Persönlichkeiten

Leipziger Persönlichkeiten – Erdmann Traugott Reichel

Erdmann Traugott Reichel

Erdmann Traugott Reichel

Erdmann Traugott Reichel wurde am 8. November 1748 in Kamenz geboren. 1763 begann er in Dresden eine Handelslehre und kam 1771 nach Leipzig. Hier arbeitete Reichel in der Handlungsfirma Schröter & Schmidt. 1775 wurde Erdmann Traugott Reichel Compagnon der nun Schmidt & Reichel genannten Firma, später leitete er das Haus, das mit Schnitt- und Modewaren handelte.

1787 kaufte Erdmann Traugott Reichel Apels Garten, einst der prächtigste Barockgarten Leipzigs. Reichel war nicht an der Schönheit des Gartens gelegen. Er sah in der günstigen Lage Bauland für die wachsende Stadt. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Carl Reinecke

Carl Reinecke

Carl Reinecke

Carl Heinrich Carsten Reinecke wurde am 23. Juni 1824 in Altona geboren. Seinen ersten Musikunterricht erhielt er mit sechs Jahren von seinem Vater. Als Elfjähriger debütierte er 1835 in Altona als Pianist, unternahm Konzertreisen durch Europa und wurde als graziöser Mozartspieler gepriesen. Clara Wieck und Franz Liszt waren Reineckes Vorbilder.

1843 bis 1846 hielt sich Carl Reinecke dank eines Stipendiums seines Landesherrn, des dänischen Königs und holsteinischen Herzogs Christian VIII., in Leipzig auf. Hier ging er seinen Studien nach, lernte viele Musiker und die Leipziger Salons kennen und debütierte am 16. November 1843 im Gewandhaus als Interpret von Mendelssohns „Serenade und Allegro giocoso op. 43“ für Klavier und Orchester. Der Gewandhauskapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy verhalf Carl Reinecke zu öffentlichen Auftritten. Reinecke lernte in Leipzig auch Robert Schumann kennen und schätzen. Mendelssohn und Schumann begeisterten ihn und inspirierten sein Schaffen. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Eduard Friedrich Poeppig

Eduard Friedrich Poeppig

Eduard Friedrich Poeppig

Eduard Friedrich Poeppig (ursprünglich Pöppig) wurde am 16. Juli 1798 in Plauen geboren. Er besuchte die Thomasschule zu Leipzig und von 1810 bis 1815 die Landesschule St. Augustin in Grimma. Poeppig studierte 1815 bis 1822 Medizin und Naturwissenschaften an der Universität Leipzig, sein Lehrer war der Botaniker Christian Friedrich Schwägrichen.

Sammelreisen, über die wenig bekannt ist, führten Poeppig meist zu Fuß durch das Rheinland, Österreich mit Besteigung des Großglockners 1822, Ungarn und Frankreich bis zu den Pyrenäen. Vorbild für seine Wanderungen waren die des Schriftstellers Johann Gottfried Seume. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Cäsar Pflugk

Grabplatte für Cäsar Pflugk im Neuen Augusteum in Leipzig

Grabplatte für Cäsar Pflugk im Neuen Augusteum in Leipzig

Cäsar Pflugk wurde 1458 geboren. Zur Unterscheidung von gleichen Namensträgern seiner Familie wird er auch „zu Eythra“ genannt Der älteste Sohn von Nickel Pflugk und seiner Frau Elisabeth, geborene von Schleinitz, studierte ab 1469 an der Universität Leipzig und später in Bologna.

1488 war Pflugk Richter am Oberhofgericht in Leipzig und begleitete 1493 den ernestinischen Kurfürsten Friedrich III. von Sachsen auf seiner Reise nach Palästina. Ab 1497 stand er in den Diensten der albertinischen Wettiner. Herzog Georg von Sachsen sandte ihn nach Königsberg zur Vorbereitung der Wahl von Herzog Friedrich von Sachsen zum Hochmeister des Deutschen Ordens.

1499 wurde Cäsar Pflugk Amtmann von Leipzig und 1502 albertinischer Hofrat. An der Leipziger Disputation 1519 zwischen Johannes Eck und den Vertretern der reformatorischen Bewegung, Martin Luther, Andreas Karlstadt und Philipp Melanchthon, war Cäsar Pflugk neben Kanzler Johann Kochel organisatorisch führend beteiligt und führte neben Kochel den Vorsitz des Streitgesprächs. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Emil Block

Schleußig, Ev. Bethanienkirche

Schleußig, Ev. Bethanienkirche

Emil August Moritz Block wurde am 25. November 1884 in Leipzig geboren. Er absolvierte in Leipzig eine Malerlehre, besuchte die Städtische Gewerbeschule und ließ sich zum Dekorationsmaler ausbilden. Bis 1904 arbeitete Block im Atelier des Kirchenmalers Richard Schultz und zwischen 1913 und 1945 im Atelier von Richard Hesse.

Emil Block führte Wandmalereien für Restaurants und Kaffeehäuser aus, entwarf Glasfenster und führte Restaurierungsarbeiten der unterschiedlichsten Art aus. Als Autodidakt eignete sich Block das Malen von Bildnissen, Figürlichem, Landschaften und Stillleben an und arbeitete zunehmend auch als Öl- und Aquarellmaler und als Zeichner, malte Porträts, Landschaften, Stillleben und Tierbilder, auch allegorische und mythologische Szenen.
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Leipziger Persönlichkeiten – Carl Gustav Odermann

Das ganze der kaufmännischen Arithmetik. Titelblatt der Ausgabe von 1866

Das ganze der kaufmännischen Arithmetik. Titelblatt der Ausgabe von 1866

Carl Gustav Odermann wurde am 6. Mai 1815 in Leipzig in einfachen Verhältnissen geboren. Nach dem Besuch der Volksschule machte Odermann eine Lehre in einem Kolonialwarengeschäft.

Trotz seiner Begabung wurde ihm der Eintritt in die Lehrlingsabteilung der Öffentlichen Handelslehranstalt verweigert. 1839 wurde Carl Gustav Odermann mit kleiner Studentenzahl in das Lehrerkollegium der Öffentlichen Handelslehranstalt (ÖHLA) in Leipzig aufgenommen.

Als 1854 in Dresden eine Handelslehranstalt nach Leipziger Vorbild ins Leben gerufen werden sollte, wurde Odermann als Direktor empfohlen und gewählt. Bekannt wurde Odermann als Pädagoge des Handelsschulwesens, mit vorzugsweise didaktischer Bildung. Sein Verdienst besteht in der Ermittlung und Vervollkommnung einer geeigneten Methode für den Unterricht in den Handelswissenschaften.

Carl Gustav Odermann starb am 12. Februar 1904 in Dresden. Die Odermannstraße und die Odermannpassage in Altlindenau sind nach ihm benannt.

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Bildquelle: Friedrich Ernst Feller und Carl Gustav Odermann – Titelblatt, Das ganze der kaufmännischen Arithmetik, 1866, https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gustav_Odermann#/media/Datei:Feller_Odermann_1866.jpeg

Leipziger Persönlichkeiten – Carl Hermann Schildbach

"Die Gartenlaube" 1869, Artikel von Carl Hermann Schildbach

„Die Gartenlaube“ 1869, Artikel von Carl Hermann Schildbach

Carl Hermann Schildbach wurde am 1. Juli 1824 in Schneeberg geboren. Bis 1848 studierte Schildbach an den Universitäten Leipzig und Heidelberg Medizin und eröffnete in Lößnitz im Erzgebirge eine Praxis.

1853 wurde Carl Hermann Schildbach Direktor der Orthopädischen Heilanstalt zu Leipzig und habilitierte 1875 als erster in Deutschland im Fach Orthopädie an der Universität Leipzig. 1876 war Schildbach Gründer und bis 1885 Leiter der Orthopädischen Universitätspoliklinik Leipzig. 1869/1870 war Carl Hermann Schildbach Vorsitzender der Sektion Leipzig des Deutschen Alpenvereins.

Karl Hermann Schildbach starb am 13. März 1888 in Leipzig.

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Bildquelle: https://de.wikisource.org/wiki/Seite:Die_Gartenlaube_%281869%29_533.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Alfred Szendrei

Logo der Mitteldeutschen Rundfunk-A.-G., 1924

Logo der Mitteldeutschen Rundfunk-A.-G., 1924

Alfred Szendrei, auch Alfred Sendrey und Aladár Szendrei, wurde am 29. Februar 1884 in Budapest geboren. Ab seinem sechsten Lebensjahr lernte er Klavier , studierte aber auf Wunsch der Eltern zunächst Rechtswissenschaft an der Corvinus-Universität Budapest.

Szendrei studierte von 1900 bis 1905 Musik bei Hans Koessler an der Universität und Königlich-Ungarischen Musikakademie in Budapest, wirkte dann als Kapellmeister und Korrepetitor an der Oper Köln, in Mülhausen, Brünn, Philadelphia und Chicago, an der Hamburgischen Staatsoper, New York City, Berlin und Wien. Im 1. Weltkrieg diente Alfred Szendrei in der Österreich-Ungarischen Armee. 1931 promovierte er an der Universität Leipzig mit der Dissertation „Rundfunk und Musikpflege“. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Hermann Traugott Fritzsche jun.

Hermann Tragott Fritzsche jun.

Hermann Tragott Fritzsche jun.

Hermann Traugott Fritzsche jun. wurde am 15. November 1843 in Leipzig geboren und war der älteste Sohn seines gleichnamigen Vaters Hermann Traugott Fritzsche. Nach mehrjährigen Auslandsaufenthalten in Frankreich, England, Italien und trat Fritzsche am 1. Oktober 1868 als Teilhaber in die väterliche Firma ein.

Hermann Traugott Fritzsche jun. war maßgeblich an der Errichtung des ersten industriellen Versuchslabors zur Herstellung und Entwicklung natürlicher und künstlicher Riech- und Aromastoffe beteiligt, durch das die Firma Schimmel & Co. zum Weltmarktführer aufstieg.

1883 wurde Hermann Traugott Fritzsche alleiniger Inhaber der Firma und verlegte 1901 den Firmensitz nach Miltitz. Dort begann Fritzsche mit der industriellen Großproduktion von ätherischen Ölen, natürlichen und künstlichen Riech- und Aromastoffen, Parfümölen, Parfümgrundlagen, Essenzen, Extrakten und Aromen. Er gründete zahlreiche Niederlassungen in Europa. Hermann Traugott Fritzsche jun. zählt zu den Begründern der Industrie ätherischer Öle in Deutschland und der Welt.

Hermann Traugott Fritzsche starb am 24 Juli 1906 überraschend während einer Kur in Marienbad.

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Bildquelle: Von Unbekannt – Scan, PD-alt-100, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=7031387

Leipziger Persönlichkeiten – Hermann Adolph Klinger

Gedenktafel für Robert Blum in Leipzig

Gedenktafel für Robert Blum in Leipzig

Hermann Adolph Klinger wurde am 14. Juli 1806 in Reichstädt bei Dippoldiswalde geboren. Der Sohn eines Rittergutspächters studierte Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig und war nach seinem Studium als Rechtsanwalt und Notar in Dippoldiswalde tätig. 1832 bis 1846 war Klinger Bürgermeister von Dippoldiswalde.

1846 wurde Hermann Adolph Klinger besoldeter Stadtrat in Leipzig. Mitten in den Unruhen im Frühjahr 1848 wurde Klinger am 5. April 1848 gegen den Willen der Ratsmehrheit von den Stadtverordneten zum Bürgermeister gewählt. Hermann Adolph Klinger engagierte sich öffentlich für Gewissensfreiheit und Rechtsstaatlichkeit und unterstützte die revolutionären Ereignisse in Sachsen. Klinger war im Oktober 1848 Referent für den ausgesprochen liberalen Wahlgesetzentwurf und sprach sich für eine Unvereinbarkeit von Ministeramt und Parlamentsmandat aus. Hermann Adolph Klinger forderte die Zulassung von Frauen als Zuschauer bei Sitzungen der Kammer. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Harry Müller

ehem. Konsument-Warenhaus Leipzig, Höfe am Brühl

ehem. Konsument-Warenhaus Leipzig, Höfe am Brühl

Harry Müller wurde am 25. September 1930 in Leipzig geboren. 1951 begann er an der Fachschule für angewandte Kunst in Leipzig seine Ausbildung und wechselte 1953 an die Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee.

Bereits während seines Studiums entwickelte Harry Müller eine eigene abstrakt-geometrische Formensprache in enger Verbindung mit Architektur. 1960 kehrte Harry Müller nach Leipzig zurück und prägte in den 1960er/1970er Jahren das Stadtbild von in Leipzig mit. In diese Zeit fallen die Aluminiumfassade für das Konsument-Warenhaus sowie die Plastiken in den Springbrunnen auf dem ehemaligen Sachsenplatz. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Georg Benedix

Georg Benedix bei der Eröffnung der I. Internationalen Arbeiterolympiade 1925

Georg Benedix bei der Eröffnung der I. Internationalen Arbeiterolympiade 1925

Georg Benedix wurde am 5. August 1876 in Leipzig geboren. Benedix arbeitete bis zu seinem 35. Lebensjahr als Buchbindergeselle.

Bereits 1892 trat er der SPD bei und wurde Mitglied der Turnerabteilung des Arbeiterbildungsvereins. 1906 wurde Georg Benedix Vorturner beim Turnverein TV Thonberg und arbeitete an der Arbeiter-Turnzeitung, dem Organ des Arbeiter-Turnerbundes (ATB), mit. 1905 wurde Benedix technischer Leiter im ATB-Bundesvorstand, 1911 zweiter Bundesturnwart und Bundesturnlehrer. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Bruno Héroux

Bruno Héroux

Bruno Héroux

Louis Carl Bruno Héroux wurde am 20. Dezember 1868 in Leipzig geboren. Der aus einer hugenottischen Familie stammende Héroux. erhielt seine Ausbildung von 1886 bis 1892 an der Königlichen Akademie für Grafische Künste in Leipzig. Nach einer vorübergehenden Tätigkeit im kaufmännischen Bereich verdiente sich Bruno Héroux seinen Lebensunterhalt zunächst als Illustrator für Modezeitschriften und humoristische Magazine.

Ab 1900 arbeitete Héroux als freier Grafiker. 1903 wurde Bruno Héroux Lehrer an der Königlichen Akademie für Grafische Künste in Leipzig. Zwischen 1900 und 1910 stellte er regelmäßig seine Malereien und Drucke im Salon des Artistes Français in Paris aus. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeit – Arthur Trebst

Arthur Trebst

Arthur Trebst

Friedrich Arthur Trebst wurde am 12. Juni 1861 in Lößnig geboren. Der Sohn eines Robert Trebst besuchte die Volksschule und machte eine Lehre in der väterlichen Werkstatt. Ab 1882 studierte Trebst an der Königlichen Kunstakademie in Dresden Bildhauerei bei Ernst Hähnel. Schon im Frühjahr 1883 erhielt Arthur Trebst für eine Schülerarbeit ein Ehrenzeugnis. Ab 1886 studiert Trebst bei Fritz Schaper in Berlin und schloss seine Ausbildung mit mehreren Studienaufenthalten in Florenz und Rom ab.

1889 ließ sich Arthur Trebst in Leipzig nieder und eröffnete ein Atelier in der Salomonstraße 7. Nach einer kurzen Phase als Holzbildhauer wandte sich Trebst der Steinbildhauerei zu und widmete sich vornehmlich der Bau- und Porträtplastik sowie der Ausgestaltung von Kirchen. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Arthur Michaelis

Arthur Michaelis

Arthur Michaelis

Arthur Michaelis wurde am 27. Juli 1864 in Leipzig geboren. Im Alter von 16 Jahren begann Michaelis eine Ausbildung an der Königlichen Kunstakademie und Kunstgewerbeschule in Leipzig, wo er vor allem in der Werkstatt für Lithografie arbeitete. Nach Aufenthalten in München und Wien sowie mehreren Reisen nach Italien wurde Arthur Michaelis ab 1897 in den Leipziger Adressbüchern geführt.

Seinen Lebensunterhalt sicherte sich Michaelis bis etwa 1914 mit Illustrationsaufträge für Leipziger Verlage, so z.B. Postkarten ohne größeren Anspruch für die Lithographische Anstalt Bruno Bürger und Carl Ottillie. Der Kunst-Verlag Max Both brachte 1912 Serien von Künstlerpostkarten „Wandergrüße“ und „Frohe Grüße“ mit Federzeichnungen von Arthur Michaelis heraus. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Moritz Hauptmann

Moritz Hauptmann

Moritz Hauptmann

Moritz Hauptmann wurde am 13. Oktober 1792 in Dresden geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er u.a. bei Ludwig Spohr, mit dem ihn später eine tiefe Freundschaft verband.

1812 wurde Hauptmann als Geiger in die Dresdner Hofkapelle aufgenommen, ging später nach Russland, wo er hauptsächlich privaten Musikunterricht erteilte. Anfang der 1820er Jahre kehrte Moritz Hauptmann nach Deutschland zurück und wurde 1822 Violinist an der kurfürstlichen Hofkapelle in Kassel, wo er wiederum mit Spohr zusammenarbeitete. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Oswald Kahnt

Oswald Kahnt wurde am 18. Juni 1883 in Sagan geboren. Nach seinem Studium an der Technischen Hochschule in Dresden arbeitete Kahnt als Architekt. 1910 erwarb Oswald Kahnt den Pilotenschein und widmete sein Leben von nun an dem Flugsport.

Oswald Kahnt war offizieller Vertreter der Grade-Flugzeugwerke in Leipzig. 1911 begann Kahnt an der Offiziersflugschule in Lindenthal mit der Ausbildung von Militärfliegern. Oswald Kahnt war Mitbegründer des Flugplatzvereins Lindenthal-Leipzig e.V. und eröffnete 1911 in Lindenthal die erste private sächsische Flugschule.

Kahnt konstruierte den Eindecker „Falke“ und richtete eine Werkstatt für Flugzeugbau ein. Am 18. Mai 1912 beförderte Oswald Kahnt zum ersten Mal Luftpost mit einem Motorflugzeug in Leipzig. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Otto Heubner

Otto Heubner

Otto Heubner

Johann Otto Leonhard Heubner wurde am 21. Januar 1843 in Mühltroff im Vogtland als Sohn des Juristen, Politikers und „Turnvaters Sachsens“ Otto Leonhard Heubner geboren Er wuchs bei seinem Onkel in Freiberg und Grimma auf, wo er die Fürstenschule besuchte. 1861 nahm Heubner ein Studium der Medizin an der Universität Leipzig.

Seine klinische Arbeit begann Otto Heubner 1866 am Leipziger Jakobshospital als Assistent und Cholera-Arzt bei dem Internisten Carl Reinhold August Wunderlich. 1868 erhielt er eine Privatdozentur für Innere Medizin. Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 übernahm Otto Heubner zusätzlich zu seiner Tätigkeit die Leitung eines Reservelazaretts mit 180 Betten in Leipzig. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Paul Stuckenbruck

Grabmal Nietzschmann (jetzt: Kühne) auf dem Südfriedhof Leipzig

Grabmal Nietzschmann (jetzt: Kühne) auf dem Südfriedhof Leipzig

Paul Hermann Robert Wilhelm Stuckenbruck wurde am 11. März 1868 in Leipzig geboren. Seine Ausbildung erhielt Stuckenbruck von 1883 bis 1890 an der Leipziger Kunstakademie bei Melchior zur Straßen.

Nach seinem Abschluss arbeitete er als Geselle bei dem Leipziger Bildhauer und Medailleur Adolf Lehnert. Paul Stuckenbruck ging nach Berlin und war seit Ende der 1890er Jahre mit eigenen Werken auf Leipziger Kunstausstellungen vertreten. Beim Wettbewerb für das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Chemnitz beteiligte sich Stuckenbruck einem Entwurf, der auch prämiert wurde.

Ab 1912 war Paul Stuckenbruck freischaffend tätig und richtete sein Atelier in Leipzig ein. Er schuf zahlreiche Büsten und Relieftafeln in Bronze oder Marmor. Viele von Paul Stuckenbrucks Werken wurden im 2. Weltkrieg bzw. nach dem Krieg zerstört, so dass heute nur noch wenige Werke von ihm nachweisbar sind. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Richard Steche

Richard Steche

Richard Steche

Richard Steche wurde am 17. Februar 1837 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Rechtsanwalts und dessen Ehefrau, der Sängerin Lidy Steche legte 1856 an der Leipziger Thomasschule das Abitur ab und begann ein Studium an der Baugewerkenschule Dresden.

1859 bis 1861 studierte Steche Architektur an der Berliner Bauakademie und machte dann seine ersten praktischen Erfahrungen in den Ateliers von Heinrich Strack und Richard Lucae.

1863 fand Richard Steche eine Anstellung als Architekt bei der Mecklenburgischen Friedrich-Franz-Eisenbahn und plante die Bahnhofsneubauten in Oertzenhof und Neubrandenburg sowie 1864 die Umbauten der historischen Dorfkirchen von Lübbersdorf und Sadelkow. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Rudolf Hildebrand

Rudolf Hildebrand, Grabmedaillon von Carl Seffner

Rudolf Hildebrand, Grabmedaillon von Carl Seffner

Heinrich Rudolf Hildebrand wurde am 13. März 1824 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Schriftsetzers erhielt vor seiner Einschulung durch seinen Vater Privatunterricht in Latein und Französisch. Von 1829 bis 1836 lernte Hildebrand an der Naumannschen Schulanstalt, einer Privatschule für ärmere Bevölkerungsschichten in Naundorf. 1836 kam er an die Thomasschule zu Leipzig, an der er 1843 sein Abitur ablegte.

Ab 1843 besuchte Rudolf Hildebrand Vorlesungen in den Fächern Theologie und Philosophie an der Universität Leipzig und studierte von 1844 bis 1848 Klassische und Deutsche Philologie. Nach seinem Studium wurde Rudolf Hildebrand Korrektor und Übersetzer bei der Deutschen Allgemeinen Zeitung in Leipzig, wirkte von 1848 bis 1868 als Lehrer für Deutsch, Latein, Altgriechisch, Geographie und Geschichte an der Thomasschule und lehrte zusätzlich an der Deutschen Buchhändlerschule in Leipzig. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Rudolf Lavant

Rudolf Lavant

Rudolf Lavant

Rudolf Lavant, eigentlich Richard Carl Cramer, wurde am 30. November 1844 in Leipzig geboren. Nach dem Besuch der Städtischen Realschule zu Leipzig, wurde Lavant zunächst Handelsgehilfe in Leipzig. Am Preußisch-Österreichischen Krieg 1866 nahm er als Kaiserjäger freiwillig auf österreichischer Seite teil. Nach dem Krieg arbeitete Lavant als Buchhalter, schließlich als Prokurist, bei der Firma Dürbig & Co., einer Garnhandlung in Leipzig. Rudolf Lavant lernte die Gabelsberger Stenografie und war Autor der Zeitschrift „Illustrierte Zeitung für Gabelsberger’sche Stenografen“. Rudolf Lavant widmete sich auch dem Studium von Fremdsprachen. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten

Johann Sebastian Bach, Gemälde im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig

Johann Sebastian Bach, Gemälde im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig

In seiner über 1000jährigen Geschichte war die Stadt Leipzig Wohn- und Wirkungsort zahlreicher Persönlichkeiten. Die günstige Lage der Stadt in der Mitte Europas, Handel und Messe und ein ausgeprägter Bürgersinn lockten über die Jahrhunderte Musiker, Komponisten, Maler, Bildhauer und Schauspieler in die Stadt. Unternehmer und Visionäre machten Leipzig im 19. Jahrhundert zur Industriestadt.

Johann Sebastian Bach, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller gehören zu den prominentesten Bürgern die in Leipzig lebten. Aber auch weniger bekannte Namen, wie Adam Friedrich Oeser, Friederike Caroline Neuber und Dr. Carl Heine prägten die Stadt und haben bis heute ihre Spuren in Leipzig hinterlassen.

Manche blieben nur kurz, manche verbrachten ihr halbes Leben in Leipzig. In einer Artikelserie wird an das Leben und Wirken bedeutender Leipziger Persönlichkeiten erinnert.

Leipziger Persönlichkeiten – Rudolf von Gottschall

Rudolf von Gottschall

Rudolf von Gottschall

Rudolf Karl Gottschall, ab 1877 von Gottschall, wurde am 30. September 1823 in Breslau geboren. Der Sohn eines preußischen Artillerieoffiziers studierte ab 1841 an der Albertus-Universität Königsberg Rechtswissenschaft, wurde wegen politischer Agitation relegiert, setzte sein Studium an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität Breslau fort und beendete das Studium an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin.

1847 wurde von Gottschall Dramaturg am Stadttheater Königsberg, ging 1848 nach Hamburg, 1852 nach Breslau und 1862 nach Posen. 1864 kam Rudolf von Gottschall nach Leipzig und war bis 1888 Herausgeber der „Blätter für literarische Unterhaltung“ und „Unsere Zeit“, beide im Besitz des Verlagshauses F. A. Brockhaus. 1877 wurde Gottschall für seine Verdienste um die deutsche Literatur von König Wilhelm I. von Preußen in den Adelsstand erhoben. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Albrecht Kurzwelly

Albrecht Kurzwelly

Albrecht Kurzwelly

Albrecht Alexander August Kurzwelly wurde am 20. Januar 1868 in Leipzig geboren. Er besuchte von 1878 bis 1888 die Thomasschule zu Leipzig und studierte ab 1888 zunächst Theologie, ab 1889 Philosophie und Kunstgeschichte an den Universitäten Leipzig und München.

Unter Melchior zur Straßen und dessen Nachfolger Richard Graul war Kurzwelly von 1895 bis 1904 Assistent und von 1904 bis 1909 stellvertretender Direktor am Kunstgewerbemuseum Leipzig und erwarb sich große Verdienste um die Erforschung der heimischen Kunstgeschichte. Albrecht Kurzwelly beschäftigte sich intensiv mit dem Leben und Werk Leipziger Maler und Illustratoren sowie mit der Entstehungsgeschichte Leipziger Bauwerke und leistete einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung der Geschichte des Altthüringer Porzellans. Kurzwelly schrieb Beiträge für das Allgemeine Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart und publizierte regelmäßig Aufsätze in kunstwissenschaftlichen Fachzeitschriften. Von 1895 bis 1915 war Albrecht Kurzwelly auch Dozent für Kunstgeschichte an der Königlichen Akademie für graphische Künste und Kunstgewerbe in Leipzig. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Rudolph Wirsing

Rudolph Wirsing

Rudolph Wirsing

Rudolph Bernhard Wirsing wurde am 20. Oktober 1808 in Dresden geboren. Sein Vater war Dresdner Hofarchivar und schickte seinen Sohn auf die renommierte Schule Kloster Donndorf. Danach begann Rudolph Wirsing ein Jura-Studium an der Universität Leipzig, das er aber bald abbrach. Der Vater verwehrte ihm den gewünschten Eintritt ins Militär und Wirsing wandte sich dem Theater zu. Bei Christian August Pohlenz studierte er in Leipzig Gesang.

Von 1832 bis 1837 trat Rudolph Wirsing als Bariton im Kärntnertor-Theater in Wien auf, es folgten Engagements in Breslau, Lübeck und Aachen. 1839 ließ sich Wirsing als Gesangslehrer in Magdeburg nieder und gründete 1840 eine Gesangsakademie. 1842 wurde er Musikdirektor am Magdeburger Stadttheater und 1845 zusätzlich Direktor des Hauses. In dieser Zeit wurde hier Albert Lortzings Oper Undine uraufgeführt.

Altes Theater Leipzig

Altes Theater Leipzig

Zum 1. Januar 1849 folgte Rudolph Wirsing einem Ruf ans Stadttheater Leipzig, dessen Direktor er bis 1864 blieb. Unter seiner Direktion erlebte das Theater eine Glanzzeit. Wirsing ließ als einer der ersten Intendanten Deutschlands Richard Wagners frühe Opern Tannhäuser und Lohengrin aufführen, 1849 brachte er Albert Lortzings letzte abendfüllende Oper „Rolands Knappen“ zur Uraufführung sowie 1850 Genoveva von Robert Schumann. An der Sprechbühne nahm sich Rudolph Wirsing der Werke von Karl Gutzkow und Charlotte Birch-Pfeiffer an. 1853 richtete Wirsing in Gerhards Garten in Leipzig das Sommertheater Tivoli ein, das bis 1859 bestand.

1860 erschien Wirsings Buch „Das deutsche Theater …“, in welchem er den Zustand des Theaters in Deutschland analysierte, Vorschläge zu einer gründlichen Reform des deutschen Theaters machte und zuletzt Andeutungen zu einer zweckmäßigen Bühnenleitung vorbrachte.

1864 ging Rudolph Wirsing ans Königlich Deutsche Landestheater in Prag und wechselte 1876 ohne Kenntnisse der Landessprache für ein Jahr als künstlerischer Leiter zum tschechischen Nationaltheater. Die für 1878 bestätigte Leitung des Stadttheaters Breslau konnte Wirsing nicht antreten, da er nach längerer Krankheit am 9. Oktober 1878 in seiner Villa in Prag starb.

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Bildquelle: Von A. Weger – Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Inv. Nr. MT/3513/2000, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=111472560;
Von Autor/-in unbekannt – kolorierte Photographie von 1906, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8947712

Leipziger Persönlichkeiten – Walter Niemann

Der von Fritz Zalisz entworfene Grabstein für Walter Niemann auf dem Südfriedhof Leipzig

Der von Fritz Zalisz entworfene Grabstein für Walter Niemann auf dem Südfriedhof Leipzig

Walter Rudolph Niemann wurde am 10. Oktober 1876 in Hamburg geboren. Niemanns Familie war sehr musikalisch, seine beiden Großväter waren Kirchenmusiker und Organisten.

1882 zog die Familie Niemann nach Wiesbaden. Walter Niemann erhielte früh Klavierstunden bei seinem Vater und als Jugendlicher zusätzlich Kompositionsunterricht bei Engelbert Humperdinck in Boppard. Humperdinck setzte sich dafür ein, dass Walter Niemann 1898 ein Studium am Leipziger Konservatorium aufnehmen konnte. Walter Niemann holte Schwester und Mutter nach Leipzig, wo seine Mutter 1904 verstarb, mit seiner Schwester Elisabeth lebte er bis zu ihrem Tod im Jahre 1942 zusammen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Heinrich Georg Drescher

Kolorierte Zeichnung von Heinrich Georg Drescher: Thomaskirchhof 7 („Der Sack“), 1896

Kolorierte Zeichnung von Heinrich Georg Drescher: Thomaskirchhof 7 („Der Sack“), 1896

Heinrich Georg Drescher wurde am 4. Juli 1847 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Polizeirats erlernte den Beruf des Kaufmanns und arbeitete als Prokurist in der Dampffabrik für ätherische Öle und Essenzen in der Waldstraße in Leipzig.

Drescher hatte zeichnerisches Talent und entwickelte sich auf diesem Gebiet als Autodidakt. Sein großes Interesse für seine Heimatstadt Leipzig brachte ihn dazu, Leipzig und seine weitere Umgebung in Zeichnungen und Aquarellen festzuhalten. Heinrich Georg Drescher füllte im Laufe seines Lebens 168 Skizzenbücher und versah fast jedes Blatt mit dem genauen Entstehungsdatum.

Da Leipzig in den letzten drei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts in seiner Entwicklung zur Groß- und Weltmessestadt großen Veränderungen unterworfen war, stellen Dreschers Zeichnungen wichtige anschauliche Belege für die Entwicklung der Stadt dar. 1923 übergab Heinrich Georg Drescher dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig seine gesamten Skizzenbücher.

Heinrich Georg Drescher starb 1925 in Leipzig.

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Bildquelle: Heinrich Georg Drescher (1847–1925) – Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Inv.Nr. SK/14/62

Leipziger Persönlichkeiten – Gustav Kühn

Herrenhaus Möckern (1854)

Herrenhaus Möckern (1854)

Gustav Kühn wurde am 20. Januar 1840 in Paris geboren. Der Sohn eines Philologen kam 1848 nach Leipzig. Gustav Kühn besuchte das St. Nicolai-Gymnasium in Leipzig und studierte ab 1857 Naturwissenschaften an den Universitäten Leipzig, Göttingen und Greifswald.

Ab 1862 arbeitete Gustav Kühn als wissenschaftlicher Assistent bei dem Agrikulturchemiker Wilhelm Henneberg an der Landwirtschaftlichen Versuchsstation Weende bei Göttingen, übernahm 1866 die Leitung der Landwirtschaftlichen Versuchsstation Braunschweig und leitete von 1867 bis zu seinem Tod die Landwirtschaftliche Versuchsstation Möckern, die im Rittergut Möckern eingerichtet war und sich unter seiner Leitung zu einer hochangesehenen Forschungsstätte entwickelte. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Salomon Hirzel

Salomon Hirzel

Salomon Hirzel

Salomon Hirzel wurde am 13. Februar 1804 in Zürich geboren. Der aus einer alten Schweizer Gelehrten- und Kaufmannsfamilie stammende Hirzel ging bei dem Berliner Verleger Georg Andreas Reimer in die Lehre. 1830 übernahm Salomon Hirzel zusammen mit seinem Schwager die Leitung der bereits seit 1680 bestehenden Weidmannschen Buchhandlung in Leipzig, die sich im Besitz seines Schwiegervaters befand.

Am 1. Januar 1853 gründete Salomon Hirzel in Leipzig den S. Hirzel Verlag. Hirzel kannte die Brüder Grimm. Nachdem diese wegen ihrer Teilnahme an den Protesten der Göttinger Sieben ihre Professorenämter an der Universität Göttingen verloren hatten, schlugen Reimer und Hirzel den beiden Amtsenthobenen 1838 vor, die „unfreiwillige musze auszufüllen und ein neues, groszes wörterbuch der deutschen sprache abzufassen“. Das daraufhin begonnene Deutsche Wörterbuch der Brüder Grimm wurde verlegerisch im neuen S. Hirzel Verlag betreut.

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Leipziger Persönlichkeiten – Salomon Jadassohn

Salomon Jadassohn

Salomon Jadassohn

Salomon Jadassohn wurde am 13. August 1831 in Breslau geboren. Jadassohn erhielt seine erste musikalische Ausbildung in Breslau Seit 1848 waren Moritz Hauptmann am Konservatorium Leipzig sowie in den Jahren von 1849 bis 1851 Franz Liszt in Weimar seine Lehrer.

Salomon Jadassohn übernahm die Position des Dirigenten des Chores der Leipziger Synagoge. 1871 kam er ans Konservatorium in Leipzig als Lehrer für Musiktheorie, Klavier und Komposition. Jadassohn genoss einen hervorragenden Ruf als Musikpädagoge. In den 1880er Jahren war er Dirigent des Danziger Konzertvereines. Mit der Berufung zum Dirigenten des Philharmonischen Chores sowie des Orchesters der Oper zu Bremen trat Salomon Jadassohn die Nachfolge von Martin Traugott an.

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Leipziger Persönlichkeiten – Similde Gerhard

Similde Gerhard

Similde Gerhard

Caroline Similde Gerhard wurde am 9. Juli 1830 in Leipzig geboren. Die Tochter des Mäzens und Schriftstellers Wilhelm Gerhard genoss eine umfassende, v.a. literarische Bildung und bereiste mit ihrem Vater viele Länder Europas.

Unter dem Pseudonym Caroline S. J. Milde veröffentlichte sie 1869 „Der deutschen Jungfrau Wesen und Wirken. Winke für das geistige und praktische Leben“, ein Leitfaden, wie sich Frauen nach den Vorstellungen des 19. Jahrhunderts geschlechtstypisch verhalten sollen. Neben Hinweisen zur Haushaltsführung, Körperpflege und -haltung finden sich auch Darstellungen, wie Frauen idealtypisch empfinden sollten. Gerhard beschreibt den weiblichen Charakter mit den emotionalen Tugenden der Geduld, Neugierde, Stolz Liebe und Zufriedenheit.

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Leipziger Persönlichkeiten – Theodor Oelckers

Das Haus "Zum Arabischen Coffeebaum"

Das Haus „Zum Arabischen Coffeebaum“

Hermann Theodor Oelckers wurde am 21. Juni 1816 in Leipzig geboren. Über seine Jugend ist nichts bekannt. Nachdem dem Abitur studierte Oelckers 1837 Medizin an der Universität Leipzig. Seit 1839 war er als Schriftsteller und Übersetzer tätig. Zu Oelckers ersten Veröffentlichungen gehörten die Übersetzungen von drei Dramen Shakespeares 1839.

Aufsehen erregte Theodor Oelckers 1844 mit seinem Buch „Die Bewegung des Socialismus und Communismus“, dass in Bayern und vermutlich auch in Sachsen verboten wurde.

1844 gehörte Theodor Oelckers zum Kreis von Leipziger Intellektuellen um den Komponisten Robert Schumann, die sich regelmäßig im Haus „Zum Arabischen Coffeebaum“ trafen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Julius Victor Carus

Plastik am Portal des ehemaligen Zoologischen Instituts der Universität Leipzig

Plastik am Portal des ehemaligen Zoologischen Instituts der Universität Leipzig

Julius Victor Carus wurde am 23. August 1823 in Leipzig als Sohn eines Chirurgen geboren. Nach seinem Studium in Leipzig und Dorpat erhielt Julius Victor Carus 1846 die Stelle eines Assistenzarztes in Leipzig.

Nach der Promotion 1849 ging Carus an das vergleichend-anatomische Institut nach Oxford und habilitierte sich 1851 an der Universität Leipzig. 1853 wurde Julius Victor Carus außerordentlicher Professor für vergleichende Anatomie und übernahm die Zootomischen Sammlungen. Carus verfasste 1872 eine umfassende „Geschichte der Zoologie“ und übersetzte Werke von Charles Darwin ins Deutsche. Julius Victor Carus gründete 1878 den Zoologischen Anzeiger und war 1890 Mitbegründer der Deutschen Zoologischen Gesellschaft. Julius Victor Carus starb am 10. März 1903 in Leipzig.

Mehr Leipziger Persönlichkeiten

Leipziger Persönlichkeiten – Uwe Ampler

Uwe Ampler

Uwe Ampler

Uwe Ampler wurde am 11. August 1964 in Zerbst als Sohn des Radsportlers Klaus Ampler geboren. Zunächst begann er mit Schwimmsport, wechselte zum Radsport und trainierte seit 1979 im SC DHfK Leipzig.

1981 und 1982 wurde Uwe Ampler Juniorenweltmeister im Straßenmannschaftsfahren 1986 Weltmeister im Straßeneinzelfahren der Amateure, 1988 Olympiasieger im 100-km-Manschaftsfahren. 1987, 1988 und 1989 war Ampler Sieger der Internationalen Friedensfahrt. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – August Ferdinand Möbius

August Ferdinand Möbius

August Ferdinand Möbius

August Ferdinand Möbius wurde am 17. November 1790 in Pforta geboren. Sein Vater starb bereits drei Jahre nach seiner Geburt, seine Mutter Johanne Katharine Christiane Keil war eine Nachfahrin von Martin Luther.

August Ferdinand Möbius besuchte die Landesschule Pforta und studierte zunächst Rechtswissenschaften, bevor er sich 1809 dem Studium der Mathematik an der Universität Leipzig zuwandte. Im Jahr 1815 habilitierte sich Möbius mit astronomischen Arbeiten. 1816 wurde August Ferdinand Möbius auf Empfehlung von Carl Friedrich Gauß zum außerordentlichen Professor und Observator der Leipziger Sternwarte berufen und 1848 zu deren Direktor ernannt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Christian Hoffmann

Nachbauten einer frühbarocken Violine und eines Violoncello da spalla

Nachbauten einer frühbarocken Violine und eines Violoncello da spalla

Johann Christian Hoffmann wurde am 2. Mai 1683 in Leipzig getauft. Der Sohn Leipziger und Schüler des Geigenbauers Martin Hoffmann ist seit spätestens 1712 ist als Königlich Polnischer und Kurfürstlich Sächsischer Hofinstrumenten- macher nachzuweisen und lieferte Musikinstrumente für die Dresdner Kapelle.

Hoffmann lebte in Leipzig, wo er 1722 das Bürgerrecht erhielt. Johann Christian Hoffmann war einer der besten deutschen Instrumentenbaumeister seiner Zeit, er hinterließ vortreffliche Lauten und zahlreiche erstklassige Streichinstrumente.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Bosse

Friedrich Bosse

Friedrich Bosse

Heinrich Christoph Friedrich Bosse wurde am 14. Januar 1848 in Hessen als Sohn eines Stellmachers geboren. Er besuchte die Baugewerkschule in Holzminden und erlernte dann das Malerhandwerk. 1874 ließ sich Bosse als Malermeister in Leipzig nieder. Über den 1865 von August Bebel gegründeten Leipziger Arbeiterbildungsverein kam Friedrich Bosse zur SPD.

Der Leipziger Arbeiterbildungsverein wurde nach dem Erlass des Bismarckschen Ausnahmegesetzes gegen die Sozialdemokratie Ende 1878 als einer der ersten Arbeitervereine verboten und aufgelöst. 1879 wurde ein neuer sozialdemokratischer Verein gegründet, der sich als unpolitischer „Fortbildungsverein für Arbeiter“ tarnte. Friedrich Bosse wurde zunächst zum zweiten Vorsitzenden gewählt. 1881 wurde der Belagerungszustand über Leipzig verhängt und viele Sozialdemokraten ausgewiesen. Friedrich übernahm das Amt des ersten Vorsitzenden.

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Leipziger Persönlichkeiten – Luise Lammert

Institut für Geophysik und Geologie der Universität Leipzig

Institut für Geophysik und Geologie der Universität Leipzig

Luise Charlotte Lammert wurde am 21. September 1887 in Leipzig geboren. Die Tochter eines Gymnasialprofessors nahm während ihrer Schulzeit sie an Kursen des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins teil. Ab 1910 studierte Lammert Mathematik, Physik und Chemie in Leipzig und München, was für Frauen erst seit wenigen Jahren möglich war.

1916 trat Luise Lammert in das Geophysikalische Institut der Universität Leipzig ein. Für ihre Doktorarbeit beantragten die Institutsleiter Robert Wenger und Otto Wiener die Bestnote. Zum Thema ihrer Doktorarbeit hielt Luise Lammert im Oktober 1920 als erste Frau überhaupt einen Vortrag auf einer Tagung der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft.
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Leipziger Persönlichkeiten – Ludwig Hoffmann

Ludwig Hoffmann

Ludwig Hoffmann

Ludwig Ernst Emil Hoffmann wurde am 30. Juli 1852 in Darmstadt geboren. Hoffmanns erstes Bauwerk war das Reichsgericht in Leipzig. Hoffmann kam aus der späten Schinkel-Schule und verfolgte einen Stil des modernen Historismus. Ludwig Hoffmann bediente sich historischer Formen, stellte sie aber häufig unorthodox zusammen. Seine Zeitgenossen lobten Klarheit und Einfachheit seiner Bauten. Hoffmann legte Wert auf die individuelle Gestaltung jedes einzelnen Baues und eine künstlerische und handwerkliche Durchdringung aller Details.

Seine eigenständige Karriere begann Ludwig Hoffmann in den 1880er Jahren mit dem Gewinn des Wettbewerbs für das Reichsgerichtsgebäude in Leipzig gemeinsam mit Peter Dybwad. Zehn Jahre dauerten die Arbeiten an diesem Bau.
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Leipziger Persönlichkeiten – Hedwig von Eberstein

Clara Hedwig Freiin von Eberstein auf und zu Schönefeld

Clara Hedwig Freiin von Eberstein auf und zu Schönefeld

Clara Hedwig von Eberstein wurde am 2. November 1817 in Schönefeld bei Leipzig geboren. Die Tochter des königlich-großbritannischen Kapitäns der Armee, Franz Botho Freiherr von Eberstein, wurde als Kind mit einem Streckbett gegen eine kleine Rückgratverkrümmung behandelt, die aber nicht beseitigt werden konnte.

