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Wie viele Wege braucht der Mensch?

Haben Sie das auch schon erlebt? Sie stehen an einer Wegekreuzung und die Wegweiser weisen Ihnen den Weg zum selben Ort in verschiedene Richtungen. Wer eine Karte dabei hat, kann nachschauen, wer nicht, der hat die Qual der Wahl.

Besonders in Touristenregionen sind Kommunen, Verbände und Vereine bemüht, Wanderern und Radfahrern ein dichtes Netz an ausgeschilderten Wegen anzubieten. Das ist gut.

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Die Unterhaltung der Wege, die Fülle an Wegweisern, Wegemarkierungen, Bänken, Schutzhütten und Papierkörben entlang der Wege erfordert eine ständige Kontrolle, Reparatur und Ersatz. Das kostet Zeit, Personal und Geld. Und genau an diesen drei Dingen scheitert die Unterhaltung von Rad- und Wanderwegen zusehends.

Die Kassen der Kommunen sind leer, Fördermittel fließen nur für den Neubau von Wegen, nicht aber für deren Unterhaltung. Die Personaldecke wird dünner. Vereine, die diese Aufgaben übernehmen, gibt es immer weniger und die wenigen haben immer ältere Mitglieder.

Andererseits stehen Radfahrer und Wanderer in der Landschaft und wissen nicht, wohin, weil Wegweiser zerstört wurden oder Markierungen fehlen.

Ich brauche nicht drei ausgeschilderte und möblierte Wege, um von A nach B zu kommen. Es reicht einer, der dafür in angemessener Qualität. Wer auf anderen Pfaden wandeln will, kann das gern tun, muss aber damit rechnen, sich selbst orientieren zu müssen. Und dafür gibts ja auch Wanderkarten. Weniger ist mehr, auch bei Rad- und Wanderwegen.

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Autor: Mirko Seidel am 21. Nov 2013 17:37, Rubrik: Artikel, Artikel & Berichte, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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