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Unser Leipzig – unsere Geschichte

Die Bürgermeister von Leipzig im Mittelalter bis zur Reformation

Kostüme im Mittelalter

Kostüme im Mittelalter

Das Amt Schultheißen war im Mittelalter zunächst erblich. Zum Ende des 13. Jahrhunderts wurde es zum Wahlamt des Bürgermeisters, der von den 12 Ratsmitgliedern bestimmt wurde. Die Mitgliedschaft im Leipziger Rat galt auf Lebenszeit, waren Nachwahlen notwendig, fanden diese einmal im Jahr statt. Seit dem 14. Jahrhundert wechselten sich drei Räte mit je 12 Mitgliedern, die auch je einen Bürgermeister umfassten, in einem jährlichen Rhythmus ab.

Das führte zu einem Drei-Jahresrhythmus der Amtszeiten vieler Bürgermeister. Urkundlich erwähnt wurde das Amt des Bürgermeisters in Leipzig erstmals 1292. Bis zur Reformation sind 52 Personen für dieses Amtes bekannt:

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  • Theodoricus Scultetus, Schultheiß 1254 und 1255,
  • Albertus, Schultheiß 1250 bis vor 1275,
  • Simon Scultetusv Vater und Sohn (und Enkel?) zwischen 1279 und 1349,
  • Simon Ecstete (Ekstet), (magister consulum) 1292,
  • Johannes Wermann, 1292 und 1301,
  • Martinus de Grimmis, 1292 und 1294,
  • Simon Scultetus de Wyda, 1294,
  • Johann de Loebnitz (Lubenitz, Lubnizc, Löbnitz), 1295,
  • Johannes ?, 1304,
  • Conradus Papa, 1305,
  • Tilman von Walter, 1307,
  • Nicolaus de Grimmis, 1309,
  • Rudolph de Beringershayn, 1311,
  • Johannes Cine, 1316,
  • Johann von Lobenitz (Luybenicz), 1335,
  • Theodoricus von der Neustadt, 1333,
  • Johann von Mockau, 1336, bis 1342,
  • Johann von der Hayda, 1345,
  • Conradus, praefectus et scultetus 1339 bis 1352,
  • Wernher von Halle, zwischen 1349 und 1359,
  • Johannes Thammenheim, zwischen 1439 und 1364,
  • Johann Stusius (Schuß), 1359,
  • Titz de Sivertshain (Titzmann von der Muncz), zwischen 1361 und 1395,
  • Johann Lindenau, nach 1361,
  • Henczel Gunther, 1361,
  • Johann de Ileburg, 1380,
  • Johann Hosang, 1381 bis 1384,
  • Heinrich Hunlebin, 1386/1387,
  • Johann Alber, 1390, 1393, 1396 und 1399,
  • Ciriacus aus Pösna (von der Pezna, Pezzene), 1398,
  • Nickel Staus (Stuez, Stuss), 1398, 1409, 1418, (1423, 1427, 1430),
  • Hans Schreiber, 1405,
  • Conrad Beer, 1423, 1426, 1432, 1435 und 1438,
  • Peter Ileburg (von Eilenburg), (1423, 1425), 1431, 1434, 1437, 1443 und 1446,
  • Johann Wachau, 1433, 1434, 1436, 1439, 1442 und 1445,
  • Stefan Stuiß, 1441, (1443), 1444, 1447, (1449),
  • Hanns Thümmel, 1448, 1451, 1454, 1457, 1460 und 1463,
  • Johann Seydenheffter, 1449,
  • Jacobus Meiseberg (genannt Stendal), 1450, 1453, 1456, 1459 und 1462,
  • Reinhardt Straube, 1452, 1455, 1458 und 1461,
  • Johann Meurer, 1464,
  • Hans Stockardt, 1465, 1468 und 1471,
  • Hans Traupitz, 1466 und 1469,
  • Nicolaus Pistoris, 1467 und 1470,
  • Ludwig Scheibe, 1472, 1475, 1478, 1479, 1481, 1483, 1484, 1487, 1490, 1493, 1496 und 1499,
  • Johannes Schober, 1474, 1477 und 1480,
  • Jacob Thümmel, 1473, 1476, 1479, 1482, 1485, 1488, 1491, 1494 und 1497,
  • Johann Wilde, 1483, 1484, 1489, 1492, 1495, 1498, 1500, 1502, 1503, (1506?),
  • Bartholomäus Abt, 1501, 1504, 1506, 1507, 1508, 1510, 1513, 1516, 1519, 1521, 1522, 1525, 1527, 1528 und 1531,
  • Benedict Beringershain, (1502), 1505, (1508),
  • Hans (Johann) von Leimbach, 1511,
  • Johann Lindemann, 1514 und 1517,

Über die Bürgermeister bis zur Reformation ist kaum etwas bekannt. Nicolaus Pistoris, der 1467 und 1470 zum Bürgermeister gewählt wurde, begann zum Wintersemester 1426 an der Universität Leipzig sein Studium der Medizin und erwarb 1429 den Baccalaureus. Im Jahre 1442 folgte ein Jurastudium, 1448 promovierte er zum Dr. med. und erhielt nach seiner Habilitierung einige Zeit danach die Ernennung zum Ordinarius der medizinischen Fakultät der Universität Leipzig.
Ab 1453 war Pistoris Leipziger Ratsherr, einige Zeit später wurde er zum Rat des Kurfürsten Ernst von Sachsen und dessen Bruders, dem Herzog Albrecht von Sachsen ernannt. Beiden diente er wohl vorrangig als Leibarzt, wohl aufgrund seiner juristischen Fähigkeiten auch als Berater.

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Bildquelle: Brockhaus Enzyklopädie, 14. Auflage (1902)

Quelle:
www.wikipedia.de

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Autor: Mirko Seidel am 12. Jan 2022 10:40, Rubrik: Geschichte & Geschichten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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