Architektur & Kunst in Bitterfeld
Der Name der Stadt Bitterfeld kommt vermutlich von „sumpfig“. 1224 wurde die Siedlung erstmals urkundlich erwähnt.Bitterfeld gehörte zunächst zur Grafschaft Brehna, die 1290 an das Herzogtum Sachsen-Wittenberg fiel, das 1423 zur Markgrafschaft Meißen kam. Die Stadt lebte von Handwerk und Landwirtschaft und von ihren Bierbrauereien.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Bitterfeld 1637 durch die Schweden geplündert. Nach dem Wiener Kongress gehörte Bitterfeld der neugebildeten preußischen Provinz Sachsen.
1857 erhielt die Stadt Anschluss an das Eisenbahnnetz. Bitterfeld entwickelte sich
zum Verkehrsknotenpunkt auf den Strecken Berlin – Halle und Magdeburg – Leipzig.
Die Braunkohle aus dem Bitterfelder Bergbaurevier und ihre Produkte konnten nun überregional vertrieben werden.
Bitterfeld entwickelte sich zu einem bedeutenden Industriestandort im Mitteldeutschen Industriegebiet. Vor dem 2. Weltkrieg war Bitterfeld ein modernes Zentrum der Carbochemie. Ende der 1980er Jahre war Bitterfeld Symbol für die marode Wirtschaft und gefährliche Umweltverschmutzung in der DDR. Bitterfeld trug den Titel „dreckigste Stadt Europas“.
1959 fand die später als „Bitterfelder Weg“ bezeichnete erste Autorenkonferenz des Mitteldeutschen Verlages im Kulturpalast des VEB Elektrochemisches Kombinat Bitterfeld statt. Die „vorhandene Trennung von Kunst und Leben“ und die „Entfremdung zwischen Künstler und Volk“ sollte überwunden werden. Eine zweite Konferenz folgte 1964.Am 11. Juli 1968 erschütterte ein großes Explosionsunglück die Stadt Bitterfeld. In einer Halle im Chemiekombinat starben 42 der 57 Arbeiter sofort, 200 Menschen mussten ärztlich versorgt werden. Weite Teile des Werks waren zerstört. Von 1974 bis 1993 wurde im Tagebau Goitzsche Bernstein abgebaut, zunächst von Hand und ab 1976 maschinell.
Nach 1990 schlossen viele Industriebetriebe und die Luftverschmutzung ging stark zurück. Der Wegfall vieler Arbeitsplätze führte zu massiver Arbeitslosigkeit. Mit der milliardenschweren Rekultivierung der Bergbaufolgelandschaft um Bitterfeld entstand eine Wald- und Seenlandschaft.
Bitterfeld ist als Teil des Mitteldeutschen Chemiedreiecks um Halle (Saale) und Leipzig mit dem neuen Chemiepark noch immer ein bedeutender Standort der chemischen Industrie. Im Jahr 2000 war Bitterfeld eine Korrespondenzregion der Expo 2000 in Hannover.
Architektur & Kunst in Bitterfeld
Die Auflistung der Gebäude erfolgt nach Nutzungsarten bzw. Gebäudetypen. Die Objekte sind nach den Namen der Stadtteile aufgelistet.
- Gutshöfe & Befestigungen,
- Kirchen, Kapellen & kirchliche Bauten,
- Öffentliche Bauten, Schulen, Museen & Verwaltung,
- Bauten für Industrie, Gewerbe & Handel,
- Villen & Wohnbauten, Wohn- und Geschäftshäuser, Siedlungsbau,
- Bauten für Verkehr & technische Bauten,
- Brunnen, Denkmäler, Kunst, Grabmale, Gedenktafeln & Details,
- Portale, Toranlagen, Hauszeichen & Inschriften,




