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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Hofmeister

Friedrich Hofmeister

Friedrich Hofmeister

Johann Friedrich Carl Hofmeister wurde am 24. Januar 1782 in Strehla geboren. Seine Lehre absolvierte Hofmeister beim Verlag Breitkopf & Härtel in Leipzig und arbeitete anschließend als Gehilfe im Bureau de Musique, das 1800 von Franz Anton Hoffmeister und Ambrosius Kühnel gegründet worden war.

Friedrich Hofmeister setzte sich nachdrücklich für allgemeine Belange der Verleger und Musikalienhändler ein und war ein energischer Verfechter des Urheberschutzes. Auf Hofmeisters Betreiben wurde im Jahr 1829 die „Conventional-Acte“ zum Schutz gegen unerlaubten Nachdruck von allen führenden Musikverlegern der Zeit unterzeichnet und gleichzeitig der „Verein der Musikverleger gegen musikalischen Nachdruck“ gegründet, Daraus ging später der Deutsche Musikverleger-Verband (DMV) hervor.

Friedrich Hofmeister ist mit der Herausbildung des deutschen Bibliographiewesens verbunden. Seit 1819 druckte er zunächst einige Nachträge zu dem erstmals 1817 von Carl Friedrich Whistling herausgegebenen „Handbuch der musikalischen Literatur“. Seit 1829 publizierte Friedrich Hofmeister die Musikalisch-Literarischen Monatsberichte sowie deren Zusammenfassungen, die „Jahresverzeichnisse der Musikalien und Musikschriften“, die noch bis 1990 erschienen sind. Leipzig wurde durch Friedrich Hofmeister zum Zentrum der Musikbibliographie.

Zu vielen Komponisten baute Friedrich Hofmeister über die geschäftlichen Kontakte hinaus Freundschaften auf, jungen Komponisten gab er durch die Veröffentlichung ihrer Frühwerke die Chance, bekannt zu werden. Friedrich Hofmeister legte in Reudnitz einen Botanischen Garten an, der der Öffentlichkeit zugänglich war. Friedrich Hofmeister war ab 1825 Mitglied der Leipziger Freimaurerloge „Apollo“.

Friedrich Hofmeister starb am 30. September 1864 in Leipzig.

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Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/ff/Friedrich_Hofmeister.jpg

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 21. Jun 2022 15:18, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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