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Leipziger Persönlichkeiten – Christian Bernhard Tauchnitz

Christian Bernhard Tauchnitz

Christian Bernhard Tauchnitz

Christian Bernhard Tauchnitz, ab 1860 Freiherr von Tauchnitz, wurde am 25. August 1816 in Schleinitz bei Naumburg geboren. Sein Onkel, Carl Christoph Traugott Tauchnitz, eröffnete 1796 eine Buchdruckerei in Leipzig und erweitere sein Geschäft zwei Jahre später um einen Verlag.

Er veröffentlichte griechische und lateinische Klassiker in preiswerten Stereotypie-Ausgaben. Christian Bernhards Cousin, Carl Christian Philipp Tauchnitz, Sohn von Carl Christoph Traugott Tauchnitz, führte den Verlag zunächst weiter und verkaufte ihn dann schrittweise ab 1844.

Christian Bernhard Tauchnitz besuchte die Erziehungsanstalt für Knaben aus den höheren Ständen Wackerbarths Ruh in Lößnitz bei Dresden. In Leipzig machte er eine Ausbildung zum Buchhändler in der Kayserschen Buchhandlung und trat in die Firma seines Onkels Carl ein.

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1836 gründete Tauchnitz eine Druckerei mit einem Verlag unter dem Firmennamen Bernhard Tauchnitz und widmete sich der Herausgabe juristischer Werke. Ab 1841 gab Christian Bernhard Tauchnitz preiswerte Buchausgaben englischer und amerikanischer Literatur heraus und war damit überaus erfolgreich. 1848 erwarb Tauchnitz das Schloss Kleinzschocher, das er 1865 umbauen ließ (im 2. Weltkrieg zerstört).

Schloss Kleinzschocher, 1915

Schloss Kleinzschocher, 1915

1860 erhob ihn Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg-Gotha in den Freiherrnstand. 1877 wurde Tauchnitz von König Albert von Sachsen auf Lebenszeit zum Mitglied der I. Kammer des Sächsischen Landtags ernannt. Von 1866 bis zu seinem Tod war Christain Bernhard Tauchnitz britischer Generalkonsul für das Königreich Sachsen und die umliegenden Fürstentümer.

Christian Bernhard Tauchnitz starb am 13. August 1895 in Trattlau/Oberlausitz. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Christian Karl Bernhard von Tauchnitz den Verlag.

In der Reihe der Tauchnitz Editions, erschienen über 5.300 Bände von über 700 Autoren. Tauchnitz schloss erstmals direkte Exklusivverträge mit den Autoren ab und zahlte ihnen ein Honorar. Tauchnitz ließ häufig europäische Erstauflagen gleichzeitig mit der britischen Erstauflage erscheinen.

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Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4e/Christian_Bernhard_Tauchnitz.jpg
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/46/Kleinzschocher_Schloss_Gartenseite.jpg

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 7. Apr 2022 17:47, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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