Hedwig von Eberstein blieb unverheiratet und folgte ihrer Leidenschaft, dem Reisen. Von allen Erdteilen brachte Hedwig von Eberstein natur- und völkerkundliche Gegenstände mit und schenkte einige schon zu Lebzeiten Leipziger Museen. 1849 wurde von Eberstein Alleinerbin des Rittergutes Schönefeld. Für die Bewirtschaftung des Guts setzte sie, im Gegensatz zu ihren Vorgängern, keine Inspektoren ein, sondern ab 1851 Pächter und ließ sich von fachkundigen Beratern unterstützen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Adolf Böttger

Adolf Böttger

Adolf Böttger

Adolf Böttger wurde am 21. Mai 1815 in Leipzig geboren. Er besuchte die Thomasschule in Leipzig, anschließend die Universität, ohne sich einer bestimmten Disziplin zu widmen. Angezogen von den neueren Sprachen wurde Böttger zu einem gefeierten Übersetzer. Adolf Böttger übersetzte die Werke von Lord Byron, Pope, Goldsmiths, Miltons, Ossians, Longfellows „Hiawatha“, sowie einzelne Dramen Shakespeares.

Als selbständiger Dichter trat Adolf Böttger zuerst 1846 in den „Gedichten“ auf, deren melodische Form anziehend wirkt. Mit besonderer Vorliebe wendete sich Böttger der poetischen Erzählung zu.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ulrich von Hutten

Ulrich von Hutten

Ulrich von Hutten

Ulrich von Hutten wurde am 21. April 1488 auf Burg Steckelberg bei Schlüchtern geboren. Der aus einem fränkischen Adelsgeschlecht stammende von Hutten wurde 1499 von seinem Vater in das Benediktiner-Kloster Fulda geschickt, wo er Mönch werden sollte. Ulrich von Hutten wandte sich aber vom Klosterleben ab und studierte 1503 an der Universität Erfurt, wechselte 1505 an die Universität zu Köln, studierte kurze Zeit an der Universität in Mainz und ging 1506 an die Brandenburgischen Universität Frankfurt (Oder).

1508 besuchte von Hutten die Universität Leipzig und infizierte sich möglicherweise mit der Syphilis. Später erscheint er als mittelloser Student in Greifswald.

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Leipziger Persönlichkeiten – Wilhelm Ambrosius Barth

Wilhelm Ambrosius Barth

Wilhelm Ambrosius Barth

Wilhelm Ambrosius Barth wurde am 25. Februar 1790 in Leipzig geboren. Der Sohn des Leipziger Buchhändlers und Verlegers Johann Ambrosius Barth besuchte Vorlesungen an der Universität Leipzig und erhielt seine buchhändlerische Ausbildung im väterlichen Betrieb. Nach dem Tod seines Vaters übernahm Barth als 23jähriger die Leitung des Verlags und gab ihm mehr und mehr eine wissenschaftliche Ausrichtung, wobei der Schwerpunkt zunächst bei Germanistik und Literatur lag.

Im Verlag von Wilhelm Ambrosius Barth erschienen die die Werke u.a. von Johann Gottfried Herder und Samuel Hahnemann. Von 1831 bis 1833 war Barth Direktor des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler und betrieb den Aufbau einer Buchhändlerbibliothek. Auf seine Anregung wurde 1834 das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel gegründet. Barth förderte auch den Bau der Buchhändlerbörse in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Julius Klinkhardt

Julius Klinkhardt

Julius Klinkhardt

Friedrich Julius Klinkhardt wurde am 24. Juli 1810 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Schuhmachermeisters gründete nach seiner Lehrzeit als Buchhändler ein Sortimentsgeschäft. Bereits als 24-Jähriger eröffnete Klinkhardt 1834 durch die Übernahme der J. Sührings Verlags-Expedition ein eigenes Verlagsgeschäft unter seinem Namen.

Julius Klinkhardt konzentrierte sich auf die Pädagogik. Es entstanden Bücher für die Volksschule und später auch Unterrichtswerke für das mittlere und höhere Schulwesen. Ab 1848 erschien bei Julius Klinkhardt die vierbändige Lese- und Schreibfibel „Lebensbilder“, die eine besondere Verbreitung erfuhr. 1849 gründete Julius Klinkhardt die „Allgemeine deutsche Lehrerzeitung“, zu der 1858 die „Sächsische Schulzeitung“ kam. Ab 1876 gab Klinkhardt die „Schule der Pädagogik“ von Friedrich Dittes heraus.

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Leipziger Persönlichkeiten – Josef Alexander Jablonowski

Josef Alexander Jablonowski

Josef Alexander Jablonowski

Josef Alexander Jablonowski wurde am 4. Februar 1711 in Tychomel, Wolhynien (Ukraine) geboren. 1743 wurde er von Kaiser Karl VII. in den Reichsfürstenstand erhoben. Unter der Regierung von König August III. von Polen wurde Jablonowski 1744 zum Mundschenk von Litauen befördert und 1755 das Beamtenamt des Wojewoden von Nowogrodek in Schwarzrussland übertragen.

Bei den polnischen Königswahlen 1764 galt Josef Alexander Jablonowski als einer der Thronanwärter, unterlag jedoch dem Mitbewerber Stanislaus II. August Poniatowski. 1768 siedelte Jablonowski nach Leipzig über. 1773 kaufte Jablonowski in Leipzig am Rossplatz das Haus „Zum Kurprinz“ und errichtete dort seinen Wohnsitz (nicht erhalten).

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Leipziger Westermann – George Westermann

George Westermann vor 1838

George Westermann vor 1838

George Westermann wurde am 23. Februar 1810 in Leipzig als Georg Westermann geboren. Er besuchte das Humanistische Gymnasium Albertina in Freiberg, reiste 1827 auf Anraten des Leipziger Verlegers und Freundes seines Vaters, Wilhelm Ambrosius Barth, nach Braunschweig und wurde bei der dort ansässigen Schulbuchhandlung von Friedrich Vieweg als Lehrling eingestellt.

Nach seiner Ausbildung ging Westermann auf Wanderschaft, kam 1832 nach Leipzig und reiste weiter nach Königsberg. 1834 kam Georg Westermann nach Leipzig zurück und arbeitete bei Wilhelm Ambrosius Barth. 1837 besuchte Georg Westermann England und änderte wegen seiner Begeisterung für die englische Kultur seinen Vornamen in George. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – August Wilhelm Kanne

Müller-Denkmal Leipzig

Müller-Denkmal Leipzig

August Wilhelm Kanne wurde am 17. August 1784 in Leipzig geboren. Nach dem Tod des ersten Baudirektors der Stadt Leipzig, Johann Carl Friedrich Dauthe, trat Kanne im Alter von 32 Jahren dessen Nachfolge an.

August Wilhelm Kanne schuf den temporären Triumphbogen zum Regierungsjubiläum von König Friedrich August I. von Sachsen 1818 auf dem Leipziger Markt. 1819 setzte Kanne das von Johann Friedrich August Tischbein entworfene Denkmal für den Bürgermeister Carl Wilhelm Müller um.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johannes Weyrauch

Johannes-Weyrauch-Platz in Böhlitz-Ehrenberg

Johannes-Weyrauch-Platz in Böhlitz-Ehrenberg

Johannes Weyrauch wurde am 20. Februar 1897 in Leipzig geboren. Er besuchte das König-Albert-Gymnasium in Leipzig. Durch seinen Stiefbruder kam Johannes Weyrauch in Kontakt mit der Musik von Richard Wagner, die seinen weiteren musikalischen Lebensweg entscheidend prägte.

Weyrauch wurde Schüler der Musiklehrerin Helene Caspar, die ihn mit der Literatur der Wiener Klassik und von Johann Sebastian Bach bekannt machte. Johannes Weyrauch erhielt auch Geigenunterricht. Nach dem Ende des 1. Weltkriegs kehrte Weyrauch nach Leipzig zurück und studierte am Leipziger Konservatorium das Hauptfach Klavier mit dem Hinweis, später auf die Orgel wechseln zu wollen. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Johann Georg Keil

Johann Georg Keil

Johann Georg Keil

Johann Georg Keil wurde am 20. März 1781 in Gotha geboren. Keil beschäftigte sich schon in frühen Jahren intensiv mit Zeichnen, Lesen und Dichten. Zunächst zum Klavierspiel gedrängt, beschäftigte sich Johann Georg Keil bald mit weiteren Musikinstrumenten und ließ sich in Musiktheorie unterrichten.

Im Alter von 15 Jahren verlor Keil seinen Vater, verließ das Gothaer Gymnasium und begann in Chemnitz eine kaufmännische Lehre. 1809 fand Keil eine Anstellung in der Herzoglichen Bibliothek in Weimar und war Lehrer für Italienisch, Spanisch und Englisch am Gymnasium. Johann Georg Keil publizierte Lehrbücher für Italienisch und Spanisch. In Weimar lernte Keil 1813 die neunzehnjährige Juliane Henriette Löhr kennen, Tochter des Leipziger Bankiers Carl Eberhard Löhr.

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Leipziger Persönlichkeiten – Bürgermeister und Oberbürgermeister

Das Alte Rathaus in Leipzig, bis 1905 Sitz der Leipziger Bürgermeister

Das Alte Rathaus in Leipzig, bis 1905 Sitz der Leipziger Bürgermeister

Aus dem erblichen Amt des Schultheißen entwickelte sich zum Ende des 13. Jahrhunderts das Wahlamt des Bürgermeisters, der in Leipzig von den 12 Ratsmitgliedern bestimmt wurde. Die Mitgliedschaft im Leipziger Rat galt auf Lebenszeit, notwendige Nachwahlen fanden einmal im Jahr statt. Seit dem 14. Jahrhundert wechselten sich in Leipzig drei Räte mit je 12 Mitgliedern, die auch je einen Bürgermeister umfassten, in einem jährlichen Rhythmus ab.

Urkundlich erwähnt wurde das Amt des Bürgermeisters in Leipzig erstmals 1292. Seitdem sind 139 Personen als Träger dieses Amtes bekannt einschließlich Oberbürgermeister, die ab dem 20. Dezember 1877 mit dem Erreichen des Großstadtstatus Leipzigs gewählt wurden. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Christian Gottlieb Jöcher

Christian Gottlieb Jöcher

Christian Gottlieb Jöcher

Christian Gottlieb Jöcher wurde am 20. Juli 1694 in Leipzig geboren. Der Sohn des Kaufmanns Johann Christoph Jöcher wuchs bei seinem Großvater, dem Leipziger Stadtrichter Leonard Baudiß, auf, der ihm zwei ausgezeichnete Privatlehrer stellte und die in ihm bereits in frühen Lebensjahren ein gewisses Interesse an Geschichte, Geographie und Genealogie weckten. 1708 setzte Jöcher seine Ausbildung am Gymnasium in Gera fort und zwei Jahre später am Gymnasium in Zittau.

1712 begann Christian Gottlieb Jöcher an der Universität Leipzig ein Studium der medizinischen Wissenschaften. Der Kontakt mit Gottfried Olearius sorgte dafür, dass er sich während seiner Ausbildung mehr den philosophischen Wissenschaften widmete.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Ludwig Hartz

Johann Ludwig Hartz

Johann Ludwig Hartz

Johann Ludwig Hartz wurde am 18. März 1782 in Bautzen geboren. Nach dem Schulbesuch absolvierte Hartz eine die Kaufmannslehre bei der Kolonialwaren-Großhandlung mit Blaufarbenlager Kraft & Co. in Leipzig und stieg in der Firma bis zum Mitinhaber auf.

Von 1823 bis 1833 war Johann Ludwig Hartz Mitglied des Rates der Stadt, zeitweilig auch dessen Vizevorsteher, Stadthauptmann und Beisitzer des Handelsgerichts. Am 22. Februar 1826 eröffnete die Sparkasse Leipzig, deren erster ehrenamtlicher Vorsteher Hartz war. Johann Ludwig Hartz war auch ehrenamtlicher Vorsteher des Leihhauses, für dessen Gründung er sich eingesetzt hatte, und Mitdirektor der Heilanstalt für Augenkranke und der Armenanstalt.
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Leipziger Persönlichkeiten – Johann August Otto Gehler

Johann August Otto Gehler

Johann August Otto Gehler

Johann August Otto Gehler wurde am 16. Juni 1762 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Arztes und Universitätsprofessors studierte ab 1778 Rechtswissenschaften an den Universitäten in Leipzig und Göttingen. Gehler arbeitete in der Folgezeit am Leipziger Schöppenstuhl, wo er 1803 zum Beisitzer gewählt wurde.

Für die Stadt Leipzig war Johann August Otto Gehler in mehreren wichtigen Funktionen tätig. 1792 wurde er in den Stadtrat gewählt, 1802 wurde er Stadtrichter, 1806 Stadtbaumeister und 1811 Kriminalrichter. In dieser Funktion war Gehler ab 1821 an dem Prozess gegen den Mörder Johann Christian Woyzeck beteiligt, dessen Hinrichtung er aber nicht mehr erlebte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ilse Decho

Teekanne aus Jenaer Glas von Ilse Decho

Teekanne aus Jenaer Glas von Ilse Decho

Ilse Decho wurde am 9. Dezember 1915 in Leipzig als Helene Ilse Schmidt geboren. Sie absolvierte eine kaufmännische Ausbildung, besuchte die Abendschule der Akademie für grafische Künste und Buchgewerbe und studierte 1947 bis 1949 an der Kunstgewerbeschule Leipzig. Bis 1966 arbeitete Ilse Decho als freischaffende Kunsthandwerkerin und Formgestalterin in Leipzig.

Bis zur ihrer Emeritierung 1975 war sie als Dozentin für Glasgestaltung, später als Professorin an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle, Burg Giebichenstein in Halle/Saale tätig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Christiane Benedikte Naubert

Christiane Benedikte Naubert

Christiane Benedikte Naubert

Christiane Benedikte Naubert wurde am 13. September 1752 in Leipzig als Christiana Benedicta Hebenstreit geboren. Die Tochter des Medizinprofessors Johann Ernst Hebenstreit erhielt eine Ausbildung in Philosophie, Geschichte, Latein und Griechisch.

Zunächst heiratete sie 1797 den dem Rittergutsbesitzer und Kaufmann Lorenz Wilhelm Holderrieder aus Naumburg und nach dessen Tod Johann Georg Naubert, ebenfalls Kaufmann in Naumburg.

Christiane Benedikte Naubert veröffentlichte fast alle ihre Bücher anonym. Ohne ihre Erlaubnis wurde ihre Identität in einem Artikel in der „Zeitung für die elegante Welt“ 1817 aufgedeckt. Ihren Roman „Rosalba“ von 1817 veröffentlichte sie darauf mit ihrem eigenen Namen.

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Leipziger Persönlichkeiten – August Weigel

August Weigel

August Weigel

Johann August Gottlob Weigel wurde am 23. Februar 1773 in Leipzig geboren. Nach einer Buchhändlerlehre übernahm Weigel im Alter von 20 Jahren die Leitung der Müllerschen Buchhandlung in Leipzig.

1795 erhielt er das Amt seines Vaters als Universitätsauktionator. 1795 eröffnete August Weigel ein eigenes Geschäft, in welchem er vorzugsweise antiquarische Bücher verkaufte, sowie einen Verlag, der sich vor allem auf klassische Philologie spezialisierte. Zu den Kunden seines Geschäftes im Hause Silberner Bär im Alten Neumarkt 18 (heute Universitätsstraße) gehörte auch Johann Wolfgang von Goethe.

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Leipziger Persönlichkeiten – Adolph Wagner

Adolph Wagner

Adolph Wagner

Gottlob Heinrich Adolph Wagner, Pseudonym Ralph Nym, wurde am 14. November 1774 in Leipzig geboren. Sein älterer Bruder Carl Friedrich Wagner war der Vater des Komponisten Richard Wagner. Wagner besuchte bis 1792 die Thomasschule in Leipzig und studierte anschließend an der Universität Leipzig Theologie und Philosophie. 1798 ging Adolph Wagner an die Universität Jena, um Vorlesungen bei Johann Gottlieb Fichte zu hören. In Jena lernte Wagner Friedrich Schiller und Ludwig Tieck kennen.

Zurückgekehrt nach Leipzig war Adolph Wagner mittellos und arbeitete als Privatgelehrter und freier Schriftsteller. Sein erstes größeres Werk waren Anfang des 19. Jahrhunderts sechs Bände über das Leben von Reformatoren. Wagner beherrschte mindestens acht Sprachen und übersetzte unter anderem Werke von Lord Byron, Walter Scott, Carlo Gozzi und Sophokles. Als Herausgeber befasste er sich mit den Schriften von Giordano Bruno, Dante Alighieri, Francesco Petrarca, Robert Burns und Johann Gottfried Seume.

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Leipziger Persönlichkeiten – Georg Christoph Biller

Villa Thomana Leipzig

Villa Thomana Leipzig

Georg Christoph Biller wurde am 20. September 1955 in Nebra (Unstrut) als Sohn eines Pfarrers geboren. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt Biller von 1965 bis 1974 als Thomaner unter Erhard Mauersberger und Hans-Joachim Rotzsch. Nach dem Abitur 1974 an der Thomasschule zu Leipzig studierte Georg Christoph Biller von 1976 bis 1981 Orchesterdirigieren u.a. bei Kurt Masur sowie Gesang an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. 1976 gründete Biller das Leipziger Vocalensemble.

Von 1980 bis 1991 leitete Georg Christoph Biller den Gewandhauschor Leipzig und lehrte als Dozent für Chorleitung an der Kirchenmusikschule Halle/Saale. Von 1990 bis 1992 war Georg Christoph Biller interimistischer Kantor an der Stadtkirche Naunhof.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Hermann Schein

Johann Hermann Schein

Johann Hermann Schein

Johann Hermann Schein wurde am 20. Januar 1586. in Grünhain geboren. Der aus einer evangelischen Pastorenfamilie stammende Schein verlebte die ersten Jahre im Erzgebirge. Nach dem Tod des Vaters 1593 zog die Mutter mit ihrem Sohn in das Haus ihrer Eltern zurück nach Dresden. Dort konnte Johann Hermann Schein im Knabenchor der Dresdner Hofkapelle der Kurfürstlichen Kantorei sein Gesangstalent entwickeln und war bis 1603 Diskantist. Schein wurde 1603 zur weiteren Ausbildung in die Fürstenschule Pforta geschickt und erwarb ein vorzügliches musikalisches Grundwissen, ging jedoch im April 1607 nach Dresden zurück.

1603 schrieb sich Johann Hermann Schein an der Universität Leipzig ein, begann sein Studium aber erst 1608, er studierte Rechtswissenschaften und Freie Künste und erhielt als ehemaliges Mitglied der Kurfürstlichen Kantorei ein Stipendium. 1612 machte Scheinen seinen Abschluss, widmete sich aber mehr der Dichtkunst und Musik und begann zu komponieren. 1609 veröffentlichte Johann Hermann Schein sein erstes musikalisches Werk unter dem Titel „Das Venus Kräntzlein“.
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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Heinrich Linck d.J.

Johann Heinrich Linck d.J.

Johann Heinrich Linck d.J.

Johann Heinrich Linck d.J. wurde 1734 in Leipzig einen Monat nach dem Tode seines Vaters Johann Heinrich Linck d.Ä. geboren. Von seiner Mutter übernahm Linck 1757 die väterliche Apotheke „Zum Goldenen Löwen“ in Leipzig und die von seinem Großvater begonnene und von seinem Vater weitergeführte umfangreiche Sammlung, das Linck’sche Naturalien- und Kuriositätenkabinett.

Bei der Mehrung seiner Sammlung bevorzugte Linck eher Kunstsachen gegenüber Naturalien, die Sammlung umfasste Tierreich, Mineralreich, Pflanzenreich und Kunstsachen sowie eine Bücherei von ungefähr 1.200 Bänden, 800 Gläser „mit allerhand in spiritu balsamico conservirten Animalien“, darunter Schlangen, Affen, Krokodile und weitere exotische Tiere sowie über 200 Schubladen oder Kästen mit Mineralien und Versteinerungen. Ein umfangreiches Herbarium, Korallen und physikalische Instrumente vervollständigten das Kabinett.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Heinrich Linck d.Ä.

Johann Heinrich Linck d.Ä.

Johann Heinrich Linck d.Ä.

Johann Heinrich Linck d.Ä. wurde am 17. Dezember 1674 in Leipzig geboren. Nach der Ausbildung in der Apotheke seines Vaters Heinrich Linck unternahm er Reisen in zahlreiche Länder Europas, auf denen Linck wissenschaftliche Kontakte knüpfte.

1710 übernahm Johann Heinrich Linck zusammen mit seinem Bruder Christian Heinrich die väterliche Apotheke „Zum Goldenen Löwen“ in Leipzig und führte die Mineral- und Kuriositätensammlung des Vaters, das Lincksches Naturalienkabinet, einen Vorläufer der modernen Museen, fort.

Als Forscher beschäftigte sich Linck intensiv mit Seesternen und veröffentlichte 1733 mit „De stellis marinis liber singularis“ ein bahnbrechendes Werk über die bis dahin noch wenig bekannten Seesterne. Nach ihm wurde die Seesterngattung Linckia benannt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Ernst Kregel von Sternbach

Johann Ernst Kregel von Sternbach

Johann Ernst Kregel von Sternbach

Johann Ernst Kregel von Sternbach wurde am 13. August 1652 in Magdeburg geboren. Der Sohn des Magdeburger Bürgers Nikolaus Kregel war durch den Wollgroßhandel in Leipzig zu Reichtum gekommen. 1690 kaufte er das Gut Abtnaundorf und wurde hier Erb-, Lehn- und Gerichtsherr.

Am Neumarkt in Leipzig erbaute Kregel von Sternbach von 1695 bis 1697 sein Haus „Zur Großen Feuerkugel“ von Grund neu auf. Später kaufte er die rückseitig angrenzenden Grundstücke in der Universitätsstraße und schuf nach deren Neuaufbau einen der ersten Leipziger Durchgangshöfe.

Am 22. August 1697 wurde Johann Ernst Kregel von Sternbach durch Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen mit dem Prädikat „Edler Herr von Sternbach“ in den Reichsadelsstand erhoben.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Christian Heinroth

Johann Christian Heinroth

Johann Christian Heinroth

Johann Christian August Heinroth wurde am 17. Januar 1773 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Chirurgen studierte von 1791 bis 1797 in Leipzig Medizin und Philosophie und für kurze Zeit in Erlangen auch Theologie. Nach verschiedenen Tätigkeiten als praktischer Arzt in Leipzig und Sekundarzt am Jacobshospital sowie als Arzt in Militärlazaretten erhielt Heinroth auf Weisung des sächsischen Königs 1811 die außerordentliche Professur für den neu gegründeten Lehrstuhl für „Psychische Therapie“ an der Universität Leipzig.

Heinroths Ideen beeinflussten auch die Gründung der „Heil- und Verpflegungsanstalt für Irre beiderlei Geschlechts“ im Schloss Sonnenstein in Pirna 1811. Von 1814 bis 1833 war Johann Christian Heinroth als Hausarzt am Zucht-, Waisen und Versorgungshaus St. Georg in Leipzig medizinisch-psychiatrisch tätig. 1827 wurde Heinroth ordentlicher Professor der psychischen Medizin.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Caspar Richter

Johann Caspar Richter

Johann Caspar Richter

Johann Caspar Richter wurde am 16. September 1708 in Leipzig geboren. Der Sohn des Leipziger Handelsherrn Christian Richter arbeitete im Unternehmen seines Vaters und später in eigenen Firmen. Er betrieb Wechselgeschäfte und handelte mit Waren aus Übersee sowie mit englischen und holländischen Woll- und Seidenstoffen.

1739 wurde Johann Caspar Richter Mitglied der Vertrauten Gesellschaft und 1749 Ratsherr in Leipzig. 1763 übernahm Richter das Amt des Ratsbaumeisters. Von 1750 bis zu seinem Tod war Johann Caspar Richter Vorsteher des St. Georgen Zucht- und Waisenhauses am Brühl.

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Leipziger Persönlichkeiten – Jan Bobrowicz

Gedenktafel für den Musikverlag Breitkopf & Härtel in Leipzig

Gedenktafel für den Musikverlag Breitkopf & Härtel in Leipzig

Jan Bobrowicz wurde am 12 Mai 1805 in Krakau geboren. Bobrowicz studierte in Krakau Gitarre und wurde schnell international bekannt. Franz Liszt bezeichnete ihn als Chopin der Gitarre.

Nach seiner Teilnahme am polnischen Aufstand 1831 musste Jan Boboriwcz emigrieren und kam nach Leipzig. Hier arbeitete er als Sologitarrist und im Verlagswesen. Im Verlag Breitkopf & Härtel gab er 1834 bis 1840 die Taschenbibliothek der polnischen Klassiker mit 40 Bänden heraus. 1842 bis 1860 leitete er die von ihm gegründete Polnische Verlags- und Commissions-Buchhandlung, in der er 380 Titel verlegte. Jan Boboriwcz starb am 2. November 1881 in Dresden.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Adolph Kritzinger

Die Kafeekanne, ein Kafeegespräch des Herrn Studio mit der Madame Savante vom Kafee, 1782

Die Kafeekanne, ein Kafeegespräch des Herrn Studio mit der Madame Savante vom Kafee, 1782

Friedrich Adolph Audemar Kritzinger wurde am 16. November 1726 in Leipzig geboren. Kritzinger publizierte ausschließlich anonym oder unter Pseudonymen wie Wilhelm Tissot, J. D. T. de Bienvielle, M. W. Danneil oder Hans guck in die Welt mit teilweise fiktiven Erscheinungsorten. Kritzinger gilt als der Verfasser und Verleger einer Reihe von überwiegend satirischen und teilweise erotisch-frivol angehauchten Genreskizzen.

Bis in das 20. Jahrhundert hinein hatte Friedrich Adolph Kritzinger einen sehr zweifelhaften Ruf inne. Seine Werke über Leipzig und die Vororte, insbesondere die „Spaziergänge nach…“, zählen heute zu wichtigen Quellen zum gesellschaftlichen Leben des 18. Jahrhunderts rund um die Stadt Leipzig.

Kritzingers „Die Geschichte der Stadt Leipzig“ sowie „Die Kafeekanne, ein Kafeegespräch des Herrn Studio mit der Madame Savante vom Kafee“ gelten heutzutage durchaus als ernstzunehmende Standardwerke zur Leipziger Geschichte bis zu jener Zeit beziehungsweise zur Kulturgeschichte des Kaffees. Das erste Buch behandelt die Leipziger Stadtgeschichte etwas unsortiert bis zum Erscheinungsjahr des Buches, in dem zweiten Titel in Form eines Dialogs wird die Geschichte des Kaffees belehrend, anschaulich und detailliert dargestellt.

Friedrich Adolph Kritzinger starb am 13. Juli 1793 in Leipzig.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Adolph_Kritzinger#/media/Datei:Die_Kafeekanne.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Christiana Regina Hetzer

Christiana Regina Hetzer

Christiana Regina Hetzer

Christiana Regina Hetzer, auch Christiane Regine Hetzer, später verehelichte Neuhaus, Richter und Böhme, wurde am 26. März 1724 in Leipzig geboren. Die Enkelin des Gutsbesitzers und Weinhändlers Johann Martin Hemm aus Gohlis, heiratete im Alter von 15 Jahren Christian Gottlieb Neuhaus, Gesellschafter des Bank- und Handelshauses Richter, Neuhaus & Crayen.

Neuhaus verstarb 1745, Christiana Regina heiratete zwei Jahre später ihren verwitweten Schwager Johann Caspar Richter. Von ihrem Großvater erbte sie zwei Bauerngüter in Gohlis, die ihr im März 1750 als Lehen übertragen wurden.

Johann Caspar Richter erwarb weiteren Grundbesitz in Gohlis und ließ 1755/56 das Gohliser Schlösschen bauen. Infolge des Siebenjährigen Krieges verzögerte sich der Bau. Als Richter 1770 starb, ging Christiana Regina Richter 1771 eine dritte Ehe mit dem Professor für Geschichte und Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig, Hofrat Johann Gottlob Böhme ein. Böhme erwarb 1772 das Gohliser Anwesen, bekam die Erb-, Lehn- und Gerichtsherrschaft zuerkannt und ließ das Gohliser Schlösschen fertigstellen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ernst Innozenz Hauschild

Ernst Innozenz Hauschild

Ernst Innozenz Hauschild

Ernst Innozenz Hauschild wurde am 1. November 1808 in Dresden geboren. Hauschild besuchte die Friedrich-August-Bürgerschule und die Kreuzschule in Dresden sowie die Fürstenschule St. Afra in Meißen. 1826 begann Hauschild sein Studium der Philologie, Philosophie und Theologie an der Universität Leipzig.

Seine erste Anstellung bekam Ernst Hauschild 1830 als Lehrer an der privaten Erziehungsanstalt im Landgut Amalienburg in Kössern bei Grimma. Von 1837 bis 1849 unterrichtete Hauschild in Leipzig an der 1. Bürgerschule auf der Moritzbastei sowie an der Nikolaischule.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ernst Hähnel

Ernst Hähnel

Ernst Hähnel

Ernst Julius Hähnel wurde am 9. März 1811 in Dresden geboren. Hähnel studierte Architektur an der Kunstakademie Dresden, ging 1826 nach München, wo er an der Akademie der Bildenden Künste bis 1831 zunächst ebenfalls Architektur, später jedoch Bildhauerei studierte. In München lernte Ernst Hähnel 1830 Ernst Rietschel und Ludwig Schwanthaler kennen. 1831 ging Hähnel nach Rom und besuchte im folgenden Jahr mit Gottfried Semper Florenz. Ab 1835 lebte Ernst Hähnel wieder in München und wurde 1838 von Gottfried Semper nach Dresden berufen und mit der Anfertigung eines Teils der Skulpturen an der neuen Hofoper betraut.

Ernst Hähnel schuf eine Statue von Ludwig van Beethoven, die 1845 in Bonn enthüllt wurde. 1846 vollendete Hähnel für das 500-jährige Jubiläum der Prager Universität die vier Meter hohe Statue Kaiser Karls IV. neben dem Altstädter Brückenturm. Im Jahr 1848 wurde Ernst Hähnel Professor an der Dresdner Kunstakademie und wurde neben Ernst Rietschel zum Begründer der Dresdner Bildhauerschule in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Carl Groß

Johann Carl Groß

Johann Carl Groß

Johann Carl Groß wurde am 22. Januar 1778 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Leipziger Kaufmanns und Handelsdeputierten und einer Schwester von Johann Heinrich Pestalozzi studierte ab 1794 Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig.

1808 trat Groß in den Rat der Stadt ein und wurde Beisitzer im Leipziger Schöffengericht. Während der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 war er an mehreren Abordnungen der Stadt bei Verhandlungen mit Napoleon beteiligt. 1815 wurde Johann Carl Senator, 1828 Stadtrichter. 1831 trat Groß als Ratsmitglied zurück und kam 1832 in das Sächsische Justizministerium, wo er maßgeblich an der Ausarbeitung des als liberal geltenden sächsischen Kriminalgesetzbuchs von 1838 mitwirkte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Susanna Eger

Susanna Eger: Leipziger Koch-Buch, Jacob Schuster, Leipzig 1745 (Titelblatt und Frontispiz)

Susanna Eger: Leipziger Koch-Buch, Jacob Schuster, Leipzig 1745 (Titelblatt und Frontispiz)

Susanna Eger, auch als Egerin bekannt, wurde 1640 als Tochter des Krämermeisters Carl Günther Born geboren. 1657 heiratete sie den Handelsmann Johann Jacob Eger. Susanne Eger hatte einen ausgeprägten Repräsentationssinn, besonders Fremden gegenüber, der dem ansonsten sparsamen Familienleben von Susanna Eger entgegen stand.

Egers Leipziger Barockküche gestaltete sich von einfachen preiswerten Speisen bis hin zu ausgeklügelten und aufwendigen Rezepten, die aber immer zugleich die Wirtschaftlichkeit in der Küche beachteten. Der frühe Tod ihres Mannes zwang Susanna Eger als alleinerziehende Mutter zum Verdienst des Lebensunterhaltes. Sie wurde Existenzgründerin, kochte nun für Leipziger Bürgerhäuser und entwickelte sich zu einer bekannten Berufsköchin.

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Leipziger Persönlichkeiten – Walter Kresse

Walter Kresse (links) neben Erich Honecker, Lotte und Walter Ulbricht zur Leipziger Herbstmesse 1964

Walter Kresse (links) neben Erich Honecker, Lotte und Walter Ulbricht zur Leipziger Herbstmesse 1964

Walter Kresse wurde am 11. März 1910 in Leipzig geboren. Kresse stammt aus einer Arbeiterfamilie, sein ältester Bruder war der Widerstandskämpfer Kurt Kresse. Walter Kresse absolvierte eine Kaufmannslehre und arbeitete ab 1927 als kaufmännischer Angestellter. 1928 trat Kresse in die KPD und ihre Jugendorganisation ein. 1933 wurde Walter Kresse verhaftet und zu einer dreijährigen Zuchthausstrafe verurteilt.

Nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft kehrte Kresse 1946 nach Leipzig zurück. In Leipzig engagierte sich Kresse in der SED und im FDGB, studierte 1950 bis 1953 Ökonomie und arbeitete kurz als Werksleiter. 1954 ging Walter Kresse ins Ministerium für allgemeinen Maschinenbau und war von 1956 bis 1958 in diesem Ressort stellvertretender Minister. 1958/59 stand er dem Wirtschaftsrat des Bezirkes Leipzig vor.

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Leipziger Persönlichkeiten – Wilhelm Gerhard

Wilhelm Gerhard

Wilhelm Gerhard

Christoph Wilhelm Leonhard Gerhard wurde am 29. November 1780 in Weimar geboren. Der Sohn eines Kaufmanns absolvierte eine Lehre zum Handelsgehilfen in Zittau und arbeitete danach in einem Leipziger Handelshaus. 1805 erwarb Gerhard das Leipziger Bürgerrecht und gründete mit einem Kompagnon eine Schnitt- und Modewarenhandlung.

Vom Schriftsteller August Mahlmann wurde Wilhelm Gerhard 1807 in die Leipziger Freimaurerloge Minerva eingeführt. Mit einer Anzahl Freimaurergesänge begann Gerhards dichterische Laufbahn, so dass er sein Geschäft aufgab und sich der Schriftstellerei widmete. Neben Gedichten verfasste Gerhard vor allem Bühnenstücke oder richtete vorhandene Dichtungen für die Bühne ein. Zeitweise war er Dramaturg am Leipziger Stadttheater und arbeitete auch an Übersetzungen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Simon Pistoris d.J.

Simon Pistoris d.J.

Simon Pistoris d.J.

Simon Pistoris d.J., ab 1521 auch Pistoris von Seuselitz oder von Seußlitz genannt, wurde am 28. Oktober 1489 in Leipzig geboren. Er lernte in Leipzig Martin Luther kennen und schätzen.

Nach fast dreijährigen Studienaufenthalten an der Universität Pavia promovierte Pistoris 1514 in Leipzig zum Doktor beider Rechte und wurde im selben Jahr zum ordentlichen Professor an der juristischen Fakultät der Universität Leipzig berufen. Pistoris war Kanoniker an den Bischofskirchen in Merseburg und Naumburg sowie Beisitzer am Oberhofgericht in Leipzig.

1519 betraute Herzog Georg von Sachsen Pistoris mit wichtigen Staatsgeschäften und beförderte ihn Geheimen Rat, ernannte ihn 1523 zu seinem Kanzler. Zusammen mit Herzog Georg verurteilte Simon Pistoris zum einen zwar den Bauernaufstand, setzte sich aber 1530 auf dem Reichstag zu Augsburg vehement für die Bekenntnisschrift zur lutherischen Kirche ein.
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Leipziger Persönlichkeiten – Ingeborg Krabbe

Ingeborg Krabbe

Ingeborg Krabbe

Ingeborg Krabbe wurde am 13. Juni 1931 in Leipzig im Stadtteil Connewitz als Tochter eines Schlossermeisters geboren. Bereits in ihrer Schulzeit erkannte ihre Deutschlehrerin ihr schauspielerisches Können.

Ingeborg Krabbe studierte ab 1949 an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und debütierte am Theater der Jungen Welt, das seine Spielstätte in der Kongresshalle Leipzig hatte.

Mit weiteren Schauspielern des Theaters der Jungen Welt gründete Krabbe 1954 die Leipziger Pfeffermühle, spielte aber selbst nur ein halbes Jahr mit. Ingeborg Krabbe ging nach Berlin an das Theater der Freundschaft. Ingeborg Krabbe war von den 1960er Jahren bis in die späten 1980er Jahre in zahlreichen Fernsehschwänken und Lustspielen zu sehen.

Ingeborg Krabbe starb am 17. März 2017 in Berlin.

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Bildquelle: Foto: Udo Grimberg, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de,

Leipziger Persönlichkeiten – Georg Heinrich Bose

Georg Heinrich Bose

Georg Heinrich Bose

Georg Heinrich Bose wurde am 11. Juni 1682 in Leipzig geboren. Der zweite Sohn des Leipziger Handels- und Ratsherrn Caspar Bose betrieb zusammen mit seinem Bruder Caspar Bose d.J. die von ihrem Großvater Johann Ernst Bose gegründete kurfürstlich privilegierte Silberwaren-Manufaktur, in der Gold- und Silberdraht hergestellt wurde.

1710 kaufte Georg Heinrich Bose am Thomaskirchhof ein Haus, das er im barocken Stil umbauen und mit den Bequemlichkeiten der Zeit ausstatten ließ. Das Haus stand neben der Thomasschule, in der ab 1723 Johann Sebastian Bach mit seiner Familie lebte. Beide Familien wurden gute Nachbarn, und Bach weilte häufig im Boseschen Haus.

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Leipziger Persönlichkeiten – Kurfürst Friedrich II. von Sachsen

Kurfürst Friedrich II. von Sachsen

Kurfürst Friedrich II. von Sachsen

Kurfürst Friedrich II. von Sachsen, genannt der Sanftmütige, wurde am 22. August 1412 in Leipzig geboren. Der älteste Sohn von Herzog und Kurfürst Friedrich I. von Sachsen und dessen Frau Katharina von Braunschweig-Lüneburg heiratete am 3. Juni 1431 Margaretha, Tochter des Erzherzogs Ernst I. von Österreich. Als Ausgleich für das seiner Frau zustehende Leibgedinge errichtete der Friedrich seiner Gemahlin 1456 die Münzstätte Colditz und gestattete ihr, dort eigene Münzen, die sogenannten Margarethengroschen, prägen zu lassen.

Die Zusammenkunft der Stände im Jahr 1438 gilt als der erste Landtag Sachsens. 1451 ließ Friedrich die Leipziger Münze wiedererrichten und zwischen 1454 und 1461 die ersten sächsischen Goldmünzen prägen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Caspar Friedrich Löbelt

Leipzig, Universitätskirche St. Pauli: Epitaph für Wilhelm von Ryssel

Leipzig, Universitätskirche St. Pauli: Epitaph für Wilhelm von Ryssel

Caspar Friedrich Löbelt wurde 1687 in Leipzig geboren. Der Sohn des Leipziger Bildhauers Johann Jacob Löbelt erlernte das Handwerk bei seinem Vater, in dessen Werkstatt in der Ritterstraße. Löbelt arbeitete in den Bildhauerwerkstätten des Dresdner Zwingers, wo er auch mit Balthasar Permoser zusammenkam.

Nach dem Tode seines Vaters 1709 kehrte Caspar Friedrich Löbelt nach Leipzig zurück und führte die väterliche Werkstatt weiter. Das Leipziger Adressbuch aus dem Jahr 1715 nennt ihn als einzigen Bildhauer der Stadt. Löbelt arbeitete vornehmlich für Kirchen in Leipzig und im Umland, er schuf Altäre, Kanzeln, Taufengel, Epitaphien und Lesepulte. Löbelts Arbeiten sind der der sächsischen Tradition im bildnerischen Kunsthandwerk zuzurechnen, „schlicht und einfach in Stil und Gestalt“.

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Leipziger Persönlichkeiten – Georg Winckler

Georg Winckler

Georg Winckler

Georg Winckler, auch von Winckler oder Winckler von Dölitz, wurde am 23. Mai 1650 in Leipzig geboren. Der Sohn des Andreas Winckler, Erbauer des Torhauses Dölitz, und Enkel des Georg Winkler, der 1636 das Gut Dölitz erworben hatte und 1650 geadelt worden war, erhielt 1672 die Leipziger Bürgerrechte, 1679 wurde er in den Rat der Stadt gewählt.

1694 wurde Winckler Baumeister der Stadt. 1708 und 1711 war Georg Wickler Bürgermeister von Leipzig, ferner Königlich-Polnischer und Kursächsischer Rat, Assessor des Kurfürstlich Sächsischen Schöffenstuhls und Kaiserlicher Hofpfalzgraf.

Von 1675 bis 1678 war Georg Winckler zusammen mit seinem Bruder Paul Besitzer des Gutes Dölitz und nach der Auszahlung dessen Erbanteils Alleineigentümer. Winckler nahm eine Erweiterung des Schlosses Dölitz vor. Am sächsischen Hof bemühte sich Winckler zwei Mal vergeblich, einen Kirchenbau für das Dorf Dölitz zu erreichen. In Leipzig war Georg Wickler Vorsteher der Neukirche (später Matthäikirche), die 1699 wieder eingeweiht worden war, nachdem sie über 100 Jahre als Lagerraum gedient hatte.

Georg Winckler starb am 4. August 1712 in Leipzig.

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Bildquelle: Von Martin Bernigeroth – Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12221338

Leipziger Persönlichkeiten – Christian Wilhelm Küstner

Christian Wilhelm Küstner

Christian Wilhelm Küstner

Christian Wilhelm Küstner wurde am 13. Februar 1721 in Leipzig geboren. Der Sohn des Leipziger Bürgermeisters Gottfried Wilhelm Küstner bekam Unterricht bei Privatlehrern, besuchte die Leipziger Thomasschule und studierte an der Georg-August-Universität Göttingen. Küstner kehrte nach Leipzig zurück und studierte Mathematik, Philosophie und Geschichte.

Seine juristische Ausbildung bekam Küstner an der Universität Wittenberg und wurde 1744 an der Universität Leipzig zum Doktor beider Rechte promoviert.

1747 wurde Christian Wilhelm Küstner in den Rat der Stadt Leipzig gewählt, wurde 1755 Stadtrichter, 1760 Ratssyndicus, 1763 Baumeister und 1765 stellvertretender Bürgermeister.
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Leipziger Persönlichkeiten – Johannes Velten

Carl Spitzweg: Reisende Komödianten um 1838

Carl Spitzweg: Reisende Komödianten um 1838

Johannes Velten wurde am 27. Dezember 1640 in Halle/Saale geboren. Der Beamtensohn studierte in Wittenberg und Leipzig Philosophie und nahm in Leipzig an studentischen Theateraufführungen teil.

Ab 1665 wirkte Johannes Velten in vielen Teilen Deutschlands als Schauspieler und wurde 1668 Leiter einer eigenen Theatergruppe, der „berüchtigten Bande“. Als kursächsischer Hofkomödiant trat Velten zwischen 1679 und 1692 zur Messe in Leipzig auf, u.a. im Saal über den Fleischbänken am Naschmarkt. Velten versuchte, dem Publikum Werke von Molière, Calderón, Shakespeare und deutsche Barockdichtungen näher zu bringen. Um komische Wirkungen zu vermeiden, übertrug er Frauenrollen an Schauspielerinnen und pflegte nach englischem und italienischem Vorbild die Improvisation. 1685 richtete Johannes Velten unter Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen das erste deutsche Hoftheater ein.

Johannes Velten starb am 8. April 1693 in Hamburg.

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Bildquelle: Von Carl Spitzweg – Ursprung unbekannt, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2310973

Leipziger Persönlichkeiten – Sigismund Finckelthaus

Sigismund Finckelthaus

Sigismund Finckelthaus

Sigismund Finckelthaus wurde am 20. Dezember 1579 in Leipzig geboren. Der Sohn des Leipziger Ratsherrn, Bürgermeisters und Juristen Lorenz Finckelthaus besuchte die Nikolaischule in Leipzig und begann 1596 ein Studium der Philosophie und Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig. 1597 wechselte Finckelthaus an die Universität Jena und kehrte nach Leipzig zurück.

