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Leipziger Persönlichkeiten – Abraham Lamberg

Würzgärtlein für die kranken Seelen. gedruckt zu Leipzig durch Abraham Lamberg

Würzgärtlein für die kranken Seelen. gedruckt zu Leipzig durch Abraham Lamberg

Abraham Lamberg wurde am 31.3.1557 in Leipzig geboren. Nachdem dem Tod seines Vaters wurde Lambergs Bildungsweg auf der Lateinschule Schulpforte unterbrochen. Abraham Lamberg ging zu dem Verlag Jakob Bärwald Erben in Leipzig, erwarb nach den Wanderjahren 1587 das Leipziger Bürgerrecht und ließ sich als Drucker nieder. Abraham Lamberg arbeitete für Henning Große in Leipzig und für den spekulativen Raubdruckverleger Johann Francke in Magdeburg. Als Druckerzeichen führte Lamberg den Pegasus.

Gegen den Widerstand der Leipziger Buchführer eröffnete Abraham Lamberg 1597 eine Buchhandlung für den Vertrieb der eigenen Verlagsartikel sowie als Sortiment und als Kommissionslager für die Drucke seines Stiefsohnes Hans Rambau in Görlitz. 1598 leistete Lamberg den neu geforderten Buchdruckereid. Schon 1595 hatte er an der ersten Sitzung der sich gründenden Leipziger Buchdruckerinnung teilgenommen.

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Der wachsenden Bedeutung Leipzigs als Buchhändlermesseplatz zollte der Buchhändler Große seit 1594 mit der Herausgabe des Leipziger Messekatalogs. Zur Herbstmesse 1598 ließ Abraham Lamberg ebenfalls einen Büchermessekatalog erscheinen.

Bis 1629 sind 897 Verlagswerke und Drucke Lambergs nachweisbar, für seine Zeit eine enorme Leistung. Abraham Lamberg starb am 1. November 1629 in Leipzig.

Abraham Lambergs Erben führten die Offizin fort. Bei der Belagerung Leipzigs durch die Truppen Tilly im Dreißigjährigen Krieg wurde die Druckerei in der Grimmaischen Vorstadt 1631 niedergebrannt, aber bereits 1633/34 arbeitete sie wieder. 1702 wurde die Offizin an Johann Caspar Müller verkauft, 1719 gelangte sie in den Besitz Bernhard Christoph Breitkopfs und ging so in das spätere Druck- und Verlagshaus Breitkopf & Härtel ein.

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weitere Quelle: https://www.deutsche-biographie.de/sfz47486.html
Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/17/W%C3%BCrzg%C3%A4rtlein_f%C3%BCr_die_kranken_Seelen.jpg

Quelle:
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 1. Aug 2022 16:56, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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