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Leipziger Persönlichkeiten – Carl Christian Philipp Tauchnitz

Carl Christian Philipp Tauchnitz

Carl Christian Philipp Tauchnitz

Carl Christian Philipp Tauchnitz wurde am 4. März 1798 in Leipzig als Sohn des Druckers und Verlegers Carl Christoph Traugott Tauchnitz geboren. Tauchnitz besuchte zunächst das Zerbster Francisceum-Gymnasium und studierte, gegen den Wunsch des Vaters, evangelische Theologie an den Universitäten Tübingen und Basel.

Tauchnitz lebte dann längere Zeit in London und Basel und widmete sich der christlichen Missionstätigkeit. Nach dem Tod seines Vaters gab Carl Christian Philipp Tauchnitz seine theologische Laufbahn auf, um das Unternehmen des Vaters – Verlag, Druckerei und Schriftgießerei – fortzuführen. Tauchnitz war Mitglied der Leipziger Freimaurerloge Minerva zu den drei Palmen.

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Neben seiner Missionstätigkeit in England und der Schweiz wirkte Tauchnitz auch für freikirchliche Gemeinden in Deutschland, insbesondere für die Mennoniten in der Pfalz, in Baden und in Hessen.

Nach 1836 erweiterte Carl Christian Philipp Tauchnitz den Carl Tauchnitz Verlag durch zahlreiche Wörterbücher in verschiedenen Sprachen und freikirchliche Schriften. Ab 1844 bis 1865 veräußerte er die Firma schrittweise. 1865 erfolgte die Abgabe der Klassikerausgaben und Wörterbücher an den Otto Holtze Verlag, damit erlosch die Firma Carl Tauchnitz endgültig.

Aus seinem Vermögen errichtete Tauchnitz sieben Stiftungen, die noch längere Zeit über seinen Tod hinaus Bestand hatten:

  • 1870: Arbeiterwohnungsstiftung,
  • 1877: Seminaristen-Stipendien-Stiftung,
  • 1881: Sophienstiftung,
  • 1882: Anonyme Stiftung für das städtische Krankenhaus, Siechenhausstiftung und Stiftung eines Menschenfreundes,
  • 1884: Stiftung eines Menschenfreundes für das Waisenhaus,

Tauchnitz´ bedeutendste Einrichtung war die Stiftung eines Menschenfreundes, die er in seinem Testament mit mehr als 4 Millionen Goldmark ausstattete. Die Stiftung wurde von der Stadt Leipzig verwaltet und hatte ab 1885 den Status einer juristischen Person. Tauchnitz war besonders auf soziale Zwecke bedacht und hatte die Beschränkungen hinterlassen, das Vermögen nicht für kirchliche Zwecke, Luxusbauten oder das Theater zu verwenden.

Carl Christian Philipp Tauchnitz starb am 16. April 1884 in Leipzig. Das Grabmal auf dem Nordfriedhof in Leipzig wurde 1892 von Hugo Licht geschaffen. 1885 wurde die Karl-Tauchnitz-Straße in Leipzig nach ihm benannt.

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Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6d/Carl_Christian_Philipp_Tauchnitz.jpg

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 11. Apr 2022 15:32, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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