1606 machte Sigismund Finckelthaus eine literarische Gelehrtenreise, die ihn nach Speyer, Heidelberg, Straßburg, Baselnach Nürnberg, Regensburg, Augsburg, Padua, Siena, Bologna, Venedig, Florenz und Rom führte. 1607 wurde Finckelthaus Magister der Philosophie, 1608 Lizentiat der Rechtswissenschaften und promovierte am 1609 zum Doktor der Rechte. Sigismund Finckelthaus hielt Vorlesungen an der Universität und betätigte sich als Anwalt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Anton Käppler

Altes Messegelände Leipzig, Sowjetischer Pavillon

Altes Messegelände Leipzig, Sowjetischer Pavillon

Anton Käppler wurde am 13. Oktober 1856 in Pegenau geboren. Er studierte an der Baugewerkschule Dresden und an der Technischen Hochschule Dresden. Köppler ließ sich 1880 in Leipzig nieder und arbeitete zeitweise mit Georg Weidenbach zusammen. Anton Käppler bis 1918 fast 20 Jahre der Leipziger Stadtverordnetenversammlung an.

Anton Käppler war Mitglied des Vereins Leipziger Architekten, des Bundes Deutscher Architekten (BDA), des Leipziger Künstlervereins und der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft. Zu den Bauten, die Anton Käppler zusammen mit Georg Weidenbach von 1886 bis ca. 1890 schuf, gehören:

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Leipziger Persönlichkeiten – Julius Vahlteich

Julius Vahlteich

Julius Vahlteich

Carl Julius Vahlteich wurde am 30. Dezember 1839 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Schuhmachermeisters und besuchte bis 1853 die Ratsfreischule in Leipzig, machte anschließend eine Ausbildung bei seinem Vater und ging danach auf Wanderschaft in Deutschland. 1861 bis 1863 arbeitete Vahlteich als selbstständiger Schuhmachermeister in Leipzig, war seit 1861 Mitglied eines Arbeiterbildungsvereins und 1862 Mitbegründer des Arbeitervereins Vorwärts. 1862 war Julius Vahlteich neben Friedrich Wilhelm Fritzsche Vorsitzender des Zentralkomitees zur Vorbereitung eines allgemeinen deutschen Arbeitertages.

Julius Vahlteich war Mitunterzeichner eines Schreibens an Ferdinand Lassalle, mit dem Lasalle gebeten wurde, eine Führungsrolle in der Arbeiterbewegung zu übernehmen. Aus dieser Initiative entstand der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV), zu dessen Gründungsmitgliedern Vahlteich zählte.
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Leipziger Persönlichkeiten – Fritz Zalisz

Gedenktafel für das Geburtshaus von Richard Wagner Leipzig

Gedenktafel für das Geburtshaus von Richard Wagner Leipzig

Fritz Zalisz wurde am 17. Oktober 1893 in Gera als Sohn eines Goldschmiedes und Juweliers geboren. Nach seiner Schulausbildung absolvierte Zsalisz zoologische Studien bei Ernst Haeckel in Jena, später wurde er Haeckels Mitarbeiter und stand mit ihm nachfolgend in Briefwechsel.

Während eines Studienaufenthalts von Fritz Zsalisz in München entstanden erste plastische Versuche. In einem Münchner Kaffeehaus begegnete Zalisz 1917 Lenin, den er zeichnete und danach von ihm einen Holzstich fertigte.

Im 1. Weltkrieg war Fritz Zalisz u.a. als Kriegsmaler der 58. Division tätig. 1918 setzte Zsalisz seine Studien an der Akademie für Grafik und Buchgewerbe in Leipzig fort, u.a. bei Adolf Lehnert.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friederike Oeser

Friedrike Oeser

Friedrike Oeser

Friederike Oeser wurde 1748 als erstes Kind des Malers Adam Friedrich Oeser in Dresden geboren. 1759 kam die Familie nach Leipzig. Adam Friedrich Direktor bewohnte als Direktor der neugegründeten Leipziger Kunstakademie eine Dienstwohnung in der Pleißenburg. Johann Wolfgang Goethe war ab 1765 sein Schüler war und lernte Friederike 1766 auf dem Landgut Oesers in Dölitz kennen.

Friederike Oeser wurde Goethes Vertraute, seinen letzten Abend vor der Rückkehr nach Frankfurt verbrachte Goethe in Dölitz. „Glauben Sie mir“, schrieb er aus Frankfurt, „Sie sind alleine schuld, daß ich Leipzig ohne sonderliche Schmerzen verlassen habe.“ Der Kontakt zu Goethe bestand nach seiner Abreise fort und bei späteren Besuchen Goethes in Leipzig kam es zu weiteren Begegnungen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Raymond J. Bowman

Gedenkort für den 18. April 1945 in Lindenau

Gedenkort für den 18. April 1945 in Lindenau

Raymond J. Bowman wurde am 2. April 1924 in Rochester, New York, geboren. Bowman wurde am 21. Juni 1943 zum Militär eingezogen und diente in der Kompanie D des I. Bataillons des 23. Infanterieregiments. Sein Regiment gehörte zur 2. US-Infanterie-Division, die im Juni 1944 an der Landung in der Normandie beteiligt war.

Am 18. April 1945 rückte das Regiment von Westen nach Leipzig ein. Raymond Bowman befand sich mit seiner Einheit auf einem Balkon im Wohnhaus Jahnallee 61, wo er als Mitglied eines MG-Trupps die Erstürmung der Zeppelinbrücke deckte. Ein deutscher Scharfschütze traf Raymond Bowman am 18. April 1945 zwischen die Augen tödlich.

Der Kriegsreporter Robert Capa begleitete die Truppe. Am 5. Mai 1945 schickte Capa die Bilder vom 18. April 1945 mit folgendem Telegramm nach New York: „Todesstöße. Der Krieg geht weiter. Nur wenige Sekunden, nachdem diese amerikanischen Soldaten Patronen in ein Maschinengewehr geladen hatten in Leipzig. Das Gewehr wurde auf einen offenen Balkon gestellt. Ein Nazi-Scharfschütze nahm es ins Visier, feuerte eine Kugel und der Amerikaner starb auf dem Fußboden, ein Schuss zwischen die Augen.“
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Leipziger Persönlichkeiten – Marinus van der Lubbe

Portal des ehem. Reichsgerichtes in Leipzig

Portal des ehem. Reichsgerichtes in Leipzig

Marinus van der Lubbe wurde am 13. Januar 1909 in Leiden geboren. Van der Lubbe wuchs in einer sehr armen Familie auf, schloss in Leiden eine Ausbildung als Maurer ab und erlitt 1925 einen schweren Arbeitsunfall, der ihn dauerhaft arbeitsunfähig machte.

1925/1926 wurde Marinus van der Lubbe Mitglied der Jugendorganisation der Kommunistischen Partei Hollands, organisierte Vorträge und Treffen für die Parteijugend. Nach dem Bruch mit der Kommunistischen Partei schloss sich van der Lubbe der rätekommunistisch orientierten Gruppe Internationaler Kommunisten an.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ferdinand Rhode

Ferdinand Rhode

Ferdinand Rhode

Carl Ferdinand Rhode wurde 1802 in Hamburg geboren. Erst im fortgeschrittenen Lebensalter kam Rhode nach Leipzig. Sein im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig vorliegender Reisepass wurde 1847 in Hamburg ausgestellt, in den Leipziger Adressbüchern taucht Ferdinand Rhode erst 1857 auf.

Rhode wohnte zunächst im Großen Blumenberg, von 1859 bis 1866 in der Central-Halle und danach am Rossplatz. Fünf Jahre vor seinem Tod begründete Ferdinand Rhode die „Stiftung für die Stadt Leipzig“, in die er sein gesamtes Vermögen von über 1,2 Millionen Mark einbrachte. Die jährlichen Zinsen waren für Ziele der Stadt und wohltätige Zwecke zu verwenden, darunter die Pensionsfonds des Theaters und des Stadtorchesters, der Ankauf von Gemälden für das Bildermuseum, Freistellen am Konservatorium sowie verschiedene Kranken-, Witwen- und Sterbekassen. Aus der Stiftung steuerte die Stadt Leipzig 1902 10.000 Mark für die Errichtung des Goethe-Denkmals auf dem Naschmarkt bei.

Ferdinand Rhode starb am 5. November 1872 in Leipzig. 1883 wurde eine Straße im Musikviertel nach ihm benannt.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Rhode#/media/Datei:Carl_Ferdinand_Rhode.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Adolf Focke

Adolf Focke

Adolf Focke

August Adolf Focke wurde am 1. Januar 1817 in Leipzig geboren.

Der Kaufmann spendete Ende der 1870er Jahre einen Großteil seines Vermögens der Stadt Leipzig. 120.000 Mark flossen in die Gründung eines Unterstützungsfonds beim städtischen Krankenhaus, 30.000 Mark gingen an die Armenanstalt und 500.000 Mark in die Errichtung der „Focke-Stiftung“.

Adolf Focke starb am 3. September 1885 in Leipzig. Die Fockestraße in der Südvorstadt ist nach ihm benannt.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/August_Adolf_Focke#/media/Datei:Focke.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Ferdinand Lasalle

Ferdinand Lasalle

Ferdinand Lasalle

Ferdinand Lassalle wurde am 11. April 1825 in Breslau als Ferdinand Johann Gottlieb Lassal geboren. Lassalle war Sohn eines wohlhabenden jüdischen Seidenhändlers. Schon als 12-Jähriger forderte er einen Nebenbuhler um die Gunst eines 14-jährigen Mädchens schriftlich zu einem Duell, dasselbe Verhalten führte 27 Jahre später zu seinem Tod. Mit 15 Jahren beschrieb Ferdinand Lasalle Deutschland in seinem Tagebuch als einen „großen Kerker mit Menschen, deren Rechte von Tyrannen mit Füßen getreten werden“.

Ferdinand Lasalle besuchte von 1835 bis 1840 das Maria-Magdalenen-Gymnasium in Breslau und kam 1840 auf die Handelsschule in Leipzig. Lassalle verließ die Handelsschule vorzeitig, weil es ihm nicht genügte, sein Leben einzig und allein dem Handel zu widmen. Er beschloss, Schriftsteller zu werden und sich für die Freiheit und Rechte der Menschen und der Völker einzusetzen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ernst Riedel

Ehem. Postamt Engelsdorf

Ehem. Postamt Engelsdorf

Über die Lebensdaten und den Lebensweg des Architekten Ernst Riedel konnten keine Informationen gefunden werden.

Riedel prägte mit seinen Wohnbauten das Musikviertel, plante aber auch öffentliche Bauten, wie das Postamt in Engelsdorf und die Turnhalle in Plagwitz.

Zu den Bauten von Ernst Riedel in Leipzig gehören:

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Leipziger Persönlichkeiten – Erich Thiele

Erich Thiele

Erich Thiele

Erich Thiele wurde am 2. Januar 1884 in Halle (Saale) geboren. Er lernte den Leipziger Verleger Bernhard Meyer kennen, der Thiele seit 1909 bei der Flugzeugentwicklung finanziell unterstützte. Im Juli 1910 legte Erich Thiele auf dem Flugplatz Griesheim in einem Euler-Doppeldecker die amtlich vorgeschriebene international gültige Pilotenprüfung ab.

Im März 1911 gründeten Bernhard Meyer und Erich Thiele die Sächsischen Flugzeug-Werke in Lindenthal, die im November 1911 in Deutsche Flugzeug-Werke (DFW) umbenannt wurden. Thiele wurde Technischer Leiter der Flugzeugwerke. Im selben Jahr eröffnete Thiele die DFW-Fliegerschule.

Erich Thiele starb am 13. Januar 1929 und wurde auf dem Leipziger Nordfriedhof beigesetzt. In Lindenthal ist eine Straße nach Erich Thiele benannt.

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Bildquelle: Von unbekannt – Luftfahrtmuseum August Euler: Historische Abbildung Deutsche Flugzeugführer., PD-alt-100, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=7562234#

Leipziger Persönlichkeiten – Christian Friedrich Henrici

Gedenktafel für Christian Friedrich Henrici

Gedenktafel für Christian Friedrich Henrici

Christian Friedrich Henrici, Pseudonym Picander, wurde am 14. Januar 1700 in Stolpen geboren. Henrici studierte ab 1719 an der Universität Wittenberg Jura und setzte sein Studium 1720 an der Universität Leipzig fort. Als Hauslehrer hatte er nur geringe Einnahmen und so begann Henrici seine Karriere als Dichter 1721 in Leipzig. Anfangs verfasste er derb erotische Gedichte und Dramen. Die ersten Kontakte zu Johann Sebastian Bach waren vermutlich eher zufällig.

1725 schrieb Picander die Texte zu Bachs weltlichen Kantaten „Entfliehet, verschwindet, entweichet, ihr Sorgen“, Vorbild für das Oster-Oratorium, und „Zerreißet, zersprenget, zertrümmert die Gruft“. Bereits 1723 hatte Christian Friedrich Henrici mit seinem Strophengedicht „Weg ihr irdischen Geschäfte“ die Textvorlage zu Bachs geistlicher Kantate „Bringet dem Herrn Ehre seines Namens“ geliefert. Die Bachkantate „Es erhub sich ein Streit“ von 1726 basierte auf einem ähnlichen Werk Henricis.

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Leipziger Persönlichkeiten – Bernd-Lutz Lange

Bernd-Lutz Lange wurde am 15. Juli 1944 in Ebersbach, Landkreis Löbau, geboren. Aufgewachsen ist Lange in Zwickau und arbeitete nach einer Gärtnerlehre in der LPG „Sieg des Sozialismus“ in Mosel bei Zwickau. 1963 wurde Bernd-Lutz Lange Hilfskraft in einer Volksbuchhandlung und absolvierte eine Ausbildung zum Buchhändler. Erste Bühnenerfahrungen als Sänger sammelte Lange in den der Band „The Playboys“, der „KFZ-Band“ und der „Club-Band“.

1965 zog Bernd-Lutz Lange nach Leipzig für ein Studium an der Fachschule für Buchhändler in Leutzsch. Lange war auch als Redakteur beim ostdeutschen Ableger des Börsenblatts für den Deutschen Buchhandel tätig. Zwischen 1968 bis 1972 arbeitete Lange bei der Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft (LKG).

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Leipziger Persönlichkeiten – Robert Capa

Robert Capa im Spanischen Bürgerkrieg, Foto: Gerda Taro, 1937

Robert Capa im Spanischen Bürgerkrieg, Foto: Gerda Taro, 1937

Robert Capa, eigentlich Endre Ernő Friedmann, wurde am 22. Oktober 1913 in Budapest als zweiter von drei Söhnen einer jüdischen Schneiderfamilie geboren. Friedmann engagierte sich bereits früh im linken politischen Spektrum, wurde nach einem kurzen Gefängnisaufenthalt 1931 vor die Wahl gestellt, Ungarn zu verlassen oder vor Gericht gestellt zu werden, woraufhin er nach Deutschland emigrierte.

In Berlin studierte er Journalistik und arbeitete als Fotolaborant beim Ullstein Verlag und 1932/33 als Fotoassistent beim Deutschen Photodienst. 1932 wurden Friedmanns erste Fotos in dem Berliner „Weltspiegel“, veröffentlicht.
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Leipziger Persönlichkeiten – Theodor Quentin

Ev. Peterskirche Leipzig

Ev. Peterskirche Leipzig

Theodor Quentin wurde am 1. November 1851 in Preußisch Stargard geboren. Quentin studierte am Polytechnikum Hannover bei Conrad Wilhelm Hase und machte erste praktische Erfahrungen bei Dombaumeister Franz Josef Denzinger.

Zwischen 1882 und 1887 wirkte Theodor Quentin in Leipzig und war Bauführer beim Neubau der Peterskirche nach Plänen von August Hartel und Constantin Lipsius. Nach Fertigstellung der Peterskirche gründete er in Leipzig ein eigenes Architekturbüro. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Jan Benzien

Jan Benzien

Jan Benzien

Jan Benzien wurde am 22. Juli 1982 in Gießen geboren. Mit sieben Jahren begann er Kanu-Slalom zu fahren. 1999 wechselte Jan Benzien auf ein Internat in Leipzig, um seine sportliche Laufbahn voranzutreiben. Die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen verpasste Jan Benzien.

Zur Vorbereitung auf die Olympia-Saison wechselte Jan Benzien 2007 wieder zurück in die Sportfördergruppe der Bundeswehr und sicherte sich 2008 sicherte in vier nationalen Qualifikationsrennen den einzigen deutschen Olympia-Startplatz im Einer-Canadier. Als Zwölfter schied Jan Benzien im Halbfinale aus.

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Leipziger Persönlichkeiten – Georgi Dimitroff

Georgi Dimitroff (rechts) bei Stalin in Moskau, 1936

Georgi Dimitroff (rechts) bei Stalin in Moskau, 1936

Georgi Dimitroff wurde am 18. Juni 1882 in Kowatschewzi bei Radomir geboren. In Sofia begann er eine Lehre in einer Setzerei und wurde Mitglied der ersten Gewerkschaft Bulgariens, der Gewerkschaft der Buchdrucker. 1902 trat Dimitroff der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Bulgariens bei, 1903 spaltete der den revolutionär-marxistische Flügel ab und gab sich den Namen Bulgarische Sozialdemokratische Arbeiterpartei – Engere Sozialisten.

Georgi Dimitroff organisierte 1906 den ersten Massenstreik in Bulgarien. Von 1913 bis 1923 gehörte Dimitroff dem bulgarischen Parlament an. 1919 wurde die Partei in Bulgarische Kommunistische Partei umbenannt.

Im Auftrag der Kommunistischen Partei Russlands organisierte Dimitroff im Herbst 1923 einen Aufstand, der blutig niedergeschlagen wurde. Dimitroff musste mit seinen Anhängern ins Ausland fliehen und wurde in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Er emigrierte nach Österreich und später ins Deutsche Reich.

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Leipziger Persönlichkeiten – Victor von Prendel

Victor von Prendel

Victor von Prendel

Victor Anton Franz von Prendel wurde 1766 in Salurn, heute Südtirol, geboren. Der Sohn aus einem alten Tiroler Adelsgeschlecht verwendete seinen Adelstitel selbst nie. Seine schulische Ausbildung erhielt von Prendel in einem Kloster des Benediktiner-Ordens, dort lernte er Latein, Italienisch, Französisch und Ungarisch und sprach später auch Russisch, Polnisch und Englisch.

Mit 15 Jahren verließ Victor von Prendel die Klosterschule und begann eine Tätigkeit in einem Bankhaus in Venedig. Prendel wurde schon bald als Geschäftsagent durch ganz Europa geschickt. Eine Karriere durch Einheirat in die Bank schlug er aber aus, da sein Sinn auf einer militärischen Laufbahn stand.

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Leipziger Persönlichkeiten – Markgraf Otto der Reiche von Meißen

Grabstein Otto des Reichen im Kloster Altzella

Grabstein Otto des Reichen im Kloster Altzella

Markgraf Otto der Reiche von Meißen wurde 1125 geboren. Ottos Vater Markgraf Konrad I. von Meißen verzichtete im November 1156 auf Druck Kaiser Friedrich Barbarossas auf seine Herrschaftsrechte und ging ins Kloster. Die darauffolgende Länderteilung führte zu einer Aufsplitterung der wettinischen Macht in fünf Linien.

Otto bekam 1156 nur die Mark Meißen. Otto nahm 1179 bis 1181 an der Seite seines Verwandten, des Erzbischofs Wichmann von Magdeburg, und seiner Brüder an den Kämpfen gegen den Sachsenherzog Heinrich der Löwe teil, profitierte dann aber nicht von dessen Niederlage.

Otto siedelte Bauern im Erzgebirgsvorland an. Um 1165 verlieh Markgraf Otto von Meißen dem Ort Leipzig als erstem in der Mark Meißen das Stadtrecht.

Um 1168 wurde im Gebiet des von Otto gestifteten Klosters Altzella in der Nähe von Nossen Silber gefunden. Otto gelang es, mit dem Bergregal belehnt zu werden. Das sicherte ihm das Recht auf Abbau aller Bodenschätze in seinem Herrschaftsgebiet. An der Stelle des Silberfundes entstand die Stadt Freiberg. Das Auffinden von Silber zog die Gründung der Freiberger und der Leipziger Münze durch den Markgrafen nach sich.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Nepomuk Czermak

Johann Nepokum Czermak

Johann Nepokum Czermak

Johann Nepomuk Czermak wurde am 17. Juni 1828 in Prag geboren. Der Sohn eines Arztes studierte Medizin 1845/1846 an der Universität Wien, danach 1847 an der Universität Breslau und seit 1849 in Würzburg, wo er zum Doktor der Medizin promoviert wurde und Privatdozent war.

1850 begann Johann Nepomuk Czermak seine Assistentenzeit am Physiologischen Institut in Prag wurde er 1855 ordentlicher Professor der Physiologie an der Universität Graz, war 1856/1857 an der Universität Krakau und 1858 bis 1860 in Pest. 1860 errichtete er ein eigenes Privatlaboratorium in Prag mit einem Hörsaal. 1865 kam Czermak an die Universität Jena, 1869 an die Universität Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hermann Credner

Hermann Credner

Hermann Credner

Karl Hermann Georg Credner wurde am 1. Oktober 1841 in Gotha geboren. Der älteste Sohn des späteren Bergrats Heinrich Credner studierte nach dem Abitur Bergbaukunde an der Bergakademie Clausthal, dann Mineralogie, Geologie und Paläontologie an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität Breslau und wechselte an die Georg-August-Universität Göttingen. 1865 ging Credner zu Studienzwecken in die USA und verdiente seinen Lebensunterhalt als Gutachter beim Gleisbau und für Goldminen.

1868 kehrte Hermann Credner aus Amerika zurückgekehrt, wurde 1869 Privatdozent für Geognosie und Paläontologie an der Universität Leipzig und 1870 zum außerordentlichen Professor für Geologie und Paläontologie ernannt. 1895 übernahm Hermann Credner den neu geschaffenen Lehrstuhl für Geologie und Paläontologie der Philosophischen Fakultät.

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Leipziger Persönlichkeiten – Georg Bose

Georg Bose

Georg Bose

Georg Bose wurde am 5. Januar oder 25. Januar 1650 in Leipzig geboren. Sein Vater, Johann Ernst Bose, hatte 1660 das kurfürstliche Privileg zum Betrieb einer Gold- und Silberwaren-Manufaktur in Leipzig zur Herstellung von Gold- und Silberdraht, erhalten.

Sein Bruder, Caspar Bose, ließ ab 1685 einen Garten in der östlichen Vorstadt von Leipzig zum ersten der großen Barockgärten der Stadt umgestalten, zum Großboseschen Garten. Georg Bose kaufte einen Garten in den Flussauen der Pleiße und ließ ihn 1693 ebenfalls zu einem Ziergarten ausbauen, zum Kleinboseschen Garten.

Georg Bose übernahm 1692 das Ehrenamt des Vorstehers des St. Georgen Zucht-, Irren- und Waisenhauses. Die Gebäude am Johannisplatz waren zu klein geworden. Bose setzte sich mit Energie und unermüdlichem Eifer für einen Neubau am östlichen Ende des Brühls ein und sammelte Geld dafür. Georg Bose selbst entwarf den Plan und leitete den Bau, dessen Fertigstellung er nicht mehr erlebte.
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Leipziger Persönlichkeiten – Otto Wittenberg

Otto Wittenberg

Otto Wittenberg

Carl Otto Wittenberg wurde am 15. März 1834 in Caputh geboren. Nach dem Besuch der höheren Bürgerschule in Potsdam begann Wittenberg seine Lehre zunächst bei seinem Vater in der königlich-preußischen Landesbaumschule in Alt-Geltow und setzte diese in der Gärtnerei des Parks Sanssouci fort. Gartendirektor Peter Joseph Lenné wurde auf ihn aufmerksam, und Otto Wittenberg bekam nach der Lehre die Leitung eines Teils der Landesbaumschule übertragen.

Am 1. Oktober 1857 trat Otto Wittenberg eine Anstellung als Techniker bei der Stadt Leipzig an und kümmerte sich zunächst um die Pflege der von Lenné gestalteten Anlagen des Schillerparks. 1858 wurde Otto Wittenberg Ratsgärtner von Leipzig.

Wittenbergs erstes Projekt in Leipzig war die Anlage des Johannaparks nach Plänen von Peter Joseph Lenné, die er überarbeitete. Wittenberg ist es zu verdanken, dass die sich anschließenden Wiesenflächen frei von Bebauung blieben und später in Parkanlagen, den heutigen Clara-Zetkin-Park, verwandelt werden konnten. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Andreas Bretschneider

"Der Fassritt" in Auerbachs Keller, Gemälde von Andreas Bretschneider

„Der Fassritt“ in Auerbachs Keller, Gemälde von Andreas Bretschneider

Andreas Bretschneider wurde um 1578 in Dresden geboren. 1611 bis 1631 lebte Bretschneider in Leipzig und erwarb 1615 das Bürgerrecht.

1614 schuf Andreas Bretschneider eine der ältesten Stadtansichten von Leipzig. In Auerbachs Keller sind zwei Gemälde von ihm zu sehen, „Der Fassritt“ und „Faust im Kreise zechender Studenten“.

Andreas Bretschneider starb nach 1640 wahrscheinlich in Dresden.

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Bildquelle: https://www.auerbachs-keller-leipzig.de/de/chronik.html

Leipziger Persönlichkeiten – Felix Bloch

Felix Bloch

Felix Bloch

Felix Bloch wurde am 23. Oktober 1905 in Zürich geboren. Nach dem Besuch der Stadtschule in Zürich und der Matura an der Kantonsschule Rämibühl begann Felix Bloch ein Maschinenbaustudium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Sein Lehrer, der Chemiker Peter Debye, wechselte an die Universität Leipzig und Bloch folgte ihm 1927.

Felix Bloch setzte sein Studium in Leipzig u.a. bei Werner Heisenberg fort. Seine Doktorarbeit behandelte das Verhalten von Elektronen in Kristallgittern und war der Ausgangspunkt für sein Lebenswerk – die quantenmechanische Behandlung der Festkörperphysik, zu deren Grundlagen er vieles beitrug, wie das Bändermodell der Elektronen in Festkörpern und die Bloch-Funktion. Bloch war 1928 der erste Doktorand von Werner Heisenberg und kehrte für ein Jahr an die ETH Zürich zurück.

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Leipziger Persönlichkeiten – Dietrich von Bucksdorff

Der Naumburger Dom

Der Naumburger Dom

Dietrich von Bucksdorff, auch von Bocksdorf, wurde in Zinnitz in der Niederlausitz geboren. Er studierte in Leipzig und Perugia und war Rektor der Universität Leipzig.

1443 bis 1462 war von Bucksdorff Ordinarius für kanonisches Recht an der Universität Leipzig. 1448 kaufte er ein Haus in der Burgstraße und erweiterte dies 1454 durch ein Nachbargrundstück (heute Burgstraße 19=. Seit 1462 war Dietrich von Bucksdorff Mitglied des Großen Fürstenkollegiums. 1463 stiftete von Bucksdorff der Stadt Leipzig 600 Rheinische Gulden für ein Stipendium sowie 42 Bücher.

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Leipziger Persönlichkeiten – Kurfürst Moritz von Sachsen

Kurfürst Moritz von Sachsen

Kurfürst Moritz von Sachsen

Moritz von Sachsen wurde am 21. März 1521 in Freiberg als Sohn des späteren Herzogs von Sachsen, Heinrich der Fromme, und dessen Frau Katharina von Mecklenburg geboren.
1532 kam Moritz an den Hof seines Taufpaten Albrecht, Kardinal und Erzbischof von Magdeburg und Mainz, wo er das sinnenfrohe Leben des Kardinals kennenlernte. So übernahm sein Onkel, Herzog Georg der Bärtige die weitere Ausbildung.

1536 trat Moritz’ Vater Heinrich der Fromme zum Protestantismus über und Moritz wurde von dem Rochlitzer Pfarrer Martin Oberdörffer erzogen. Im August 1541 starb Herzog Heinrich der Fromme von Sachsen und Moritz wurde Herzog im albertinischen Sachsen. Er nahm an den Feldzügen von Kaiser Karl V. gegen die Türken und Franzosen teil, konfiszierte aber andererseits katholisches Kirchengut und eignete sich so großen Besitz an.

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Leipziger Persönlichkeiten – Barnet Licht

Barnet Licht

Barnet Licht

Barnet Licht wurde am 15. Mai 1874 in Wilna geboren. Seine Kindheit verbrachte Licht in New York City. Den elterlichen Wunsch, Rabbiner zu werden, akzeptierte Barnet Licht nicht und entschloss sich frühzeitig, sein Leben selbst zu organisieren. Mit fünfzehn Jahren begann Licht, verschiedene Hilfstätigkeiten auszuüben und lernte dabei die sozialen Probleme der Bevölkerung kennen. Der Musik galt aber sein größtes Interesse. Barnet Licht nahm private Klavier- und Orgelstunden, sang in Chören und gründete 1893 einen eigenen Chor. 1894 erhielt Licht eine Anstellung als Organist in einer deutschsprachigen Synagoge.

1898 gab Licht die Stelle auf und schrieb sich im Herbst 1898 am Königlichen Konservatorium der Musik zu Leipzig ein. Barnet Licht studierte Musiktheorie/Komposition, Klavier, Viola, Orgel und hörte Vorlesungen an der Universität Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Karl Heinrich Ludwig Pölitz

Totenbildnis des Professors Poelitz, gezeichnet von Gustav Schlick

Totenbildnis des Professors Poelitz, gezeichnet von Gustav Schlick

Karl Heinrich Ludwig Pölitz wurde am 17. August 1772 in Ernstthal geboren. Pölitz studierte ab 1791 an der Universität Leipzig Philosophie und begann 1794 mit Vorlesungen. Nach einem Aufenthalt in Dresden wurde Karl Heinrich Ludwig Pölitz 1803 zum außerordentlichen Professor für Philosophie an die Universität Leipzig berufen.

1804 ging Pölitz nach Wittenberg, kehrte 1815 nach Leipzig zurück als Professor für sächsische Geschichte und Statistik. Karl Heinrich Ludwig Pölitz erhielt 1820 das Ordinariat für Staatswissenschaften. Pölitz verfasste Werke über Anthropologie, Ästhetik, deutsche Sprache und Pädagogik. 1828 begründete Pölitz die Jahrbücher der Geschichte und Staatskunst.

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Leipziger Persönlichkeiten – Julius Wilhelm von Pittler

Julius Wilhelm von Pittler

Julius Wilhelm von Pittler

Julius Wilhelm von Pittler wurde am 21. Juni 1854 in Kirschitten in Ostpreußen geboren. Sein Vater starb, als er sieben Jahre alt war. Früh zeigte von Pittler Interesse für technische Dinge und baute seine ersten Spielsachen selber. Julius Wilhelm von Pittler ging zunächst in eine Gärtnerlehre nach Elbing, wurde aber dort wegen seiner schwächlichen Konstitution weniger zur harten Gartenarbeit herangezogen und konnte sein zeichnerisches Talent erproben. Er arbeitete als Kunstgärtner weiter.

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Leipziger Persönlichkeiten – Herzog Heinrich der Fromme von Sachsen

Herzog Heinrich der Fromme von Sachsen

Herzog Heinrich der Fromme von Sachsen

Heinrich der Fromme wurde am 16. März 1473 in Dresden als zweiter Sohn des Herzogs Albrecht des Beherzten von Sachsen geboren. Heinrichs älterer Bruder, Herzog Georg der Bärtige von Sachsen, beerbte seinen Vater 1500. 1498 unternahm Heinrich eine Wallfahrt nach Jerusalem und wurde ein Jahr später von seinem Vater zum Gubernator von Friesland bestimmt. Infolge unangemessener Steuerforderungen widersetzten sich die Friesen seiner Herrschaft und Heinrich verzichtete 1505 auf die Herrschaft.

Albrecht der Beherzte hatte in seinem Testament bestimmt, dass Heinrich durch seinen älteren Bruder Georg im Falle des Verlustes von Friesland mit Schloss, Stadt und Ämtern Freiberg und Wolkenstein mit einer Jahresrente von zunächst 12.500 Gulden zu entschädigen war.
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Leipziger Persönlichkeiten – Herzog Georg der Bärtige von Sachsen

Herzog Georg von Sachsen

Herzog Georg von Sachsen

Georg der Bärtige wurde am 27. August 1471 in Meißen geboren als ältester Sohn von Herzog Albrecht von Sachsen und Sidonie von Böhmen. Georg hatte sich ursprünglich auf eine geistliche Laufbahn vorbereitet wurde 1484 zum Domherrn in Mainz ernannt. Über ein Studium an der Universität Leipzig gibt es keine Nachweise.

Georg gilt als Gründer der Stadt Annaberg im Erzgebirge und übernahm ab 1500 die Regierungsgeschäfte im albertinischen Sachsen. Herzog Georg von Sachsen war entschiedener Gegner der Lehren von Jan Hus und Martin Luther. 1523 ließ er in seinem Land sämtliche Exemplare des Septembertestaments, der ersten Übersetzung des Neuen Testaments durch Martin Luther, konfiszieren. 1525 schloss Georg sich mit verschiedenen norddeutschen katholischen Fürsten im Dessauer Bund zusammen, um der Weiterverbreitung der lutherischen Lehren zu begegnen, konnte aber nicht verhindern, dass die Reformation auch nach Sachsen eindrang. Deutlich wurde Georgs Abneigung gegen die Lehren von Martin Luther während der Leipziger Disputation 1519.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Ambrosius Barth

Johann Ambrosius Barth

Johann Ambrosius Barth

Johann Ambrosius Barth wurde am 8. Juni 1760 in Thalschütz geboren und war der Namensgeber für den Johann Ambrosius Barth Verlag, der bis 1999 bestand. Der Sohn eines Bauern und Richters erfuhr seine buchhändlerische Ausbildung in Halle/Saale und Berlin.

1789 heiratete Barth die Witwe Catharina Wilhelmina Haug und übernahm 1790 deren Verlag, den ihr erster Ehemann Johann Philipp Haug 1780 in Leipzig gegründet hatte. Der Verlag widmete sich neben der Unterhaltungsliteratur zunehmend der Herausgabe wissenschaftlicher Werke mit dem Schwerpunkt Theologie, aber auch Geschichte, Medizin, Pädagogik, Naturwissenschaften und Philosophie etabliert Barth.

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Leipziger Persönlichkeiten – Adelheid Poninska

Gartenstadt Marienbrunn in Leipzig

Gartenstadt Marienbrunn in Leipzig

Adelheid Christine Friederike Amalie Gräfin Poninska, geb. Gräfin zu Dohna-Schlodien, wurde am 14. August 1804 in Kotzenau geboren. Die Tochter eines preußischen Offiziers und Großgrundbesitzers der Gräfin Friederike von Reichenbach-Goschütz heiratete 1841 Adolph Graf Poninski und ließ sich mit ihm 1869 in Leipzig nieder.

Angesichts des vor allem durch die Landflucht während der Industrialisierung verursachten extremen Wachstums der Großstädte und der damit enstandenen Wohnungsnot machte sich Poninska Gedanken um eine mögliche Abhilfe im Rahmen der Stadtplanung. Von ihr stammt das 1874 erschienene und viel beachtete Werk „Die Großstädte in ihrer Wohnungsnot und die Grundlagen einer durchgreifenden Abhilfe“. Aus Sorge, als Frau mit ihrem Werk nicht ernstgenommen zu werden, veröffentlichte sie das Werk unter dem Pseudonym Arminius.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hope Bridges Adams Lehmann

Hope Bridges Adams Lehmann

Hope Bridges Adams Lehmann

Hope Bridges Adams Lehmann wurde am 17. Dezember 1855 in Halliford bei London als Hope Bridges Adams Walther geboren. Nach dem Tod des Vaters ließ sich Hope Bridges Adams Lehmann mit ihrer Mutter zunächst in Dresden nieder, ihre dort erlernten Kenntnisse als Lehrerin wendete sie nie an.

Zum Wintersemester 1876/77 schrieb sie sich als Gasthörerin an der Universität Leipzig ein, da ein Studium für Frauen im Deutschen Reich damals nicht anders möglich war. Die verbreitete Meinung lautete, dass Frauen lieber Krankenpflegerin, Heilgehilfin oder allenfalls Hebamme werden sollten. Während der Vorlesungen trug Hope Adams Männerkleidung und einen Kurzhaarschnitt, um weniger aufzufallen. Bridges Adams wurde von ihren Kommilitonen gemobbt, fand z.B. ihren Hut mit Gips befüllt. Hope Bridges Adams lernte Clara Zetkin in Leipzig kennen und besuchte in Leipzig und Dresden Veranstaltungen von August Bebel und anderen Sozialisten.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ernst Fritz Schade und Fritz Schade

Wohnhaus Dufourstraße 8 Leipzig (ehem. Carolabad)

Wohnhaus Dufourstraße 8 Leipzig (ehem. Carolabad)

Zu den Lebensdaten und dem Lebensweg des Architekten Ernst Fritz Schade wurden keine Informationen gefunden. Sein Sohn Fritz Schade wurde 1879 geboren und hat bis nach 1931 gelebt. Mit ihren Bauten prägten sie vor allem das Musikviertel in Leipzig um 1900.

Zu den Bauten von Ernst Fritz Schade und Fritz Schade in Leipzig gehören:

  • 1883 bis 1884: Wohnhaus Lampestraße 3,
  • 1887: Wohnhaus Floßplatz 33,
  • 1892: Wohnhaus Paul-Gruner-Straße 59 (Dr. Schuster´sche Lehranstalt),
  • 1892 bis 1893: Wohnhaus Schwägrichenstraße 3,
  • Villa Karl-Heine-Straße 16 Lindenau

    Villa Karl-Heine-Straße 16 Lindenau

  • 1893: Wohnhaus Mozartstraße 10,
  • 1898: Villa Karl-Heine-Straße 16 Lindenau,
  • 1908: Wohnhaus Simsonstraße 4,
  • 1908: Wohnhaus Simsonstraße 5,
  • 1912: Villa Fritz-Seger-Straße 19 Gohlis,
  • 1914: Wohnhaus Dufourstraße 8 Leipzig (ehem. Carolabad, mit Max Pommer),

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Bildquelle: Von Autor/-in unbekannt – Friedrich-Naumann-Stiftung, Archiv des Liberalismus, Audovisuelle Medien, F3-240, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17528393

Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Naumann

Friedrich Naumann

Friedrich Naumann

Joseph Friedrich Naumann wurde am 25. März 1860 in Störmthal als Sohn des Störmthaler Pfarrers Friedrich Hugo Naumann und seiner Frau Agathe Marie geboren.

Naumann besuchte die Nikolaischule in Leipzig, die Fürstenschule in Meißen und studierte danach evangelische Theologie in Leipzig und Erlangen. 1881 beteiligte sich Friedrich Naumann maßgeblich an der Gründung des Verbandes der Vereine Deutscher Studenten, auch „Kyffhäuser-Verband“ genannt, aus dem er 1906 wieder austrat.

Ab 1883 arbeitete Naumann am Rauhen Haus in Hamburg, war seit 1886 Pfarrer in Langenberg bei Glauchau, ab 1890 tätig in der Inneren Mission in Frankfurt am Main. 1896 gründete Friedrich Naumann den Nationalsozialen Verein.

Friedrich Naumann starb am 24. August 1919 in Travemünde. Die Friedrich-Naumann-Straße in Wahren wurde nach ihm benannt.

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Bildquelle: Von Autor/-in unbekannt – Friedrich-Naumann-Stiftung, Archiv des Liberalismus, Audovisuelle Medien, F3-240, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17528393

Leipziger Persönlichkeiten – Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen

Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen - August der Starke

Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen – August der Starke

Friedrich August wurde am 12. Mai 1670 in Dresden geboren. Er stammt aus der albertinischen Linie des Hauses Wettin war von 1694 bis 1733 als Friedrich August I. Kurfürst von Sachsen sowie von 1697 bis 1706 und von 1709 bis 1733 in Personalunion als August II. König von Polen und Großfürst von Litauen.

Friedrich August war der zweitälteste Sohn des Herzogs Johann Georg III. von Sachsen und der Prinzessin Anna Sophie von Dänemark. Zeitweise wurde er in der Lichtenburg zu Prettin erzogen und verbrachte seine Kinderjahre bei seinem Großvater Johann Georg II. von Sachsen.

Auf seiner obligatorischen Grand Tour, die zur Einführung des Prinzen an den ausländischen Höfen diente, lernte er Architektur und Kultur anderer Länder kennen. Friedrich August nahm am Krieg gegen Frankreich am Oberrhein teil, hielt sich eine Zeit lang am Hof von Kaiser Leopold in Wien auf und beteiligte sich an einem Feldzug in den Spanischen Niederlanden und in Ungarn 1695 gegen die Türken.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Ahlfeld

Friedrich Ahlfeld

Friedrich Ahlfeld

Johann Friedrich Ahlfeld wurde am 1. November 1810 in Mehringen geboren. Der Sohn eines Zimmermanns und Tagelöhners besuchte die Gymnasien in Aschersleben sowie in Dessau und studierte in Halle/Saale Evangelische Theologie.

Ahlfeld wurde 1834 Lehrer am Gymnasium in Zerbst, wurde aber als ehemaliger Burschenschafter entlassen. 1837 wurde Friedrich Ahlfeld Rektor in Wörlitz, 1838 Pastor in Alt-Alsleben, wo er sich vom Rationalisten zum strengen Anhänger Martin Luthers entwickelte. 1847 kam Ahlfeld an die Laurentiuskirche in Halle/Saale. Die Revolution 1848/49 sah Ahlfeld als Ausdruck von „Gesetzlosigkeit und Gesetzwidrigkeit“. Ab 1851 war er Pfarrer an der Nikolaikirche in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Max Pommer

Max Pommer

Max Pommer

Max Pommer wurde am 4. April 1847 in Chemnitz geboren. Der Sohn eines Kaufmanns und einer Gastwirtstochter begann eine Ausbildung zum Zimmermann und besuchte während der Wintermonate die Baugewerbeschule. 1864 ging Pommer nach Hannover ins Atelier des Baurats Conrad Wilhelm Hase und studierte dort an der Polytechnischen Schule. 1868 trat Max Pommer in Duisburg eine Stellung als Bauzeichner an und leitete 1869 in Paderborn den Wiederaufbau der Abdinghofkirche.

Von 1871 bis 1879 arbeitete Max Pommer bei dem Leipziger Architekten Gustav Müller. 1873 erhielt Max Pommer den Auftrag, die Ausführung und Bauleitung für eine von Gustav Müller entworfene Villa für den Verleger und Inhaber des Bibliographischen Institutes, Herrmann Julius Meyer, zu übernehmen. Max Pommer und Herrmann Julius Meyer lernten sich kennen und schätzen, Meyer wurde Pommers väterlicher Freund, maßgeblicher Auftraggeber und Geschäftspartner.

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Leipziger Persönlichkeiten – Josef Mathias Petersmann

Josef Mathias Petersmann

Josef Mathias Petersmann

Josef Mathias Petersmann wurde am 3. Januar 1864 in Agram in Kroatien geboren. Er studierte in Wien Philosophie und Klassische Philologie. Bei B. G. Teubner in Leipzig wurde Petersmann in das Verlagswesen eingeführt.

1889 wurde Josef Mathias Petersmann Teilhaber bei den Erben von Otto Spamer und 1891 Alleininhaber des Verlages, der Druckerei und der Buchbinderei von Otto Spamer. Unter Petersmanns Leitung entwickelte sich der Verlag zur größten und leistungsfähigsten Druckerei Deutschlands. Sitz des Verlages war in der Breitkopfstraße 7.

Ab 1904 setzte der Verlag Spamer modernste Setzmaschinen wie Monotype und Typograph ein. Dem Unternehmen standen 160 Schnellpressen zur Verfügung. Ab 1912 verwendete Petersmann Rotationsmaschinen für den Buchdruck und spezialisierte sich auf die Herstellung von Illustrations- und Farbdruck im Tief- und Offsetdruckverfahren. Ab 1921 führte der Sohn Arnold Petersmann den Verlag weiter. 1934 beschäftigte das Unternehmen 1.500 Mitarbeiter.

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Leipziger Persönlichkeiten – Anna Kuhnow

Anna Kuhnow

Anna Kuhnow

Anna Marie Kuhnow wurde am 27. September 1859 in Drossen geboren. Sie besuchte Schulen in Drossen und in Frankfurt an der Oder, danach das Lehrerinnen-Seminar in Frankfurt an der Oder und arbeitete danach als Lehrerin. Zum Studium der Medizin ging Anna Kuhnow nach Zürich, wo sie zunächst das Abitur bestehen musste. 1888 bestand Kuhnow das medizinische Staatsexamen und wurde promoviert. Anna Kuhnow ging nach New York und arbeitete als Assistentin und zu gleicher Zeit als Lehrerin.

