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Leipziger Persönlichkeiten – Gustav Theodor Fechner

Gustav Theodor Fechner

Gustav Theodor Fechner

Gustav Theodor Fechner wurde am 19. April 1801 in Groß Särchen geboren. Der Sohn eines Pfarrers, der nach mehreren Blitzeinschlägen den ersten Blitzableiter im Dorf am Kirchturm anbringen ließ, zog nach dem Tod des Vaters zu seinem Onkel, der damals evangelischer Archidiakon von Wurzen war. 1815 zog die Mutter mit ihren vier Kindern nach Dresden, wo Gustav Theodor Fechner die Kreuzschule besuchte. Entlassen wurde er nach anderthalb Jahren mit den Worten: „Sie müssen fort, Sie können bei uns nichts mehr lernen.“

Der sechzehnjährige Fechner schrieb sich an der Universität Leipzig als Medizinstudent ein. Trotz seines bestandenen medizinischen Examens verdiente Fechner seinen Lebensunterhalt durch literarische Arbeiten. Ab ca. 1824 übersetzte er die führenden Lehrbücher für Physik und Chemie von Jean-Baptiste Biot und Louis Jacques Thénard. 1828 wurde Fechner zum außerordentlichen Professor ernannt.

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1833 übernahm Gustav Theodor Fechner zusammen mit anderen Herren die Redaktion der Leipziger Literaturzeitung. 1834 wurde Fechner Ordinarius für Physik an der Universität Leipzig und 1835 Direktor des neu eröffneten physikalischen Instituts, das als eines der ältesten in Deutschland gilt. Seine Professur musste Fechner 1839 aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Er widmete sich der philosophischen Begründung der Physik und gab ab 1834 das Hauslexikon in acht Bänden heraus.

Gedenktafel für Gustav Theodor Fechner in Leipzig

Gedenktafel für Gustav Theodor Fechner in Leipzig

1830 gründete Gustav Theodor Fechner zusammen mit dem Verleger Leopold Voß das Chemische Zentralblatt und war 1846 Mitbegründer der Königlich Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig.

Fechner gilt als Begründer der Psychophysik, die eine Beziehung zwischen Objekt, dem physikalischen Reiz und der Sinnesempfindung herstellt. 1859 wurde Fechner zum Mitglied der Gelehrtengesellschaft Leopoldina gewählt, 1873 zum Ehrendoktor der Medizin ernannt, 1884 erhielt er die Ehrenbürgerschaft der Stadt Leipzig. 1897 wurde im Rosental nahe dem Zoo Leipzig ein Denkmal für Gustav Theodor Fechner aufgestellt. An Fechners Wohnhaus Scherlstraße 2 in Leipzig befindet sich eine Gedenktafel. 1970 wurde der Mondkrater Fechner nach ihm benannt und am 23. Mai 2000 der Asteroid (11041) Fechner.

Gustav Theodor Fechner starb am 18. November 1881 in Leipzig.

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Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c5/Fechner_Portrait.jpg

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 30. Mrz 2022 15:12, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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