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Leipziger Persönlichkeiten – Carl Philipp Fürst zu Schwarzenberg

Carl Philipp Fürst zu Schwarzenberg

Carl Philipp Fürst zu Schwarzenberg

Carl Philipp Johann Nepomuk zu Schwarzenberg wurde am 15. April 1771 in Wien geboren. Er entstammte der in Südböhmen ansässigen Linie der weit verzweigten Adelsfamilie Schwarzenberg. Seit 1788 stand er in österreichischen Militärdiensten und nahm am Türkenkrieg 1789 und am Ersten Koalitionskrieg teil. In den folgenden Jahren war er an den Kriegen gegen das revolutionäre Frankreich beteiligt.

1796 stieg Schwarzenberg zum Oberst auf. Nach seiner Teilnahme an der Schlacht von Würzburg wurde er am 10. August 1796 zum Generalmajor befördert, ab 3. September 1800 zum Feldmarschallleutnant ernannt befehligte er in der unglücklich verlaufenden Schlacht bei Hohenlinden das erste Treffen des rechten Flügels.

Nach dem Frieden von Schönbrunn wurde Carl zu Schwarzenberg 1810 als österreichischer Botschafter nach Paris entsandt und leitete die Verhandlungen über die Eheschließung Napoleons mit Erzherzogin Marie-Louise von Österreich.

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Im Russlandfeldzug 1812 führte Fürst Schwarzenberg das österreichische Hilfskorps über Lublin nach Polen und deckte im Juli 1812 den Südflügel der Großen Armee Napoleons im Raum Brest. Nach der Niederlage der französischen Armee in der Schlacht an der Beresina musste sich das Korps Schwarzenberg Ende November nach Krakau zurückziehen. Nach der gelungenen Rückführung seines Korps nach Galizien wurde Schwarzenberg am 2. Oktober 1812 zum Feldmarschall ernannt.

Schwarzenberg-Denkmal in Meusdorf

Schwarzenberg-Denkmal in Meusdorf

Nach dem Waffenstillstand mit Russland und dem vergeblichen Versuch, zwischen Frankreich und Russland zu vermitteln, erhielt Carl zu Schwarzenberg Ende Juni 1813 den Oberbefehl über die verbündeten Streitkräfte gegen Napoleon.

Carl Philipp Fürst zu Schwarzenberg meldet den verbündeten Monarchen Preußens, Russlands, Österreichs und Schwedens den Sieg in der Völkerschlacht bei Leipzig am 18. Oktober 1813. 1814 konnte Schwarzenberg Napoleon in der Schlacht von Arcis sur Aube standhalten und zog am 31. März 1814 nach der Schlacht bei Paris siegreich in Paris ein.

Nach Napoleons Rückkehr aus Elba im März 1815 übernahm Fürst zu Schwarzenberg erneut den Oberbefehl der österreichischen Armee. Carl zu Schwarzenberg erlitt am 13. Januar 1817 einen Schlaganfall. Zunehmende körperliche Lähmung und weitere Anfälle verschlechterten seinen Zustand rapide. Carl Philipp zu Schwarzenberg starb am 15. Oktober 1820 in Leipzig.

Auf dem Monarchenhügel in Leipzig-Meusdorf erinnert ein Denkmal an Carl Philipp zu Schwarzenberg.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Philipp_zu_Schwarzenberg#/media/Datei:Karel_Filip_Schwarzenberg.jpg

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 4. Jun 2022 17:02, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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