Anna Kuhnow kehrte nach Leipzig zurück, praktizierte von 1890 bis 1898 als Ärztin für Frauenkrankheiten und konnte als erste deutsche Ärztin offizielle ihren Doktortitel führen. Anschließend arbeitete Kuhnow bis 1900 als Kassenärztin und Ärztin für Lebensversicherungsgesellschaften. 1900 ging sie nach Berlin, wo sie wiederum eine Praxis betrieb und als Belegärztin in einer Privatklinik weiblicher Ärzte arbeitete.

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Leipziger Persönlichkeiten – Luise Adelgunde Gottsched

Luise Adelgunde Victorie Gottsched

Luise Adelgunde Victorie Gottsched

Luise Adelgunde Victorie Gottsched, geb. Kulmus, wurde am 11. April 1713 in Danzig geboren. Sprachlich und musisch sehr begabt, erhielt Adelgunde Gottsched frühzeitig Unterricht in Französisch, Englisch und Griechisch sowie im Klavier- und Lautenspiel. Sie komponierte kleine Stücke und schrieb Gedichte. Mit 16 Jahren lernte sie Johann Christoph Gottsched kennen, heiratete ihn sechs Jahre später und zog mit ihm nach Leipzig.

In Leipzig förderte ihr Mann ihre weitere Ausbildung, sie hörte seine Vorlesungen über Philosophie, Rhetorik, Poetik, Stilistik und nahm Anteil an seinen großen Projekten, wie z.B. die verbindliche deutsche Hochsprache und die Bühnenreform nach französischem Muster. Die „Gottschedin“ bzw. „die geschickte Freundin“, wie sie in den Vorbemerkungen ihres Mannes zu ihren Veröffentlichungen genannt wurde, stand anfangs in seinem Schatten, konnte sich durch die Publikationen aber auch profilieren und es wurde immer mehr offenbar, welchen Anteil sie an den Arbeiten ihres Ehemanns hatte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Frank Schöbel

Frank Schöbel bei einer Autogrammstunde in Berlin, 1980

Frank Schöbel bei einer Autogrammstunde in Berlin, 1980

Frank-Lothar Schöbel wurde am 11. Dezember 1942 in Leipzig geboren. Der jüngere zweite Sohn der Opernsängerin Käthe Brinkmann und des Juristen Johannes Schöbel besuchte als Siebenjähriger den Vorbereitungslehrgang für den Thomanerchor in Leipzig, trat in den Chor jedoch nicht ein – sein Interesse galt eher der Popmusik.

Schöbel absolvierte eine Lehre zum Mechaniker. Seine musikalische Karriere begann im Erich-Weinert-Ensemble der Nationalen Volksarmee. In den 1960er Jahren beschloss Frank Schöbel, seinen Lebensunterhalt mit Musik zu verdienen. Zwischen 1965 und 1973 spielte Schöbel in vier DEFA-Musikfilmen mit, darunter „Heißer Sommer“, der zum Kultfilm wurde. Frank Schöbel gewann zusammen mit seiner ersten Ehefrau Chris Doerk zweimal als Musiker-Duett Chris und Frank den Schlagerwettbewerb der DDR.

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Leipziger Persönlichkeiten – Józef Antoni Poniatowski

Józef Antoni Poniatowski

Józef Antoni Poniatowski

Józef Antoni Poniatowski wurde am 7. Mai 1763 in Wien geboren. Sein Onkel Stanislaus II. August Poniatowski war der letzte gewählte König Polens, der die Teilungen seines Landes nicht verhindern konnte und letztlich 1795 abdankte. 1779 kam Poniatowski nach Warschau und wurde mit dem Hofleben vertraut gemacht. 1780 trat er in die kaiserliche Armee ein.

1810 fuhr Poniatowski nach Dresden, um mit dem sächsischen König eine organisatorische Veränderung in der Armee zu besprechen, Poniatowski übernahm den Oberbefehl über das Korps und rückte unter dem Kommando des Königs von Westfalen und Bruder Napoleons, Jerome, ins Feld. Er nahm an den Schlachten bei Smolensk und Borodino teil und zog am 15. September 1812 mit Kaiser Napoleon in Moskau ein.

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Leipziger Persönlichkeiten – Herzog August von Sachsen

Kurfürst August von Sachsen

Kurfürst August von Sachsen

August, der sich selbst Augustus nannte, wurde am 31. Juli 1526 in Freiberg geboren. Im Volksmund wurde er auch Vater August genannt, und stammt aus der albertinischen Linie des Hauses Wettin. Er war Nachfolger seines ohne männlichen Erben in der Schlacht bei Sievershausen gefallenen Bruders Moritz.

August wurde von dem aus Rochlitz stammenden Pfarrer Martin Oberdörffer erzogen und wuchs später am kaiserlichen Hof in Innsbruck auf, wo er enger Freund des späteren Kaisers Maximilian II. wurde. 1544 bekam August die Verwaltung des Bistums Merseburg übertragen.

Aus Anlass seiner ersten Heirat erhielt August das Schloss Wolkenstein als Jagd- und Landsitz. Sein Bruder Moritz hatte ihn 1546 mit der Verteidigung Dresdens beauftragt und ein eigenes Truppenkommando gegeben. 1552 übertrug Moritz die Regentschaft seinem Bruder August, der sich umgehend um ein Bündnis mit seinem Schwiegervater, dem König von Dänemark, bemühte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich August III. (I.). von Sachsen

Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen

Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen

Friedrich August Joseph Maria Anton Johann Nepomuk Aloys Xaver wurde am 23. Dezember 1750 in Dresden geboren. Er war seit 1763 als Friedrich August III. Kurfürst von Sachsen und von 1806 bis zu seinem Tod als Friedrich August I. erster König von Sachsen. Der aus der albertinischen Linie stammende Friedrich August war der Sohn von Kurfürst Friedrich Christian von Sachsen und dessen Gemahlin Maria Antonia von Bayern.

1765 erklärte Prinzregent Franz Xaver für den unmündigen Herzog und Kurfürsten den Verzicht auf die polnische Königskrone zu Gunsten von Stanislaus II. August Poniatowski.

1791 arrangierte Friedrich August eine Zusammenkunft von Kaiser Leopold II. und König Friedrich Wilhelm II. von Preußen auf Schloss Pillnitz bei Dresden, bei der u. a. eine Beistandserklärung für die französische Monarchie verabschiedet wurde. Diese Pillnitzer Deklaration enthielt auch die Aussicht auf ein militärisches Vorgehen gegen die Französische Revolution und gab Frankreich den Anlass, Österreich im April 1792 den Krieg zu erklären. Friedrich August unterzeichnete die Pillnitzer Deklaration nicht.

Nach dem Tod des Kaisers Joseph II. 1790 wurde Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen neben Kurfürst Karl Theodor von Pfalz-Bayern zum ersten Mal Reichsvikar.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johannes Praetorius

Johannes Praetorius

Johannes Praetorius

Johannes Praetorius, genannt Praetorius Zetlingensis, wirklicher Name Hans Schultze, wurde am 22. Oktober 1630 in Zethlingen/Altmark geboren. Er besuchte die Schule in Salzwedel, später das Gymnasium in Halle (Saale) und kam an die Universität Leipzig zum Studium der Naturwissenschaften. Praetorius blieb bis zu seinem Tod im Paulinum und durchforschte die bis dahin großenteils noch ungehobenen Schätze der Bibliothek.

Johannes Praetorius hielt gelegentlich Vorlesungen, verbrachte aber den größten Teil seiner Zeit in emsiger schriftstellerischer Tätigkeit, vornehmlich als Kompilator von Märchen und kuriosen Legenden. Insgesamt veröffentlichte er mehr als 50 Bücher. Für die Nachwelt wurde er unvergesslich vor allem durch seine Sammlung der Rübezahl-Sagen.

Johannes Praetorius starb am 25.10.1669 oder 1680 in Leipzig. Die Brüder Grimm stützten sich für ihre Deutschen Sagen auf die Sammlung von Sagen von Johannes Praetorius.

Mehr Leipziger Persönlichkeiten

Bildquelle: Von Johann Baptist Paravicinus – Bildarchiv Austria, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=69500483

Leipziger Persönlichkeiten – Johann Pfeffinger

Johann Pfeffinger

Johann Pfeffinger

Johann Pfeffinger, auch Johannes Pfeffinger, wurde am 27. Dezember 1493 in Wasserburg am Inn geboren. Nach dem Besuch der Lateinschule in Annaberg (Amberg) 1499 wurde Pfeffinger 1515 zum Laien und 1518 zum Subdiakon in Salzburg geweiht, im Frühjahr 1518 erhielt er die Priesterweihe. Pfeffinger war Prediger in Reichenhall, Saalfelden und 1521 Stiftsprediger in Passau.

1523 geriet Johann Pfeffinger in den Verdacht der Ketzerei wegen Sympathien zur Lehre von Martin Luther und floh nach Wittenberg. Von 1527 bis 1530 betreute Pfeffinger seine erste Pfarrstelle als evangelischer Prediger in Sonnewalde, wurde vom Bischof von Meißen vertrieben und übernahm noch 1530 die Predigerstelle am kurfürstlichen Kloster Eicha bei Naunhof. Johann Pfeffinger wurde danach 1532 Pfarrer in Belgern und nahm an der Einführung der Reformation in Leipzig 1539 teil.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johannes Otto von Münsterberg

Logo der Universität Leipzig

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Johannes Otto von Münsterberg, auch Johannes Otto aus Münsterberg, wurde um 1360 in Münsterberg in Schlesien geboren. Er studierte an der Universität Prag Philosophie und Theologie. Johannes Otto von Münsterberg bekleidete 1395 und 1408 das Amt eines Dekans der Theologischen Fakultät und wirkte 1398 als Rektor der Karls-Universität in Prag.

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Leipziger Persönlichkeiten – Herbert Blomstedt

Herbert Blomstedt im Leipziger Gewandhaus, 2015

Herbert Blomstedt im Leipziger Gewandhaus, 2015

Herbert Blomstedt wurde am 11. Juli 1927 in Springfield, USA, geboren. Er erhielt seine erste musikalische Ausbildung am Königlichen Konservatorium in Stockholm und an der Universität Uppsala, studierte Dirigieren an der Juilliard School of Music in New York City, zeitgenössische Musik in Darmstadt sowie Renaissance- und Barockmusik an der Schola Cantorum Basel, außerdem arbeitete er unter Igor Markevitch in Salzburg und unter Leonard Bernstein in Tanglewood.

1954 gab Herbert Blomstedt sein Debüt als Dirigent mit dem Philharmonischen Orchester Stockholm und war dann als Chefdirigent bedeutender skandinavischer Orchester tätig. Bis 1963 leitete Blomstedt das Sinfonieorchester des Schwedischen Rundfunks.

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Leipziger Persönlichkeiten – Joseph Partsch

Joseph Partsch

Joseph Partsch

Joseph Partsch wurde am 4. Juli 1851 in Schreiberhau in Niederschlesien geboren. Er studierte von 1869 bis 1874 Klassische Philologie, Geschichte und Geographie an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität Breslau. Partsch arbeitete als Privatdozent für Geographie in Breslau, wurde 1876 zum außerordentlichen Professor für Geographie und Alte Geschichte ernannt und kam 1905 an die Universität Leipzig.

Joseph Partsch gehörte zu den wichtigsten Geographen der Jahrhundertwende. Zu seinen Schwerpunkten gehörte Griechenland und vor allem die griechischen Inseln, die er mithilfe geographischer und altphilologischer Methoden untersuchte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Christian August Pohlenz

Christian August Pohlenz

Christian August Pohlenz

Christian August Pohlenz wurde am 3. Juli 1790 in Sallgast in der Niederlausitz geboren. Pohlenz besuchte die Kreuzschule in Dresden, studierte ab 1811 Jura an der Universität Leipzig, widmete sich aber bald ganz der Musik.

1817 wurde Christian August Pohlenz Organist an der Paulinerkirche in Leipzig und 1821 an der Thomaskirche. Nach dem Tod der Thomaskantoren Johann Gottfried Schicht 1823 und Christian Theodor Weinlig 1842 leitete Pohlenz kurzzeitig den Thomanerchor.

1827 wurde Christian August Pohlenz Nachfolger des verstorbenen Johann Philipp Christoph Schulz als Musikdirektor der Gewandhauskonzerte und Leipziger Universitätsmusikdirektor. Die Konzertdirektion war wohl nicht mit seiner Arbeit zufrieden war und so wurde ihm am 16. April 1835 gekündigt. Nachfolger von Pohlenz wurde Felix Mendelssohn Bartholdy, der auch ein Abschiedskonzert zu Pohlenz´ Ehren nach seinem Tod dirigierte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Max Pommer (Dirigent)

MDR-Kubus Leipzig - Stätte des Rundfunkt-Sinfonieorchesters

MDR-Kubus Leipzig – Stätte des Rundfunkt-Sinfonieorchesters

Max Pommer wurde am 9. Februar 1936 in Leipzig geboren. Der Urenkel des Architekten und Bauunternehmers Max Pommer besuchte die Thomasschule in Leipzig und gründete dort das Kammerorchester der Thomasschule. Max Pommer studierte Dirigieren und Klavier an der Hochschule für Musik in Leipzig und von 1960 bis 1964 Musikwissenschaft an der Universität Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Eduard Pötzsch

Eduard Pötzsch

Eduard Pötzsch

Christian August Eduard Pötzsch wurde am 6. Juni 1803 in Leipzig geboren. Sein Vater, war der Obermeister der Leipziger Maurerinnung. Pötzsch erwarb bereits in jungen Jahren Kenntnisse auf dem Gebiet der Malerei und Architektur. 1820 stellte er zahlreiche Architekturzeichnungen in der Dresdner Kunstakademie aus und besuchte die Kunstgewerbeschule Leipzig.

Eduard Pötzsch war von 1828 bis 1860 als Architekt am Bau vieler kommunaler und privater Gebäude in Leipzig beteiligt. Zu den wichtigsten, von Eduard Pötzsch entworfenen Bauten, gehören die „Große Tuchhalle“ in der Hainstraße/Ecke Brühl (1837, nicht erhalten), das Haus für die Freimaurerlogen Apollo und Balduin zur Linde (1847, nicht erhalten), das Hotel de Pologne in der Hainstraße (1847/1848) und die ehemalige Centralhalle (1845, nicht erhalten).

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Leipziger Persönlichkeiten – Familie Preußer

Das Preußergässchen in Leipzig um 1903

Das Preußergässchen in Leipzig um 1903

Die Familie Preußer war eine bedeutende Kaufmannsfamilie in Leipzig, die seit der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts zur wirtschaftlichen und politischen Führungsschicht der Stadt zählte. Zwischen 1432 und 1641 gehörten insgesamt acht Mitglieder der Familie Preußer dem Leipziger Rat an.

In Leipzig besaß die Familie Preußer die Häuser Markt 11 (später Aeckerleins Hof), Petersstraße 25 und einen Handelshof (Preußers Hof) in der südlichen Altstadt. Preußers Hof wurde 1552 abgerissen und über das Gelände eine Verbindungsstraße zwischen Petersstraße und Neumarkt angelegt, die beiderseits mit Mietshäusern bebaut wurde. Sie erhielt den Namen Preußergässchen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johannes Olearius

Johannes Olearius

Johannes Olearius

Johannes Olearius wurde am 5. März 1639 in Halle/Saale geboren. Nach seinem Theologiestudium an der Universität Leipzig hielt Olearius philologische und philosophische Vorträge, wurde 1663 Assessor der Philosophischen Fakultät, 1665 Professor für griechische Sprache und 1677 Professor der Theologie in Leipzig.

Johannes Olearius war acht Mal Rektor der Universität Leipzig und wirkte als Kommissar in der Sächsischen Bücherkommission. Olearius sah sein Hauptanliegen darin, die Einheit der Religion zu erhalten bzw. wiederherzustellen. 1689 erteilte Olearius dem Magister August Hermann Francke die Erlaubnis, Vorlesungen zu halten.

Johannes Olearius starb am 6. August 1713 in Leipzig. Sein Epitaph hängt im Paulinum der Universität Leipzig.

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Bildquelle: Von Johann Christoph v. Dreyhaupt Beschreibung des Saalkreises, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1235836

Leipziger Persönlichkeiten – Johann Friedrich Olearius

Johann Friedrich Oleariusius

Johann Friedrich Olearius

Johann Friedrich August Olearius wurde am 28. Februar 1789 in Magdeburg geboren. Sein Vater gehörte zu einer weitverzweigten Gelehrtenfamilie, deren Stammvater der in Wesel geborene Theologe Johann Olearius (eigentl. Coppermann) war, der seinen Nachnamen aus dem Beruf seines als Ölschläger tätigen Vaters zeittypisch latinisierte.

Johann Friedrich Olearius erhielt in Leipzig in der Firma Schömberg, Weber & Co. eine kaufmännische Ausbildung und arbeitete anschließend mehrere Jahre in einem Handelshaus in Bordeaux. Nach dem Tod seines Onkels und Teilhabers der Firma Friedrich Ernst Weber übertrugen die Erben Olearius die Leitung des Leipziger Unternehmens. Mit dem Unternehmen war die Vertretung einer englischen Lebensversicherung verknüpft.
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Leipziger Persönlichkeiten – Jean Paul

Jean Paul

Jean Paul

Jean Paul, auch Jean Paul Friedrich Richter, eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, wurde am 21. März 1763 in Wunsiedel geboren. Der Sohn eines Lehrers und Organisten wurde schon in frühen Jahren mit dem Gedankengut der Aufklärung vertraut gemacht. Jean Paul bildete sich autodidaktisch und verfügte im Alter von fünfzehn Jahren über ein umfangreiches Bücherwissen. 1779 kam Jean Paul an das Gymnasium in Hof.

1781 schrieb sich Jean Paul an der Universität Leipzig zum Studium der Theologie ein, dass er jedoch nur sehr lustlos betrieb. Er begann, sich als Schriftsteller zu verstehen, schrieb nach ersten literarischen Experimenten vor allem Satiren, die in gesammelter Form 1783 als „Grönländische Prozesse“ gedruckt wurden. Weitere Erfolge blieben jedoch aus. 1784 musste Jean Paul vor seinen Gläubigern fliehen und kehrte nach Hof zu seiner Mutter zurück. Erst 1787 fan Jean Paul ein Auskommen als Privatlehrer in Töpen.
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Leipziger Persönlichkeiten – Heinrich Pfeil

Heinrich Pfeil

Heinrich Pfeil

Heinrich Pfeil wurde am 18. Dezember 1835 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Buchdruckers besuchte die Ratsfreischule in Leipzig und erfuhr musikalische Anleitungen durch seinen Musiklehrer Carl Friedrich Zöllner.

Pfeil absolvierte eine Lehre als Buchhändler und arbeitete anschließend als Redakteur des „Leipziger Stadt- und Dorfanzeigers“, dessen Herausgeber er von 1884 bis 1889 auch war. 1862 übernahm Heinrich Pfeil die Redaktion der „Sängerhalle“, des amtlichen Blattes des Deutschen Sängerbundes und behielt diese Redaktion bis 1887. Von 1890 bis 1896 lebte Heinrich Pfeil in Glauchau, wo er die „Glauchauer Zeitung“ herausgab. Danach kehrte Heinrich Pfeil nach Leipzig zurück und wohnte in Gohlis in der Straßburger Straße (heute Daumierstraße).
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Leipziger Persönlichkeiten – Napoleon Bonaparte

Napoleon Bonaparte

Napoleon Bonaparte

Napoleon Bonaparte wurde am 15. August 1769 in Ajaccio auf Korsika als Napoleone Buonaparte geboren. Während der Französischen Revolution stieg er in der französischen Armee auf und erwies sich als ein militärisches Talent ersten Ranges.

Durch eine Volksabstimmung und den Senat wurde Napoleon die Kaiserwürde angetragen und er krönte sich am 2. Dezember 1804 in der Kathedrale Notre Dame de Paris in Anwesenheit von Papst Pius VII. selbst zum Kaiser. 1805 wurde Napoleon im Mailänder Dom mit der Eisernen Krone der Langobarden zum König von Italien gekrönt.

In Deutschland wurde am 16. Juli 1806 aus 16 Ländern der Rheinbund gegründet, deren Mitglieder sich verpflichteten, Frankreich militärisch zu unterstützen und aus dem Heiligen Römischen Reich auszutreten. Schutzmacht des Rheinbundes war Napoleon. Dem Rheinbund trat auch das Kurfürstentum Sachsen bei. Kaiser Franz II. legte daraufhin die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches nieder – das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.

Preußen und Russland schlossen ein geheimes Bündnis und forderten Napoleon auf, seine Truppen hinter den Rhein zurückzuziehen. Dies betrachtete Napoleon als Kriegserklärung. Im Oktober 1806 stieß er mit seinen Truppen vom Main aus durch Thüringen auf Berlin vor. In der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 wurde Preußen vernichtend geschlagen.

Nach dem Frieden von Tilsit zwischen Frankreich, Russland und Preußen traf Napoleon am 23. Juli 1807 in Leipzig ein. Nach dem verlorenen Russlandfeldzug hielt sich Napoleon am 14. Dezember 1812 im Hotel de Prusse in Leipzig auf (nicht erhalten).

König Friedrich Wilhelm III. von Preußen schloss ein Bündnis mit Russland und rief zum Befreiungskrieg auf. Napoleon baute eine neue Armee auf und marschierte nach Deutschland. Die Schlacht bei Großgörschen am 2. Mai 1813 und am 20./21. Mai bei Bautzen gewann er.

Napoleonstein in Probstheida

Napoleonstein in Probstheida

Österreich erklärte Frankreich den Krieg, Preußen, Russland und Österreich schlossen sich zusammen und auch Schweden beteiligte sich an dieser Koalition. Vom 14. Bis zum 18. Oktober 1813 – während der Völkerschlacht bei Leipzig – kam Napoleon von Düben nach Leipzig und hielt sich im Landhaus des Bankiers Vetter in Reudnitz auf. Am 16. Oktober 1813 beobachtete Napoleon die Kampfhandlungen der Schlacht bei Wachau vom Galgenberg aus. Am 17. Oktober biwakierte er im Rittergut Stötteritz Obern Teils (nicht erhalten).
Am 18. Oktober 1813, dem entscheidenden Tag der Völkerschlacht, nahm Napoleon sein Hauptquartier in der Quandtschen Tabaksmühle auf der Marienhöhe und erhielt dort die Nachricht von seiner Niederlage (nicht erhalten, heute Standort des Napoleonsteins). Nach seiner Niederlage gab er den Befehl zum Rückzug seiner Truppen, verbrachte die Nacht zum 19. Oktober im Hotel de Prusse und ließ dort seinen Schreibtisch stehen. Am Morgen des 19. Oktobers 1813 verabschiedete sich Napoleon im Königshaus am Markt vom sächsischen König Friedrich August I und verließ Leipzig durch das Ranstädter Tor in Richtung Lindenau.

Napoleon Bonaparte starb am 5. Mai 1821 in Longwood House auf St. Helena im Südatlantik. An die Aufenthalte erinnern in Leipzig Gedenktafeln am Durchgang des Königshauses und am Haus Drei Linden in Lindenau sowie der Napoleonstein nahe dem Völkerschlachtdenkmal.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Napoleon_Bonaparte#/media/Datei:Jacques-Louis_David_-_The_Emperor_Napoleon_in_His_Study_at_the_Tuileries_-_Google_Art_Project.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Carl Gottlieb Plato

Carl Gottlieb Plato

Carl Gottlieb Plato

Carl Gottlieb Plato wurde am 6. April 1757 in Halbau in der Oberlausitz geboren. Der Sohn eines Pfarrers studierte an der Universität Leipzig Theologie und Philologie und arbeitete danach als Hauslehrer in Leipzig. Plato beschäftigte sich intensiv mit der zeitgenössischen pädagogischen Literatur.

1792 wurde in Leipzig auf Initiative des Bürgermeisters Carl Wilhelm Müller und des Superintendenten Johann Georg Rosenmüller die Ratsfreischule als erste Volksschule eröffnet und Carl Gottlieb Plato wurde zu ihrem ersten Direktor berufen. Die in der Schule unterrichtenden Lehrer und unbesoldeten Theologiestudenten gründeten 1795 die Pädagogische Gesellschaft.

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Leipziger Persönlichkeiten – Oskar Mothes

Oskar Mothes

Oskar Mothes

Oskar Mothes wurde am 27. Dezember 1828 in Leipzig geboren. Mothes studierte Architektur bei Gottfried Semper in Dresden. Als Zwanzigjähriger entwarf er die Dorfkirche in Rüdigsdorf und wurde 1848 Mitglied der Freimaurerloge Minerva zu den drei Palmen in Leipzig.

Nach Studienreisen 1851 und 1852 nach Italien und Spanien ließ er sich 1853 als Architekt in Leipzig nieder. Unter seiner Leitung wurde 1861 der Gewerbliche Bildungsverein in Leipzig gegründet, 1867 war Mothes Mitbegründer des Vereins für die Geschichte der Stadt Leipzig (des heutigen Leipziger Geschichtsvereins), von 1869 bis 1872 auch dessen Vorsitzender. Die historische Sammlung des Vereins bildet den Grundstock des Leipziger Stadtgeschichtlichen Museums.

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Leipziger Persönlichkeiten – Kristin Otto

Kristin Otto

Kristin Otto

Kristin Otto wurde am 7. Februar 1966 in Leipzig geboren. Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul startete Kristin Otto für den SC DHfK Leipzig und gewann sechsmal Gold. Damit ist sie die erfolgreichste deutsche Schwimmerin bei olympischen Wettbewerben. Unter allen deutschen Olympiateilnehmern liegt Kristin Otto auf Platz vier hinter Birgit Fischer, Isabell Werth und Reiner Klimke (Stand 2022). 1988 und 1989 wurde Kristin Otto in der DDR zur Sportlerin des Jahres, 1988 zu Europas Sportlerin des Jahres gewählt, 1993 wurde Otto in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Georg Staufert

Gohlis, Ev.-methodistische Bethesdakirche

Gohlis, Ev.-methodistische Bethesdakirche

Über die Lebensdaten und den Lebensweg von Georg Staufert konnte keine Informationen gefunden werden. Zu den Bauten, die Georg Staufert in Leipzig geplant hat, gehören:

  • 1923 bis 1925: Villa Rathenaustraße 15d in Leutzsch,
  • 1927: Ev. Immanuelkirche Probstheida (Apsis und Treppenhäuser),
  • 1929 bis 1930: Ev.-methodistische Bethesdakirche Gohlis,
  • 1933 bis 1934: Ev. Johanniskirche Dösen,
  • 1949 bis 1950: St.-Trinitatis-Kirche der Selbständigen Ev.- Lutherischen Kirche Gohlis,

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Von unbekannt – Spemanns Goldenes Buch vom eigenen Heim, Berlin, Stuttgart 1905, PD-alt-100, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=5768147https://de.wikipedia.org/wiki/Buchdruck#/media/Datei:Buchdrucker-1568.png

Leipziger Persönlichkeiten – Paul Möbius

Paul Möbius

Paul Möbius

Paul Otto Hermann Möbius wurde am 20. März 1866 in Leipzig geboren. Möbius studierte von 1882 bis 1888 an der Leipziger Kunstgewerbeschule, trat 1889 eine Stelle im Architekturbüro Pfeifer & Händel (später Händel & Franke) an und gründete 1899 zusammen mit Arthur Starke sein eigenes Büro in dem von ihm erbauten Haus Frankfurter Straße 20 (heute Jahnallee 14) in Leipzig.

Möbius entwarf ca. zwanzig Wohngebäude, meist Mehrfamilienwohnhäuser und Villen, sowie ein Geschäftshaus, Ausstellungspavillons und einige Grabmäler in Leipzig. Paul Möbius entwickelte früh unverkennbare Formensprache mit Anklängen eines monumentalen Jugendstils.

Paul Möbius starb am 9. April 1907 in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Philipp Müller

Eingang zum Botanischen Garten zwischen Paulinerkirche und Fürstenhaus in der Grimmaischen Straße im 17. Jahrhundert, Lithografie von Ernst Wilhelm Straßberger

Eingang zum Botanischen Garten zwischen Paulinerkirche und Fürstenhaus in der Grimmaischen Straße im 17. Jahrhundert, Lithografie von Ernst Wilhelm Straßberger

Philipp Müller wurde am 11. Februar 1585 in Herzberg geboren. 1599 kam Müller an die Universität Leipzig. Nach seinem Studium war er Privatlehrer. Philipp Müller unternahm medizinische Studien, hielt Privatvorlesungen und wurde 1608 Assessor an der philosophischen Fakultät.

Nach Bildungsreisen kehrte Philipp Müller nach Leipzig zurück, wurde Professor der Physik und erwarb 1616 mit einer Disputation über die Pest das Lizentiat der Medizin. Fortan wirkte er auch als praktischer Arzt, übernahm 1616 die Professur der Mathematik und wurde im selben Jahr auch Kollegiat am kleinen Fürstenkollegium, später auch Mitglied des großen Fürstenkollegiums. 1617 wurde Müller Professor der Philosophie, übernahm als Ephorus die Inspektion der kurfürstlichen Stipendiaten, zudem 1621 die Verwaltung des Botanischen Gartens bis 1650.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann und Sittich Pfretzschner

Turm der Thomaskirche zu Leipzig

Turm der Thomaskirche zu Leipzig

Johann Pfretzschner wurde um 1495 in Triebel bei Oelsnitz geboren. Er lernte im sächsischen Vogtland das Maurerhandwerk und kam 1528 nach Leipzig. Der Rat der Stadt erkannte Pfretzschners großes Talent und band ihn sofort durch die Ehrenbürgerschaft an die Stadt.

Johann Pfretzschner heiratete die Tochter des Leipziger Buchhändlers Nickel Wolrabe und kaufte sich 1529 von seinem Schwiegervater ein Haus in der Ritterstraße. Nach seiner Ernennung zum Ratsmaurermeister der Stadt Leipzig war Johann Pfretzschner für die gesamte Bauleitplanung und fachliche Umsetzung aller Bauvorhaben in der Stadt zuständig. 1530 bis 1550 erfolgte durch Pfretzschner der Neu- und Ausbau der Stadtbefestigung von Leipzig vom westlichen Ende des Brühls bis zur Pleißenburg. 1537 schuf Pfretzschner das achtseitige Geschosses des Turmes der Thomaskirche.
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Leipziger Persönlichkeiten – Leopold Offermann

Villa Krügel, später Offermann, Leipzig

Villa Krügel, später Offermann, Leipzig

Leopold Offermann wurde am 28. August 1837 in Lindlar bei Köln als Sohn einer alteingesessenen Tuchhändlerfamilie geboren. Nach seiner Schulausbildung arbeitete Offermann zunächst in verschiedenen Betrieben, ehe er zum Maschinenbaustudium an die Technischen Hochschule Karlsruhe ging. Seinen familiären Beziehungen dürfte es zu verdanken gewesen sein, dass er bereits mit 25 Jahren Direktor einer Woll- und Seidenspinnerei im Elsass wurde und wenig später die gleiche Position in einer Textilmaschinenfabrik in Louviers in der Normandie innehatte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Marcus Brandis

Buchdruck im 16. Jahrhundert

Buchdruck im 16. Jahrhundert

Marcus Brandis wurde um 1455 in Delitzsch geboren. Er studierte zwischen 1747 und 1476 an der Universität Leipzig. Brandis erlernte bei seinem Bruder in Lübeck das Buchdruckerhandwerk. 1479 war Marcus Brandis als Drucker in Merseburg tätig und kam 1480 nach Leipzig.

Am 28. September 1481 druckte Marcus Brandis das erste in Leipzig nachweisbare Buch von Giovanni Nannis „Glosa Apocalipsim“, eine kleine lateinische Handschrift, vermutlich im Auftrag der Dominikaner. Der Druck dieser Schrift gilt als Geburtsstunde des Leipziger Buchdrucks. Zwischen 1481 und 1487 brachte Brandis über 60 Druckwerke heraus. Er druckte für Theologen, medizinische Bücher, Schriften für Lateinunterricht an der Universität und mehrere Grammatiken. Für die sächsischen Landesherren Ernst und Albrecht druckte Marcus Brandis zweimal die Landesordnung 1482. Brandis beherrschte die damals sehr komplizierte Technik des Druckens in zwei Farben.

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Leipziger Persönlichkeiten – Rudolf Rohrer

Wohnbebauung am Roßplatz in Leipzig

Wohnbebauung am Roßplatz in Leipzig

Rudolf Rohrer wurde am 15. Juli 1900 in München geboren. Seine Maurerlehre brach Rohrer ab und studierte an der Höheren Technischen Lehranstalt in München. Danach war er in verschiedenen Architekturbüros in Südwestdeutschland tätig.

1929 gewann Rudolf Rohrer den ersten Preis in einem Wettbewerb zur Erbauung von Wohnhäusern in Gautzsch bei Markkleeberg, wo er dann auch als freier Architekt weiterarbeitete. Beim Wettbewerb für den Aufbau des Alten Rathauses in Halle (Saale) 1947 errang Rohrer den zweiten Preis. Seit 1951 war Rudolf Rohrer Gruppenleiter im Landesentwurfsbüro der VEB Bauplanung Sachsen mit Zweigstelle Leipzig.
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Leipziger Persönlichkeiten – Winfried Sziegoleit

Bowlingtreff Leipzig

Bowlingtreff Leipzig

Winfried Sziegoleit wurde am 2. Oktober 1939 in Insterburg geboren. Der Sohn einer Gewerbelehrerin und eines Landwirts zog mit seiner Familie nach Ende des 2. Weltkriegs nach Köthen. Nach seiner Lehre zum Zimmermann studierte Sziegoleit von 1959 bis 1965 an der TH bzw. TU Dresden Architektur und arbeitete danach bis 1968 am Entwurfsinstitut der Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden.

Winfried Sziegoleit war von 1969 bis 1975 als Architekt im Wohnungsbaukombinat Leipzig tätig und anschließend bis 1990 Architekt im Aufbaustab beim Rat des Bezirkes Leipzig. Mit Eberhard Göschel gründete Sziegoleit 1990 ein freies Architektur- und Planungsbüro, das er seit 1999 als Architekturbüro Sziegoleit, Markkleeberg, führte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ludwig Weickmann

Institut für Geophysik und Geologie der Universität Leipzig

Institut für Geophysik und Geologie der Universität Leipzig

Ludwig Weickmann wurde am 15. August 1882 in Neu-Ulm geboren. Weickmann studierte in München und Göttingen, arbeite danach an der bayrischen Meteorologischen Zentralstelle und war Kustos der bayrischen Landeswetterwarte.

1923 wurde Ludwig Weickmann Ordinarius für Geophysik an der Universität Leipzig und übernahm das geophysikalische Institut. 1932 gründete Weickmann das Geophysikalische Observatorium auf dem Collm bei Oschatz. Ludwig Weickmann nahm 1931 als meteorologischer Leiter an der Nordpoolfahrt des Luftschiffs „Graf Zeppelin“ teil und 1935 wurde er kommissarischer Leiter Präsident des Reichsamts für Wetterdienst in Berlin.

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Leipziger Persönlichkeiten – Louise Otto-Peters

Louise Otto-Peters

Louise Otto-Peters

Louise Otto-Peters, Pseudonym Otto Stern, wurde am 26. März 1819 in Meißen geboren. Sie wuchs in bürgerlich wohlhabenden Verhältnissen auf. Mit 16 Jahren wurde Louise Otto Vollwaise, blieb durch die Betreuung einer Tante mit ihren beiden älteren Schwestern im elterlichen Haus wohnen. Ihren Lebensunterhalt bestritt sie vor allem aus der Erbschaft und ihren schriftstellerischen, später eher publizistischen Tätigkeiten.

Als junge Frau hatte Louise Otto in Oederan die bedrückenden Lebensverhältnisse der Arbeiterfamilien in dem aufblühenden Industriestädtchen kennengelernt. Ihr darüber verfasstes Gedicht „Die Klöpplerinnen“ im Oederaner Stadtanzeiger löste große Empörung aus. 1842 erschien ihr erster Roman „Ludwig der Kellner“, im gleichen Jahr veröffentlichte sie einen Leserbrief in den Sächsischen Vaterlandsblättern, darin erklärte sie „Die Teilnahme der Frauen an den Interessen des Staates ist nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht.“

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Leipziger Persönlichkeiten – Felix Pfeifer

Felix Pfeifer

Felix Pfeifer

Felix Georg Pfeifer wurde am 9. November 1871 in Leipzig geboren. Von 1890 bis 1893 studierte Pfeifer an der Leipziger Kunstakademie bei Melchior zur Straßen, wechselte dann 1894 an die Kunstakademie Berlin-Charlottenburg zu Peter Breuer und Ernst Herter und beendete seine Ausbildung durch Studienaufenthalte in Rom und Paris.

Bis 1911 hielt er sich in Dresden auf und ließ sich als freischaffender Bildhauer in Leipzig nieder, wo er 1914 die Ernennung zum Professor erhielt.

Felix Pfeifer stattete den Chorraum der Nikolaikirche in Leipzig mit vier großflächigen Alabasterreliefs aus. Die Reliefs am Hauptportal des Neuen Rathauses und die Fassadenfiguren Philosophie, Industrie und Medizin über dem Eingang der Deutschen Bücherei in Leipzig stammen von Pfeifer. Für die Brunnenfigur „Mädchen mit Frosch“ im Foyer der Deutschen Bücherei in Leipzig stand seine Tochter Regina Modell. Felix Pfeifer schuf die Bildhauerarbeiten am Geschäftshaus Schraepler am Brühl und das Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs an der Johanniskirche in Zwenkau.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Christoph Perthes

Friedrich Christoph Perthes

Friedrich Christoph Perthes

Friedrich Christoph Perthes wurde am 21. April 1772 in Rudolstadt geboren. Friedrich Perthes folgte dem Vorbild seines Onkels, des Gothaer Verlagsbuchhändlers Justus Perthes, und trat 1787 eine Lehre beim Verlagsbuchhändler Adam Friedrich Böhme in Leipzig an. 1793 wurde Perthes Gehilfe in einer Buchhandlung in Hamburg.

Perthes machte sich vertraut mit dem aufklärerischen Denken von Immanuel Kant, Johann Gottfried Herder und Friedrich Schiller. Am 11. Juli 1796 gründete Friedrich Christoph Perthes die erste reine Sortimentsbuchhandlung in Hamburg.

Die Besetzung Hamburgs Ende 1806 durch Napoleon empfand Perthes als politische Katastrophe und er initiierte das Zeitschriftenprojekt „Vaterländisches Museum“. Nach dem gescheiterten Russlandfeldzug Napoleons übernahm Friedrich Perthes leitende Funktionen in der Bürgergarde und beteiligte sich aktiv an der Vertreibung der französischen Besatzung im März 1813.

1822 verließ Perthes Hamburg und ging nach Gotha. 1825 gehörte Friedrich Christoph Perthes zu den Mitgründern des Börsenvereins der deutschen Buchhändler in Leipzig.

Friedrich Christoph Perthes starb am 18. Mai 1843 in Gotha. In Reudnitz-Thonberg ist eine Straße nach ihm benannt.

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Bildquelle: Von Otto Speckter – http://resolver.sub.uni-hamburg.de/goobi/PPN663944171, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=90557571

Leipziger Persönlichkeiten – Curt Nebel

Leipzig, Haus des Handwerks

Leipzig, Haus des Handwerks

Über die Lebensdaten und den Lebensweg von Curt Nebel waren keine Aufzeichnungen zu finden. Curt Nebel gehört zu den Architekten, die das Bild der Stadt Leipzig um 1900 prägten mit einer Mischung aus historistischer Formensprache und Jugendstil.

Zu den Bauten von Curt Nebel in Leipzig gehören:

  • 1887: Wohnhaus Poetenweg 7 Gohlis,
  • 1888: Wohnhaus Poetenweg 9 Gohlis,
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Leipziger Persönlichkeiten – Carl Friedrich Peters

Ein typischer Innentitel einer Ausgabe der Edition Peters, ca. 1890

Ein typischer Innentitel einer Ausgabe der Edition Peters, ca. 1890

Carl Friedrich Peters wurde am 30. März 1779 in Leipzig geboren. 1814 erwarb Peters das 1800 von dem Komponisten Franz Anton Hoffmeister und dem Organisten Ambrosius Kühnel in Leipzig gegründete „Bureau de Musique“.

Das Programm des Verlags C.F. Peters umfasste unter anderem Sammlungen von Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Rodolphe Kreutzer und Louis Spohr. Nach dem Tod von Carl Friedrich Peters 1827 ging der Verlag auf dessen minderjährige Tochter Anna über. Der Vormund von Anna Peters veräußerte 1828 den Verlag an Carl Gotthelf Böhme.

Carl Friedrich Peters starb am 20. November 1827 in Pirna.

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Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b8/Edition_Peters-Beethoven.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Rudolf Oelzner

Sportlerplastik „Speerwerfer“, vor der ehem. DHfK in LeipzigRudolf Oelzner wurde am 25. Mai 1906 in Taucha geboren. Dem Sohn eines Schlossers und Kunstschmieds wurde eine Bäckerlehre wegen schwacher körperlicher Konstitution verwehrt. 1920 begann Oelzner eine Lehre zum Holzbildhauer. Von 1926 bis 1929 studierte Rudolf Oelzner an der Staatlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in der Klasse für Bildhauerei bei Alfred Thiele und in den Werkstätten für Buch- und Steindruck derselben Schule bei Georg Alexander Mathéy.

Um sein Studium zu finanzieren, führte Oelzner verschiedene Arbeiten aus. So lernte er bei der Mitarbeit an der Erstellung der Kulissen der Raubtierfreigehege im Leipziger Zoo nach dem Zementgussverfahren für sein späteres Wirken die Möglichkeiten des Betons als plastisches Material kennen. Ab 1930 entstanden in der Lutherstraße in Leipzig Oelzners erste Kleinplastiken – Tiere, Medaillen und Sportpreise. 1931 nahm Rudolf Oelzner mit zwei Werken an einer Ausstellung des Leipziger Künstlerbundes teil, dessen Mitglied er bis zu seiner Auflösung 1934 war.

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Leipziger Persönlichkeiten – Theodor Mommsen

Theodor Mommsen

Theodor Mommsen

Christian Matthias Theodor Mommsen wurde am 30. November 1817 in Garding in einer Pfarrerfamilie geboren. Der Vater weckte früh bei seinen Kindern das Interesse an den antiken Klassikern. Nach Privatunterricht besuchte Theodor Mommsen ab 1835 das Christianeum in Altona und begann im Mai 1838 an der Universität Kiel ein Jurastudium. 1839 lernte er den späteren Dichter Theodor Storm kennen und teilte sich mit ihm zeitweise die Wohnung.

Mit Storm und seinem jüngeren Bruder Tycho Mommsen veröffentlichte Theodor Mommsen 1843 das „Liederbuch dreier Freunde“, Mommsen widmete sich Studien zum Römischen Recht fast ausschließlich der Alten Geschichte.

Theodor Mommsen strebte eine wissenschaftliche Karriere an. Seinen Lebensunterhalt musste er ab zunächst als Aushilfslehrer an zwei Mädchenpensionaten bestreiten. 1844 erhielt er ein Reisestipendium, das ihn nach Frankreich und Italien führte, wo er sich mit römischen Inschriften beschäftigte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Tobias Michael

Eintrag von Tobias Michael in das Album Amicorum von Burchard Großmann, 1625

Eintrag von Tobias Michael in das Album Amicorum von Burchard Großmann, 1625

Tobias Michael wurde am 13. Juni 1592 in Dresden geboren. Der Sohn eines Komponisten war seit 1601 Kapellsänger am Dresdner Hof. Ab 1609 besuchte Michael die Klosterschule in Schulpforta, studierte in Leipzig und Wittenberg Theologie. 1619 wurde Tobias Michael Kapellmeister der Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen in der Trinitatiskirche in Sondershausen.

1631 wurde Tobias Michael Nachfolger von Johann Hermann Schein als Thomaskantor der Thomasschule zu Leipzig. Von Tobias Michael sind zwei Bände mit Motetten und geistlichen Konzerten unter dem Titel „Musikalische Seelenlust“ sowie sechs- bis achtstimmige Gelegenheitswerke überliefert.

Die Motette für seine eigene Begräbnisfeier komponierte Tobias Michael mehrere Jahre vor seinem Tod am 26. Juni 1657 in Leipzig.

