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Leipziger Persönlichkeiten – Hans Driesch

Hans Driesch

Hans Driesch

Hans Driesch wurde am 28. Oktober 1867 in Bad Kreuznach geboren. Der Kaufmannssohn studierte in Freiburg, in Jena bei Ernst Haeckel und in München Zoologie und promoviert 1889 in Jena bei Haeckel. Nach Stationen in Heidelberg, Aberdeen und Köln kam Hans Driesch 1921 nach Leipzig.

Seine Versuche und Experimente brachten ihn zur Ablehnung der damals herrschenden mechanischen Erklärung des Lebensgeschehens. Hans Driesch wurde zum Mitbegründer des Neovitalismus. Driesch untersuchte befruchtete Zellen und trieb damit bahnbrechend die moderne biologische Entwicklungstheorie voran.

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Hans Driesch setzte sich für die Verständigung der Rassen und Nationen ein und stellte sich gegen aufkommende chauvinistische, rassistische und antisemitische Parolen. Driesch wirkte in der Liga für Menschrechte und war Vorstandmitglied der Deutsch-Französischen Studiengesellschaft in Leipzig, die 1933 verboten wurde.

Als Gastprofessor wirkte Hans Driesch in China, in den USA und in Buenos Aires. Am 1. Oktober 1933 wurde er als Gegner des Nationalsozialismus entlassen. An Drieschs Wohnhaus Emil-Fuchs-Straße 1 befindet sich eine Gedenktafel.

Hans Driesch starb am 16. April 1941 in Leipzig.

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Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7e/Driesch1.jpg

Quelle:
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 24. Mrz 2022 18:55, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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