August 2022

Leipziger Persönlichkeiten – Kurt Kresse

Kurt Kresse

Kurt Kresse

Kurt Kresse wurde am 15. Mai 1904 in Leipzig geboren. Er wuchs in einer Arbeiterfamilie in Kleinzschocher auf. Sein jüngerer Bruder war der spätere Leipziger Oberbürgermeister Walter Kresse. Kresse durchlief eine Lehre zum Buchdrucker, konnte diesen Beruf jedoch zunächst nicht ausüben und arbeitete deshalb einige Jahre als Bergarbeiter im Ruhrgebiet und in Ostthüringen.

1924 fand Kresse in Leipzig eine Anstellung als Buchdrucker, trat in die KPD ein und wurde später Mitglied der KPD-Bezirksleitung Westsachsen. In den letzten Jahren der Weimarer Republik war Kresse Vorsitzender des Arbeitersportvereins „Fichte“ in Leipzig.

Nach 1933 wurde Kurt Kresse zweimal für mehrere Monate inhaftiert, unter anderem im KZ Colditz. Nach seiner Entlassung organisierte Kurt Kresse Solidaritätsaktionen für politische Gefangene und deren Familien. Von 1939 bis 1944 arbeitete Kresse als Fräser in der Druckmaschinenfabrik Schelter & Giesecke in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Glockengießerfamilie Jauck

Jaucksche Glocken auf der Sächsisch-Thüringischen Industrie- und Gewerbeausstellung Leipzig 1897

Jaucksche Glocken auf der Sächsisch-Thüringischen Industrie- und Gewerbeausstellung Leipzig 1897

1796 eröffnete der aus Nürnberg gekommen Andreas Jauck am Kautz (Markthallenstraße) eine Werkstatt und führte den Glockenguss in Leipzig mit seinem Sohn zum Aufschwung. 1835 übernahm sein Sohn Gustav Jauck die Gießerei in der Holzgasse, ab 1864 heute Sternwartenstraße. Die abzweigende Straße erhielt den Namen Glockenstraße. 1835 übernahm die Stadt Leipzig die Gießerei, die von nun an Ratsglockengießerei führte.

Bis zum Jahr 1883 kamen aus dieser Werkstatt 755 größere Kirchenglocken, darunter auch ein Viergeläute für die Nikolaikirche in Leipzig. 1903 goss die Familie Jauck die Glocken für die Taborkirche in Kleinzschocher.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Caspar Sandtmann

Statue auf der Alten Handelsbörse in Leipzig von Johann Caspar Sandtmann

Statue auf der Alten Handelsbörse in Leipzig von Johann Caspar Sandtmann

Johann Caspar Sandtmann wurde am 17. Mai 1642 in Kassel geboren. 1667 kam Sandtmann nach Leipzig und wurde 1668 Mitglied der Malerinnung.

Johann Caspar Sandtmann schuf 1667/1668 den Taufstein für die Nikolaikirche (verschollen), fertigte Büsten und Epitaphe für die Paulinerkirche und die Kirche in Kleinzschocher, einen Neptunbrunnen vor der Alten Handelsbörse (nicht erhalten), die Statuen auf der Alten Handelsbörse am Naschmarkt, den Fürstenstuhl in der Thomaskirche und war beteiligt an der Ausschmückung der Kirchen in Großzschocher und Belgershain.

Johann Caspar Sandtmann starb am 14. April 1665 in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Christian Bernhard Tauchnitz

Christian Bernhard Tauchnitz

Christian Bernhard Tauchnitz

Christian Bernhard Tauchnitz, ab 1860 Freiherr von Tauchnitz, wurde am 25. August 1816 in Schleinitz bei Naumburg geboren. Sein Onkel, Carl Christoph Traugott Tauchnitz, eröffnete 1796 eine Buchdruckerei in Leipzig und erweitere sein Geschäft zwei Jahre später um einen Verlag.

Er veröffentlichte griechische und lateinische Klassiker in preiswerten Stereotypie-Ausgaben. Christian Bernhards Cousin, Carl Christian Philipp Tauchnitz, Sohn von Carl Christoph Traugott Tauchnitz, führte den Verlag zunächst weiter und verkaufte ihn dann schrittweise ab 1844.

Christian Bernhard Tauchnitz besuchte die Erziehungsanstalt für Knaben aus den höheren Ständen Wackerbarths Ruh in Lößnitz bei Dresden. In Leipzig machte er eine Ausbildung zum Buchhändler in der Kayserschen Buchhandlung und trat in die Firma seines Onkels Carl ein.

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Leipziger Persönlichkeiten – Rudolf Wachsmuth

Hauptverwaltung der ADCA zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung 1874, zeitgenössischer Stich mit Ansicht von der Promenade/Ring aus, also Ecke Richard-Wagner-Straße / Goethestraße. Stich von Botho Straußberger in der Illustrirten Zeitung von 1874

Hauptverwaltung der ADCA zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung 1874, zeitgenössischer Stich mit Ansicht von der Promenade/Ring aus, also Ecke Richard-Wagner-Straße / Goethestraße. Stich von Botho Straußberger in der Illustrirten Zeitung von 1874

Rudolf Wachsmuth wurde am 31. Dezember 1828 in Leipzig geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg und Leipzig arbeite Wachsmuth zunächst in der Kanzlei von Paul Theodor Cichorius und gründete dann eine eigene Anwaltskanzlei.

