Stadt Leipzig – interessante Bauwerke & Objekte im Stadtteil Anger-Crottendorf
Anger-Crottendorf liegt im östlichen Stadtgebiet von Leipzig. 1883 wurden die Dörfer Anger und Crottendorf vereinigt, 1889 wurde Anger-Crottendorf nach Leipzig eingemeindet. Aufgrund der früh einsetzenden städtischen Entwicklung sind die beiden dörflichen Ortskerne nicht mehr erkennbar.1535 wird das Dorf Anger erstmals als „auff dem Anger“ erwähnt. Crottendorf wird 1350 als „Cratendorf“ (Krötendorf) erstmals urkundlich erwähnt. Beide Dörfer übernahmen wichtige Funktionen für die Versogung der Stadt Leipzig und wurden auch Kohlgartendörfer genannt. Im Dreißigjährigen Krieg wurden beide Dörfer verwüstet. Ab etwa 1820 wurden Anger und Crottendorf zu beliebten Ausflugszielen der Leipziger.
1873 gründete Karl Krause eine Fabrik für Papierverarbeitungs- und Druckmaschinen,
die bis Ende 1994 das größte Unternehmen in Anger-Crottendorf war.
1892 wurde Anger-Crottendorf ein eigener Pfarrbezirk. Eine Interimskirche wurde 1891 an der Theodor-Neubauer-Straße fertiggestellt. Die Kirche wurde 1943 zerstört. 1950 wurde ein Kirchenneubau eingeweiht, eine der 49 Notkirchen, die nach dem Krieg als Typenprojekte nach einem Entwurf von Otto Bartning zum Ersatz für kriegszerstörte Bauten auf Initiative des Hilfswerkes der Evangelischen Kirche in Deutschland errichtet wurden.
Mehrere Baugenossenschaften und -vereine errichteten vor und nach dem 1. Weltkrieg große Wohnanlagen, die das Bild von Anger-Crottendorf prägen.
Interessante Bauwerke & Objekte im Stadtteil Anger-Crottendorf