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Bildquelle: Von Tobias Michael – http://resolver.kb.nl/resolve?urn=EuropeanaTravel:133C14_B:182_1r, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41641402

Leipziger Persönlichkeiten – Wolfgang Tiefensee

Wolfgang Tiefensee

Wolfgang Tiefensee

Wolfgang Erwin Bernhard Tiefensee wurde am 4. Januar 1955 in Gera geboren. Der Sohn des Komponisten Siegfried Tiefensee erhielt frühzeitig Instrumentalunterricht. 1973 erwarb Wolfgang Tiefensee sein Abitur und 1974 den Berufsabschluss als Facharbeiter für Nachrichtentechnik. Nach dem Wehrdienst als Bausoldat begann er sein Studium an der Ingenieurschule für Elektronik und Informationsverarbeitung in Görlitz und wurde 1979 Ingenieur für Industrielle Elektronik.

1979 bis 1986 arbeitete Tiefensee als Entwicklungsingenieur in der Abteilung Forschung und Entwicklung des VEB Fernmeldewerk Leipzig. Von 1986 bis 1990 war Wolfgang Tiefensee Entwicklungsingenieur in der Sektion Elektroenergieanlagen der Technischen Hochschule Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Valentin Schumann

Buchdruck im 16. Jahrhundert

Buchdruck im 16. Jahrhundert

Das Geburtsdatum von Valentin Schumann ist nicht bekannt. Von 1514 bis 1543 wirkte Valentin Schumann als Buchdrucker in Leipzig.

1516 gründete er seine eigene Druckerwerkstatt und gab klassische Werke, theologische Bücher, Neuigkeitsberichte, musiktheoretische und humanistische Schriften heraus. Schumann veröffentlichte Nachdrucke von Reuchlin, Ulrich von Hutten, Erasmus von Rotterdam und Philip Melanchthon. Valentin Schumann war der erste Leipziger Drucker, der griechische und hebräische Lettern setzte. Zwischen 1523 und 1526 war Valentin Schumann in Wittenberg tätig.

Valentin Schumann starb 1543 in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Wiglaf Droste

Wiglaf Droste

Wiglaf Droste

Wiglaf Droste wurde am 27. Juni 1961 in Herford geboren. Der Sohn eines Lehrers besuchte das Bielefelder Gymnasium Heepen und zog 1983 nach Berlin. Sein Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaften brach Droste nach fünf Wochen ab und arbeitete in diversen Aushilfsjobs.

Wiglaf Droste schrieb Beiträge für das Spandauer Volksblatt, das Berliner Stadtmagazin tip und die taz. Mit Kommunikaze veröffentlichte Wiglaf Droste 1989 sein erstes Buch, verfasste Beiträge für den WDR und war von 1989 bis 1991 Redakteur des Satiremagazins Titanic. 1991 war Droste Mitgründer das „Benno-Ohnesorg-Theater“. Wiglaf Droste wurde vor allem als Satiriker bekannt. Er sei, hatte Droste der „jungen welt“ erklärt, Kommunist geworden, „anders ist das alles nicht auszuhalten.“

Ab 2006 lebte Wiglaf Droste vorwiegend in Leipzig, heiratete 2017 und zog nach Pottenstein in Oberfranken. Wiglaf Droste starb am 15. Mai 2019 in Pottenstein.

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Bildquelle: Pithecanthropus – Eigenes Werk, Der deutsche Autor und Sänger w:de:Wiglaf Droste; https://de.wikipedia.org/wiki/Wiglaf_Droste#/media/Datei:Wiglaf_Droste2.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Wilhelm Ostwald

Wilhelm Ostwald

Wilhelm Ostwald

Friedrich Wilhelm Ostwald wurde am 21.August 1853 in Riga geboren. Der zweite von drei Söhnen eines Böttchermeisters besuchte das Realgymnasium in Riga und begann 1872 ein Chemiestudium an der Universität Dorpat. 1880 wurde Wilhelm Ostwald zum Privatdozenten für physikalische Chemie an der Universität Dorpat ernannt und arbeitete ab 1880 auch als Lehrer für Physik, Mathematik und Chemie an einer Mittelschule.

1881 wurde Ostwald Professor am Polytechnikum von Riga. 1887 berief der sächsische Kultusminister Ostwald auf den Lehrstuhl für physikalische Chemie an der Universität Leipzig. 1898 konnte Wilhelm Ostwald sein neues Physikalisch-chemisches Institut einweihen. 1901 erwarb Ostwald ein Grundstück mit einem Sommerhaus in Großbothen bei Grimma.

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Leipziger Persönlichkeiten – Wolfgang Amadeus Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Januar in Salzburg geboren. Bereits im Alter von vier Jahren erhielten Mozart und seine fünf Jahre ältere Schwester Maria Anna vom Vater den ersten Musik- und allgemeinbildenden Unterricht in Klavier, Violine und Komposition. 1762 trat Wolfgang Amadeus Mozart zum ersten Mal auf, erste Konzertreisen fanden 1762 nach München, Passau und Wien statt.

1789 weilte Wolfgang Amadeus Mozart auf Durchreise zweimal in Leipzig, besuchte den Thomaskantor Friedrich Doles und musizierte mit ihm auf der Orgel der Thomaskirche. Mozart dirigierte während der Amtszeit von Johann Gottfried Schicht das Gewandhausorchester und brachte eigene Kompositionen zu Gehör. Mozarts „Don Giovanni“ wurde in Leipzig 1789 zum ersten Mal aufgeführt. Die „Hochzeit des Figaro“ 1788, die Zauberflöte 1793.

Wolfgang Amadeus Mozart starb am 5. Dezember 1791 in Wien. In der Südvorstadt ist eine Straße nach ihm benannt.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Amadeus_Mozart#/media/Datei:Wolfgang-amadeus-mozart_1.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Hermann Bernhard Obst

Sonderbriefmarke von 1994 zum 125-jährigen Bestehen des Museums für Völkerkunde Leipzig

Sonderbriefmarke von 1994 zum 125-jährigen Bestehen des Museums für Völkerkunde Leipzig

Hermann Bernhard Obst wurde am 16. Januar 1837 in Leipzig geboren. Nach dem Besuch des Nikolaigymnasiums studierte Obst an der Universität Leipzig Medizin und arbeitete am Anatomischen Institut der Universität und als Theaterarzt.

Hermann Bernhard Obst war Initiator des Aufrufs zum Kauf der ethnologischen Sammlung von Gustav Klem aus Dresden. Diese Sammlung bildete den Grundstock für das Völkerkundemuseum in Leipzig. Von 1874 bis 1883 war Hermann Bernhard Obst 2. Vorsitzender des Vereins des Museums für Völkerkunde zu Leipzig und ab 1883 Direktor des Museums.

Hermann Bernhard Obst unternahm ausgedehnte Reisen nach Südrussland, auf die Halbinsel Krim, in den Kaukasus, nach Armenien und Turkestan. Von seinen Reisen brachte er Exponate für das Museum mit.

Hermann Bernhard Obst starb am 16. Mai 1906 in Leipzig.

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Bildquelle: Von Georg Emanuel Opiz – Beurret & Bailly, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20895492

Leipziger Persönlichkeiten – Wolfgang Natonek

Denkmal „Nie wieder Krieg“ am Fort Zinna Torgau

Denkmal „Nie wieder Krieg“ am Fort Zinna Torgau

Wolfgang Natonek wurde am 3. Oktober 1919 in Leipzig geboren. Der Sohn des Publizisten und Weltbühnen-Autors Hans Natonek konnte wegen der Emigration seines Vaters Hans Natonek 1938 nur unter Schwierigkeiten das Abitur ablegen. Natonek begann ein Studium der Veterinärmedizin, wurde nach drei Semestern einberufen, aber schon 1940 als „wehrunwürdig“ wieder entlassen und zur Zwangsarbeit verpflichtet. In Leipzig konnte Wolfgang Natonek drei geflohenen sowjetischen Kriegsgefangenen helfen, sich bis zum Ende des Krieges zu verstecken.

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Leipziger Persönlichkeiten – Georg Emanuel Opiz

Georg Emanuel Opiz - Der Völler, 1804

Georg Emanuel Opiz – Der Völler, 1804

Georg Emanuel Opiz wurde am 4. April 1775 in Prag geboren. Er besuchte ab 1789 das Akademische Gymnasium in Prag und absolvierte ein kurzes Jura-Studium. 1793 kam Georg Emanuel Opiz nach Dresden. Um sich im Zeichnen und Malen zu vervollkommnen erhielt Opiz Unterricht bei Giovanni Battista Casanova. 1798 reiste Opiz erstmals nach Karlsbad, um vermögende Kurgäste zu porträtieren. Um 1800 war Opiz in Hamburg, Bremen und Wien.

1805 ließ sich Georg Emanuel Opiz in Leipzig nieder und fertigte zunächst meist Bildnisminiaturen an. Wohl im Gefolge der siegreichen Koalitionstruppen gelangte Opiz 1814 nach Paris, wo zwei großformatige Radierungen „Der Sturz des Bildnisses Napoleons von der Vendôme-Säule am 8.4.1814“ und „Kosakenlager in den Champs-Elysées“ entstanden.

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Leipziger Persönlichkeiten – Gustav II. Adolf von Schweden

Gustav II. Adolf von Schweden

Gustav II. Adolf von Schweden

Gustav II. Adolf wurde am 9. Dezember 1594 in Stockholm geboren. Der Sohn aus der Familie der Wasa stieg schon frühzeitig in das öffentliche Leben ein. Mit acht Jahren nahm Gustav Adolf auf Wunsch des Vaters an Sitzungen des Senats teil, im Alter von zwölf Jahren hatte er öffentliche Auftritte, als fünfzehnjähriger hielt er seine erste Thronrede.

Gustav Adolf erhielt eine gründliche humanistische, politische und militärische Erziehung. 1611 bestieg der erst 17jährige den Thron in Schweden und übernahm ein verarmtes Land, das in einen tiefen Konflikt mit seinem Nachbarn Dänemark verstrickt war.

Gustav Adolf führte nach dem Friedensschluss mit Dänemark Kriege gegen Russland und Polen. Den Vormarsch des kaiserlich-katholischen Lagers in den Norden Deutschlands mit Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges 1618 beobachtete Gustav Adolf mit Sorge. Als König Christian IV. von Dänemark 1626 unterlag, griff Gustav Adolf 1628 an der Seite des dänischen Königs ein, als Wallenstein begann, die strategisch wichtige und auf ihre Eigenständigkeit pochende Stadt Stralsund zu belagern. Wallenstein brach die Belagerung Stralsunds ergebnislos ab, Gustav Adolf erzwang einen Bündnisvertrag mit Stralsund, so dass die Stadt ihre Eigenständigkeit verlor.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Nietzsche

Friedrich Nietzsche

Friedrich Nietzsche

Friedrich Wilhelm Nietzsche wurde am 15. Oktober 1844 in Röcken geboren. Nietzsche kam 1865 von seinem Studium in Bonn nach Leipzig und ließ sich an der Universität Leipzig zum Studium der Philosophie immatrikulieren.

Friedrich Nietzsche beteiligte sich 1866 an der Gründung des Klassisch-philologischen Vereins an der Universität Leipzig und hielt im Vereinszimmer der Restauration Löwe in der Nikolaistraße seinen ersten öffentlichen Vortrag. Bedeutend war für Nietzsche sein erstes Zusammentreffen mit Richard Wagner 1868 in Leipzig.

1869 ging Friedrich Nietzsche an die Universität Basel. 1882/83 weilte Friedrich Nietzsche erneut in Leipzig und wohnte in der Auenstraße 32.

Friedrich Nietzsche starb am 25. August 1900 in Weimar. In Gohlis-Nord ist eine Straße mach ihm benannt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Arthur Nikisch

Arthur Nikisch

Arthur Nikisch

Arthur Nikisch wurde am 12. Oktober 1855 in Mosonszentmiklós geboren. Sein Vater stammte aus Schlesien, die Mutter aus Wien. Nikisch studierte am Konservatorium in Wien Violine, Klavier und Komposition. Zwischen 1872 und 1877 wirkte Arthur Nikisch als Geiger in verschiedenen Orchestern.

Von 1878 bis 1889 war Arthur Nikisch 1. Kapellmeister des Leipziger Stadttheaters, 2. Kapellmeister war Gustav Mahler. Am 30. Dezember 1884 dirigierte Arthur Nikisch die Uraufführung von Anton Bruckners 7. Sinfonie am Leipziger Neuen Theater am Augustusplatz.

Nikisch war in der Folgezeit Chefdirigent des Boston Symphony Orchestra und Direktor der Königlichen Ungarischen Oper in Budapest. 1895 wurde Nikisch Nachfolger von Carl Reinecke als Gewandhauskapellmeister in Leipzig und führte dieses Amt bis zu seinem Tod. Im Herbst 1895 wurde Nikisch zum Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker berufen. Unter seiner Leitung nahmen die Berliner Philharmoniker 1913 als erste eine komplette Tonaufnahme der 5. Sinfonie von Ludwig van Beethoven auf.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friederike Caroline Neuber

Friedrike Caroline Neuber

Friedrike Caroline Neuber

Friederike Caroline Neuber, die Neuberin geb. Weißenborn, wurde am 9. März 1697 in Reichenbach im Vogtland geboren. Von ihrer bereits 1705 verstorbenen, sehr gebildeten Mutter, erhielt sie Unterricht in Lesen, Schreiben und Französisch. Ihre Jugendzeit verbrachte Friedrike Caroline Neuber in Zwickau.

1717 floh die Neuberin vor ihrem tyrannischen Vater mit ihrem Geliebten Johann Neuber und beide schlossen sie sich der Spiegelberg’schen Schauspielertruppe in Weißenfels an. Hier stand sie im Schloss Neu-Augustusburg erstmals mit ihrem Mann auf der Bühne.

1717 spielte die Truppe von Christian Spielberg in Blankenburg (Harz). 1718 heiratete Friedrike Caroline und Johann im Braunschweiger Dom, wechselten zur Haack-Hoffmann’schen Truppe, die sie 1727 neu organisierten und daraus die Neuber’sche Komödiantengesellschaft in Leipzig gründeten, die am 8. August 1727 das Privileg der königlich-polnischen und kurfürstlich-sächsische Hofkomödianten erhielt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Christian Gottlob Neefe

Christian Gottlob Neefe

Christian Gottlob Neefe

Christian Gottlob Neefe wurde am 5. Februar 1748 in Chemnitz geboren. Der Sohn einer alteingesessenen Handwerkerfamilie kam im Alter von 12 Jahren als Chorknabe an die Stadtkirche St. Jakobi in Chemnitz und erhielt dort seinen ersten musikalischen Unterricht Durch ein Stipendium der Stadt Chemnitz konnte Neefe mit 19 Jahren an der Universität Leipzig Jura studieren.

Während seines Studiums machte Christian Gottlob Neefe die Bekanntschaft von Johann Adam Hiller und konnte als Student schon kleinere Arbeiten in Hillers Zeitschrift „Wöchentliche Nachrichten, die Musik betreffend“ veröffentlichen. Hiller gründete 1771 seine Private Singschule in Leipzig, Neefe wurde einer seiner ersten Schüler.

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Leipziger Persönlichkeiten – Petrus Mosellanus

Petrus Mosellanus

Petrus Mosellanus

Petrus Mosellanus wurde 1493 als Peter Schade in Bruttig an der Mosel geboren. Er studierte von 1509 bis 1511 an der Universität zu Köln. 1515 kam Mosellanus an die Universität Leipzig. 1517 übernahm Mosellanus als Professor den Lehrstuhl für griechische Sprache.

Zu seinen Schülern zählten u.a. Julius von Pflug, Georgius Agricola, Joachim Camerarius der Ältere und Christoph Hegendorf. Im August lernte Petrus Mosellanus den Wittenberger Theologen Philipp Melanchthon kennen und beide entwickelten eine tiefe Freundschaft, trotz unterschiedlicher theologischer Auffassungen.

1519 hielt Mosellanus die Eröffnungsrede zur Leipziger Disputation zwischen dem katholischen Theologen Johannes Eck und den Reformatoren um Martin Luther und Andreas Bodenstein von Karlstadt. Mosellanus´ Versuch, zwischen den Parteien zu vermitteln, scheiterte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Mathieu Molitor

Mathieu Molitor

Mathieu Molitor

Mathieu Molitor wurde am 23. Mai 1873 in Pickließem in der Eifel geboren. Während seines Schulbesuchs zog die Familie häufig um in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg.
Von 1887 bis 1889 absolvierte Mathieu Molitor eine Lehre im Kanal- und Eisenbahnbau, war danach Vermessungsgehilfe, Zeichner und Bauschreiber im Tiefbauamt Köln.

Molitor absolvierte eine Lehre bei dem Dekorationsmaler Manza in Köln. 1893 bekam er eine leitende Stellung in einem Kölner Malergeschäft, leitete dort Gesellen an und schuf seine ersten selbstständigen Arbeiten, u. a. 12 Deckengemälde für das Café Maximilian in Köln. 1894 ging Mathieu Molitor an die Großherzoglich-Sächsische Kunstschule in Weimar, kam 1898 nach Leipzig und arbeitete für den Musikverlag Breitkopf & Härtel und den Schulbildverlag F. E. Wachsmuth.

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Leipziger Persönlichkeiten – Sighard Gille

Ausschnitt aus dem Deckengemälde "Lied vom Leben" von Sighard Gille im Gewandhaus Leipzig

Ausschnitt aus dem Deckengemälde „Lied vom Leben“ von Sighard Gille im Gewandhaus Leipzig

Sighard Gille wurde am 25. Februar 1941 in Eilenburg geboren. Nach seinem Studium von 1965 bis 1970 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer erwarb Gille das Diplom für Malerei.

Von 1973 bis 1976 war Sighard Gille Meisterschüler bei Bernhard Heisig an der Deutschen Akademie der Künste in Berlin und von 1976 bis 1980 Assistent an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig im Fachbereich Malerei. Seit 1993 lehrte Sighard Gille an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig als Professor.

1980/81 schuf Sighard Gille für die Foyers des Gewandhauses Leipzig das Deckengemälde „Gesang vom Leben“, mit einer Fläche von 712 m² das größte Deckengemälde in Europa. 1979 erhielten Sighard Gille und Wolfgang Peuker den Auftrag, das Deckengemälde im Gewandhaus gemeinsam auszuführen. Die Künstler hatten sich die Fläche aufgeteilt, da ein gemeinsames Malen nicht möglich war. Nach den ersten Entwürfen verlangte der Auftraggeber eine einheitliche Handschrift für die gesamte Fläche, so dass der Auftrag an Sighard Gille ging. Wolfgang Peuker schuf ein Gemälde an der unteren senkrechten Wand, die ursprünglich nicht für eine Malerei vorgesehen war. Der Auftraggeber war mit Peukers Werk an dieser zentralen Stelle nicht einverstanden, sein Auftrag wurde storniert und Peuker erhielt einen neuen Auftrag für ein Deckengemälde im Bachmuseum. Das unfertige Gemälde Peukers wurde überstrichen und verschalt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Julius Motteler

Julius Motteler

Julius Motteler

Julius Motteler wurde am 18. Juni 1838 in Esslingen am Neckar geboren. Nach seiner Schulzeit in Esslingen lernte er Tuchmacher, Buckskinweber und Kaufmann und arbeitete zunächst als Buchhalter und Werkführer in Augsburg. 1859 bis 1867 war Motteler Buchhalter und Disponent bei der „Vigonespinnerei Wolf & Kirsten“ in Crimmitschau.

1860 trat Julius Motteler dem liberalen Deutschen Nationalverein bei und war 1863 an der Gründung eines Arbeiterbildungsvereins in Crimmitschau beteiligt. Die Gründung löste eine Bewegung in ganz Deutschland aus. Im 1863 gegründeten Verband Deutscher Arbeitervereine betrieb Motteler die Trennung von der liberalen „Bourgeoisie“. Er trat für das von Karl Marx ausgearbeitete Programm der Ersten Internationale als programmatische Grundlage ein. 1866 war Julius Motteler Mitbegründer der Sächsischen Volkspartei, 1867 war er Mitgründer des Crimmitschauer Republikanischen Volksvereins. Motteler war maßgeblich an der Entsendung von Arbeitervertretern in den Reichstag des Norddeutschen Bundes beteiligt. 1869 nahm Julius Motteler zusammen mit August Bebel an der Gründung der SDAP in Eisenach teil und gründete kurz danach eine Ortsgruppe in Crimmitschau.

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Leipziger Persönlichkeiten – Carl Wilhelm Müller

Carl Wilhelm Müller

Carl Wilhelm Müller

Carl Wilhelm Müller wurde am 15. September 1728 in Knauthain geboren. Müller besuchte die Fürstenschule Pforta, studierte von 1741 bis 1750 an der Universität Leipzig Rechtswissenschaften, Geschichte und Philosophie und arbeitete als Anwalt am Oberhofgericht in Leipzig. Carl Wilhelm Müller gründete einen literarischen Gesprächskreis, verfasste Gedichte und gab in Zusammenarbeit mit Christian Felix Weiße einen Gedichtband heraus.

1759 wurde Müller Mitglied des Rats der Stadt Leipzig, ab 1771 fungierte er als Stadtrichter, wurde 1775 Vorsteher der Ratsbibliothek und 1776 Stadtbaumeister, 1778 wurde Müller zum Fürstlichen Geheimen Kriegsrat ernannt. 1778 wurde Carl Wilhelm Müller zum ersten Mal zum Bürgermeister von Leipzig gewählt, es schlossen sich weitere Amtszeiten an 1778/79, 1781/82, 1784/85, 1786/87, 1788/89, 1790/91, 1792/93, 1794, 1795/96, 1797/98 und 1799/1800.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ignaz Moscheles

Ignaz Moscheles

Ignaz Moscheles

Ignaz Isaak Moscheles wurde am 23. Mai 1794 in Prag geboren. Der Sohn jüdischer Elternstudierte am Prager Konservatorium und später in Wien, u.a. bei Antonio Salieri. 1824 unterrichtete Moscheles den jungen Felix Mendelssohn Bartholdy, woraus eine lebenslange Freundschaft entstand. Ignaz Moscheles war auch befreundet mit Ludwig van Beethoven.

Ignaz Moscheles lebte bis 1846 in London, bereiste in den Wintermonaten den Kontinent, wo er auch Klavierkonzerte gab. 1846 übernahm Ignaz Moscheles auf Einladung von Felix Mendelssohn Bartholdy die Klavierklasse am 1843 gegründeten Leipziger Konservatorium. Moscheles ging der Ruf voraus, einer der hervorragendsten Klaviervirtuosen Europas zu sein.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Burghard Raabe

Grimmaischer Steinweg und Johannisgasse in Leipzig um 1790

Grimmaischer Steinweg und Johannisgasse in Leipzig um 1790

Johann Burghard Raabe wurde 1686 in Wolfenbüttel geboren. 1720 erlangte Raabe das Bürgerrecht in Leipzig. Johann Burghard Raabe führte neue Fertigungsmethoden bei der Verarbeitung von einheimischen Rohmaterialien ein.

Er ließ sich Unterlagen von Seidenzwirnmaschinen aus Italien, England und Frankreich zukommen und baute in der Johannisgasse in Leipzig eine Seidenzwirnmühle. Nach deren erfolgreicher Arbeit ließ Raabe in Mahitzschen bei Torgau eine Seidenzwirnmühle mit ca. 80.00 Spulen bauen. Johann Burghard Raabe erhielt ein königliches Privileg, das ihm für 30 Jahre die alleinigen Rechte in Sachsen sicherte. Die Erzeugnisse der Manufaktur Raabes, u.a. Damast, wurden bis nach Polen und Österreich exportiert.

Johann Burghard Raabe starb am 23. April 1768 in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Horst Erich Wolter

Drugulins Schatzkästlein, Gestaltung H. E. Wolter 1937

Drugulins Schatzkästlein, Gestaltung H. E. Wolter 1937

Horst Erich Wolter wurde am 26. August 1906 im Memel geboren. Nach einer Schriftsetzerlehre siedelte Wolter 1925 nach Leipzig über und arbeitete bei Schelter & Giesecke, danach in der Offizin Poeschel & Trepte.

Zwischen 1925 und 1930 absolvierte Horst Erich Wolter an der Abendschule der Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig ein Studium und wurde Setzerleiter in der Offizin Haag-Drugulin. Zwischen 1948 und 1971 war Wolter künstlerischer Leiter der Offizin Andersen-Nexö in Leipzig. In dieser Zeit erwarb der Druckereibetrieb ca. 300 Mal die Auszeichnung „Schönstes Buch der DDR“. Horst Erich Wolter gehörte zu den führenden Buchkünstlern der DDR und wirkte viele Jahre als Vorsitzender der Jury. Wolter erhielt für seine Leistungen auf der Weltausstellung in Paris 1937 die Goldmedaille und das Diplom d´Honneur. 1959 verlieh ihm die Stadt Leipzig den Gutenberg-Preis.

Horst Erich Wolter starb am 14. Februar 1984 in Altenburg.

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Quelle: www.leipzig-lexikon.de;
Bildquelle: Von Offizin Andersen Nexö – Offizin Andersen Nexö, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14770798

Leipziger Persönlichkeiten – Christlob Mylius

Winter auf dem Brocken

Winter auf dem Brocken

Christlob Mylius wurde am 11. November 1722 in Reichenbach bei Kamenz geboren. Der Sohn eines Pfarrers studierte 1742 Medizin an der Universität Leipzig und war in Leipzig an der Edition verschiedener Zeitschriften beteiligt.

Als Mediziner machte Mylius wenig von sich reden. Zu seinem Umfeld zählten Johann Christoph Gottsched und sein Vetter Gotthold Ephraim Lessing, doch Mylius erwarb sich auch im poetisch-literarischen Bereich keine großen Verdienste.

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Leipziger Persönlichkeiten – Karl Hermann Albrecht

Ratsfreischule Leipzig um 1850

Ratsfreischule Leipzig um 1850

Karl Hermann Albrecht wurde am 4. April 1823 in Leipzig als Sohn eines Beutlers geboren. Nach dem Besuch der Ratsfreischule und des Nikolaigymnasiums studierte Albrecht Rechtswissenschaften und neue Sprachen an der Universität Leipzig.

Zwischen 1848 und 1872 war Karl Hermann Albrecht Lehrer im Hauschildschen Gesamtgymnasium. Zusammen mit Robert Blum stand Albrecht 1848 mit an der Spitze bei der Gründung des Vaterlandsvereins. Nach seiner Teilnahme beim Maiaufstand in Dresden 1848 wurde Albrecht inhaftiert und war ab 1854 wieder als Lehrer tätig.

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Leipziger Persönlichkeiten – August Eberhard Müller

August Eberhard Müller

August Eberhard Müller

August Eberhard Müller wurde am 13. Dezember 1767 in Northeim geboren. Er erhielt ersten Musikunterricht durch seinen Vater, ein Organist, und trat bereits als Achtjähriger öffentlich auf. Müller kam dann als Schüler von Johann Christoph Friedrich Bach, Sohn von Johann Sebastian Bach, nach Bückeburg und war dort bis 1788 auch Organist der Ulrichskirche.

Seit 1789 wirkte August Eberhard Müller als Dirigent, Lehrer und Organist in Magdeburg. 1794 erhielt Müller die Stelle des Organisten an der Nikolaikirche in Leipzig. Müller gehörte zum Freundeskreis von Friedrich Rochlitz und war 1798 unter den Gründungsmitgliedern der von Rochlitz redigierten Leipziger „Allgemeinen musikalischen Zeitung“. 1800 wurde August Eberhard Müller Adjunkt des Thomaskantors Johann Adam Hiller und folgte Hiller im Amt nach dessen Tod 1804.

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Leipziger Persönlichkeiten – Herrmann Julius Meyer

Herrmann Julius Meyer

Herrmann Julius Meyer

Herrmann Julius Meyer wurde am 4. April 1826 in Gotha als Sohn des Verlagsbuchhändlers Joseph Meyer geboren. Nach einer Buchhändlerlehre arbeitete Meyer im 1826 von seinem Vater gegründeten Verlags, gegründet als Bibliographisches Institut in Gotha. Seit 1828 war der Sitz des Unternehmens in Hildburghausen.

1848 flüchtete Meyer in die USA und gründete 1849 eine Zweigniederlassung des Bibliographischen Instituts in New York, die bis 1854 bestand. Nach dem Tod seines Vaters übernahm Herrmann Julius Meyer 1856 den wirtschaftlich angeschlagenen Verlag und konsolidierte ihn. Besonders erfolgreich war Meyer mit den seit 1861 herausgegebenen Klassikerreihen und dem mehrfach neu aufgelegte Tierleben von Alfred Brehm.

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Leipziger Persönlichkeiten – Heinrich Cramer von Claußbruch

Aeckerleins Hof, später Hohmannsches Haus am Markt, 1710

Aeckerleins Hof, später Hohmannsches Haus am Markt, 1710

Heinrich Cramer von Claußbruch wurde 151 in Hattingen an der Ruhr geboren. Der aus einer Kaufmannsfamilie stammende von Claußbruch kam 1556 aus Arras in Frankreich nach Leipzig und erwarb das Bürgerecht. Von Leipzig aus betrieb er einen weitreichenden Großhandel mit Tuchen, Seiden- und Rauchwaren, Edelsteinen und Waffen.

1558 kaufte von Claußbruch den gegenüber dem Rathaus in Leipzig stehenden Handelshof Markt 11 mit Kaufkammern und Speichern, Aeckerleins Hof (nicht erhalten)

Seine Gewinne ermöglichten ihm die Eröffnung von Niederlassungen in Antwerpen und Köln und den Ausbau der Geschäfte nach Osteuropa. Ab etwa 1560 war Heinrich Cramer von Claußbruch fast ausschließlich im Metallhandel tätig mit Kupfer aus dem Mansfelder Land und Blei aus Goslar.

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Leipziger Persönlichkeiten – Gregor(ius) Ritzsch

Ritzsch, Gregorius: Geistlicher Myrrenpüschel, Sampt allerley edlen Trostlilien vnd Lebensfrüchten, beyde heurige vnd fernige, Cant. 7. v. 13.

Ritzsch, Gregorius: Geistlicher Myrrenpüschel, Sampt allerley edlen Trostlilien vnd Lebensfrüchten, beyde heurige vnd fernige, Cant. 7. v. 13.

Gregor Ritzsch wurde 1584 in Skytal in Böhmen geboren. 1600 kam er als 16jähriger Vollwaise zu seinem Onkel, dem Leipziger Buchdruckereibesitzer Michael Lantzenberger in die Lehre, ging dann auf die Wanderschaft und kehrte 1610 zurück nach Leipzig.

1612 übernahm Ritzsch die Druckerei. Unter seiner Leitung entwickelte sie sich zu einer der größten Druckereien Leipzigs und brachte Gregorius Ritzsch zu Vermögen und Ansehen. Sein Geld verdiente Ritzsch mit der Produktion einer beträchtlichen Zahl der damals modischen Leichenpredigten, die jeweils mit einem Anhang von Trauergedichten, den sogenannten Epicedien, versehen wurden. Er druckte auch die Kirchenlieder des Eilenburger Pfarrers Martin Rinckart.

Gregor Ritzsch war Verfasser zahlreicher Kirchenlieder von tiefer Frömmigkeit und Herausgeber ganzer Gesangbücher. Ritzschs Lyrik zeugt von den Ereignissen des Dreißigjährigen Krieges. Während der Belagerung Leipzigs durch die Schweden 1631 wurde auch die vor der Stadtmauer gelegene Druckerei von Gregorius Ritzsch in Mitleidenschaft gezogen. Sein Lied „Ich hab’ den Schweden mit Augen geseh[e]n, er tut mir wohl gefallen“ wurde von Clemens Brentano in „Des Knaben Wunderhorn“ aufgenommen. Zur Wiedereröffnung der Druckerei von Ritzsch 1633 präsentierte Paul Fleming eine umfangreiche Alexandrinerdichtung.
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Leipziger Persönlichkeiten – Georg Christian Reichel

Das Haus "Silberner Bär" in Leipzig um 1890

Das Haus „Silberner Bär“ in Leipzig um 1890

Georg Christian Reichel wurde 1717 oder 1727 in Mühlhausen/Thüringen geboren. Der Sohn des Chirurgus Christian Reichel in Mühlhausen kam 1747 an die Universität Leipzig, wurde 1754 Magister und 1756 magister legens.

1759 erwarb Reichel den medizinischen Doktorgrad. Ab 1765 wohnte Georg Christian Reichel im Haus zum Silbernen Bären, wo auch der Student Johann Wolfgang Goethe ein- und ausging. Reichel wurde von Goethe gelegentlich konsultiert, wenn er sich „wo nicht krank, doch unmustern fühlte“. Goethe hatte 1768 einen Blutsturz erlitten, den Reichel erfolgreich behandelte und ihm so das Leben rettete.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Hund

Friedrich Hund

Friedrich Hund

Friedrich Hermann Hund wurde am 4. Februar 1896 in Karlsruhe geboren. Der Sohn eines Eisenwaren- und Haushaltswarenhändlers ging in Karlsruhe, Erfurt und Naumburg an der Saale zur Schule und machte 1915 das Abitur.

Friedrich Hund studierte Mathematik, Physik und Geographie in Marburg und Göttingen. 1929 wurde Hund Professor für Mathematische Physik an die Universität Leipzig berufen und arbeite zusammen mit Werner Heisenberg. Am Uranprojekt im 2. Weltkrieg war Hund, im Gegensatz zu Heisenberg, nicht beteiligt. Nachdem Heisenberg 1942 nach Berlin ging, übernahm Friedrich Hund das Direktorat am Leipziger Institut für Physik.

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Leipziger Persönlichkeiten – David Salomon Magnus

Wasserwerk Connewitz um 1865

Wasserwerk Connewitz um 1865

David Salomon Magnus wurde am 29. Juli 1836 in Lyck/Ostpreußen geboren. Der Sohn eines Königsberger Großhandelskaufmanns für Textilhandel absolvierte ein technisches Studium und machte seine praktische Ausbildung in England und Frankreich.

1863 kehrte Magnus nach Leipzig zurück und kaufte die Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte Hamm in Eutritzsch. Neben landwirtschaftlichen Maschinen lieferte David Salomon Magnus für den Bau des Wasserwerks Connewitz 1866 Wasserhähne, Ventile, Hydranten und Schieber. 1872 wurde Magnus erstmals zum Gemeindevertreter der Israelitischen Religionsgemeinde gewählt. 1881 rückte er in den Vorstand auf und wirkte 1998 bis 1915 als deren Vorsteher.

David Salomon Magnus starb am 9. November 1915 in Leipzig.

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Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/10/Staedtisches_Wasserwerk_Leipzig_1865.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Christoph Spetner

Heinrich Schütz, porträtiert von Christoph Spätner, um 1660

Heinrich Schütz, porträtiert von Christoph Spätner, um 1660

Christoph Spetner, wurde 1617 in Stedten an der Quema geboren. 1654 wurde er Bürger von Leipzig und war ab 1664 Hofmaler des Herzogs Christian von Sachsen-Merseburg.

Zwischen 1664 und 1666 schuf Christoph Spetner 14 Historienbilder für die Nikolaikirche, die nach der Umgestaltung der Kirche verlagert wurden. 1670/1671 reparierte Spetner die Orgel in der Thomaskirche und wurde 1671 Obermeister der Malerinnung in Leipzig.

Von 1670 bis 1673 führte Spetner Malereien an der Kanzel und den Emporen der Kirche in Eutritzsch aus. 1684 schuf Christoph Spetner das Deckengemälde für den Fürstenstuhl in der Thomaskirche in Leipzig (nicht erhalten). Spetner schuf mehrere Gemälde Leipziger Superintendenten und Stadtrichter.

Christoph Spetner starb am 30. November 1699 in Leipzig.

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Quelle: https://www.leipzig-lexikon.de/;
Bildquelle: Von Christoph Spätner – Christoph Spätner, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=111512

Leipziger Persönlichkeiten – Albrecht Leistner

"Auferstehung" - Grabmal Böhme auf dem Südfriedhof leipzig von Albrecht Leistner

„Auferstehung“ – Grabmal Böhme auf dem Südfriedhof leipzig von Albrecht Leistner

Carl Albrecht Leistner wurde am 6. November 1887 in Leipzig geboren. Nach dem Besuch der Bürgerschule und des Realgymnasiums in Leipzig begleitete Leistner zunächst seinen Vater auf ausgedehnten Reisen durch ganz Deutschland, nach Skandinavien und nach Tirol.

1905 brach Albrecht Leistner zu einer mehrmonatigen Bildungsreise nach Italien auf. In Italien reifte sein Entschluss, sich ganz der Kunst zu widmen. Leistner studierte an der Leipziger Kunstakademie (heute Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig, HGB), u.a. bei Adolf Lehnert, anschließend studierte er zwei Semester Anatomie und bildete sich fortan autodidaktisch weiter.

Als freischaffender Künstler widmet sich Leistner der Hochgebirgsmalerei. 1902 wurde er auf der Turiner Weltausstellung mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet. In Leipzig gehörte Albrecht Leistner 1910 zu den Gründungsmitgliedern der Leipziger Sezession und rief mit seinem Freund Max Klinger die Leipziger Jahresausstellungen für Kunst ins Leben. Außerdem war Leistner Mitglied des Deutschen Künstlerbundes.

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Leipziger Persönlichkeiten – Wilhelm Rust

Wilhelm Rust

Wilhelm Rust

Friedrich Wilhelm Rust wurde am 15. August 1822 in Dessau geboren. Der Enkel des Komponisten Friedrich Wilhelm Rust studierte an der Dessauer Singakademie, war Schüler des Hofkapellmeisters Friedrich Schneider und seines Onkels Wilhelm Karl Rust.

Rust arbeitete als Privatlehrer einer adligen Familie in Ungarn. 1849 kehrte Wilhelm Rust nach Berlin zurück, wo er als Klavier-, Gesangs- und Kompositionslehrer wirkte. 1861 übernahm Rust die Stelle als Organist an der Lukaskirche in Volkmarsdorf und 1862 wurde er Leiter des Chores des Bachvereins.

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Leipziger Persönlichkeiten – Philipp Rosenthal

Philipp Rosenthal

Philipp Rosenthal

Philipp Rosenthal wurde am 6. März 1855 in Werl geboren. Der Sohn eines Porzellanhändlers wurde im väterlichen Betrieb ausgebildet und ging mit 18 Jahren in die USA. Auf seinen Geschäftsreisen stellte Rosenthal fest, dass bemaltes Porzellan, wie es die amerikanische Firma suchte, Mangelware war. 1879 kehrte er nach Deutschland zurück und beschloss, eine Porzellanmalerei zu eröffnen.

Seine erste Manufaktur eröffnete er mit zwei Malern in Schloss Erkersreuth und bezog weißes Porzellan von der Porzellanfabrik Lorenz Hutschenreuther aus Selb. Seinen Durchbruch erzielte Philipp Rosenthal mit dem Aschenbecher „Ruheplätzchen für brennende Zigarren“. Rosenthal verlegte das Unternehmen nach Selb und eröffnete 1889 eine eigene Porzellanfabrik.
Wegen seiner jüdischen Abstammung wurde Rosenthal aus dem Unternehmen verdrängt. Streitigkeiten in der Familie führten 1936 zur Entmündigung Rosenthals.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hans Meyer

Hans Meyer

Hans Meyer

Hans Heinrich Josef Meyer wurde am 22. März 1858 in Hildburghausen geboren. Der Sohn des Verlagsbuchhändlers Hermann Julius Meyer studierte Germanistik, Geschichte, Staatswissenschaften, Völkerkunde und Botanik an den Universitäten Leipzig, Berlin und Straßburg. 1884 übernahm Meyer mit seinem Bruder Arndt das Verlagsgeschäft des Vaters. Hans Meyer erhielt die Verantwortung für die wissenschaftliche Betreuung insbesondere des Gebiets der Geographie. Im Jahr 1881 trat Hans Meyer der Sektion Leipzig des Deutschen Alpenvereins bei.

1882 wurde Meyer von seinem Vater auf eine zweijährige Reise nach Ostasien und Nordamerika geschickt, 1887 bereiste er Ostafrika und begann mit der wissenschaftlichen Erforschung des Gebietes am Kilimandscharo. Der erste Versuch, den Kilimandscharo zu besteigen, brachte Hans Meyer bis an die Grenze der seinerzeit noch vorhandenen Eiskappe in 5.500 m Höhe. Meyer musste die Expedition abbrechen, bereiste aber noch das Tal des Kingani und Usaramo.

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Leipziger Persönlichkeiten – Otto Mencke

Otto Mencke

Otto Mencke

Otto Mencke wurde am 22. März 1644 in Oldenburg geboren. Der älteste Sohn eines Oldenburger Kaufmanns besuchte die Lateinschule in Oldenburg und das das Gymnasium in Bremen. An der Universität Leipzig studierte Mencke Philosophie und an der Universität Jena Theologie. Otto Mencke kehrte nach Leipzig zurück und wandte sich der Rechtswissenschaft zu. Eine Studienreise führte Mencke in die Niederlande und nach England.

Nach Leipzig zurückgekehrt, lehrte Otto Mencke als Privatdozent und war ab 1667 Beisitzer der Philosophischen Fakultät, 1669 erhielt er die Professur für praktische Philosophie, Moral und Politik. Mencke betrieb theologische Studien.

Besondere Verdienste erwarb sich Otto Mencke mit der Herausgabe der ersten deutschen Gelehrtenzeitschrift „Acta eruditorum“, die 1682 erstmals in Leipzig erschien. Vorbild war das französische „Journal des sçavans“. In dieser in Latein verfassten Monatszeitschrift wurden neue, vor allem naturwissenschaftliche Bücher, vorgestellt.
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Leipziger Persönlichkeiten – Arndt Meyer

Ausstellungseingang der BUGRA, Straße des 18. Oktober

Ausstellungseingang der BUGRA, Straße des 18. Oktober

Arndt Meyer wurde am 27. November 1858 in Hildburghausen geboren. Der Sohn des Verlagsbuchhändlers Herrmann Julius Meyer wurde 1884 Leiter des Bibliographischen Instituts Leipzig.

Meyer erwarb sich große Verdienste um das Zustandekommen der Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik (BUGRA) 1914 in Leipzig sowie um die Organisation des Reisebuchhandels.

Arndt Meyer starb am 26. November 1911 in Leipzig.

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Bildquelle: Von unbekannt (Postkarte Verlag Rudolf Schick & Co.) – Heinz-Jürgen Böhme, Günter Clemens: Bilderbogen – Leipziger Ansichtskartenserien von 1895 bis 1945, PRO LEIPZIG 2010, ISBN 978-3-936508-39-0, S. 259, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25310658

Leipziger Persönlichkeiten – Karl Rothe

Karl Rothe

Karl Rothe

Karl Wilhelm August Rothe wurde am 20. Februar 1865 in Leipzig geboren. Er besuchte zunächst die Erste Bürgerschule auf der Moritzbastei, wurde später Schüler an der Nikolaischule. Ab 1883 studierte Rothe neben Jura als Hauptfach Volkswirtschaft, Kunst und Archäologie, zunächst in München, dann an der Universität Leipzig.

Nach einer juristischen Tätigkeit in Wolkenstein und Leipzig war Karl Rothe von 1893 bis 1896 Stadtrat in Meißen, von 1896 bis 1901 Direktor der Leipziger Hypothekenbank, später Aufsichtsratsvorsitzender. 1899 kandidierte Rothe als Stadtverordneter in Leipzig und wurde 1909 Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung.

Am 2. Januar 1918 wurde Karl Rothe Oberbürgermeister der Stadt Leipzig. Rothe führte die Stadt erfolgreich durch die Jahre des Endes des 1. Weltkriegs, der Novemberrevolution, der Inflation und der beginnenden Weltwirtschaftskrise.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ernst Mey

Ernst Mey

Ernst Mey

Carl Ernst Mey wurde am 5. September 1844 in Niederschmiedeberg als erstes von 14 Kindern eines Lehrers und Kantors geboren. Von 1859 bis 1863 machte Mey eine Lehre als Bankkaufmann in Annaberg, arbeitete danach im Bankhaus Becker & Co. in Leipzig und war bis 1867 in internationalen Bankhäusern im Börsenhandel tätig.