Gustav Harkort wurde auf ihn aufmerksam und holte Wachsmuth als Berater an die Allgemeinde Deutsche Credit-Anstalt (ADCA). 1861 war Rudolf Wachsmuth einer der drei Direktoren. Durch Wachsmuths Tätigkeit wurde das Kreditsystem entwickelt und gestärkt. Rudolf Wachsmuth erschloss große Areale in Plagwitz und Kleinzschocher für die Ansiedlung von Industriebetrieben, regte den Bau der Bahnlinie nach Böhmen an und war maßgeblich an der Überleitung der Leipzig-Dresdner-Eisenbahn an den sächsischen Staat beteiligt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Julius Zeißig

Leipzig, Zentrum-West, Ev. Lutherkirche

Ev. Lutherkirche in Leipzig

Julius Zeißig wurde am 29. April 1855 in Großolbersdorf bei Zittau geboren. Nach dem Studium an der Staatsbauschule Zittau und der Wiener Baugesellschaft arbeitete Zeißig in Leipzig als Architekt für Kirchenbau.

Zu seinen Entwürfen in Leipzig gehören:

  • 1883 bis 1886: Lutherkirche im Bachviertel in Leipzig,
  • 1888: Umbau der ehem. Leipziger Bank, Klostergasse 3,
  • 1898 bis 1900: Diakonissenhaus in Leipzig,
  • 1891 bis 1893: Lukaskirche in Volkmarsdorf,
  • 1892 bis 1894: Restaurierung bzw. Umbau der Matthäikirche in Leipzig (im 2. Weltkrieg zerstört),
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Portal der Taborkirche in Kleinzschocher (Stadt Leipzig)

Portal der Taborkirche in Kleinzschocher

Kleinzschocher ist ein Ortsteil der Großstadt Leipzig im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Kleinzschocher liegt an der Weißen Elster im südwestlichen Stadtgebiet von Leipzig, ca. 6 km vom Zentrum Leipzigs entfernt. weiterlesen »

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Denkmal für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 in Kleinzschocher (Stadt Leipzig)

Denkmal für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 187071 in Kleinzschocher

Kleinzschocher ist ein Ortsteil der Großstadt Leipzig im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Kleinzschocher liegt an der Weißen Elster im südwestlichen Stadtgebiet von Leipzig, ca. 6 km vom Zentrum Leipzigs entfernt. weiterlesen »

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Gedenktafel Bauernkantate Kleinzschocher (Stadt Leipzig)

Gedenktafel Bauernkantate Kleinzschocher

Kleinzschocher ist ein Ortsteil der Großstadt Leipzig im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Kleinzschocher liegt an der Weißen Elster im südlichen Stadtgebiet von Leipzig, zwischen Plagwitz und Großzschocher, ca. 6 km vom Zentrum Leipzigs entfernt. weiterlesen »

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Architektur der Jahrhunderte in Leipzig – Historismus

Justizpalast Leipzig

Justizpalast Leipzig

Mit Gründung des Deutschen Reiches und der Industrialisierung setzt sich in Deutschland ein neuer Baustil durch, der Historismus. Rückbesinnung auf die Baukunst des Mittelalters, Renaissance, Barock, Rokoko wurden belebt und in neuer Formenvielfalt an die Fassaden gebracht. Neue Technologien und Baustoffe setzten sich durch und neue Transportmöglichkeiten verhalfen zu ihrer Verbreitung.

Die schnell anwachsende Bevölkerung brauchte Wohnraum, die Industrie brauchte Werkhallen, die Gesellschaft brauchte neue Gebäude – Kirchen, Schulen und Verwaltungsbauten. Das Zeitalter des Historismus prägt die Stadt Leipzig. Mit Erfindung der Mustermesse kam ein ganz neuer Bautypus auf – das Mustermessehaus. Ausgehend von der Schinckelschen Bauakademie in Berlin entstanden Fabrikbauten in bis dahin nicht gekannter Größe. Für Arbeiter und die Mittelschicht entstanden große Wohngebiete, die Gründerzeitviertel, die in Leipzig zu den größten und schönsten in Deutschland gehören. Der Formenmix führte um 1890 schließlich zum Eklektizismus, bei dem alles an die Fassade gebracht wurde, was zur Verfügung stand.

Ab ca. 1890 setzt sich auch der Jugendstil in Deutschland durch. Oft wurden Historismus und Jugendstil vermischt. In Leipzig hatte es der Jugendstil schwer. Die Leipziger Architekten entwickelten eine eigene Formensprache, den gemäßigten Historismus. Betonung der Vertikalen, teils monumentale Fassadengestaltungen mit Säulen und große Fensterflächen prägen die Großbauten in Leipzig ab etwa 1900.

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Friedhofskapelle Kleinzschocher (Stadt Leipzig)

Friedhofskapelle Kleinzschocher

Kleinzschocher ist ein Ortsteil der Stadt Leipzig im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Kleinzschocher liegt an der Weißen Elster im westlichen Stadtgebiet von Leipzig, zwischen dem Zentrum (ca. 5 km) und Markranstädt (ca. 10 km). weiterlesen »

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Rittergut Kleinzschocher (Stadt Leipzig)

Rittergut Kleinzschocher

Kleinzschocher ist ein Ortsteil der Stadt Leipzig im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Kleinzschocher liegt im südwestlichen Stadtgebiet von Leipzig an der Weißen Elster, ca. 5 km vom Zentrum entfernt. weiterlesen »

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Ev. Taborkirche Kleinzschocher (Stadt Leipzig)

Kleinzschocher, Ev. Taborkirche

Kleinzschocher ist ein Ortsteil der Großstadt Leipzig im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Kleinzschocher liegt an der Weißen Elster im südwestlichen Stadtgebiet von Leipzig, zwischen dem Zentrum von Leipzig (ca. 6 km) und Markranstädt (ca. 11 km). weiterlesen »

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