bewohnten Gebiete ein. Die älteste bekannte Kirche in Deutschland ist der Dom in Trier (um 340). Mit der Taufe des sächsischen Herzogs Widukind im Jahr 785 hält das Christentum Einzug im sächsischen Siedlungsgebiet.
Die ersten Kirchen dürften in dieser Zeit entstanden sein. Anfangs aus Holz erbaut, werden in der Frühromanik die ersten Feldsteinkirchen errichtet. Das war noch vor der ersten Jahrtausendwende.

Vieler dieser Kirche sind bis heute in der Altmark erhalten geblieben.
Wirkten die Kirchen in der Zeit der Romanik noch schlicht, fast wehrhaft, wurden in der Gotik die großen Wandflächen aufgelöst. Große Fenster, kunstvoll mit Maßwerk verziert, ließen viel Licht in hohe Räume mit Säulen. In der Renaissance trat der Kirchenbau in den Hintergrund, um im Barock zu neuer Blüte zu gelangen. Prachtvoll, mit viel Stuck und Gold wollten die Menschen des 17. und 18. Jahrhunderts ihren Glauben an Gott manifestieren.

Die schnelle Entwicklung der Städte im 19. Jahrhundert machte den Bau neuer Kirchen notwendig. Man besann sich zurück auf die mittelalterlichen Traditionen und ahmte vielerorts den Baustil der Gotik nach.

Mit dem 1. Weltkrieg ging der Kirchenneubau zurück. Die Zerstörungen des 2. Weltkrieges machten den Neubau, nun in ihrer Formensprache schlichter Kirchen, notwendig. Durch die politischen Verhältnisse in der DDR war der Kirchenneubau in Ostdeutschland dann jahrzehntelang nur eine Randerscheinung. Die alten Gotteshäuser verfielen, viele wurden abgebrochen. In Westdeutschland baute man in den 1960er und 1970er Jahren in vielen Dörfern neue Kirchen und vernachlässigten die Bauten in den alten Dorfkernen. Auch heute sind Kirchenneubauten eher eine Seltenheit.

Kirchen sind in vielen Dörfern der Mittelpunkt des Ortes – städtebaulich, kulturell, identifikationsstiftend. In den Städten sind die Markierungspunkte der Stadtsilhouette, Orte der Kultur und der Begegnung.

Entdecken Sie die Vielfalt der Kirchen in den Städten und Dörfern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

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