In Paris erwarb Ernst Mey 1867 ein US-amerikanisches Patent für Papierkragen und Papiermanschetten, übernahm das Geschäft der bisherigen Inhaberin Gray’s American Moulded Paper Collar Co. und gründete die eigene Firma Ernst Mey & Co. 1868 wurde Meys Jugendfreund Bernhard Edlich Teilhaber, seitdem firmierte das Unternehmen als Mey & Edlich. 1869 verlegte Ernst Mey die Produktionsstätten von Paris nach Plagwitz.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Gottlob von Quandt

Johann Gottlob von Quandt

Johann Gottlob von Quandt

Johann Gottlob von Quandt wurde am 9. April 1787 in Leipzig geboren. Sein Vater, Kaufmann und Rittergutsbesitzer in Wachau bei Leipzig, ließ seinem Sohn eine hervorragende Bildung zukommen. Quandt bekam Privatunterricht in der Ölmalerei, in Architektur und Gartenkunst. 1811 unternahm Johann Gottlob von Quandt seine Grand Tour durch Italien.

Auf einer Reise nach Annaberg begeisterten ihn Bilder aus dem Marienleben nach dem Vorbild Albrecht Dürers, Quandt veröffentlichte in der „Zeitung für die elegante Welt“ einen Artikel darüber, der ihm weitere Aufträge einbrachte.

Johann Gottlob von Quandt war Besitzer der von seinem Großvater 1743 erbauten Tabaksmühle auf der Marienhöhe. 1813, während der Völkerschlacht bei Leipzig, nahm Napoleon die Mühle als Hauptquartier. An dieser Stelle steht heute der Napoleonstein.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hannelore Kohl

Hannelore Kohl

Hannelore Kohl

Johanna Klara Eleonore, genannt Hannelore, Kohl, geborene Renner wurde am 7. März 1933 in Berlin geboren. Ihr Vater war der Ingenieur des Rüstungskonzerns HASAG und späterer Wehrwirtschaftsführers Wilhelm Renner. 1933 zog die Familie nach Leipzig in die heutige Trufanowstraße 41. Hannelore Renner besuchte ab 1939 die 32. Volksschule und bestand im Herbst 1943 die Aufnahmeprüfung an der Gaudigschule in Gohlis.

Nach dem Luftangriff auf Leipzig im Dezember 1943 wurde Hannelore Renner zusammen mit ihrer Mutter zunächst nach Grimma, später nach Döbeln evakuiert. Bei einem weiteren Luftangriff auf Leipzig im Februar 1945 wurde das Elternhaus zerstört.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Gottfried Quandt

Die Quandtsche Tabaksmühle auf der Marienhöhe bei Leipzig

Die Quandtsche Tabaksmühle auf der Marienhöhe bei Leipzig

Johann Gottfried Quandt wurde am 26. November 1696 in Bad Düben geboren. Der Vater von Johann Gottlob Quandt ging ab 1709 in eine Buchhändlerlehre in Leipzig und arbeitete anschließend als Barbier, Diener und Schokoladenhersteller.

Ab 1726 widmete sich Johann Gottfried Quandt dem Tabakhandel und gründete 1734 am Brühl in der Heuwaage die erste Leipziger Tabakfabrik. 1729 erhielt er des Leipziger Bürgerrecht, kaufte 1743 auf der Marienhöhe Grund und Boden und errichtete eine „Holländische Maschinen-Windmühle, die Quandtsche Tabaksmühle. 1748 konnte sich Quandt Zotens Hof kaufen und mit dem Neubau von Quandts Hof beginnen. Quandts Sohn, Johann Gottlob, führte die Mühle erfolgreich weiter. Sein Enkel, Johann Gottlob, besaß die Tabaksmühle, die Napoleon als Hauptquartier diente während der Völkerschlacht bei Leipzig 1813.

Johann Gottfried Quandt starb am 29. September 1749 in Leipzig.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Quandtsche_Tabaksm%C3%BChle#/media/Datei:Quandtsche_Tabaksm%C3%BChle.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Joachim Ringelnatz

Joachim Ringelnatz

Joachim Ringelnatz

Joachim Ringelnatz wurde am 7. August 1883 in Wurzen als Hans Gustav Bötticher geboren. Sein Vater, Georg Bötticher, war ein Musterzeichner und später hauptberuflicher Verfasser von humoristischen Versen und Kinderbüchern sowie Mitglied der Leoniden in Leipzig. Die Mutter, Rosa Marie, zeichnete ebenfalls, entwarf Muster für Perlstickereien und stellte Puppenbekleidung her.

Der junge Ringelnatz eiferte in seinen ersten literarischen Produktionen seinem Vater nach, fühlte sich aber Zeit seines Lebens durch den akademischen Hintergrund des Vaters und dessen weite Kontakte eingeschüchtert und herausgefordert.

1886 zog die Familie Bötticher nach Leipzig. 1897 wurde Joachim Ringelnatz wegen schweren Disziplinvergehens vom König-Albert-Gymnasium geworfen und legte das Abitur in einer Privatschule ab. Seine Schulzeit war für Ringelnatz schwer, er sah in den Lehrern „respektfordernde Dunkelmenschen“ und wurde von den Mitschülern für sein seltsames Aussehen gehänselt. 1892 verfasste und illustrierte Joachim Ringelnatz sein frühestes erhaltenes Werk „Die Landpartie der Tiere“.

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Leipziger Persönlichkeiten – Felix Mendelssohn-Bartholdy

Felix Mendelssohn-Bartholdy

Felix Mendelssohn-Bartholdy

Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy wurde am 3. Februar 1809 in Hamburg geboren. Wegen der französischen Besetzung Hamburgs zog die Familie 1811 nach Berlin, wo Felix und seine Schwester Fanny den ersten Musikunterricht von ihrer Mutter erhielten.

Felix Mendelssohn-Bartholdy trat erstmals am 24. Oktober 1818 als Neunjähriger in der Öffentlichkeit auf. Im April 1819 trat er als Altsänger in die Sing-Akademie zu Berlin ein. 1820 begann Felix Mendelssohn-Bartholdy zu komponieren und schrieb in diesem Jahr fast 60 Werke, darunter Lieder, Klaviersonaten, ein Klaviertrio, eine Sonate für Violine und Klavier, Orgelstücke und sogar ein kleines dramatisches Stück in drei Szenen. 1821 schuf er fünf dreisätzige Streichersinfonien, vierstimmige Motetten und zwei einaktige Singspiele.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Burkhard Mencke

Johann Burkhard Mencke

Johann Burkhard Mencke

Johann Burckhardt Mencke, Pseudonym: Philander von der Linde, wurde am 8. April 1674 in Leipzig geboren. Der Sohn des Leipziger Ethik- und Politik-Professors Otto Mencke besuchte die Nikolaischule in Leipzig, studierte Philosophie und Theologie an der Universität Leipzig. Er reiste nach seinem Studium durch die Niederlande, Frankreich und England und erhielt als Nachfolger von Adam Rechenbergs 1699 die Professur in Geschichte an der Universität Leipzig. Zwischen 1707 und 1729 war Johann Burkhard Mencke für sechs Amtszeiten Rektor der Universität Leipzig.

Nach dem Tod seines Vaters übernahm Mencke 1707 die Herausgeberschaft der Zeitschrift „Acta Eruditorum“, ab 1715 gab er zudem die „Neuen Zeitungen von gelehrten Sachen“ heraus. Unter seinem Pseudonym Philander von der Linde schrieb Mencke Gedichte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Arthur Meiner

Arthur Meiner

Arthur Meiner

Arthur Meiner wurde am 26. Juni 1865 in Gohlis geboren. Nach dem Abitur begann Meiner 1885 eine Lehre als Verlagsbuchhändler bei der Firma Friedrich Volckmar in Leipzig, studierte ein Semester an der Universität Leipzig und verbrachte seine Militärzeit in Berlin. 1887 setzte Arthur Meiner seine Ausbildung in Koblenz und Paris sowie bei C. F. Amelang in Leipzig fort.

1890 kaufte er mit dem Erbe seiner Mutter den angeschlagenen Johann Ambrosius Barth Verlag und konsolidierte ihn mit großem kaufmännischem Geschick. Meiner erwarb die Rechte an Einzeltiteln und nach und nach sieben Verlage in Leipzig. Die Mitarbeiterzahl des Verlags stieg von drei auf ca. achtzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Christian Friedrich Rüdiger

Sternwarte im Turm der Pleißenburg im Jahr 1804

Sternwarte im Turm der Pleißenburg im Jahr 1804

Christian Friedrich Rüdigerwurde am 4. August 1760 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Lohgerbers besuchte die Nikolaischule in Leipzig. Rüdiger sollte Rechtswissenschaften studieren, studierte aber Naturwissenschaften an Universität Leipzig. Christian Friedrich Rüdiger lehrte als Privatdozent für Mathematik und Astronomie.

1791 wurde Rüdiger zum Observator der Universitätssternwarte auf der Pleißenburg in Leipzig und zugleich zum außerordentlichen Professor der Mathematik und Astronomie an die Philosophische Fakultät der Universität Leipzig bestellt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Kaiser Friedrich III.

Kaiser Friedrich III.

Kaiser Friedrich III.

Friedrich III. wurde am 21. September 1415 in Innsbruck geboren. Er stammte aus dem Friedrich Haus Habsburg war als Friedrich V. ab 1424 Herzog der Steiermark, von Kärnten und Krain, ab 1439 Herzog von Österreich, als Friedrich III. ab 1440 römisch-deutscher König und ab 1452 bis zu seinem Tod Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Die Regentschaft Friedrichs war die längste aller römisch-deutschen Kaiser.

Seit den 1470er Jahren wandte sich Friedrich III. verstärkt dem westlichen Reich zu, veränderte tiefgreifend die Strukturen und sicherte die Nachfolge für seinen Sohn Maximilian I.
Am 2. Februar 1440 wählten die Kurfürsten den 24jährigen Friedrich in Frankfurt am Main einstimmig zum römisch-deutschen König. Zu den wichtigsten Aufgaben des neuen Königs gehörten die Behebung gravierender Mängel im Bereich der Gerichts-, Wehr- und Finanzverfassung durch eine Neuverteilung der Herrschaftsgewalt zwischen dem König und den Reichsständen. Eine weitere Herausforderung stellte die Abwehr der Türken dar.

Kaiser Friedrich III. erließ 1466 ein Privileg, das Leipzig in eine Reihe mit süddeutschen und oberitalienischen Messeplätzen stellte – das Messerecht. Dieses Recht privilegierte sein Sohn, König Maximilian I., 1497 und erhob Leipzig damit zur Reichsmessestadt. 1507 hob ein zweites Privileg Leipzig endgültig aus den Handelsstädten der Region heraus, die Händler durften in einem Umkreis von 115 Kilometern um Leipzig keine Zwischenlager unterhalten, ihre Waren mussten in Leipzig angeboten werden.

Kaiser Friedrich III. starb am 19. August 1493 in Linz. Ob er in Leipzig weilte, ist nicht überliefert.

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Quelle: https://city-tourist.de/city-tourist.de-Leipzig-Messegeschichte.htm
Bildquelle: Von Hans Burgkmair der Ältere zugeschrieben – GalleriX, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38176508

Leipziger Persönlichkeiten – Ernst Rowohlt

Deutsche Erstausgabe, Berlin 1932, erschienen im Ernst Rowohlt Verlag

Deutsche Erstausgabe, Berlin 1932, erschienen im Ernst Rowohlt Verlag

Ernst Rowohlt wurde am 23. Juni 1887 in Bremen geboren. Er absolvierte nach Beendigung seiner Schulzeit eine Lehre im Bankhaus Carl F. Plump & Co. in Bremen, wurde anschließend Volontär in der Druckerei Breitkopf & Härtel in Leipzig.

1908 gründete Ernst Rowohlt den Rowohlt Verlag Paris-Leipzig und zog in das Vorderhaus der Offizin Drugulin in der Königstraße 10 (heute Goldschmidtstraße). Nach dem 1. Weltkrieg gründete Rowohlt den zweiten Rowohlt-Verlag, der bis 1943 bestand.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden 50 Prozent der lieferbaren Verlagswerke verboten, beschlagnahmt und verbrannt. Das Buch „Adalbert Stifter“ von Urban Roedl führte 1936 zum Berufsverbot von Ernst Rowohlt. Rowohlt reiste mit seiner Familie aus Deutschland über Zürich, Paris, London und Rotterdam nach Rio Grande in Brasilien.

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Persönlichkeiten – Arwed Roßbach

Arwed Roßbach

Arwed Roßbach

Max Arwed Roßbach wurde am 24. November 1844 in Plauen geboren. Er besuchte das Gymnasium und absolvierte eine halbjährige praktische Ausbildung im Bauhandwerk. Von 1862 bis 1866 studierte Roßbach an der Kunstakademie Dresden Architektur.

Nach kurzer Tätigkeit in Berlin unter dem Preußischen Oberbaurat Carl Ferdinand Langhans, ließ sich Arwed Roßbach 1871 in Leipzig nieder. Für die Universität Leipzig entwarf Arwed Roßbach die Universitätsbibliothek Albertina, gestaltete das Hauptgebäude am Augustusplatz um und schuf für die spätgotische Universitätskirche St. Pauli eine neogotische Fassade.

Zu seinen prägenden Bauten in Leipzig zählen das 1898 bis 1901 gebaute Gebäude der Leipziger Bank (heute Deutsche Bank) und die Taborkirche in Kleinzschocher. Arwed Roßbach entwarf mehrere Wohnhäuser, darunter das Roßbachhaus in der Beethovenstraße und Villen entlang der Karl-Tauchnitz-Straße im Musikviertel.

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Leipziger Persönlichkeiten – Emil Adolf Roßmäßler

Emil Adolf Roßmäßler

Emil Adolf Roßmäßler

Emil Adolf Roßmäßler wurde am3. März 1806 in Leipzig als das Älteste von sechs Kindern des Kupferstechers Johann Adolf Roßmäßler geboren. 1825 begann Roßmäßler ein Studium der Theologie an der Universität Leipzig. Neben seinem Studium beschäftigte sich Emil Adolf Roßmäßler mit Botanik. Roßmäßler war in diesem Fach so erfolgreich, dass man ihm bereits im zweiten Studienjahr die botanische Ausbildung der Apothekerlehrlinge übertrug.

Ab 1827 leitete Emil Adolf Roßmäßler botanische Exkursionen junger Apotheker und ging dann als Lehrer an eine Privatschule in Weida. Roßmäßler ging 1830 nach Tharandt, wurde Professor für Zoologie an der „Königlichen Akademie für Forst- und Landwirthe“ und beschäftigte sich mit dem Fichtenrüsselkäfer, der damals die Wälder in der Umgebung von Tharandt zerstörte. Zwei Jahre später veröffentlichte Roßmäßler seine „Systematische Übersicht des Tierreiches“ mit eigenen Zeichnungen und beschäftigte sich auch mit den Land- und Süßwasserweichtieren, besonders mit den Schnecken.

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Leipziger Persönlichkeiten – Carl Gottlieb Röder

Ehem. Notendruckerei C.G. Röder Reudnitz-Thonberg

Ehem. Notendruckerei C.G. Röder Reudnitz-Thonberg

Carl Gottlieb Röder wurde am 22. Juni 1812 in Stötteritz geboren. Er war zunächst als Bäcker tätig und lernte ab 1836 beim Musikverlag Breitkopf & Härtel in Leipzig das Handwerk des Notenstichs. Im Oktober 1846 gründete Röder in Leipzig eine eigene Druckerei in der Holzgasse (heute Sternwarten- straße) zum Stechen und Drucken von Musiknoten. Aus dieser Druckerei gingen die Firma Röder, C. G., graphische Anstalt sowie die C.G.Röder, KG hervor.
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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Friedrich Rochlitz

Johann Friedrich Rochlitz

Johann Friedrich Rochlitz

Johann Friedrich Rochlitz wurde am 12. Februar 1769 in Leipzig geboren. Er besuchte die Thomasschule, studierte von 1789 bis 1791 an der Universität Leipzig Theologie und Philosophie und war anschließend als Hauslehrer tätig. 1798 begründete Rochlitz die Allgemeine Musikalische Zeitung und war bis 1818 deren Redakteur.

Johann Friedrich Rochlitz war mit Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und E. T. A. Hoffmann und den Komponisten Louis Spohr und Carl Maria von Weber bekannt und befreundet. Rochlitz komponierte auch selbst, aber ohne Talent. Über Rochlitz´ „Introduction et Variations sur un Thème original“ d-Moll op. 7 für Klavier von 1836 schrieb Robert Schumann: „sähe aus ihnen nicht ein guter Wille, ein sichtliches Bemühen und dabei ein niedergedrücktes Wesen, das gern etwas in die Höhe möchte, heraus, so wären sie kaum einer Aufmunterung werth. Mich schlagen solche Compositionen förmlich nieder.“

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Georg Rosenmüller

Johann Georg Rosenmüller

Johann Georg Rosenmüller

Johann Georg Rosenmüller wurde am 18. Dezember 1736 in Ummerstadt bei Hildburghausen geboren. Seit 1768 war Rosenmüller als Pfarrer, Superintendent und Professor in Gießen tätig.1785 wurde er nach Leipzig berufen, war Pfarrer an der Thomaskirche und Ordinarius an der Universität Leipzig sowie Präsident des Oberkonsistoriums. 1793 wurde Johann Georg Rosenmüller auch Domherr des Hochstifts Meißen und 1806 Prälat.

Rosenmüller bekannte sich zum Rationalismus und führte verschiedene Reformen durch, so z.B. Abschaffung der Rangordnung der Kommunikation, der persönlichen Beichte und Anlegen von Messgewändern beim Abendmahl. 1787 führte Rosenmüller in der Thomaskirchein Leipzig erstmals eine allgemeine Beichte durch. 1793 führte Johann Georg Rosenmüller an der Ratsfreischule die Konfirmation der Jugendlichen ein. Gemeinsam mit dem Bürgermeister Carl Wilhelm Müller gab Rosenmüller 1796 ein neues Gesangbuch heraus und reformierte den Unterricht an der Thomasschule. Rosenmüller setzte sich für die Anerkennung der bürgerlichen und politischen rechte Andersdenkender ein. Johann Georg Rosenmüller stand in freundschaftlichem Kontakt zu Adam Friedrich Oeser und Johann Adam Hiller.

Johann Georg Rosenmüller starb am 14. März 1815 in Leipzig.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Georg_Rosenm%C3%BCller#/media/Datei:Johann_Georg_Rosenm%C3%BCller.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Julius Rietz

Julius Rietz

Julius Rietz

August Wilhelm Julius Rietz wurde am 28. Dezember 1812 in Berlin geboren. Der Sohn des Kammermusikers Johann Friedrich Rietz ließ sich bei Moritz Ganz und Bernhard Romberg zum Violoncellisten ausbilden und studierte Komposition bei Carl Friedrich Zelter.

Im Alter von 16 Jahren trat Rietz in das Orchester des Königsstädtischen Theaters ein und lernte durch seinen Bruder Felix Mendelssohn Bartholdy kennen. Nach Vermittlung von Mendelssohn Bartholdy kam Julius Rietz 1834 als zweiter Dirigent an das Theater nach Düsseldorf und wurde 1835 Nachfolger von Felix Mendelssohn Bartholdy als erster Dirigent und 1836 Städtischer Kapellmeister. Von 1847 bis 1854 war Rietz Theaterkapellmeister und übernahm die Leitung der Leipziger Singakademie. Von 1848 bis 1854 und von 1856 bis 1860 war Julius Rietz Dirigent des Gewandhausorchesters und Kompositionslehrer am Leipziger Konservatorium für Musik und Theater. Die Arbeiten von Julius Rietz sind stark von Felix Mendelssohn Bartholdy beeinflusst.

1860 wurde Julius Rietz als Hofkapellmeister nach Dresden berufen. Von 1874 bis 1877 leitete Julius Rietz die Redaktion der Breitkopf & Härtelschen Gesamtausgabe von Mendelssohns Werken.

Julius Rietz starb am 1. Oktober 1877 in Dresden.

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Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f0/Julius_Rietz.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Karl May

Karl May

Karl May

Karl Friedrich May (Carl Friedrich May) wurde am 25. Februar 1842 in Ernstthal geboren. Er besuchte die Volksschule in Ernstthal. Mays ehrgeiziger Vater wollte seinem Sohn bessere Chancen verschaffen, als er selbst gehabt hatte und zwang den Jungen, ganze Bücher abzuschreiben und trieb ihn zum Selbststudium wissenschaftlicher Werke. Karl May erhielt privaten Musik- und Kompositionsunterricht. Sein erstes Geld verdiente Karl May nach eigener Darstellung im Alter von zwölf Jahren als Kegeljunge.

Ab 1856 studierte Karl May am Lehrerseminar in Waldenburg und wurde 1860 wegen Unterschlagung von sechs Kerzen ausgeschlossen. Auf dem Gnadenweg wurde ihm ein Weiterstudium am Lehrerseminar Plauen ermöglicht. Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung war er zunächst als Hilfslehrer an der Armenschule in Glauchau und dann ab als Lehrer an der Fabrikschule der Firmen Solbrig und Clauß in Altchemnitz tätig. Karl Mays Laufbahn als Lehrer endete nach wenigen Wochen durch die Anzeige eines Zimmergenossen wegen „widerrechtlicher Benutzung fremder Sachen“ – May hatte dessen Reserve-Taschenuhr mit Erlaubnis im Unterricht benutzt, aber ohne Absprache mit in die Weihnachtsferien genommen. May erhielt eine sechswöchige Haftstrafe.

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Leipziger Persönlichkeiten – Peter Joseph Lenné

Peter Joseph Lenné

Peter Joseph Lenné

Peter Joseph Lenné wurde 29. September 1789 in Bonn geboren. Er prägte fast ein halbes Jahrhundert die Gartenkunst in Preußen, gestaltete weiträumige Parkanlagen nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten und schuf Grünanlagen für die Naherholung der Bevölkerung.

Der Familientradition folgend entschied sich Peter Joseph Lenné für den Beruf des Gärtners und erhielt schon im Schüleralter Unterricht durch einen Universitätslehrer in Botanik. 1805 begann Lenné eine Gärtnerlehre bei seinem Onkel, dem Hofgärtner Joseph Clemens Weyhe d. Ä. in Brühl. Studienreisen führten ihn nach Süddeutschland und nach Frankreich. Peter Joseph Lenné kehrte im Sommer 1812 nach Koblenz zurück.

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Leipziger Persönlichkeiten – Kurt Masur

Kurt Masur am Pult der Dresdner Philharmonie (Dezember 2012)

Kurt Masur am Pult der Dresdner Philharmonie (Dezember 2012)

Kurt Masur wurde am 18. Juli 1927 in Brieg/Niederschlesien geboren. Der Sohn eines Elektroingenieurs, der ein Elektrofachgeschäft betrieb absolvierte eine Ausbildung zum Elektriker. Der Klavierunterricht seiner älteren Schwester weckte bei Masur das Interesse am Klavierspiel und er bekam mit 10 Jahren Klavierunterricht.

Von 1942 bis 1944 war Kurt Masur Schüler an der Landesmusikschule Breslau, bekam mit 16 Jahren aber die ärztliche Diagnose, dass der kleine Finger seiner rechten Hand nicht mehr streckbar sei, womit eine Karriere als Pianist ausgeschlossen war. Kurt Masur beschloss, stattdessen zu dirigieren.

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Leipziger Persönlichkeiten – Timotheus Ritzsch

Einkommende Zeitungen 1650, Nr. 9, von Timotheus Ritzsch

Einkommende Zeitungen 1650, Nr. 9, von Timotheus Ritzsch

Timotheus Ritzsch wurde am 24. Januar 1614 in Leipzig geboren. Der Sohn des Leipziger Buchdruckers und Barockdichters Gregor Ritzsch bekam eine Ausbildung in Sprachen und gelehrten Wissenschaften und absolvierte eine Buchdruckerlehre bei seinem Vater. Nach einer dreijährigen Wanderschaft kehrte er 1636 nach Leipzig zurück. 1665 übernahm er die Druckerei seines Vaters, die sich auf dem heutigen Gelände von Oelßners Hof befand.

1638 entstand der erste nachweisbare Druck von Timotheus Ritzsch, eine Gelegenheitsschrift von Johann Olberzahn zur Vermählung von Michael und Elisabeth Laube. Ritzsch erweiterte im Laufe der Jahre seine Tätigkeit und trat auch als eigenständiger Verleger auf. Neben zeitgenössisch populären Schriften religiösen Inhalts veröffentlichte er ab 1648 auch Bücher zu politischen und wissenschaftlichen Themen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Neo Rauch

Neo Rauch

Neo Rauch

Neo Hanno Rauch wurde am 18. April 1960 in Leipzig geboren. Sein Vater, Hanno Rauch, studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, seine Mutter Helga Wand studierte in Leipzig Buchgestaltung. Vier Wochen nach der Geburt von Neo Rauch kamen beide Eltern beim einem Eisenbahnunfall ums Leben. Neo Rauch wuchs bei seinen Großeltern in Aschersleben auf.

Rauch legte das Abitur ab und studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig Malerei, zunächst von 1981 bis 1986 bei Arno Rink und von 1986 bis 1990 als Meisterschüler bei Bernhard Heisig. Von 1993 bis 1998 arbeitete Rauch als Assistent von Arno Rink an der Leipziger Akademie, von 2005 bis 2009 als Hochschullehrer und von 2009 bis 2014 als Honorarprofessor.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Zacharias Richter

Johann Zacharias Richter

Johann Zacharias Richter

Johann Zacharias Richter wurde am 26. August 1696 in Leipzig als Sohn des Leipziger Handelsherrn Thomas Richter und als Bruder des Ratsherrn Johann Christoph Richter geboren. Die Familie Richter war durch den Handel mit erzgebirgischen Blaufarbenwaren zu Reichtum gelangt.

Johann Zacharias Richter betrieb ebenfalls Handel mit Blaufarbenwaren, ging 1711 nach Hamburg und übernahm die dortige Filiale des Richterschen Handelshauses. 1727 kehrte Richter nach Leipzig zurück. 1735 erwarb Johann Zacharias Richter in der westlichen Vorstadt Leipzigs zwei Gartengrundstücke und legte auf diesen bis 1740 einen der berühmten Leipziger barocken Bürgergärten, den Richterschen Garten, an.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Christoph Richter

Johann Christoph Richter

Johann Christoph Richter

Johann Christoph Richter wurde am 29. Oktober 1689 in Leipzig als Sohn des Leipziger Handelsherrn Thomas Richter und als Bruder des Ratsherren und Kunstsammlers Johann Zacharias Richter geboren. Die Familie war durch den Handel mit erzgebirgischen Blaufarbenwaren zu Reichtum gelangt, ihr gehörte ein Anwesen in der Reichsstraße, später Deutrichs Hof (nicht erhalten).

Johann Christoph Richter betrieb den Handel mit Blaufarbenwaren und wurde wegen seiner Verdienste um den sächsischen Blauwarenhandel von Kurfürst Friedrich August II. von Sachsen zum Kammer- und Bergrat ernannt. Durch Erbschaft kam Richter in Besitz des Hauses Zum Kleinen Joachimsthal(nicht erhalten) in der Hainstraße.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hugo Riemann

Hugo Riemann

Hugo Riemann

Karl Wilhelm Julius Hugo Riemann wurde am 18. Juli 1849 in Großmehlra bei Sondershausen als Sohn eines Rittergutsbesitzers und Oberamtmanns geboren. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt Hugo Riemann von seinem Vater. Riemann besuchte das Gymnasium in Sondershausen und Arnstadt und die Klosterschule in Roßleben. Hugo Riemann studierte ab 1868 in Berlin Jura, Germanistik und Geschichte und setzte sein Studium 1869 in Tübingen fort.

1870 erschienen Riemanns erste stark theoretisch angelegte musikschriftstellerische Arbeiten über Richard Wagner und Gaspare Spontini. Nach seiner Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 entschied sich Hugo Riemann ausschließlich für die Musik. Er studierte am Konservatorium Leipzig und an der Universität Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hubert Ritter

Nibelungensiedlung (Rundling) in Lößnig

Nibelungensiedlung (Rundling) in Lößnig

Hubert Hans Ritter wurde am 17. März 1886 in Nürnberg geboren. Der aus einer Nürnberger Künstlerfamilie stammende Ritter zog mit seiner Mutter nach dem Tod des Vaters 1888 nach München. Dort besuchte Hubert Ritter nach der Volksschule das humanistische Wilhelmsgymnasium, wo er sein Abitur ablegte. Anschließend studierte Hubert Ritter an der Technischen Hochschule München und trat auf Empfehlung seines Lehrers Friedrich von Thiersch schon als Student in den akademischen Architektenverein München ein. 1909 nahm Ritter in Thierschs Frankfurter Büro seine Tätigkeit als Architekt auf und arbeitete an der Planung von Festhalle und Erweiterung des Kurhauses Wiesbaden.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Sebald Ringelhardt

Friedrich Sebald Ringelhardt

Friedrich Sebald Ringelhardt

Friedrich Sebald Ringelhardt wurde am 17. April 1785 in Ostrau am Petersberg geboren. Von 1804 bis 1806 studierte Ringelhardt zunächst Rechtswissenschaften an der Universität Halle, wechselte dann auf das Schauspielfach. Er debütierte 1806 in Magdeburg und erhielt nachfolgend Arrangements in Rudolstadt, in Amberg und an den Bühnen von Ansbach, Karlsbad, Bayreuth und Nürnberg. 1808/1809 stand Friedrich Sebald Ringelhardt in Dresden, 1809/1810 in Riga, 1810/1811 mit der Königsberger Schauspieltruppe in Elbing und 1811/1812 in Danzig unter Vertrag. Anschließend wurde Ringelhardt nach Breslau verpflichtet und blieb dort bis 1816.

Weitere Stationen von Ringelhardt waren Brünn, Wien, Pest, Prag, Bremen und Köln, Aachen, Bonn, Trier und Koblenz.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Philipp Ritterich

Augenklinik Leipzig um 1930 (nicht erhalten)

Augenklinik Leipzig um 1930 (nicht erhalten)

Friedrich Philipp Ritterich 1787 in Leipzig geboren, studierte bis 1808 an der Universität Leipzig Medizin und bildete sich an der damals führenden Schule für Augenheilkunde in Wien weiter.

1810 richtete Ritterich die erste stationäre Behandlungsmöglichkeit für Augenkranke in Leipzig ein, aus der 1820 die Anstalt für Augenkranke entstand. Mangelnde Unterstützung führte dazu, dass Friedrich Philipp Ritterich die Einrichtung immer wieder mit privaten Mitteln finanzieren musste. Ritterichs Frau Friederike setzte sich als Wirtschaftsleiterin ebenfalls für das Wohl der Patienten ein, was der Einrichtung den Namen „Friederiken-Stift“ einbrachte. 1829 wurde Friedrich Philipp Ritterich zum Professor für Augenheilkunde an die Universität Leipzig berufen. Bei seiner Arbeit zog sich Friedrich Philipp Ritterich eine infektiöse Auenkrankheit zu, erblindete und starb am 12. Februar 1866 in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Georg Rhau

Georg Rhau

Georg Rhau

Georg Rhau wurde 1488 in Eisfeld in Franken geboren. Er studierte seit 1513 Philosophie an der Universität Wittenberg und erwarb 1514 den akademischen Grad eines Baccalaureus an der philosophischen Fakultät. Im Sommersemester 1518 kam Rhau an die Universität Leipzig und war ab August 1518 als Thomaskantor in Leipzig tätig. Während der Leipziger Disputation am 27. Juni 1519 führte Georg Rhau die von ihm komponierte zwölfstimmige Messe Missa de Sancto Spiritu auf.

1520 musste Rhau Leipzig aufgrund seiner reformationsfreundlichen Haltung verlassen und wurde Schulmeister in Eisleben und später in Hildburghausen. Ende 1522 ließ sich Georg Rhau in Wittenberg als Drucker nieder und gründete eine Buchdruckerei. 1528 wird Rhau als Thomasorganist geführt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Georg Joachim Rheticus

Georg Joachim Rheticus - Narratio Prima

Georg Joachim Rheticus – Narratio Prima

Georg Joachim Rheticus (eigentlich Georg Joachim Iserin) wurde am 16. Februar 1514 in Feldkirch in Tirol geboren. Sein Vater wurde 1528 wegen Hexerei und Betruges angeklagt und hingerichtet. Georg Joachim Rheticus lernte an der Lateinschule in Feldkirch und studierte von 1528 bis 1531 in Zürich Mathematik, danach an der Universität Wittenberg.

Mit Unterstützung von Philipp Melanchthon wurde Rheticus 1537 Professor für Mathematik und Astronomie in Wittenberg. Philipp Melanchthon ermöglichte ihm eine längere Studienreise zu berühmten Mathematikern und Astronomen. In Nürnberg besuchte Georg Joachim Rheticus den Mathematiker und Herausgeber Johannes Schöner und den Drucker Johannes Petreius, die ihn vermutlich beauftragten, Nikolaus Kopernikus zur Herausgabe seines Hauptwerkes in Nürnberg zu überreden.

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Leipziger Persönlichkeiten – George Wilhelm Richter

George Wilhelm Richter

George Wilhelm Richter

George Wilhelm Richter wurde 1735 in Leipzig geboren. Er stammt aus einer wohlhabenden Leipziger Weinhändlerfamilie. 1770 erwarb Richter das Romanushaus und richtete im zweitem Obergeschoss 1772 ein Café ein.

In sechs bis sieben Räumen gab es Kartenspiel, Musik, Journale, Billard, Weinausschank und Soupers. Das Richter’sche Café avancierte zum führenden und teuersten der acht Kaffeehäuser von Leipzig, war Treffpunkt der Leipziger Gesellschaft und zog zahlreiche Besucher an, wie Friedrich Schiller. Schiller berichtete von Richter zu den Messeterminen kredenztem kalten Punsch Royal. Jährlich ließ George Wilhelm Richter dazu ein Lied verfassen und drucken. Nach dessen Absingen war die Punschsaison eröffnet.

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Leipziger Persönlichkeiten – Franz Mehring

Franz Mehring

Franz Mehring

Franz Erdmann Mehring wurde am 27. Februar 1846 in Schlawe in Pommern geboren. Der Sohn eines ehemaligen Offiziers und höheren Steuerbeamten besuchte das Gymnasium in Greifenberg und studierte 1866 bis 1868 Klassische Philologie an der Universität Leipzig und bis zur Zwangsexmatrikulation 1870 an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. In Leipzig gehörte Mehring zeitweise der Leipziger Burschenschaft Dresdensia an.

Franz Mehring war zunächst bürgerlicher Demokrat, seit 1870 arbeitete er für verschiedene Tages- und Wochenzeitungen. In Berlin arbeitete er zunächst in der Redaktion der demokratischen Tageszeitung „Die Zukunft“.

1867 traf Franz Mehring in Berlin auf August Bebel und Wilhelm Liebknecht, wandte sich unter dem Eindruck des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 vorübergehend von den Demokraten ab und dem nationalliberalen Lager zu, kehrte aber in den folgenden Jahren zu seinen demokratischen Positionen zurück.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ernst Friedrich Eduard Richter

Ernst Friedrich Eduard Richter

Ernst Friedrich Eduard Richter

Ernst Friedrich Eduard Richter wurde am 24. Oktober 1808 in Großschönau bei Zittau geboren. Richter studierte ab 1831 zunächst Theologie an der Universität Leipzig, wandte sich aber bald ganz der Musik zu.

1843 wurde Richter Lehrer für Harmonielehre und Komposition am Königlichen Konservatorium für Musik zu Leipzig. Damit war Richter neben Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann einer der ersten sechs ordentlichen Lehrer dieses Instituts. Von 1843 bis 1847 leitete Ernst Friedrich Eduard Richter auch die Leipziger Sing-Akademie, wurde 1851 Organist an der Peterskirche, 1862 an der Neukirche und 1863 an der Nikolaikirche in Leipzig. In der Nikolaikirche konnte auf der neuen Ladegast-Orgel viele seiner Kompositionen vortragen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Christian Richter

Webers Hof LeipzigChristian Richter wurde um 1625 geboren. Seine Herkunft ist nicht bekannt. Richter wurde 1650 erstmals als Geselle erwähnt, die Leipziger Maurerinnung führte ihn seit 1660 als Meister und von 1668 bis 1684 amtierte er in Leipzig als Ratsmaurermeister.

Christian Richter schuf 1662 mit Gebäude Hainstraße 3 (Webers Hof) das erste Bürgerhaus im Stil des Barock in Leipzig. Lange Zeit galt Christian Richter als der Architekt der Alten Handelsbörse am Naschmarkt in Leipzig, die Fachwelt schränkt seine Mitarbeit aber nur noch auf die Bauausführung ein.

Webers Hof wurde 1847 um zwei Etagen aufgestockt und seiner barocken Elemente weitgehend beraubt. Bei der Restaurierung 1995 bis 1997 wurde der Zustand der Fassade von 1662 wiederhergestellt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Christian Reuter

Buchcover Schelmuffsky

Buchcover Schelmuffsky

Christian Reuter wurde am 9. Oktober 1665 in Kütten bei Zörbig getauft. Nach dem frühen Tod seines Vaters 1683 fielen sowohl die Bewirtschaftung der Güter als auch die Erziehung allein der Mutter zu, wobei alle ihre Kinder außer Christian, dem der Schulbesuch ermöglicht wurde, auch bei der Bewirtschaftung helfen mussten.

Reuter besuchte das Domgymnasium in Merseburg. 1688 nahm er mithilfe eines Stipendiums sein juristisches Studium an der Universität Leipzig auf. Christian Reuter verbrachte jedoch weniger Zeit bei den Vorlesungen als beim Besuch von Gaststätten und Theateraufführungen, so dehnte sich sein Studium auf 20 Semester aus. Besonders die Komödien von Molière übten einen Einfluss auf Reuters späteres eigenes Schaffen aus.

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Leipziger Persönlichkeiten – Georg Mayer

Georg Mayer

Georg Mayer

Georg Mayer wurde am 26. Dezember 1892 in Horb am Neckar geboren. Mayer studierte von 1911 bis 1921 an den Universitäten Tübingen, Halle/Saale, Würzburg und Gießen Neuphilologie, Wirtschafts-, Staats- und Rechtswissenschaften. Wegen seiner Fechtkünste war Georg Mayer an den Universitäten unter dem Spitznamen Säbel-Mayer bekannt.

Bis 1933 wirkte Mayer an der Universität Gießen, wurde aus politischen Gründen entlassen und arbeitete in verschiedenen Stellen in München und Berlin. Seit 1941 war Georg Mayer Wehrmachtsbeamter. Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft arbeitete Georg Mayer als wissenschaftlicher Berater der Landesregierung Hessen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Wolfgang Mattheuer

Plastik „Jahrhundertschritt“ in Leipzig

Plastik „Jahrhundertschritt“ in Leipzig

Wolfgang Mattheuer wurde am 7. April 1927 in Reichenbach im Vogtland geboren. Sein Vater war Buchbinder. Nach dem Schulbesuch in Reichenbach bis 1941 absolvierte Mattheuer eine Lehre als Lithograph in Reichenbach. Ein Studium der Gebrauchsgrafik konnte Wolfgang Mattheuer wegen seiner Einberufung zu den Gebirgsjägern nach Salzburg nicht antreten. 1945 wurde Mattheuer in der Slowakei verwundet, in ein Lazarett nach Prag gebracht und geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der ihm die Flucht gelang.

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Leipziger Persönlichkeiten – Marie-Louise Lomnitz-Klamroth

Deutsche Zentralbücherei für Blinde Leipzig

Deutsche Zentralbücherei für Blinde Leipzig

Marie Louise Lomnitz-Klamroth wurde am 14. Dezember 1863 in Moskau geboren. Die Tochter von Karl Klamroth, Konzertmeister der Kaiserlichen Oper in Moskau zog im Alter von sechs Jahren mit Bruder und Mutter nach Gotha. Ab 1885 wurde sie am Konservatorium in Leipzig zur Organistin ausgebildet.

Im November 1894 gründeten mehrere Bürger einen Verein zur Unterstützung von Blinden, welcher als Träger die ebenfalls neu gegründete Blindenbibliothek unterstützte, die erste dieser Art in Deutschland. Marie-Louise Lomnitz-Klamroth saß als Gründungsmitglied im Vorstand. Ab 1895 betrieb der Verein auch eine Druckerei in Blindenschrift. Ab 1901 übernahm Marie-Louise Lomnitz-Klamroth als Direktorin die Leitung der Bibliothek. Unter ihrer Leitung wurden Blindenschreibmaschinen angeschafft.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Jacob Mascov

Das erste Gewandhaus zu Leipzig, Aquarell von Felix Mendelssohn Bartholdy

Das erste Gewandhaus zu Leipzig, Aquarell von Felix Mendelssohn Bartholdy

Johann Jacob Mascov wurde am 26. November 1689 in Danzig geboren. Er studierte an der Universität Leipzig bei Johann Burckhardt Mencke. Nach seinem Studium 1711 unternahm Mascov eine Bildungsreise durch in die Niederlande sowie nach Frankreich, England und Italien.

1718 wurde Johann Jacob Mascov an der Universität Halle zum Doktor beider Rechte promoviert und 1719 zum außerordentlichen Professor an der Juristischen Fakultät der Universität Leipzig ernannt.

1719 wurde Johann Jacob Mascov Ratsherr der Stadt Leipzig, später Proconsul, Rats- und Stadtrichter und 1732 von Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen zum Hofrat ernannt.
1735 wurde Mascov Vorsteher der Ratsbibliothek und führte die systematische Katalogisierung ein. 1755 erfolgte unter seiner Leitung die Eröffnung des Bibliothekssaals im Gewandhaus.

Johann Jacob Mascov starb am 21. Mai 1761 in Leipzig. Die Mascovstraße in Anger-Crottendorf ist nach ihm benannt.

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Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/42/Leipzig_Gewandhaus_1781.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Erhard Mauersberger

Leipziger Thomaskirche beim Bachfest 1962 unter Erhard Mauersbergers Leitung

Leipziger Thomaskirche beim Bachfest 1962 unter Erhard Mauersbergers Leitung

Erhard Mauersberger wurde am 29. Dezember 1903 in Mauersberg geboren. Der Sohn eines Kantors und Lehrers war von 1914 bis 1920 Mitglied des Thomanerchors unter Thomaskantor Gustav Schreck und Schüler an der Thomasschule zu Leipzig. Mauersberger studierte am Leipziger Konservatorium.

1925 trat Ehrhard Mauersberger die Nachfolge seines Bruders Rudolf als Chorleiter, Organist und Künstlerischer Leiter des Aachener Bachvereins an. Von 1928 bis 1930 war Mauersberger Dozent an der Hochschule für Musik Mainz und wirkte als Organist und Chorleiter an der Mainzer Christuskirche.

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Leipziger Persönlichkeiten – Karl Marx

Karl Marx

Karl Marx

Karl Marx wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren. 1843 weilte er zum ersten Mal in Leipzig und bemühte sich, die von 1841 bis 1843 in Leipzig erschienen Leipziger Jahrbücher erneut herauszugeben.

Karl Liebknecht war das Patenkind von Karl Liebknecht. Marx kam 1874 erneut nach Leipzig, um die Familie Liebknecht zu besuchen. Mit dem gerade aus der Festungshaft entlassenen Wilhelm Liebknecht beriet Karl Marx politische Fragen. Marx wohnte im Hotel Hochstein am Bayrischen Bahnhof.

In der Druckerei Wigand am Rossplatz wurde zum ersten Mal „Das Kapital“ von Karl Marx gedruckt.

Karl Marx starb am 14. März 1883 in London.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Marx#/media/Datei:Karl_Marx_001.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Heinrich Marschner

Heinrich Marschner

Heinrich Marschner

Heinrich August Marschner wurde am 16. August 1795 in Zittau als Sohn eines böhmischen Handwerkers geboren. Marschner studierte in Leipzig zunächst Jura, wandte sich dann aber der Musik zu. Schon früh begann Marschner zu komponieren und wurde von Thomaskantor Johann Gottfried Schicht begleitet.

Im Jahre 1817 wurde Heinrich Marschner Musiklehrer des Grafen Johann Nepomuk Zichy in Preßburg und begann in dieser Zeit, seine ersten Opern zu schreiben. So entstand unter anderem die Oper „Heinrich IV. und D’Aubigné“, welche unter Carl Maria von Weber 1820 in Dresden uraufgeführt wurde.

