Goitzsche

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Einst Tagebau, heute Wassersport- und Erholungsgebiet – die Goitzsche bei Bitterfeld hat den Wandel vom hässlichen Entlein zum stolzen Schwan mit Bravour gemeistert.

Eisen trifft Kultur – die Baggerstadt Ferropolis bei Gräfenhainichen

Stadt aus Eisen - Baggerstadt Ferropolis am Gremminer See

Stadt aus Eisen – Baggerstadt Ferropolis am Gremminer See

Die wohl ungewöhnlichste Stadt der Welt steht in Sachsen-Anhalt, in der Dübener Heide nördlich von Gräfenhainichen. Ferropolis heißt der Ort. Die Stadt aus Eisen. Giganten aus Stahl am Rande des Gremminer Sees, alte Werkhallen, Kranbahnen mit bröckelndem Beton und dazwischen eine Arena für 25.000 Besucher.

Was aus einer Gedankenspinnerei entstand, ist heute die wohl eindrucksvollste Veranstaltungsarena und beeindruckendstes Freilichtmuseum in Deutschland. Fünf Giganten, die einst Braunkohle und Abraum förderten, erzählen von der Geschichte der Braunkohleregion zwischen Leipzig und Dessau. Die Idee, Museum und Veranstaltungsort zu verbinden, kann man nur als genial bezeichnen. Eine Bühnenkulisse brauchen die Künstler nicht – sie ist schon da mit den Stahlgiganten, die illuminiert und mit Feuerwerk in Szene gesetzt werden.

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Mit dem Rad durch den Landkreis Nordsachsen

Radtour am Südrand der Goitzsche

Romanische Kirche in Scholitz

Romanische Kirche in Scholitz

Meine zweite Radtour durch den Landkreis Nordsachsen führte mich im April 2015 an den Südrand der Goitzsche. Das Gebiet nördlich und östlich von Delitzsch ist zwar landschaftlich wenig reizvoll, dafür gut geeignet zum Radfahren und kulturhistorisch interessant.

Mit dem Zug fuhr ich von Leipzig nach Delitzsch und besichtigte zunächst die Altstadt von Delitzsch. Mein erstes Ziel waren die beiden Marienkirche, die Kath. Kirche aus dem Jahr 1936 mit ihrem wichtigen Turm und die Ev. Pfarrkirche gegenüber, ein Bau aus dem 16. Jahrhundert der nach Verfall 1720 bis 1730 wieder hergestellt wurde.

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Burgen, Schlösser und Herrenhäuser rund um die Goitzsche

Im Jahr 1908 begann in der Muldeaue bei Bitterfeld die Förderung von Braunkohle. 1949 begann die Erschließung des Tagebaus Goitzsche, dessen gravierendster Eingriff in die Landschaft die Umverlegung der Mulde im Jahr 1975 war.

Neben der Braunkohle wurde noch ein weiterer Schatz gefördert – Bernstein.

Goitzschewächter - ein Projekt der LandArt Goitzsche

Goitzschewächter – ein Projekt der LandArt Goitzsche

Bis zum Jahr 1990 prägte eine zerstörte Landschaft das Bild östlich von Bitterfeld. 1991 begannen die ersten Sicherungsmaßnahmen, die 1999 in der Umsetzung des weltweit größten Landschaftskunstvorhabens gipfelte. 1999 Begann die Flutung des Tagebaurestloches. Kritisch wurde die Lage während des Muldehochwassers 2002. Innerhalb von zwei Tagen füllte sich der Große Goitzschesee mit Wasser. Und noch einmal sollte die Situation kritisch werden. Beim Hochwasser 2013 drohte der Goitzschesee überzulaufen und die Stadt Bitterfeld zu überschwemmen. weiterlesen »

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