Landkreis Leipzig

Rittergut Nischwitz (bei Leipzig)

Nischwitz, Schloss

Nischwitz ist ein Ortsteil der Gemeinde Thallwitz im Norden des Landkreises Leipzig. Nischwitz liegt an der Mulde, östlich von Leipzig (ca. 30 km) zwischen Wurzen (ca. 4 km) und Eilenburg (ca. 11 km).

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Rittergut Nischwitz

Bauzeit
18. Jahrhundert
1714 bis 1721, 1745 bis 1750
Baustil
Barock
Bauherr
Carl Gustav Freiherr von Racknitz (1714 bis 1721),
Reichsgraf Heinrich von Brühl (1745 bis 1750)
Baumeister/Architekt
Johann Christian Knöffel (1745 bis 1750)
Zustand
Das Schloss in Nischwitz ist saniert.
Heutige Nutzung
Wohnen
Zugang
Das Schlossgelände und der Park sind zugänglich. Das Schloss kann nicht besichtigt werden. Der Park ist in einem gepflegten Zustand.

Beschreibung

Grundriss
Dreiseitige Anlage mit Ehrenhof, Corps de Logis, seitliche Bogengänge als Verbindung zu Orangerie und Kavaliershaus,
Baukörper
Zweigeschossiger Putzbau auf hohem Kellergeschoss, elfachsig, Seitenflügel dreiachsig, Hofseite mit leicht vorspringendem, fünfachsigem Mittelrisalit und Dreiecksgiebel, sehr zurückhaltend auf der Hofseite, leicht hervorspringender Mittelrisalit mit zweiläufiger, geschwungener Treppe,
Fassade
Putzfassade, sehr zurückhaltend auf der Hofseite, Gartenfassade von Dreiecksgiebel mit Wappen und figürlichem Schmuck über Mittelrisalit geprägt, Fensterrahmungen mit spätbarocken Formen,
Dachform
Mansardwalmdach mit stehendem Gauben,

Weitere Informationen

Park und Ehrenhof

Schloss und Seitenflügel umschließen einen weiten Ehrenhof. Dem Schloss schließt sich eine weitläufige Parkanlage an, einst nach französischem Stil angelegt, später in einen englischen Landschaftspark umgewandelt. Im Park befinden sich zwei Teehäuser, das Mausoleum der Familie von Ritzenberg und die Grabanlage der Familie Zimmermann.

Personen & Geschichte

  • als Rittergut genannt (1554),
  • zwei Rittergüter genannt (1592),
  • Rittergut und Vorwerk (1606),
  • Familie von Nischwitz,
  • Familie von Gundilitz,(li>
  • Heinrich Becker von Rosenfeld (erwähnt 1692),
  • als Rittergut genannt (1764, 1858, 1875),
  • Gustav Carl Freiherr von Racknitz (Besitzer seit 1708),
  • Friedericke Charlotte von Wendt (Besitzerin seit 1721),
  • Ludwig August Hoffmann,
  • Reichsgraf Heinrich von Brühl (Kauf 1743),
  • Herr Lastroth (Besitzer bis 1817),
  • Familie von Ritzenberg (Besitzer 1817 bis 1889, Umgestaltungen 1848),
  • Familie von Zimmermann (Besitzer seit 1889 bis 1945),

Touristische Wege

Durch Nischwitz führen der Mulderadweg und der Muldewanderweg. Der Ökumenische Pilgerweg (Jakobsweg) ist in Wurzen nach ca. 4 km zu erreichen.

Sehenswertes in Nischwitz

Ev. Pfarrkirche, Mausoleum von Ritzenberg, Grabanlage von Zimmermann

Sonstige Informationen

Rittergut Nischwitz, Gemeinde Thallwitz, Landkreis Leipzig,
Postleitzahl 04808

Historische Ansicht des Schlosses Nischwitz 1854

Quelle:
Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen II, Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz, Deutscher Kunstverlag München Berlin, 1998
Lutz Heydieck: Der Landkreis Leipzig Historischer Führer, Sax-Verlag Beucha Markkleeberg, 2014
G.A. Poenicke, Album der Rittergüter und Schlösser des Königreichs Sachsen, Section I. Leipziger Kreis, Leipzig, 1854,
Digitales historisches Ortsverzeichnis von Sachsen, www.isgv.de,

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Autor: Mirko Seidel am 27. Sep 2013 10:19, Rubrik: Landkreis Leipzig, Sachsen, Schlösser & Herrenhäuser, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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