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Leipziger Persönlichkeiten – Georg Maurer

Gedenktafel für Georg Maurer in Gohlis-Süd

Gedenktafel für Georg Maurer in Gohlis-Süd

Georg Maurer wurde am 11. März 1907 in Reghin (Sächsisch Regen) in Siebenbürgen geboren. Der Sohn eines Lehrers kam 1926 nach Deutschland und studierte bis 1932 in Leipzig und Berlin Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie.

Seit 1955 war Maurer Dozent, später Professor am Institut für Literatur „Johannes R. Becher“ in Leipzig und nahm maßgeblich Einfluss auf die Autoren der Sächsischen Dichterschule, wie z.B. Volker Braun, Sarah und Rainer Kirsch oder Karl Mickel.

Georg Maurer starb am 4. August 1978 in Potsdam. An seinem Wohnhaus in der Menckestraße in Gohlis befindet sich eine Gedenktafel. In Lößnig und Dölitz-Dösen ist eine Straße nach ihm benannt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Max Fricke

Krietschwerke Wurzen

Krietschwerke Wurzen

Max Fricke lebte von 1874 bis vermutlich 1934. Zu den Bauten des Architekten Max Fricke gehören:

  • Ehem. Gerberei und Lederfabrik Karl Otto, Bad Düben, 1902,
  • Wohnhaus Ferdinand-Rhode-Straße 16 Leipzig, 1907 bis 1908,
  • Wohnhaus Ferdinand-Rhode-Straße 18 Leipzig, 1907 bis 1908,
  • Kretzschmanns Hof Leipzig

    Kretzschmanns Hof Leipzig

  • Wohnhaus Ferdinand-Rhode-Straße 14 Leipzig, 1907 bis 1908,
  • Doppelwohnhaus Kickerlingsberg 26/Poetenweg 25, 1912/1913,
  • Krietschwerke Wurzen (Roggen- und Weizenmühle, VEB Nahrungsmittelkombinat „Albert Kuntz“), 1917 bis 1924,
  • Kretzschmanns Hof Leipzig, 1910 bis 1912

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Leipziger Persönlichkeiten – Siegfried August Mahlmann

Siegfried August Mahlmann

Siegfried August Mahlmann

Siegfried August Mahlmann wurde am 13. Mai 1771 in Leipzig geboren. Der Sohn des eines 1734 aus Aschersleben nach Leipzig gekommenen Kaufmanns wurde mit elf Jahren elternlos. Er besuchte unter wechselnden Vormundschaften zunächst eine Privatschule in Borna und von 1785 bis 1789 die Fürstenschule in Grimma.

Mahlmann studirte an der die Universität Leipzig Jura, das Studium brach er aber 1792 ab. Auf Vermittlung von Christian Felix Weiße nahm er in Riga die Stelle eines Hofmeisters an. Ab 1794 begleitete Mahlmann seinen Zögling an die Universitäten Leipzig und Göttingen. Nach einem Aufenthalt in Berlin unternahm Siegfried August Mahlmann eine Reise durch Deutschland, Dänemark und Schweden bis nach Petersburg.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Magirius

Friedrich Magirius

Friedrich Magirius

Friedrich Magirius wurde am 26. Juni 1930 in Dresden geboren. Magirius wuchs bis zum Abitur in Radebeul auf, studierte Theologie an der Kirchlichen Hochschule Berlin-Zehlendorf in West-Berlin und von 1950 bis 1953 an der Universität Greifswald. Sein Vikariat absolvierte Friedrich Magirius bei der Inneren Mission in Sachsen und in der Kirchengemeinde Löbau. Ab 1955 war Magirius Internatsleiter und Lehrer an der Kirchlichen Vorschule am Diakonissenhaus Moritzburg.

1958 trat Friedrich Magirius seine erste Pfarrstelle in Einsiedel an und wurde später Pfarrer an der Dresdener Kreuzkirche. Von 1974 bis 1982 war Magirius Leiter der Aktion Sühnezeichen in der DDR, womit er sich Ansehen in Polen erwarb.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hans Reimann

Hans Reimann

Hans Reimann

Hans Reimann, eigentlich Albert Johannes Reimann, wurde am 18. November 1889 in Leipzig geboren. Nach seiner Schulzeit absolvierte Reimann in Leipzig eine Grafikerausbildung, besuchte die Kunstakademie in München und studierte Deutsche Philologie und Kunstgeschichte.

Nach dem 1. Weltkrieg gab Hans Reimann in Leipzig die satirische Zeitschrift „Der Drache“ heraus, anschließend in Frankfurt am Main „Das Stachelschwein“. Reimann war für den Simplicissimus und Die Weltbühne tätig und gründete die Kabaretts „Retorte“ in Leipzig und „Astoria“ in Frankfurt am Main. Seit 1925 lebte Hans Reimann in Berlin.

Während einer kurzen Zusammenarbeit mit Heinrich Spoerl Anfang der 1930er Jahre entstand das Bühnenstück „Der beschleunigte Personenzug“ nach einer Idee von Spoerl, die dieser 1936 unter dem Titel „Wenn wir alle Engel wären“ auch als Roman umsetzte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Joseph Mágr

Josef Mágr

Josef Mágr

Josef Mágr wurde am 17. September 1861 in Mutowitz in Böhmen geboren. Mágr studierte an der Kunstakademie München und der Kunstakademie Prag.

1889 kam Josef Mágr mit seiner Familie nach Leipzig. Ein wichtiges Schaffensfeld von Josef Mágr war die Bauplastik. Er war an der Ausgestaltung mehrerer öffentlicher Gebäude in Leipzig beteiligt. Häufiger Partner Mágrs war der Architekt Max Pommer.

Josef Mágr starb am 18. Juni 1924 in Leipzig.

Zu den Werken von Josef Mágr gehören:

  • 1895 bzw. 1897: Bismarck-Denkmal im Johannapark in Leipzig (zusammen mit Adolf Lehnert, nicht erhalten),
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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Christian Lünig

Johann Christian Lünig

Johann Christian Lünig

Johann Christian Lünig wurde am 14. Oktober 1662 in Schwalenberg geboren. Er studierte an den Universitäten Helmstedt und Jena und war Amtmann in Eilenburg.

Nach größeren Reisen war Lünig Stadtschreiber in Leipzig. Seine Kontakte zu zahlreichen Städten ermöglichten es ihm, eine Sammlung von Urkunden, Staatsverträgen und Schriften anzulegen, bedeutende Werke publizierte er.

1710 bis 1722 erschien Lünigs Werk „Teutsches Reichsarchiv“ in 24 Bänden, dass das Misstrauen der sächsischen Zensoren weckte. 1724 erschien der „Codex Augusteus“.

Johann Christian Lünig starb am 14. August 1740 in Leipzig.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Christian_L%C3%BCnig#/media/Datei:L%C3%BCnig.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Gottfried Reiche

Gottfried Reiche

Gottfried Reiche

Johann Gottfried Reiche wurde am 5. Februar 1667 in Weißenfels geboren. Der Sohn eines Schusters wuchs in Weißenfels in einer Stadt auf, die von Handwerk und Handel geprägt war und eine lange städtische Tradition des Trompetenspiels hatte. Reiche wurde vermutlich von etwa 1680 an von einem Mitglied der Stadtpfeiferfamilie Becker ausgebildet.

Um 1688 kam Gottfried Reiche nach Leipzig, trat eine Anstellung als Stadtpfeiffergeselle an und führte diese Stelle bis zu seinem Lebensende aus. Bereits 1691 hatte Reiche in Leipzig ein so großes Ansehen, dass er ein Extrahonorar erhielt. 1694 war während der Landestrauer öffentliches und privates Musizieren verboten, Reiche erhielt eine gesonderte Zuwendung, damit er nicht außer Diensten gehen möge.

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Leipziger Persönlichkeiten – Carl Friedrich Wilhelm Ludwig

Carl Ludwig

Carl Ludwig

Carl Friedrich Wilhelm Ludwig wurde am 29. Dezember 1816 in Witzenhausen a. d. Werra geboren. Ludwig besuchte ab 1825 in Hanau die Hohe Landesschule, ein humanistisches Gymnasium. Ab 1834 studierte er Medizin in Marburg. Sein starkes Unabhängigkeitsgefühl gegenüber jeglichem Zwang brachte Ludwig in Schwierigkeiten. 18336 wurde er relegiert und studierte bis 1838 in Erlangen. Carl Ludwig nahm eine Stelle an der Chirurgenschule in Bamberg an und widmete sich dem Studium seiner Wissenschaft. 1839 wurde er in Marburg promoviert.

Ludwig erhielt eine Anstellung als 2. Prosektor am Anatomischen Institut der Universität Marburg, wurde 1. Prosektor und 1846 Extraordinarius für Vergleichende Anatomie. 1848 geriet auch er in den Strudel der politischen Bewegung, er war in den Ausschuss des in Marburg gegründeten liberalen Vaterlandsvereins gewählt worden und hat im Frühjahr 1848 eine Zeit lang die Redaktion des „Neuen Verfassungsfreundes“ übernommen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Max Reger

Max Reger

Max Reger

Johann Baptist Joseph Maximilian Reger wurde am 19. März 1873 in Brand in der Oberpfalz geboren. Reger erhielt schon früh eine musikalische Bildung und beschloss nach einem Besuch der Bayreuther Festspiele 1888, gegen den Wunsch seines Vaters, Musiker zu werden.

Max Reger studierte an den Konservatorien in Sondershausen und in Wiesbaden und fand in Wiesbaden eine Anstellung als Lehrer für Klavier und Orgel. Nach seiner Militärdienstzeit und bedingt durch berufliche Rückschläge erlitt Reger einen nervlichen und physischen Zusammenbruch. 1898 holte ihn seine Schwester Emma hochverschuldet, alkoholabhängig und krank ins Elternhaus zurück. 1901 ging Max Reger nach München und war in dieser Zeit äußerst produktiv. 1907 erhielt Reger seine Berufung zum Universitätsmusikdirektor und Professor am Königlichen Konservatorium in Leipzig.
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Leipziger Persönlichkeiten – Philipp Erasmus Reich

Philipp Erasmus Reich

Philipp Erasmus Reich

Philipp Erasmus Reich wurde am 1. Dezember 1717 in Laubach in der Wetterau geboren. Reich machte von 1732 bis 1744 eine Buchhandelslehre in Frankfurt am Main. 1744 kam Philipp Erasmus Reich nach Leipzig und übernahm eine Anstellung als Diener bei der Weidmannschen Buchhandlung. 1775 heiratete er Friederike Louise Heyl und erwarb 1776 ein Schlösschen in Sellerhausen bei Leipzig, in dem er in den folgenden Sommern einen bekannten und viel besuchten Salon unterhielt.

Reich knüpfte Kontakte zu neuen, jungen Autoren, die sich noch nicht etabliert hatten, so z.B. Christian Fürchtegott Gellert, Christoph Martin Wieland, Johann Georg Sulzer, Christian Felix Weiße und Johann Kaspar Lavater. Sie ließen ihre Werke bei Weidmann und Reich verlegen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Carl-Ludwig „Luz“ Long

Carl-Ludwig Long 1936

Carl-Ludwig Long 1936

Carl Ludwig Hermann „Luz“ Long wurde am 27. April 1913 in Leipzig geboren. Der Sohn des Besitzers der Leipziger Schwanen-Apotheke Carl Hermann Long wohnte zunächst im Haus der Schwanen-Apotheke in der Reitzenhainer Straße 23 (heute Prager Straße). 1920 bezog die Familie ganzjährig das ausgebaute Sommerhaus in der Russenstraße 24 in Probstheida.

Long besuchte die Bauersche Privatschule, ab 1923 das Nikolai-Gymnasium und wechselte zum Friedrich-List-Realgymnasium. 1934 bis 1938 studierte Carl-Ludwig Long an der Juristenfakultät der Universität Leipzig und schloss sein Studium mit der juristischen Staatsprüfung zum Gerichtsreferendar ab. Er war als Gerichtsreferendar in Zwenkau tätig und anschließend in Leipzig. Am 21.7.1939 wurde Carl-Ludwig Long der Grad des Doctors der Rechte von der Universität Leipzig verliehen. Er war weiter tätig als Gerichtsreferendar in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Albert Lortzing

Albert Lortzing

Albert Lortzing

Gustav Albert Lortzing wurde am 23. Oktober 1801 in Berlin geboren. Sein Vater, ehemaliger Lederhändler und seine Frau gründeten die Berliner Theatergesellschaft „Urania“ und machten ihr Hobby zum Beruf. Als Schauspieler zogen sie durch fast alle deutschen Provinzen. 1811 ging die Familie Lortzing nach Breslau an das dortige Theater. Engagements in Bamberg, in Coburg, in Straßburg, in Baden-Baden und in Freiburg folgten. Der erste Bühnenauftritt von Albert Lortzing fand im Kornhaus am Freiburger Münster statt, wo der 12jährige „unter lebhaftem Beifall“ das Publikum mit komischen Gedichten entzückte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Erich Loest

Erich Loest

Erich Loest

Erich Loest wurde am 24. Februar 1926 in Mittweida geboren. Er besuchte ab 1932 die Volksschule und ab 1936 die Oberschule. Loest war ab 1936 Mitglied der Hitlerjugend und ab 1944 der NSDAP. Erich Loest wurde 1944 zur Wehrmacht eingezogen und kam am 6. Mai 1945 in Bischofteinitz in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Freilassung arbeitete Loest 1945 in der Landwirtschaft und als Hilfsarbeiter in den Leunawerken, holte sein Abitur nach und wurde 1947 Mitglied der SED.

Seit 1950 arbeitete Erich Loest als freiberuflicher Schriftsteller in Leipzig und studierte Mitte der 1950er Jahre am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig. Ein prägendes Ereignis war für Erich Loest der Aufstand vom 17. Juni 1953. Im November 1957 wurde Loest wegen angeblicher „konterrevolutionärer Gruppenbildung“ im Zusammenhang mit Diskussionen über die Entstalinisierung verhaftet und zu siebeneinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Seine Strafe verbüßte Erich Loest in Halle/Saale und im Zuchthaus Bautzen II.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hans Heinrich Reclam

Hans Heinrich Reclam

Hans Heinrich Reclam

Hans Heinrich Reclam wurde am 18. Mai 1840 in Leipzig geboren. Der Sohn des Gründers des Reclam-Verlages, Anton Philipp Reclam, trat in den Verlag ein und wurde 1868 zu dessen Teilhaber. Von 1890 bis 1917 war Reclam Inhaber des Unternehmens.

Unter seiner Führung wurde die Reclams Universal-Bibliothek stark erweitert und zu seinem Lebenswerk. Unter Hans Heinrich Reclam wurde das neue Verlagsgebäude im Graphischen Viertel erbaut. Ab 1900 war Reclam Eigentümer der Villa Swiderski/Reclam in der Karl-Tauchnitz-Straße 35 im Musikviertel.

Hans Heinrich Reclam starb am 30. März 1920 in Leipzig.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Heinrich_Reclam#/media/Datei:H_H_Reclam_ca1900.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Ratzel

Friedrich Ratzel

Friedrich Ratzel

Friedrich Ratzel wurde am 30. August 1844 in Karlsruhe geboren. In Eichtersheim absolvierte Ratzel eine Ausbildung zum Apotheker und arbeite ab 1863 einige Jahre als Apothekergehilfe. Sein Interesse am naturwissenschaftlichen und philologischen Studium wuchs und so studierte Friedrich Ratzel Geologie und Zoologie in Heidelberg, Jena und Berlin.

Geldmangel zwang Ratzel, von einem seiner Reiseziele in Südfrankreich, seine „Reisebriefe Mittelmeer“ an die Kölnische Zeitung zu senden. Die Reiseberichte wurden gut aufgenommen und Ratzel wurde festangestellt. Friedrich Ratzel unternahm weitere Studienreisen nach Italien, Kuba, Mexiko, Ungarn und in die USA.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hildegard Maria Rauchfuß

Hildegard Maria Rauchfuß

Hildegard Maria Rauchfuß

Hildegard Maria Rauchfuß wurde am 22. Februar 1918 in Breslau geboren. Kurz vor dem Abitur wurde sie wegen der Parteinahme für jüdische Freunde von der Schule verwiesen. Ihren Abschluss machte Rauchfuß auf der Handelsschule und absolvierte anschließend eine Ausbildung als Sängerin.

Im Frühjahr 1945 floh sie aus Breslau, zuerst nach Bad Warmbrunn und 1947 nach Leipzig, wo sie anfangs als Buchhalterin tätig war. Seit Beginn der 1950er Jahre arbeitete Hildegard Maria Rauchfuß als freie Schriftstellerin in Leipzig.

Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen, Kinderbücher, Gedichte und Liedtexte, Fernsehdrehbücher sowie Texte für das Kabarett Leipziger Pfeffermühle. Die Liedtexte von Hildegard Maria Rauchfuß wurden unter anderem von Gisela May und der Band City interpretiert. Der Text des bekanntesten Liedes der Band City, „Am Fenster“ stammt von Hildegard Maria Rauchfuß.

Hildegard Maria Rauchfuß starb am 28. Mai 2000 in Leipzig. Der Rauchfußweg in Engelsdorf ist nach ihr benannt.

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Bildquelle: File:Fotothek df roe-neg 0006505 036 Portrait von Hildegard Maria Rauchfuß.jpg
Erstellt: zwischen 30. August 1953 und 9. September 1953 date QS:P571,+1953-00-00T00:00:00Z/9,P1319,+1953-08-30T00:00:00Z/11,P1326,+1953-09-09T00:00:00Z/11

Leipziger Persönlichkeiten – Justus Carl Lion

Justus Carl Lion

Justus Carl Lion

Justus Carl Lion wurde am 13. März 1829 in Göttingen geboren. Der Sohn eines Göttinger Privatgelehrten besucht das Max-Planck-Gymnasium in Göttingen und gründete schon 1845 den ersten Schülerturnverein. Das Turnen wurde an der Schule nicht gerne gesehen und verboten. Nach der Revolution von 1848/1849 schrieb Lion, dass „nur stets das Volk, die arbeitenden und besitzlosen Klassen, dasjenige Element ist, welche das Leben machen, lenken und beherrschen muß“.

Lion studierte an der Georg-August-Universität Göttingen, wurde Lehrer und führte das Schulturnen ein. Nach Anstellungen in Hildesheim und in Groß-Gerau übernahm Carl Lion eine Lehrstelle mit den Fächern Mathematik, Naturwissenschaften und Turnen in Bremerhaven.

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Leipziger Persönlichkeiten – Anton Philipp Reclam

Anton Philipp Reclam

Anton Philipp Reclam

Anton Philipp Reclam wurde am 28. Juni 1807 in Leipzig geboren. Seine Familie evangelisch reformierten Glaubens war aus Savoyen über Genf nach Berlin gekommen. Reclams Vater Carl Heinrich Reclam betrieb seit 1802 in Leipzig eine Buchhandlung und einen Verlag.

1828 erwarb Anton Philipp Reclam in Leipzig das „Literarische Museum“, eine Leihbibliothek und Lesehalle und schloss einen Verlag an. Seit 1837 firmierte er als „Philipp Reclam jun.“. Seine antirestaurativen, antihabsburgischen Schriften führten 1846 zu einem Verbot seines Verlages in Österreich. Reclam gab nach der Revolution 1848 Liedersammlungen, Klavierauszüge von Opern, Bibelausgaben, antike Klassiker und Wörterbücher heraus. In seiner 1839 gegründeten Druckerei nutzte Reclam fortschrittlichste Techniken, um eine auflagenstarke und kostengünstige Buchproduktion zu ermöglichen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Marie Lipsius

Marie Lipsius

Marie Lipsius

Ida Marie Lipsius, alias La Mara, wurde am 30. Dezember 1837 in Leipzig geboren. Die Tochter des Theologen und Rektors der Thomasschule Karl Heinrich Adelbert Lipsius und Schwester des Architekten Constantin Lipsius erhielt eine musische Ausbildung. Als Achtzehnjährige lernte sie Franz Liszt kennen, zu dessen engem Freundeskreis sie fortan zählt.

Um 1900 spielte Marie Lipsius eine bedeutende Rolle in der deutschen Musikszene. Sie trat am Hof in Weimar auf sowie im Kreis um Richard Wagner in Bayreuth. Zu ihrem achtzigsten Geburtstag 1917 wurde Marie Lipsius der Professorentitel verliehen.

Neben einigen Reiseschilderungen veröffentlichte Marie Lipsius als Musikschriftstellerin unter dem Pseudonym La Mara zahlreiche Monografien über alte und zeitgenössische Komponisten. Ihre Werke erschienen im Verlag Breitkopf & Härtel in Leipzig. Der fünfte Band dieser Reihe „Die Frauen im Tonleben der Gegenwart“, 1882, ist das erste Buch, das ausschließlich Musikerinnen porträtiert.

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Leipziger Persönlichkeiten – Wilhelm Liebknecht

Wilhelm Liebknecht

Wilhelm Liebknecht

Wilhelm Philipp Martin Christian Ludwig Liebknecht wurde am 29. März 1826 in Gießen geboren. Liebknecht beteiligte sich radikaldemokratischer Revolutionär aktiv an den Revolutionen von 1848/49.

Nach der Niederschlagung der Aufstände lebte Wilhelm Liebknecht von 1849 bis 1862 im Exil, zunächst in der Schweiz und ab 1850 in England. In England stand er in engem Kontakt zu Karl Marx und Friedrich Engels. Zurück in Deutschland trat Liebknecht 1863 dem Allgemeinen deutschen Arbeiterverein bei und wurde einer der profiliertesten sozialistischen Politiker im Reichstag und Kontrahent des Reichskanzlers Otto von Bismarck.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich List

Friedrich List

Friedrich List

Daniel Friedrich List wurde am 6. August 1789 in Reutlingen getauft. Mit 14 Jahren begann List eine handwerkliche Lehre bei seinem Vater, wechselte 1805 in den Verwaltungsdienst. 1811 hörte List an der Universität Tübingen Vorlesungen zu Kameralwissenschaften, besuchte Veranstaltungen zur englischen Verfassung und zum Öffentlichen Recht. In Tübingen lernte Friedrich List auch seinen obersten Vorgesetzten und späteren Förderer, den württembergischen Kultusminister Karl August Freiherr von Wangenheim, kennen.

1833 kam Friedrich List nach Leipzig und war auch mit Robert Schumann befreundet. Lists Tochter Elise war eine gute Sängerin und trat im Leipziger Gewandhaus unter Felix Mendelssohn Bartholdy auf. Seine Tochter Emilie wurde im Sommer 1833 die beste Freundin von Clara Schumann. Diese Freundschaft hielt ein Leben lang.

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Leipziger Persönlichkeiten – Paul Bernhard Limburger

Paul Bernhard Limburger

Paul Bernhard Limburger

Paul Bernhard Limburger wurde 16. Juli 1826 in Leipzig geboren. Der Sohn des Leipziger Kaufmanns Julius Bernhard Limburger verlor mit anderthalb Jahren seinen Vater. Sein Bruder, Paul Bernhard Limburger, führte das Handelshauses des Großvaters, Jacob Bernhard Limburger, weiter.

Nach der Lehre im großväterlichen Betrieb absolvierte Limburger Volontariate in Handelshäusern in England und Italien. Mit 25 Jahren wurde Paul Bernhard Limburger Teilhaber in dem von seiner verwitweten Großmutter geführten Geschäft und sechs Jahre später Hauptgesellschafter.

Um 1860 ließ sich Limburger in der Schillerstraße, Ecke Neumarkt ein Stadthaus errichten und in Dölitz eine Villa. Das Interesse für Musik hatte Paul Bernhard Limburger wohl von seinem Großvater übernommen. Im seinem Landhaus in Dölitz veranstaltete Limburger Soireen, in denen berühmte Musiker wie Johannes Brahms, Anton Rubinstein, Pablo de Sarasate und Clara Schumann auftraten. Mitglieder der sächsischen Königsfamilie waren zu Gast.

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Leipziger Persönlichkeiten – Richard Lipinski

Richard Lipinski

Richard Lipinski

Robert Richard Lipinski wurde am 6. Februar 1867 in Danzig geboren. Der Sohn eines Arbeiters musste schon frühzeitig zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Die Trennung der Eltern, der frühe Tod des Vaters und materielle Not überschatteten seine Jugend. Nach einer kurzen Tätigkeit in einer Gärtnerei begann Lipinski Ende 1881 eine Handlungsgehilfenlehre in einem Materialwarengeschäft mit Branntweinausschank, die Lipinski im Frühjahr 1882 abbrach.

Im April 1882 kam er mit seiner Mutter nach Leipzig. Hier machte Richard Lipinski eine Lehre und fand eine Anstellung in einem Destillationsgeschäft und später als Buchhalter in der Spiegel- und Rahmenfabrik seines Bruders.

1882 bis 1894 war Lipinski als Berichterstatter nebenberuflich für die sozialdemokratische Zeitung „Der Wähler“ in Leipzig tätig. Mehrfach wurde Richard Lipinski wegen Vergehens gegen die pressegesetzlichen Bestimmungen zu Geld- und Haftstrafen verurteilt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Constantin Lipsius

Constantin Lipsius

Constantin Lipsius

Johann Wilhelm Constantin Lipsius wurde am 20. Oktober 1832 in Leipzig geboren. Der Sohn des späteren Rektors der Thomasschule, Karl Heinrich Adelbert Lipsius, ging nach dem Besuch des Gymnasiums zunächst an die Baugewerkschule in Dresden, danach zu Bauatelier der Kunstakademie Dresden. Auf einer Italienreise interessierten Lipsius besonders die Bauten in Venedig.

Zu Beginn der 1860er Jahre nahm Constantin Lipsius an regionalen und nationalen Architekturwettbewerben teil und erweiterte seine Kenntnisse beim Bau von Wohnhäusern und Restaurierungen. Sein Entwurf für den Neubau des Johannishospitals in Leipzig wurde preisgekrönt und brachte ihm den Titel eines Königlichen Baurats ein. 1874 wurde Constantin Lipsius zum Präsidenten der „Vereinigung Leipziger Architekten“ ernannt und übernahm die Leitung der Baugewerkschule. 1877 begann Lipsius mit der Restaurierung der Thomaskirche in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Jacob Bernhard Limburger

Jacob Bernhard Limburger

Jacob Bernhard Limburger

Jacob Bernhard Limburger wurde am 14. Mai 1770 in Leipzig geboren. Limburger war Kaufmann, ihm gehörte die 1747 gegründete Seiden- und Garnhandlung Limburger jr.

Limburgers Leidenschaft galt der Musik und so war er von 1799 bis 1847 Mitglied des Direktoriums der Gewandhauskonzerte und trat als Veranstalter eines musikalischen Zirkels in Leipzig in Erscheinung. Zusammen mit Johann Gottfried Schicht gründete Jacob Bernhard Limburger 1802 die Leipziger Singakademie, der erste gemischte Laienchor der Stadt. 1815 rief Limburger die Liedertafel zu Leipzig ins Leben, deren Mitglieder angehalten waren, selbst kompositorisch oder dichterisch tätig zu sein.

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Leipziger Persönlichkeiten – Heinrich von Morungen

Heinrich von Morungen

Heinrich von Morungen

Das Geburtsjahr von Heinrich von Morungen ist nicht bekannt. Er wirkte im Raum Ostmitteldeutschland und wird den klassischen Minnesängern zugeordnet.

Über das Leben von Heinrich von Morungen ist kaum etwas bekannt. Nach aktuellem Forschungsstand wird der Ort Morungen bei Sangerhausen als Geburtsort zugeordnet. Heinrich von Morungen bezog für hohe persönliche Verdienste eine Pension seines Gönners, des Markgrafen Dietrich I. von Meißen. 1213 überschrieb von Morungen diese Pension dem Thomaskloster zu Leipzig. 1217 trat Heinrich von Morungen in das Kloster ein.

Es ist anzunehmen, dass von Morungen auf Dichter, wie Walther von der Vogelweide und Neidhart von Reuental einen maßgeblichen Einfluss ausübte.
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Leipziger Persönlichkeiten – Caspar Borner

Epitaph für Caspar Borner im Paulinum zu Leipzig

Epitaph für Caspar Borner im Paulinum zu Leipzig

Caspar Borner wurde um 1492 in Großenhain geboren. Er studierte an der Universität Leipzig und bereiste Italien und Westeuropa. 1522 übernahm Borner das Rektorat der Thomasschule und begann 1523 mit seiner Lehrtätigkeit an der Universität Leipzig.

Hohe Anerkennung fanden seine Schriften über Astronomie, Erdkunde und Geschichte. 1539/40 und 1541/42 war Borner Rektor der Universität. Er reformierte die Universitätsstatuten, richtete die Universitätsbibliothek ein und setzte eine gesicherte Besoldung der Professoren durch. Den Grundstock für die Universitätsbibliothek legte Caspar Borner durch die Sicherung von 1.500 Handschriften und 4.000 Büchern aus den durch die Reformation aufgelösten Büchern der Leipziger Klöster.

Borner gewann Lehrkräfte, die dem Humanismus in Leipzig den Weg bereiteten. Caspar Borner gelang es, 1543 das im landesherrlichen Besitz befindliche Dominikanerkloster in den Besitz der Universität zu bringen.

Caspar Borner starb am 2. Mai 1547. Sein Epitaph befindet sich heute in der Universitätskirche St. Pauli. Seit 1993 verleiht der Senat der Universität Leipzig Caspar-Borner-Medaille für Verdienste um die Erneuerung der Universität Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hugo Licht

Hugo Licht

Hugo Licht

Hugo Georg Licht wurde am 21. Februar 1841 in Niederzedlitz (bei Posen) geboren. Der Sohn eines Gutsbesitzers besuchte die Realschule und begann eine Maurerlehre. 1862 bis 1863 lernte Licht im Berliner Architekturbüro von Hermann Ende und Wilhelm Böckmann, die in Berlin bei Villen und anderen privaten Bauten die Baukunst des Spätklassizismus prägten.

1864 ging Hugo Licht an die Berliner Bauakademie und wurde Schüler von Friedrich Adler. Von Berlin ging Hugo Licht nach Wien und arbeitete dort bei dem Architekten Heinrich von Ferstel.

Nach einer Italienreise 1869 bis 1870 kehrte Licht nach Berlin zurück und ließ sich als freier Architekt nieder. Der Leipziger Oberbürgermeister Otto Georgi betraute Licht am 4. April 1879 ohne Ausschreibung mit der Leitung des Hochbauamtes der Stadt und verlieh ihm den Titel des Stadtbaudirektors. Als das Bauamt 1879 neu organisiert wurde, übernahmen Hugo Licht und seine Mitarbeiter die Planung fast aller wichtigen kommunalen Neubauten. Hugo Licht prägte das Bild der Stadt Leipzig entscheidend. Er griff in all seinen Bauten typische Stilelemente auf, nutzte oft Verbundsteine und betonte herausgehobene Elemente der Architektur durch sichtbaren Sandstein. Zu Lichts bevorzugten Elementen gehörten markante Turmlösungen, wie beispielsweise bei der Polizeiwache an der Wächterstraße oder der Markthalle (nicht erhalten). Beim Predigerhaus an der Nikolaikirche griff Licht auf einen vereinfachten Renaissancestil zurück, der den Bau in das historische Umfeld einpasst.

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Leipziger Persönlichkeiten – Melchior Anton zur Straßen

Melchior zur Straßen

Melchior zur Straßen

Melchior Anton zur Straßen, eigentlich Zurstrassen, wurde am 28. Dezember 1832 in Münster geboren. Sein Vater hatte ihn für eine landwirtschaftliche Ausbildung vorgesehen. Die Familie Zurstrassen zog über Hamm nach Köln und erst hier durfte er 1850 beim Bildhauer Wilhelm Joseph Imhoff in die Lehre gehen. Melchior zur Straßen schuf ein Hochrelief der 14 Leidensstationen Christi und machte sich damit bei Christian Daniel Rauch aufmerksam, in dessen Werkstatt in Berlin zur Straßen ab 1854 tätig war.

Im April 1875 wurde Melchior zur Straßen Inspektor des neu gegründeten Kunstgewerbemuseums in Leipzig und gleichzeitig Lehrer an der Königlichen Akademie der bildenden Künste. Zu seinen Schülern gehörten u.a. Carl Seffner, Adolf Lehnert und Felix Pfeifer.

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Leipziger Persönlichkeiten – Paul Lange

Paul Lange

Paul Lange

Paul Lange wurde am 21. August 1853 in Planschwitz geboren. 1867 kam er an die Königliche Bauschule in Dresden und machte zeitgleich eine Maurerausbildung. 1870 besuchte Lange die Lehranstalt für gewerbliche Kunst. Ab 1871 arbeitete Paul Lange fünf Jahre in Wien in den Architekturbüros von Emil von Förster und war am Ringtheater beteiligt.

1876 ging Lange nach Paris und kehrte dann nach Leipzig zurück. Fünf Jahre war Lange im Architekturbüro Grimm beschäftigt, bevor er sich 1885 als Architekt selbstständig machte. 1893 zog Lange in das von ihm errichtete Wohnhaus in der Konstantin-/Ecke Lutherstraße.

Paul Lange war bedeutender Kirchenbaumeister, 25 Kirchen in Leipzig und Umgebung, im Vogtland und bis in das österreichische Böhmen hinein wurden nach seinen Plänen errichtet. Etwa 40 Kirchen baute Lange um oder restaurierte sie. Paul Lange war ein Verfechter kleiner Kirchen wegen deren besserer Akustik und des stärkeren Zusammengehörigkeitsgefühls der Gemeinde. Großen Wert legte Lange auf die Innenarchitektur, wie in Leipzig u.a. in der Heilig-Kreuz-Kirche oder im Riquethaus erkennbar.

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Leipziger Persönlichkeiten – Karl Straube

Karl Straube

Karl Straube

Montgomery Rufus Karl Siegfried Straube wurde am 6. Januar 1873 in Berlin geboren. Der jüngste Sohn von Johannes Straube, Organist und Harmoniumbauer in Berlin erhielt eine erste Ausbildung bei seinem Vater und bildete sich autodidaktisch weiter. Ein akademisches Studium absolvierte Straube nicht, wurde aber bald ein bekannter Orgelvirtuose. 1897 erhielt Karl Straube eine Anstellung als Organist am Willibrordi-Dom in Wesel.

1903 wurde Karl Straube Organist an der Thomaskirche in Leipzig und Chordirigent des Leipziger Bach-Vereins. 1907 nahm Straube eine Tätigkeit als Orgellehrer am Königlichen Konservatorium der Musik in Leipzig an und wurde 1908 zum Professor berufen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Christoph Sysang

Johann Christoph Sysang: "Hermann befreit Germania nach dem Sieg über die Römer", 1753

Johann Christoph Sysang: „Hermann befreit Germania nach dem Sieg über die Römer“, 1753

Johann Christoph Sysang wurde am 20. Mai 1703 in Leipzig geboren. Bei seinem Vater erlernte er das Handwerk des Kunstdrechslers und ging in die Lehre bei dem Leipziger Kupferstecher Martin Bernigeroth.

1724 begab sich Sysang auf Wanderschaft nach Halle/Saale, wo er als Kupferstecher an der Universität tätig war, weiter über Dresden kam Johann Christoph Sysang nach Prag und blieb bis 1735. In Prag schuf er vor allem Stiche von Heiligenbildern.

Über Dresden kam Sysang wieder nach Leipzig und wurde einer der gefragtesten Kupferstecher. Sysang schuf Bildnisse von Fürstlichkeiten, Staatsmännern, Ärzten, Juristen und Theologen. Für das von Johann Heinrich Zedler herausgegebene Universallexikon steuerte er von 1741 bis 1754 Vignetten bei. Von 1751 bis 1754 war Johann Christoph Sysang auch für Johann Christoph Gottscheds Monatsschrift „Das Neueste aus der anmuthigen Gelehrsamkeit“ tätig. Sysang lieferte auch die Abbildungen zu Christoph Otto von Schönaichs Heldengedicht „Hermann oder Das befreite Deutschland“.

Johann Christoph Sysang starb am 12. Juli 1757 in Leipzig.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Christoph_Sysang#/media/Datei:Hermann_l%C3%B6st_Germania_(Sysang,1753).jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Heinrich Stromer (von Auerbach)

Heinrich Stromer

Heinrich Stromer

Heinrich Stromer wurde 1482 in Auerbach in der Oberpfalz geboren. Die Familie Stromer, die seit Mitte des 14. Jahrhunderts in Auerbach nachweisbar ist, war verwandt mit sehr begüterten Familien der Oberpfalz und mit dem Nürnberger Patriziat.

Heinrich Stromer studierte ab 1497 an der Universität Leipzig, erwarb 1501 den Magistertitel, wurde Professor der Philosophie und 1508 Rektor der Universität. 1511 erwarb Stromer den Doktortitel der Medizin, wurde 1516 Professor der Pathologie, 1523 Dekan der medizinischen Fakultät. Nach seinem Herkunftsort wurde er in Leipzig Dr. Auerbach genannt.

Am 24.Januar 1519 heiratete Heinrich Stromer Anna Hummelshain, Tochter von Hans Hummelshain, einer der reichsten Bürger Leipzigs. Im gleichen Jahr kaufte Heinrich Stromer für 3.500 Gulden ein Grundstück an der Grimmaischen Straße mit einem Weinkeller. Von 1530 bis 1538 ließ er Auerbachs Hof bauen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Günther Ramin

Günther Ramin

Günther Ramin

Günther Werner Hans Ramin wurde am 15. Oktober 1898 in Karlsruhe als Sohn eines Superintendenten geboren. 1900 zog die Familie nach Groß-Lichterfelde bei Berlin und 1903 nach Schkeuditz. Ab 1910 besuchte Ramin zunächst die Latina August Hermann Francke in Halle/Saale, wurde in den Thomanerchor unter Thomaskantor Gustav Schreck aufgenommen und besuchte die Thomasschule zu Leipzig.

Günther Ramin studierte auf Anraten des damaligen Thomasorganisten Karl Straube von 1914 bis 1917 am Konservatorium der Musik in Leipzig und konzentrierte sich zunächst auf das Klavierspiel. Später nahm Ramin Orgelunterricht bei Karl Straube, den Ramin auch in der Thomaskirche vertrat.

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Leipziger Persönlichkeiten – Günter Raphael

Günter Raphael

Günter Raphael

Günter Raphael wurde am 30. April 1903 in Berlin geboren. Der Sohn eines Kantors und Organisten sowie einer Geigerin begann im Alter von 10 Jahren zu komponieren. 1922 bis 1925 studierte Raphael an der Berliner Musikhochschule, scheiterte 1925 an der Kapellmeisterprüfung, da er die Bedeutung von bisbigliando („flüsternd“, ein Effekt bei der Harfe) nicht kannte.

1926 berief der damalige Thomaskantor Karl Straube Günter Raphael als Lehrer für Kontrapunkt und Musiktheorie an das kirchenmusikalische Institut in Leipzig. Den Durchbruch als Komponist erlebte Günter Raphael unter anderem mit der Uraufführung seiner 1. Sinfonie unter Wilhelm Furtwängler im Leipziger Gewandhaus 1926 und wenige Jahre später mit dem Requiem durch Straube, wiederum im Gewandhaus Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Gottlieb Wilhelm Rabener

Gottlieb Wilhelm Rabener

Gottlieb Wilhelm Rabener

Gottlieb Wilhelm Rabener wurde am 17. September 1714 auf dem Rittergut Wachau bei Leipzig geboren. Rabener studierte nach dem Besuch der Fürstenschule Sankt Afra in Meißen Rechtswissenschaften und Philosophie an der Universität Leipzig. Danach war er als Steuereintreiber und ab 1741 als Steuerrevisor in Leipzig tätig.

1753 wurde Gottlieb Wilhelm Rabener als Referent nach Dresden berufen. Bereits während seiner Zeit in Leipzig schrieb Rabener satirische und essayistische Artikel für verschiedene Zeitschriften. Wegen seines Schreibstils wurde Gottlieb Wilhelm Rabener oft der „deutsche Swift“ genannt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessing, Kunstsammlung der Universität Leipzig

Gotthold Ephraim Lessing, Kunstsammlung der Universität Leipzig

Gotthold Ephraim Lessing wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz geboren. Sein Vater, Johann Gottfried Lessing, war ein Vertreter der lutherischen Orthodoxie. In der Familie Lessing bestimmten vor allem die Bibel, der Glaube und die Sorge um das materielle „tägliche Brot“ das Gespräch beim Essen.

Gotthold Ephraim Lessings erhielt zunächst Unterricht bei seinem Vater. Im Alter von fünf Jahren war Lessing in der Lage, die Bibel und den von seinem Vater formulierten Katechismus zu lesen. Anschließend bekam Lessing einen Privatlehrer. Während des Besuchs der öffentlichen Lateinschule zeigte sich schnell, dass Lessing für sein Alter eine rasche Auffassungsgabe besaß und ein kluges Kind war. Der Unterricht genügte der intellektuellen Fähigkeiten des Schülers genügte und Lessings Vater reichte 1737 beim Kurfürsten ein Gesuch ein, den Sohn Gotthold Ephraim als in der Fürstenschule St. Afra in Meißen aufzunehmen. Gotthold Ephraim Lessing bestand die Aufnahmeprüfung 1741 hervorragend.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hans Strobel

Planung von Marienbrunn auf einer Postkarte von 1912

Planung von Marienbrunn auf einer Postkarte von 1912

Hans Strobel wurde am 26. Februar 1881 in Weiden in der Oberpfalz geboren. Er studierte Architektur an der Technischen Hochschule München und arbeitete während dieser Zeit schon selbstständig als Architekt, 1907 schloss Strobel das Studium 1907 mit Auszeichnung ab.

Bis 1910 arbeitete er als Angestellter in einem Architekturbüro und in städtischen Diensten in Bremen, wo er sich mit Fragen der Stadterweiterung befasste. Von 1910 bis 1914 leitete Hans Strobel das Stadterweiterungsamt der Stadt Leipzig. Strobel erarbeitete Bebauungspläne für u.a. für Möckern, nördlich der Halleschen Straße, die äußere Südvorstadt zwischen Bayrischem Bahnhof und Völkerschlachtdenkmal, die Gohliser Schlosswiesen und die Gartenstadt Marienbrunn.

Im Oktober 1914 ging er als Magistratsbaurat für Hochbau und Baupolizei nach Dortmund. Hans Strobel starb am 6. Februar 1953 in Dortmund.

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Leipziger Persönlichkeiten – Adolf von Strümpell

Adolf von Struempell

Adolf von Struempell

Adolf von Strümpell wurde am 28. Juni 1853 in Neu-Autz bei Mitau (Lettland) geboren. Der Sohn des Philosophen Ludwig von Strümpell studierte an der Karls-Universität in Prag zunächst Philosophie und Psychologie, wechselte dann zum Studium der Medizin an die Universität Dorpat. Strümpell beendete das Studium an der Universität Leipzig.

1875 promovierte er zum Dr. med. und ging als Assistenzarzt an die von Carl Reinhold August Wunderlich geleitete Medizinische Universitätsklinik Leipzig. 1883 wurde er als Professor nach Leipzig berufen, 1886 erhielt er eine Professur an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. 1903 wechselte Strümpell an die Schlesische Friedrich-Wilhelms-Universität, 1909 an die Universität Wien und 1910 zurück an die Universität Leipzig.

1915 wurde Adolf von Strümpell Rektor der Universität Leipzig. Ab März 1923 hielt sich Strümpell bei dem erkrankten Wladimir Iljitsch Lenin in Moskau auf. Adolf von Strümpell starb am 10. Januar 1925 in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Alphons Stübel

Alphons Stübel

Alphons Stübel

Moritz Alphons Stübel wurde am 26. Juli 1835 in Leipzig geboren. Seine Mutter starb bereits 1836 und nach dem Tod des Vaters 1849 wurde Stübel zusammen mit seinen beiden Schwestern Ida und Helene vom Bruder des Vaters, dem Stadtgerichtsrat Carl Julius Stübel, erzogen. 1854 legte er das Abitur ab und begann mit dem Studium der Chemie und Mineralogie an der Universität Leipzig, das er 1859 in Heidelberg weiterführte.

Während eines Aufenthalts in Italien Ende der 1850er-Jahre hatte sich Alphons Stübel mit Vulkanen beschäftigt. Stübel hielt sich bis Mitte der 1860er Jahre unter anderem in Marokko und auf Madeira auf, wo er weitere vulkanologische Untersuchungen durchführte. 1865 lernte er Wilhelm Reiß kennen, mit dem Stübel mehrere Forschungsreisen unter anderem nach Griechenland und Südamerika unternahm. Beide waren auch archäologisch aktiv.

