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Leipziger Persönlichkeiten – Christian Döring

Die Döringschen Häuser in der Katharinenstraße um 1720

Die Döringschen Häuser in der Katharinenstraße um 1720

Christian Döring wurde am 18. September 1677 in Leipzig geboren. Der Maurergeselle erhielt 1705 seinen Meisterbrief und setzte ab 1708 eigene Planungen um. Ab 1740 war Christian Döring Ratsbaumeister in Leipzig. Mit seinen Bauten prägte Döhring in den 1720er Jahren das Bild von Leipzig.

Sein erster Bau war 1729 das Haus Kleine Fleischergasse 29 (nicht erhalten). In der Katharinenstraße baute Christian Döring für die Leipziger Kaufleute Schacher, Schellhafer und Peter Hohmann repräsentative Wohnhäuser, die Döringschen Häuser. Das Haus Katharinenstraße 12 für Prof. Dr. Polycarp Schacher aus dem Jahr 1717 wurde 1966 für den Sachsenplatz abgebrochen. Das Haus des Weinhändlers Johann Schellhafer (1714 bis 1717), das als Zimmermannsches Kaffeehaus bekannt ist und in dem Johann Sebastian Bach mit dem Collegium musicum auftrat, wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Das Haus des Bankiers Peter Hohmann Katharinenstraße 16 (1715 bis 1717), das wegen seiner reichen Ausstattung für die Beherbergung ausländischer Gäste genutzt wurde, wurde ebenfalls im 2. Weltkrieg zerstört.

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Figuren des Jöcherschen Hauses am Katharinum in Leipzig

Figuren des Jöcherschen Hauses am Katharinum in Leipzig

Das Heydenreichsche Haus Petersstraße 21 von 1719 wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts abgebrochen. Vom Figurenportal des Jöcherschen Hauses Markt 2 blieben nach den Zerstörungen im 2. Weltkrieg nur die Figuren erhalten, die sich heute am Katharinum befinden. Die 1744 erfolgte Erhöhung des Turms des Alten Rathauses mit der barocken Haube stammt von Christian Döring.

Weitere Bauvorhaben Christian Dörings waren der Um- bzw. Neubau des Hôtels de Saxe in der Klostergasse 9 (1717), von dem das Portal in einen Neubau eingefügt wurde, die Fassade des Kaffeehauses „Zum Arabischen Coffebaum“, Kleine Fleischergasse 4 (um 1718), das Bürgerhaus Neumarkt 12 (um 1720, im 2. Weltkrieg zerstört), die Baumgärtnersche Gruft auf dem Alten Johannisfriedhof (1725 oder 1726) und das Wincklersche Haus Brühl 27 (1733 bis 1735, möglicherweise zusammen mit seinem Sohn Christoph Döring, nicht erhalten).

Christian Döring starb am 24. Dezember 1750 in Leipzig.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_D%C3%B6ring_(Baumeister)

Quelle:
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 25. Feb 2022 14:40, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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