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Radfahren, Religion und Ruhe

Offene Kirche in Ossig im Burgenlandkreis

Offene Kirche in Ossig im Burgenlandkreis

Radfahren ist zum Volkssport geworden. Die Zahl der Radwege nimmt ständig zu und auch die Zahl der Freizeitradler. Viele Menschen möchten jedoch nicht nur durch die Natur fahren, sie möchten die Kultur rechts und links der Radwege erkunden. Kirchen gehören zu den beliebtesten Ausflugszielen. Und die Kulturlandschaft in Mitteldeutschland hat zahlreiche interessante Kirchengebäude zu bieten – kleine, idyllische Dorfkirchen, prächtige Stadtkirchen und Dome. Kirchen sind Orte der Religion, der Kunst, der Stille. Sie erzählen eine lange Geschichte von Freud und Leid, von tief empfundenem Glauben, von Kunstfertigkeit.

Ob eine Kirche nun schlicht oder prächtig ausgestattet ist, ist nicht entscheidend für den Geist des Ortes – den Genius loci. Die Bauform und das Zusammenspiel von Gebäude und Kunstwerken verleihen jedem Kirchenraum sein unverwechselbares Gepräge und versetzen den Besucher in das Gefühl, an einem besonderen Ort zu sein.

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Entdeckungsreich - Dom zu Stendal in der Altmark

Entdeckungsreich – Dom zu Stendal in der Altmark

Die altehrwürdigen Mauern unserer Kirchen haben im Lauf der Jahrhunderte viel erlebt. Menschen, die sich in guten und schlechten Tagen getroffen und gemeinsam gebetet, gedankt und gehofft haben. Durch Naturkatastrophen, Kriege und Brände wurden Kirchen zerstört und von Menschen wieder aufgebaut. All das steckt in den Gebäuden und strahlt bis in unsere heutige Zeit.

Kirchen sind Orte der Ruhe. Eben noch in der hektischen Betriebsamkeit einer Stadt betritt der Besucher durch ein Kirchenportal eine andere Welt. Die dicken Mauern lassen den Alltagslärm draußen und umgeben den Besucher mit einer erhabenen Stille. Kirchen sind wie stille Inseln im Meer des oft hektischen Alltags.

Nicht überladen und doch elegant - die Stadtkirche in Trebsen an der Mulde

Nicht überladen und doch elegant – die Stadtkirche in Trebsen an der Mulde

Warum setzen sich so viele Menschen am Wochenende auf ihr Fahrrad? Weil sie einen Ausgleich für die hektische Arbeitswoche brauchen? Weil sie etwas für sich und ihre Gesundheit tun möchten? Weil sie genießen wollen? Es ist wohl von allem ein bisschen. Vor allem aber tun sie es, weil etwas Neues entdecken wollen. In Kirchen gibt es immer etwas Neues zu entdecken. Ein Detail am Altar oder an der Kanzel, eine Figur im Schlussstein eines Gewölbes, ein profiliertes Portal, ein alter Grabstein. Und in Kirchen kann man auch genießen – die Kühle an einem heißen Sommertag, die Stille des Raumes, die Erholung beim Sitzen auf einer Kirchenbank.

Setzen Sie sich doch einfach mal wieder auf Ihr Fahrrad und entdecken und genießen Sie die Kirchen an den Radwegen.

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Autor: Mirko Seidel am 1. Mai 2014 10:00, Rubrik: Artikel, Artikel & Berichte, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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