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Leipziger Persönlichkeiten – Leonhard Christoph Sturm

Leonhard Christoph Sturm

Leonhard Christoph Sturm

Leonhard Christoph Sturm wurde am 5. November 1669 in Altdorf bei Nürnberg geboren. Sturm besuchte das Gymnasium Kloster Heilsbronn und studierte danach Evangelische Theologie an der Universität Altdorf. 1689 erhielt Leonhard Christoph Sturm ein Lehramt in Jena, 1689/90 an der Universität Leipzig.

Während seiner Zeit in Leipzig 1691 bis 1694 wohnte Sturm im Bosehaus am Thomaskirchhof. 1702 ging Sturm als Professor an die Brandenburgische Universität Frankfurt und wurde auswärtiges Mitglied der Königlich Preußischen Sozietät der Wissenschaften.

Sturm erlangte vor allen mit seinem systematisch aufgebauten architekturtheoretischen Werk große Bedeutung, weniger durch seine Tätigkeit als Baumeister. Er veröffentlichte neben Schriften zu theologischen und mathematischen Fragen etwa 40 Werke zu Themen der Architektur und des Ingenieurbaus. Damit beeinflusste Sturm die deutsche Baukunst des 18. Jahrhunderts nachhaltig.

Leonhard Christoph Sturm starb am 6. Juni 1719 in Blankenburg.

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Leipziger Persönlichkeiten – Nicolaus Adam Strungk

Nicolaus Adam Strungk - Manuskript des Laudate Pueri

Nicolaus Adam Strungk – Manuskript des Laudate Pueri

Nicolaus Adam Strungk wurde am 15. November 1640 in Braunschweig getauft. Der Sohn des Organisten und Komponisten Delphin Strungk erhielt bereits von seinem Vater in Braunschweig Orgelunterricht und studierte an der Universität Helmstedt. Später lernte Strungk bis 1660 Violine bei Nathanael Schnittelbach in Lübeck.

Ab 1660 hatte Nicolaus Adam Strungk verschiedene Stellungen als Erster Violinist und Konzertmeister in den Hofkapellen von Wolfenbüttel, Celle und Hannover. 1662 trat Strungk bei einem Besuch in Wien vor Kaiser Leopold I. als Geiger und Klavierspieler auf. 1679 wurde Strungk Direktor der Hamburger Ratsmusik und kehrte 1682 als Hofkomponist nach Hannover zurück.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ferdinand Stolle

Ferdinand Stolle

Ferdinand Stolle

Ferdinand Stolle, eigentlich Ferdinand Ludwig Anders, wurde am 28. September 1806 in Dresden geboren. 1827 begann er das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig und schloss sich der revolutionären Bewegung an. Seit 1830 verfasste Stolle Gedichte, Rezessionen und andere kleine Texte, in denen er die Zustände in Leipzig anprangerte.

Trotz einer Gefängnisstrafe veröffentlichte Ferdinand Stolle 1834 das Buch „Das neue Leipzig“, eine humoristisch-satirische Kritik. Der Rat drohte Stolle mit der Ausweisung und Ludwig Bernhard Stolle ging nach Grimma, wo er weiter literarisch wirkte. Ab 1844 gab Stolle das humoristisch-politische Volksblatt „Der Dorfbarbier“ heraus. 1855 ging Ferdinand Bernhard Stolle zurück nach Dresden, wo er am 29. September 1879 starb.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ernst Wilhelm Straßberger

Ernst Wilhelm Straßberger

Ernst Wilhelm Straßberger

Ernst Wilhelm Straßberger wurde am 14. Oktober 1796 in Leipzig geboren. Der Sohn des Malers Christian Gotthelf Straßberger studierte bei Veit Hanns Friedrich Schnorr von Carolsfeld an der Leipziger Kunstakademie und zwischenzeitlich auch an der Akademie in Dresden.

Als Siebzehnjähriger erlebte Ernst Wilhelm Straßberger die Ereignisse der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813, die prägend für sein Schaffen werden sollten. Von 1823 bis 1842 wirkte Ernst Wilhelm Straßberger als Schmelzmaler in der Porzellanmanufaktur Meißen und lebte anschließend als freischaffender Künstler in Leipzig.
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Leipziger Persönlichkeiten – Gottfried Wilhelm Leibniz

Gottfried Wilhelm Leibniz

Gottfried Wilhelm Leibniz

Gottfried Wilhelm Leibniz wurde am 21. Juni in Leipzig 1646 als Sohn des aus Altenberg im Erzgebirge stammende Juristen, Notars und Professors für Moralphilosophie Friedrich Leibnütz geboren. Sein Vater besaß eine umfangreiche und vielfältige Bibliothek, zu der junge Leibniz nach dem Tod des Vaters Zugang hatte. Im Alter von acht Jahren lernte Gottfried Wilhelm Leibniz autodidaktisch die lateinische und die griechische Sprache, als Zwölfjähriger entwickelte er beim Durchdenken logischer Fragestellungen die Anfänge einer mathematischen Zeichensprache.

Gottfried Wilhelm Leibniz besuchte von 1655 bis 1661 die Nikolaischule in Leipzig. 1661 schrieb er sich an der Universität Leipzig ein, zu seinen Professoren gehörten Johann Adam Schertzer und Jakob Thomasius. 1663 ging Leibniz an die Universität in Jena.

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Leipziger Persönlichkeiten – Adolf Lehnert

Adolf Lehnert

Adolf Lehnert

Franz Robert Adolf Lehnert wurde am 20. Juli 1862 in Leipzig geboren. Sein Vater war Lokomotivführer. Nach dem Besuch der Realschule studierte Adolf Lehnert von 1880 bis 1888 an der Königlichen Kunstakademie in Leipzig bei Melchior zur Strassen. Auf der Jahresausstellung der Schülerarbeiten der Akademie wurde Lehnert 1882 die bronzene Medaille und 1885 die silberne Medaille verliehen. Nach seiner Ausbildung hielt sich Adolf Lehnert zu Studienzwecken in Rom und Paris auf.

Adolf Lehnert war von 1896 bis 1924 Lehrer an der Kunstakademie in Leipzig. Zu seinen Schülern gehörte u.a. Max Alfred Brumme.

Adolf Lehnert gehört zu den bedeutendsten Künstlern des Historismus in Leipzig. Lehnert setzte zahlreiche öffentliche und private Aufträge um. Er war beteiligt mit künstlerischen Arbeiten am Neuen Rathaus, an der Universitätsbibliothek Albertina, an der Deutschen Bücherei sowie am Künstlerhaus.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hinrich Lehmann-Grube

Hinrich Lehmann-Grube (links) bei der Kommunalwahl 1990 in Leipzig

Hinrich Lehmann-Grube (links) bei der Kommunalwahl 1990 in Leipzig

Hinrich Lehmann-Grube wurde am 21. Dezember 1932 in Königsberg geboren. Am Ende des 2. Weltkriegs flüchtete die Familie nach Hamburg. Lehmann-Grube beendete 1951 seine Schulzeit mit dem Abitur in Hamburg und studierte anschließend Jura.

1956 wurde Hinrich Lehmann-Grube Mitglied der SPD. Von 1957 bis 1967 war Hinrich Lehmann-Grube in der Hauptgeschäftsstelle des Deutschen Städtetags in Köln tätig, 1967 bis 1979 war er Beigeordneter der Stadtverwaltung Köln. 1979 wurde Lehmann-Grube Oberstadtdirektor in Hannover. Leipzig und Hannover sind seit dem 23. November 1987 Partnerstädte.

Im April 1990 nahm Hinrich Lehmann-Grube die Staatsbürgerschaft der DDR an, um als SPD-Kandidat an der Kommunalwahl am 6. Mai 1990 in Leipzig teilnehmen zu können. Er gewann seinen Wahlkreis und wurde Stadtverordneter in Leipzig. Am 6. Juni 1990 wählte die Stadtverordnetenversammlung von Leipzig Hinrich Lehmann-Grube zum Oberbürgermeister. Bei den Wahlen zum Oberbürgermeister Juni 1994 wurde er mit großer Mehrheit im Amt bestätigt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Werner Stein

Werner Stein

Werner Stein

Ludwig Wilhelm Werner Stein wurde am 10. Januar 1855 in Braunschweig als Sohn eines Korbmachers geboren. Seine Ausbildung erhielt Stein von 1873 bis 1875 an der Kunstgewerbeschule Nürnberg unter Melchior zur Strassen und von 1875 bis 1879 bei Johannes Schilling in Dresden. Als Schillings Schüler war Werner Stein an der Ausführung des Niederwalddenkmals bei Rüdesheim am Rhein beteiligt. 1879 erhielt Stein eine Professur als Lehrer für Modellieren an der Leipziger Gewerbeschule.

1902 kaufte Werner Stein ein Bauerngehöft in Streitwald im Kohrener Land, auf dem er seinen Lebensabend verbrachte. Werner Stein starb am 18. Januar 1930 in Streitwald und wurde auf dem Friedhof in Greifenhain beerdigt. In seinem Testament verfügte Stein, dass der Leipziger Künstlerverein eine Stiftung zur Unterstützung mittelloser Leipziger Kunststudenten gründete. Stein war der langjährige Vorsitzende des Leipziger Künstlervereins.
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Leipziger Persönlichkeiten – Otto Spamer

Otto Spamer

Otto Spamer

Johann Christian Gottlieb Franz Otto Spamer wurde am 29. August 1820 in Darmstadt geboren. Seine Lehre absolvierte er in Darmstadt, arbeitete einige Jahre in Aschaffenburg und kam nach Leipzig.

1847 machte sich Spamer in Leipzig als Buchhändler selbständig und widmete sich Kinderbüchern. Die Revolution von 1848 verschlug ihn über Wien bis in die Türkei. Nach seiner Rückkehr nach Leipzig brauchte es einige Zeit, bis seine Buchhandlung wieder Fuß fassen konnte.

Zwischen 1860 und 1880 war der Verlag von Otto Spamer der bedeutendste in der Jugendbuchproduktion. Otto Spamer starb am 27. November 1886 in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Max Lange

Max Lange

Max Lange

Max Lange wurde am 7. August 1832 in Magdeburg geboren. Er studierte u.a. Rechtswissenschaft und Philosophie und promovierte in beiden Fächern. Ab 1864 war Lange Mitinhaber der Verlagsbuchhandlung Otto Spamer in Leipzig. Nach dem Tode seines Schwiegervaters 1886 wurde Max Lange Alleininhaber der Verlagsbuchhandlung.

Max Lange betätigte sich auch als Autor. Er verfasste populäre Lebensbilder über Abraham Lincoln (1866) und Kaiser Wilhelm I. (1888) und viele andere Schriften.
Bereits als Schüler redigierte Lange 1849 die Magdeburger Schachzeitung. Lange war Gründer der Zeitschrift „Sonntags-Blatt für Schach-Freunde“. Sein Lehrbuch des Schachspiels erlebte 1856 und 1865 zwei Auflagen und wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Maximilian Speck von Sternburg

Maximilian Speck von Sternburg

Maximilian Speck von Sternburg

Maximilian Speck, seit 1829 Freiherr Speck von Sternburg, wurde am 30. Juli 1776 in Gröba geboren. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen erhielt er in Beucha durch den Pfarrer Friedrich Gottlob Stephani eine schulische Ausbildung. 1791 begann Speck Leipzig eine Lehre in einem Wollhandelshaus. Aufgrund seines Geschicks im Umgang mit Geschäftspartnern wurde Maximilian Speck von seinem Arbeitgeber durch mehrere europäische Länder geschickt.

1815 kaufte Maximilian Speck das Haus Reichsstraße, Ecke Schuhmachergässchen, das er für seine geschäftlichen Zwecke aus- und umbaute. Mit dem Neubau des Messehauses Specks Hof wurde das Wohnhaus von Maximilian Speck abgerissen, sein Name aber auf den Neubau übertragen. 1817 richtete Speck in Wien eine Handlung für Wollsortierungen ein, weitere folgten in anderen europäischen Städten.

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Leipziger Persönlichkeiten – Rudolf Kötzschke

Rudolf Kötzschke

Rudolf Kötzschke

Rudolf Kötzschke wurde am 8. Juli 1867 in Dresden geboren. Der Sohn des „königlich sächsischen Kammermusikus“ Hermann Kötzschke und älterer Bruder des Historikers Paul Richard Kötzschke besuchte die Gelinek’sche Privatschule und von 1877 bis 1885 das Gymnasium zum Heiligen Kreuz in Dresden. Zwischen 1886 und 1889 studierte Kötzschke an der Universität Leipzig Latein und Geschichte sowie Deutsch, Geographie, Sanskrit und Altgriechisch. 1887 studierte er für ein Semester an der Universität Tübingen.

Rudolf Kötzschke war zunächst als Lehrer an Gymnasien in Dresden und Leipzig tätig. 1894 holte ihn der Historiker Karl Lamprecht nach Leipzig. Kötzschke wurde 1896 Hilfsarbeiter in der Königlich Sächsischen Kommission für Geschichte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Max Spohr

Max Spohr

Max Spohr

Johannes Hermann August Wilhelm Max Spohr wurde am 17. November 1850 in Braunschweig als Sohn eines Kaufmanns geboren. In Braunschweig machte er eine Buchhandelslehre und arbeitete danach als Buchhandelsgehilfe in Fünfkirchen (Ungarn), Hannover und Leipzig. Mit Rudolf Wengler gründete Max Spohr in Braunschweig den „Verlag Wengler & Spohr“. In Leipzig war Spohr bei den Verlagen K.F. Koehler und Veit & Co tätig.

1881 gründete Spohr eine Sortiments-, Antiquariats- und Verlagsbuchhandlung und seinen Verlag. Zunächst verkaufte er wurden vor allem Restbestände anderer Verlage, Ende der 1880er-Jahre begann Max Spohr selbständig Bücher zu verlegen.
Mit „Der Urning vor Gericht“ von Melchior Grohe und „Die Enterbten des Liebesglücks“ von Otto de Joux gab Spohr 1893 die ersten Werke rund um das Thema Homosexualität heraus. 1894 folgte „Die verkehrte Geschlechtsempfindung“ von Norbert Grabowsky.

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Leipziger Persönlichkeiten – Martin Samuel Kroch

Industriepalast Leipzig

Industriepalast Leipzig

Martin Samuel Kroch wurde am 20. November 1853 in Breslau geboren. Der Sohn einer Thora-Gelehrtenfamilie in Schlesien kam mit seiner Familie kurz nach seiner Geburt nach Leipzig. Kroch begann zunächst mit dem Getreidehandel, bevor er ins Bankgeschäft und schließlich in den Immobilienhandel einstieg. 1877 gründete Martin Samuel-Kroch das „Bankhaus Kroch jr.“. Sein Sohn Hans Kroch errichtete das Krochhochhaus am Augustusplatz in Leipzig.

Krochs Unternehmen florierte, sodass er außer einer Korn- und Sägemühle umfangreichen landwirtschaftlichen Besitz erwarb. Martin Samuel Kroch war auch Bauherr des Industriepalastes Leipzig. 1903 erwarb der Talmud-Thora-Verein unter Vorsitz des jüdischen Kaufmanns und Bankiers Martin Samuel Kroch das Gebäude von Friedrich Gutfreund in der Leipziger Keilstraße, aus dem dann die Brodyer Synagoge wurde.

Martin Samuel Kroch starb am 25. Oktober 1926 in Leipzig und wurde auf dem alten jüdischen Friedhof in Leipzig begraben.

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Leipziger Persönlichkeiten – Paul Speck

Altes Rathaus Leipzig, Zwerchhäuser

Altes Rathaus Leipzig, Zwerchhäuser

Das Geburtsdatum von Paul Speck ist unbekannt, geboren wurde er wohl in Ehrenfriedersdorf, nachweisbar ist er ab 1532 in Freiberg. 1534 wurde Speck Bürger von Zwickau. Seine nachweisliche Beteiligung an der Errichtung bedeutender spätgotischer obersächsischer Hallenkirchen ist oft ungeklärt, sicher ist, dass Paul Speck maßgeblich an der Einführung und Durchsetzung der Formen der Renaissance in Sachsen in der Bau- und Bildhauerkunst beteiligt war.

Speck beherrschte mit einer großen Werkstatt für lange Jahre in weiten Teilen Sachsens den Markt, er war als Baumeister gesucht und umworben. Als Bildhauer schuf Paul Speck bedeutende Portale und Grabmale der Frührenaissance, weiterhin mehrere Kanzeln und Taufsteine. Als Baumeister errichtete er einige bedeutende Profanbauten. Speck war auch gesuchter Fachmann für Festungs- und Brückenbauten.

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Leipziger Persönlichkeiten – Kurt Kresse

Kurt Kresse

Kurt Kresse

Kurt Kresse wurde am 15. Mai 1904 in Leipzig geboren. Er wuchs in einer Arbeiterfamilie in Kleinzschocher auf. Sein jüngerer Bruder war der spätere Leipziger Oberbürgermeister Walter Kresse. Kresse durchlief eine Lehre zum Buchdrucker, konnte diesen Beruf jedoch zunächst nicht ausüben und arbeitete deshalb einige Jahre als Bergarbeiter im Ruhrgebiet und in Ostthüringen.

1924 fand Kresse in Leipzig eine Anstellung als Buchdrucker, trat in die KPD ein und wurde später Mitglied der KPD-Bezirksleitung Westsachsen. In den letzten Jahren der Weimarer Republik war Kresse Vorsitzender des Arbeitersportvereins „Fichte“ in Leipzig.

Nach 1933 wurde Kurt Kresse zweimal für mehrere Monate inhaftiert, unter anderem im KZ Colditz. Nach seiner Entlassung organisierte Kurt Kresse Solidaritätsaktionen für politische Gefangene und deren Familien. Von 1939 bis 1944 arbeitete Kresse als Fräser in der Druckmaschinenfabrik Schelter & Giesecke in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Karl Theodor Küstner

Karl Theodor KüstnerKarl Theodor Küstner, ab 1837 von Küstner, wurde am 26. November 1784 in Leipzig geboren. Er besuchte die Thomasschule zu Leipzig, studierte an den Universitäten Leipzig und Göttingen Rechtswissenschaften und nahm nach einer größeren Reise durch Deutschland und Frankreich am Feldzug von 1814 als Husarenoffizier der sächsischen Freiwilligen teil.

Küstners Vorliebe für die dramatische Kunst führte ihn als Intendant zum Theater. Karl Theodor Küstner führte zunächst auf eigene Rechnung die Leitung des Leipziger Stadttheaters, das unter seiner Leitung zu einer der bedeutenden deutschen Bühnen wurde. Er begründete eine Pensionsanstalt für die Mitglieder des Theaters 1819 wurde Küstner Mitglied der Leipziger Freimaurerloge Minerva zu den drei Palmen.

1830 wurde Karl Theodor Küstner als Direktor des Hoftheaters nach Darmstadt berufen. Bereits nach einem Jahr legte er dieses Amt nieder und stand seit 1833 dem Hoftheater in München vor. 1837 wurde Küstner in den bayerischen Adelsstand erhoben.

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Leipziger Persönlichkeiten – Karl Siegismund

Eingang zur Deutschen Bücherei in Leipzig

Eingang zur Deutschen Bücherei in Leipzig

Karl Siegismund wurde am 23. Januar 1861 in Leipzig geboren. Er absolvierte von 1875 bis 1879 eine Buchhandelslehre bei Karl Volckmar in Leipzig und besuchte gleichzeitig die Leipziger Buchhändlerlehranstalt. Karl Siegismund ging 1879 nach Bonn, 1883 bis 1884 war er in Wien als Gehilfe und seit 1885 bei der „Stuhr’schen Buch- und Kunsthandlung“ in Berlin als Geschäftsführer angestellt.

In Berlin kaufte Siegismund 1886 „Internationale Buchhandlung“ und gründete eine Verlags- und Sortimentsbuchhandlung mit Antiquariat unter dem Namen „Karl Siegismund“. Das Geschäft verkaufte er 1898 und führte den Verlag in erweitertem Umfang fort. Sein Schwerpunkt lag bei historisch-militärischen Themen auf monarchistischer Grundlage. Für die Entwicklung des Verlags und das Ansehen von Karl Siegismund war die 1890 gegründete illustrierte Zeitschrift „Deutscher Soldatenhort“, die bis 1920 erschien. Ziel der Zeitschrift war es, hohe Militärs, Wehrpflichtige und Reservisten gegen sozialdemokratische Einflüsse zu immunisieren.

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Leipziger Persönlichkeiten – Karl Krause

Karl Krause

Karl Krause

Johann Gottfried Karl Krause wurde am 29. November 1823 in Liemehna bei Eilenburg geboren. Das elfte Kind eines Landwirts verbrachte nach dem frühen Tod des Vaters eine entbehrungsreiche Kindheit. 1838 kam Krause nach Leipzig und arbeitete als Laufbursche für das Café français des Konditors Wilhelm Felsche. 1842 bis 1846 absolvierte Karl Krause eine Schlosserlehre und ging anschließend Wanderschaft in den südwestdeutschen Raum und in die Schweiz.

1848 kehrte er nach Leipzig zurück und arbeitete bis 1855 als Geselle in mehreren Leipziger Maschinenfabriken. Mit wenig Startkapital und der Hilfe des Konditors Felsche eröffnete Krause 1855 in der Leipziger Erdmannstraße eine Reparaturwerkstatt für Maschinen des grafischen Gewerbes. Bald begann Karl Krause, solche Maschinen selbst zu bauen – ab 1855 Steindruckpressen, ab 1856 Kupferdruckpressen, Glätt- und Packpressen und ab 1857 Satinierwalzwerken, weiterhin baute er Papierschneidemaschinen und weitere Maschinen, die in Buchbindereien eingesetzt wurden, wie ab 1857 Kniehebelpressen für den Blinddruck.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Kuhnau

Johann Kuhnau

Johann Kuhnau

Johann Kuhnau wurde am 6. April 1660 in Geising im Erzgebirge geboren. Seine Familie stammte aus Böhmen, welches der Großvater wegen der Gegenreformation verlassen musste. Drei Söhne der Familie Kuhnau wurden Musiker – außer Johann waren dies der älteste Sohn Andreas Kuhnau (1657 bis 1721), der als Kantor in Weesenstein, Groitzsch und St. Annaberg tätig war, und Gottfried Kuhnau (1674 bis 1736), der Kantor in Johanngeorgenstadt wurde.

1682 siedelte Kuhnau nach Leipzig über zum Studium der Rechtswissenschaft. Johann Kuhnau bewarb sich um die Organistenstelle an der Thomaskirche, wurde aber zunächst abgelehnt. Die Stele bekam Gottfried Kühnel, nach dessen Tod 1684 entschied sich der Leipziger Stadtrat für Kuhnau. Grund dafür war, dass Kuhnau anlässlich der Rückkehr von Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen aus der Schlacht bei Wien gegen die Türken im Herbst 1683 ein mehrchöriges, allegorisches Dramma per musica komponiert und als Freiluftmusik aufgeführt hatte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hermann Gordian Landwehr

Wahren, Kath. Pfarr- und Klosterkirche St. Albert

Wahren, Kath. Pfarr- und Klosterkirche St. Albert

Pater Gordian Landwehr, Geburtsname Hermann Landwehr, wurde am 30. Dezember 1912 in Lohne (Oldenburg) geboren. Das vierte von insgesamt zwölf Kindern eines Gemischtwarenhändlers stammte aus einem dem Katholizismus eng verbundenen Elternhaus. Im Alter von 13 Jahren wechselte Landwehr von der Volksschule an die von Dominikanern geleitete Ordens- und Missionsschule St. Josef in Vechta bei Oldenburg.

1932 trat Gordian Landwehr in Warburg (Westfalen) dem Dominikanerorden bei, studierte Theologie und legte im Mai 1936 die Ewigen Gelübde ab. 1938 wurde Landwehr zum Priester geweiht. Ab 1941 musste Gordian Landwehr als Sanitätssoldat in der Wehrmacht dienen und war bis zum Kriegsende an der Ostfront eingesetzt. Gordian Landwehr erkannt früh, dass sich Soldaten der Wehrmacht vieler Kriegsverbrechen in der Sowjetunion schuldig machten, in seiner Autobiografie berichtete er von Massenmorden an Juden und davon, dass seine Sanitätseinheit jüdische Bedienstete nicht an die SS ausgeliefert habe.
Trotzdem haderte Landwehr mit sich, dass er nicht genug Mut aufgebracht habe, um mehr Menschen vor dem Zugriff der Nazis zu schützen. Gordian Landwehr lernte die russische Sprache und feierte in Minsk und Umgebung öfters Gottesdienste für die einheimischen Katholiken – von der Wehrmacht eigentlich streng verboten.

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Leipziger Persönlichkeiten – Karl Friedrich Friccius

Friccius-Denkmal in Leipzig

Friccius-Denkmal in Leipzig

Karl Friedrich Friccius wurde am 28. Juni 1779 in Stendal geboren. Friccius studierte Rechtswissenschaft in Halle/Saale und wurde 1800 Auskultator am Obergericht der Altmark. Nach der Niederlage der Preußen bei Jena und Auerstedt 1806 wollte sich Karl Friedrich freiwillig melden, wurde aber wegen seines fehlenden Adelsprivilegs nicht angenommen.

Später wurde er dann doch Seconde-Lieutenant und als in Ostpreußen vier Brigaden mit 19 Reserve-Bataillonen gebildet wurden, wurde Neidhardt von Gneisenau sein Bataillonskommandeur. Bei der Verteidigung von Danzig 1806 bis 1807 zeichnete sich Friccius durch die selbständige Verteidigung von Neufahrwasser aus.

1813 trat Karl Friedrich Friccius erneut dem Militär bei und wurde Major und Kommandeur des 1. ostpreußischen Landwehr-Bataillons. Am 19. Oktober 1813 stürmte Karl Friedrich Friccius als einer der ersten das Grimmaische Tor in Leipzig und drang in die Stadt ein. Am 7. November 1813 erhielt Friccius den schwedischen Schwertorden für seine militärischen Leistungen in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Gottfried Körner

Johann Gottfried Körner

Johann Gottfried Körner

Johann Gottfried Körner wurde am 16. September 1726 in Weimar geboren. Der Sohn des Geistlichen an der St.-Peter-und-Paul-Kirche in Weimar besuchte das Gymnasium in Weimar und studierte ab 1743 an der Universität Leipzig. 1748 wurde Körner Vesperprediger an der Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig, 1749 Kachet, 1752 Subdiakon der Thomaskirche und am 1. Januar 1756 Subdiakon der Nikolaikirche.

1761 trat Johann Gottfried Körner das Amt des Diakons an der Nikolaikirche an, 1775 das Amt des Archidiakon an der Thomaskirche. 1776 wurde Körner erster Pastor an der Thomaskirche, Superintendent, ordentlicher Professor der Theologie an der Leipziger Hochschule und Beisitzer im Leipziger Konsistorium. 1782 erlangte Johann Gottfried Körner die Domherrenwürde des Hochstifts in Meißen. Er war der Vater des Juristen Christian Gottfried Körner.

Johann Gottfried Körner starb am 4. Januar 1785 in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Georg Steindorff

Georg Steindorff

Georg Steindorff

Georg Steindorff wurde am 12. November 1861 in Dessau geboren. Er wuchs mit vier Geschwistern in einem liberalen jüdischen Elternhaus auf und legte in Dessau sein Abitur ab. In Berlin absolvierte Georg Steindorff zunächst ein Studium der Geschichte und Philosophie. Als sein Interesse an der Ägyptologie und der Orientalistik wuchs, schrieb er sich 1882 am Ägyptologischen Seminar der Universität Göttingen ein. 1885 konvertierte Georg Steindorff vom Judentum zum Protestantismus. 1893 wurde Stein an die Universität Leipzig berufen.

Seit 1898 war Steindorff Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, 1904 wurde er Ordinarius und zu einem der bedeutendsten Lehrkräfte der Universität Leipzig seiner Zeit. 1923/1924 war Steindorff Rektor der Universität Leipzig. Die von Gustav Seyffarth gegründete Ägyptische Sammlung baute Steindorff zu einem Museum, dem Ägyptischen Museum der Universität Leipzig, aus. Steindorff unternahm Forschungsreisen nach Ägypten und erwarb Gegenstände des Haus- und Grabgebrauchs und Kunstwerke.

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Leipziger Persönlichkeiten – Abraham Lamberg

Würzgärtlein für die kranken Seelen. gedruckt zu Leipzig durch Abraham Lamberg

Würzgärtlein für die kranken Seelen. gedruckt zu Leipzig durch Abraham Lamberg

Abraham Lamberg wurde am 31.3.1557 in Leipzig geboren. Nachdem dem Tod seines Vaters wurde Lambergs Bildungsweg auf der Lateinschule Schulpforte unterbrochen. Abraham Lamberg ging zu dem Verlag Jakob Bärwald Erben in Leipzig, erwarb nach den Wanderjahren 1587 das Leipziger Bürgerrecht und ließ sich als Drucker nieder. Abraham Lamberg arbeitete für Henning Große in Leipzig und für den spekulativen Raubdruckverleger Johann Francke in Magdeburg. Als Druckerzeichen führte Lamberg den Pegasus.

Gegen den Widerstand der Leipziger Buchführer eröffnete Abraham Lamberg 1597 eine Buchhandlung für den Vertrieb der eigenen Verlagsartikel sowie als Sortiment und als Kommissionslager für die Drucke seines Stiefsohnes Hans Rambau in Görlitz. 1598 leistete Lamberg den neu geforderten Buchdruckereid. Schon 1595 hatte er an der ersten Sitzung der sich gründenden Leipziger Buchdruckerinnung teilgenommen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Wilhelm Traugott Krug

Wilhelm Traugott Krug

Wilhelm Traugott Krug

Wilhelm Traugott Krug wurde am 22. Juni 1770 in Radis geboren. Krug besuchte die Dorfschule, die aber einen schlechten Unterricht bot. Die Eltern ließen ihre Kinder darum von Hauslehrern unterrichten. Ab 1782 ging Krug auf die Landesschule Pforta. Wilhelm Traugott Krug studierte Philosophie und Theologie 1788 an der Leucorea in Wittenberg, 1792 an der Universität Jena und 1794 an der Georg-August-Universität Göttingen.

Er hielt Vorlesungen über Philosophie und Enzyklopädie. 1801 ging er als Professor an die Brandenburgische Universität Frankfurt, lernte dort Wilhelmine von Zenge kennen und heiratete sie am 8. Januar 1804 in der St. Marienkirche Frankfurt (Oder). Wilhelmine war zuvor seit 1800 mit Heinrich von Kleist verlobt gewesen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Carl Lampe

Carl Lampe 1850

Carl Lampe 1850

Carl Lampe wurde am 10. Juli 1804 in Leipzig als Sohn von Johann Caspar Lampe, dem Hauptteilhaber der Drogenhandlung Brückner, Lampe & Co., geboren. Lampe baute das Unternehmen als Großhandelsgeschäft aus und ergänzte es durch eine Fabrik für ätherische Öle und chemische Produkte. Carl Lampe gab regelmäßig Handelsberichte heraus und verschaffte so der Fachwelt eine Übersicht über den Arzneimittelmarkt und förderte die gesamte pharmazeutische Branche. Lampe stiftete der Universität Leipzig eine pharmakognostische Sammlung.

Auf Anregung von Carl Lampe und Hermann Härtel trafen sich im November 1836 fünfzehn Leipziger Bürger, unter ihnen Kaufleute und Verlagsbuchhändler, in Lampes Haus „Milchinsel“ zur Gründung des Leipziger Kunstvereins. Der Zweck des Vereins war die Errichtung eines Kunstmuseums. 1848 wurde das Städtische Museum eröffnet. Dem Museum stiftete Carl Lampe eine Sammlung von mehr als 1.600 nach didaktischen, kunsthistorisch systematisierenden Prinzipien zusammengestellten Kunstblättern und legte so den Grundstock für die Grafische Sammlung des Museums. Auch zahlreiche historische Aufnahmen in der Fotografischen Sammlung stammen aus Lampes Besitz.

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Leipziger Persönlichkeiten – Herbert Küas

Rekonstruktionszeichnung der Leipziger Burg um 1015 nach archäologischen Grabungen durch Herbert Küas - heute mitunter umstritten.© Stadt Leipzig / Stadtarchiv

Rekonstruktionszeichnung der Leipziger Burg um 1015 nach archäologischen Grabungen durch Herbert Küas – heute mitunter umstritten.© Stadt Leipzig / Stadtarchiv

Herbert Küas wurde am 5. Juli 1900 in Leipzig geboren. Nach dem Kriegsdienst im 1. Weltkrieg legte er im Alter von 20 Jahren sein Abitur ab und ging an die Technische Hochschule nach München, wo er einige Semester Architektur studierte. Ab 1924 folgte ein mehrjähriger Studienaufenthalt in Italien. Anschließend studierte Küas Kunstgeschichte an der Universität Leipzig, wo er 1935 mit einer Arbeit über Plastik des 13. Jahrhunderts im Dom zu Meißen promovierte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hans Kroch

Kroch-Haus am Augustusplatz in LeipzigHans Meyer Zwi Kroch wurde am 3. Juni 1887 in Leipzig geboren. Nach dem Besuch des König-Albert-Gymnasiums in Leipzig trat Kroch 1922 in die von seinem Vater Martin Samuel Kroch gegründete Privatbank Kroch jr. KG a. A. ein und wurde später persönlich haftender Gesellschafter. 1923 war Hans Kroch Gründungs- und Aufsichtsratsmitglied der Leipziger Messe- und Ausstellungs-AG.
1928 bezog das Bankhaus das von Architekten German Bestelmeyer entworfene Krochhochhaus am Augustusplatz, mit 43 Metern das erste Hochhaus Leipzigs. Hans Kroch war Hauptaktionär der AG für Haus- und Grundbesitz, die 1929 bis 1930 den Bau der im Volksmund genannten Krochsiedlung in Gohlis finanzierte.

Am 10. November 1938 wurde Hans Kroch nach der Pogromnacht verhaftet und ins KZ Buchenwald, später Sachsenhausen verschleppt. Erst nachdem Kroch im Namen aller Familienmitglieder eine Verzichtserklärung auf das Gesellschaftsvermögen des Bankhauses Kroch abgegeben hatte, wurde er freigelassen und die Bank schließlich von der Industrie- und Handelsbank AG übernommen.
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Leipziger Persönlichkeiten – Hans Krell

König Ludwig II. von Böhmen und Ungarn, gemalt von Hans Krell

König Ludwig II. von Böhmen und Ungarn, gemalt von Hans Krell

Hans Krell wurde um 1490 vermutlich in Crailsheim geboren. Während der Regierungszeit des ungarischen Königs Ludwig II. von 1522 bis 1526 stand Krell in dessen Diensten. Er arbeitete zunächst in Prag, dann in Ofen und in Preßburg.

1531 kam Hans Krell nach Leipzig und kaufte ein Haus am Alten Neumarkt 20 (heute Universitätsstraße). 1533 erhielt Krell auf Fürsprache von Herzog Georg dem Bärtigen von Sachsen das Bürgerrecht. 1535 erteilte der Rat der Stadt Leipzig Krell die Erlaubnis, „einen Turm auf sein Haus zu setzen, damit er die Wolken besser abmalen könnte“. Das Haus bekam den Spitznamen „die Arche“.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Wilhelm Stannebein

Friedrich Wilhelm Stannebein

Friedrich Wilhelm Stannebein

Friedrich Wilhelm Stannebein wurde am 29. März 1816 in Dölsdorf geboren. Er erlernte das Müllerhandwerk und kam 1841 nach Schönefeld bei Leipzig. Hier pachtete Stannebein eine Windmühle, die nach der Zerstörung in der Völkerschlacht bei Leipzig am 18. Oktober 1813 im Jahr 1826 neu aufgebaut wurde.

1862 beantragte Friedrich Wilhelm Stannebein zusätzlich die Konzession für einen „Kaffee-, Milch- und Kuchengarten im gedachten Mühlengrundstück“, das sich von der Mühle in Richtung Straße anschloss. Seine Wirtschaft versorgte Stannebein selbst mit Backwaren und so erfreute sie sich bald großer Beliebtheit als Ausflugsziel der Leipziger. 1863 erhielt Stannebein die Erlaubnis zum Ausschank von „Baierischem Bier, einem Glas Punsch oder Grog, Likör“ sowie von kalten Speisen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Adolf von Kröner

Adolf von Kröner

Adolf von Kröner

Gustav Adolf Kröner, seit 1905 von Kröner, wurde am 26. Mai 1836 in Stuttgart geboren. Kröner besuchte das Gymnasium in Stuttgart, ging 1853 zum Studium nach Paris mit dem Wunsch, Opernsänger zu werden. Aus finanziellen Gründen brach er das Gesangsstudium ab und kehrte nach Stuttgart zurück. Adolf Kröner ging nach Leipzig und Weimar, um das Studium der Schauspielerei aufzunehmen, brach dieses ebenfalls ab und entschied sich schlussendlich für die Ausbildung zum Buchhändler.

1855 begann Kröner seine Ausbildung in einer Buchhandlung in Stuttgart, wechselte nach Cannstatt und nahm anschließend eine Anstellung als Buchhändlergehilfe in München an.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ronald M. Schernikau

Gedenktafel für Ronald M. Schernikau in Leipzig

Gedenktafel für Ronald M. Schernikau in Leipzig

Ronald M. Schernikau wurde am 11. Juli 1960 in Magdeburg geboren. Seine Mutter siedelte 1966 aus der DDR in die BRD über, Schernikau wuchs in Lehrte bei Hannover auf.
Mit 16 Jahren trat Ronald M. Schernikau in die Deutsche Kommunistischen Partei (DKP) ein. 1980 erschien seine „Kleinstadtnovelle“, ein Buch über schwules Coming-out in einer Kleinstadt, Schernikaus erster bemerkenswerter Erfolg.

1980 zog Schernikau nach West-Berlin, trat der Sozialistischen Einheitspartei Westberlins (SEW) bei und studierte an der Freien Universität Berlin Germanistik, Philosophie und Psychologie.

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Leipziger Persönlichkeiten – Gottlob Kunath

Erste Armenschule von Leipzig

Erste Armenschule von Leipzig

Gottlob Kunath wurde 1799 in Predel geboren. 1808 trat Kunath eine Stelle als Lehrer im Leipziger Armenschulwesen an. Er verbesserte die Leistungsfähigkeit seiner ca. 1.000 Schüler.

Auf Gottlob Kunaths Initiative entstand neben der Armenschule an der Sternwartenstraße/Turnerstraße 1840 ein weiteres Schulgebäude. Kunath setzte sich dafür ein, dass die Lehrer an den Armenschulen den Lehrern an den Städtischen Volksschulen gleichgestellt wurden.

Gottlob Kunath starb am 24. April 1844 in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Klaus Renft

Klaus Renft (Foto Thomas Kraft)

Klaus Renft (Foto Thomas Kraft)

Klaus Renft, bürgerlich Klaus Jentzsch, wurde am 30. Juni 1942 in Jena geboren. Seine Kindheit verbrachte Renft im Dorf Gernewitz. Im April 1952 zog Klaus Renft mit seiner Mutter nach Leipzig und besuchte die Petrischule. 1957 hatte Renft erste Auftritte mit der Schülerband „Kolibri“.

1958 gründete Klaus Renft mit einigen Freunden in Leipzig die „Klaus-Renft-Combo“, die bis zum Auftrittsverbot 1962 bestand. Nach dem verbot wurde die Gruppe umbenannt in „The Butlers“. Renft wohnte in der Mozartstraße 8 und in der Hohen Straße 49. 1963 beendet Klaus Renft seine Ausbildung als Möbeltischler.

Am 1. März 1964 trat die Band „The Butlers“ zum ersten Mal offiziell auf. Und erhielt im gleichen Jahr beim Deutschlandtreffen der Jugend eine Auszeichnung. 1965 wurde der populären Band aufgrund ihres westlichen Stils ein „unbefristetes Spielverbot“ ausgesprochen, zeitgleich mit dem Verbot vieler anderer Bands in Leipzig, ausgelöst durch den Leipziger Beataufstand. Ab 1967 durfte die „Klaus Renft Combo“ wieder öffentlich auftreten, ab 1971 waren auch Rundfunkaufnahmen möglich.

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Leipziger Persönlichkeiten – Theodor Kösser

Hauptportal der Mädler-Passage Leipzig

Hauptportal der Mädler-Passage Leipzig

Theodor Kösser wurde am 2. Januar 1854 in Nerchau geboren. Kösser studierte an der Technischen Hochschule Stuttgart und der Technischen Hochschule Dresden und arbeitete von 1881 bis 1885 als Bürochef im Atelier des Leipziger Architekten Arwed Roßbach. Theodor Kösser war beteiligt an den Entwürfen für das Augusteum und für die Universitätsbibliothek Albertina.

1885 ließ sich Theodor Kösser als selbstständiger Architekt in Leipzig nieder und errang Preise bei Wettbewerben, z.B. für die Rathaus-Neubauten in Stuttgart und Hannover. 1902 bis 1906 baute Kösser nach Skizzen Roßbachs das Landgericht Leipzig (heute Amtsgericht Leipzig). Sein bedeutendstes Werk ist der Bau der Mädler-Passage, einer der bedeutendsten deutschen Passagenbauten aus der Spätzeit dieses Bautyps.

Theodor Kösser starb am 29. Juni 1929 in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Theodor Körner

Theodor Körner

Theodor Körner

Carl Theodor Körner wurde am 23. September 1791 in Dresden als Sohn des Juristen Christian Gottfried Körner geboren. Körner verfügte über ein musikalisches Talent, zeichnerische Begabung und beherrschte eine Anzahl Instrumente.

1808 begann Theodor Körner sein Studium an der Bergakademie Freiberg. 1810 erschien sein erster Gedichtband, die „Knospen“, verlegt von Georg Joachim Göschen.

Im Sommer 1808 kam Körner an die Universität Leipzig und studierte Geschichte und Philosophie. 1811 ging Theodor Körner nach Berlin und hörte Vorlesungen bei Johann Gottlieb Fichte, Friedrich Schleiermacher und Barthold Georg Niebuhr.
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Leipziger Persönlichkeiten – Karl Franz Gottfried und Karl Franz Koehler

Karl Franz Gottfried Koehler

Karl Franz Gottfried Koehler

Karl Franz Gottfried Koehler wurde am 7. Januar 1764 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Kartenmachers machte in Wien, Dessau und Leipzig eine Buchhandelslehre. 1789 gründete Koehler die Verlags-. Sortiments und Kommissionsbuchhandlung K.F. Koehler. 1830 übergab Karl Franz Gottfried Koehler seine Firma seinem Sohn Karl Franz Koehler.

Karl Franz Gottfried Koehler starb am 29. Dezember 1833 in Leipzig.

Karl Franz Koehler sen. wurde am 23. März 1805 in Leipzig geboren. Nach seiner buchhändlerischen Lehre in Potsdam und Gießen war Koehler in Wien, Aarau und Freiburg i.Br. tätig. 1830 übernahm Karl Franz Koehler die Kommissionsbuchhandlung seines Vaters und baute sie aus. 18646 wurde die „Koehlersche Verlagsbuchhandlung Adolph Winter“ ausgegründet, aus dem 1925 der Verlag Koehler&Amelang entstand. 1847 ergänze Koehler sein Angebot um ein Antiquariat.

Karl Franz Koehler sen. starb am 2. Dezember 1872 in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Carl Ferdinand Langhans

Carl Ferdinand Langhans

Carl Ferdinand Langhans

Carl Ferdinand Langhans wurde am 14. Januar 1781 in Breslau geboren. Der Sohn des Architekten Carl Gotthard Langhans wurde, wie sein Vater, Theaterbaumeister.

Ausgebildet wurde Langhans von seinem Vater sowie an der Berliner Bauakademie, u.a. bei Friedrich Gilly. 1797 trat er als Baukondukteur in den Dienst des Berliner Oberhofbauamtes. Carl Ferdinand Langhans reiste nach Italien und war kurzzeitig in Wien am Theater an der Wien tätig. Nach dem Tod seines Vaters 1808 kehrte Langhans nach Breslau zurück und arbeitete als Architekt, entwarf Lampen, Kaffeemaschinen und konstruierte und erprobte eine Frühform des Tretrollers mit zwei Hinterrädern.

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Leipziger Persönlichkeiten – Carl Wilhelm Otto Koch