Mai 2024

Altes Theater in Naumburg (Saale) (Reichskrone, Haus des Volkes, bei Halle (Saale))

Altes Theater in Naumburg

Naumburg ist die Kreisstadt des Burgenlandkreises im Süden des Landes Sachsen-Anhalt. Naumburg liegt an der Saale im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland, südwestlich von Halle (Saale) (ca. 51 km) zwischen Merseburg (ca. 34 km) und Jena (ca. 34 km). weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Max Körting

Max Körting wurde am 19. September 1862 in Leipzig geboren. Sein vater Eduard Körting war Inhaber einer Bautischlerei. Nach dem frühen Tod des Vaters musste Max Körting die Realschule in der 3. Klasse beenden und ging in die feinmechanische Werkstätte für physikalische Apparate Franz Hugershoff. Zwischen 1884 und 1886 arbeitete Körting bei Carl Zeiss, anschließend bis 1888 bei Firma Schumann & Köppe in Leipzig, die eine originelle Bogenlampen-Konstruktion herausgebracht hatte.

Körting lernte Wilhelm Mathiesen kennen, der sich im Privatstudium mit der Elektrotechnik eingehender befasst hatte Max Körting wurde Direktionsassistent zur Firma Mey & Co. in Leipzig. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Carl Weichardt

Karl Weichardt (Mitte) in Neapel, 1893, gez. von C.W. Allers

Karl Weichardt (Mitte) in Neapel, 1893, gez. von C.W. Allers

Carl Friedrich Wilhelm Weichardt wurde am 10. Dezember 1846 in Nermsdorf geboren.

Weichardt erlernte das Zimmerhandwerk und studierte Architektur an der Polytechnischen Schule München. 1874 und 1886 unternahm Carl Weichardt Studienreisen nach Rom. Anschließend lehrte er als Professor an der Königlichen Kunstakademie und Kunstgewerbeschule Leipzig. Von 1900 bis 1906 war Weichardt Professor für Ornamententwerfen und Figurenzeichnen an der Technischen Hochschule Dresden.

Bei seinen Bauten orientierte sich Carl Weichardt am antiken Kunstideal und an der Neorenaissance. Neben Planungen für Neubauten in Deutschland befasste sich Weichardt mit der Rekonstruktion von Tempelanlagen, z.B. 1897 in Pompeji. Auf Capri versuchte er grafische Rekonstruktionen der Villa Jovis, was ihn zur Gestaltung seines Wohnhauses Villa Tiberius in Dresden anregte. weiterlesen »

Theater im Capitol Zeitz (ehem. Capitol-Lichtspiele, bei Halle (Saale))

Theater im Capitol Zeitz (ehem. Capitol-Lichtspiele)

Zeitz ist eine Mittelstadt im Burgenlandkreis im Südosten des Landes Sachsen-Anhalt. Zeitz liegt an der Weißen Elster, südlich von Halle (Saale) (ca. 63 km), zwischen Gera (ca. 25 km) und Leipzig (ca. 45 km).
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Neues Theater Zeitz (ehem. Turnhalle des Stiftsgymnasiums, bei Halle (Saale))

Neues Theater Zeitz

Zeitz ist eine Mittelstadt im Burgenlandkreis im Südosten des Landes Sachsen-Anhalt. Zeitz liegt an der Weißen Elster, südlich von Halle (Saale) (ca. 63 km), zwischen Gera (ca. 25 km) und Leipzig (ca. 45 km).
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Leipziger Persönlichkeiten – Tobias Künzel

Tobias Künzel bei einem Konzert in Biberach/Riß (2006)

Tobias Künzel bei einem Konzert in Biberach/Riß (2006)

Tobias Künzel wurde am 26. Mai 1964 in Leipzig geboren. Künzel besuchte die Thomasschule in Leipzig und wurde 1973 in den Thomanerchor aufgenommen. Von 1984 bis 1988 studierte er Fächer Schlagzeug und Gesang an der Musikhochschule Leipzig.

In seiner Schulzeit gründete Tobias Künzel mit seinem Freund Dirk Posner die Band „Puma“ (Abkürzung für PUnk MAchine). Während seines Studiums stieß Künzel als Schlagzeuger zu der Gruppe „Süd-Rock“, aus der 1985 „Amor & die Kids“ hervorgingen, deren größter Hit „Komm doch mit (zu ’nem Ritt auf dem Sofa)“ war. 1990 kam Tobias Künzel als Sänger zu den „Prinzen“. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – die Gewandhauskapellmeister

Das Neue Gewandhaus Leipzig am Augustusplatz

Das Neue Gewandhaus Leipzig am Augustusplatz

Das Gewandhausorchester zu Leipzig gehört international zu den führenden Orchestern und gilt mit ca. 185 Berufsmusikern als größtes Berufsorchester der Welt.

1743 finanzierten 16 Leipziger Kaufleute 16 Musiker, darunter die Stadtpfeifer und gründeten eine musikalische Gesellschaft, das Leipziger Concert. Das erste Konzert fand am 11. März 1743 statt. Damit gilt das Gewandhausorchester zu Leipzig als das älteste, dem Bürgertum entwachsene Konzertorchester im deutschsprachigen Raum. weiterlesen »

Wohnhaus Kohlgartenstraße 51 Neustadt-Neuschönefeld (Stadt Leipzig)

Wohnhaus Kohlgartenstraße 51 Neustadt-Neuschönefeld

Neustadt-Neuschönefeld ist ein Ortsteil der Großstadt Leipzig im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Neustadt-Neuschönefeld liegt im östlichen Stadtgebiet von Leipzig, ca. 2 km vom Zentrum Leipzigs entfernt, zwischen dem Zentrum-Ost und Volkmarsdorf.
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Leipziger Persönlichkeiten – Hermann Abendroth

Hermann Abendroth

Hermann Abendroth

Hermann Paul Maximilian Abendroth wurde am 19. Januar 1883 in Frankfurt am Main geboren. Auf Wunsch seines Vaters absolvierte er eine Ausbildung als Buchhändler in München. Ab 1905 war er Musikdirektor in Lübeck, ab 1911 in Essen sowie von 1915 bis 1934 Chefdirigent des Gürzenich-Orchesters und Direktor des Konservatoriums in Köln. Als Nachfolger von Bruno Walter dirigierte Abendroth er bis Kriegsende das renommierte Gewandhausorchester zu Leipzig.

Hermann Abendroth hatte in den 1920er Jahren bereits die Uraufführung des Klavierkonzerts op. 22 von Paul Kletzki im Gewandhaus Leipzig dirigiert und sich für das Amt des Gewandhauskapellmeisters Mal beworben, Wilhelm Furtwängler bekam den Vorzug. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Franz Konwitschny

Franz Konwitschny

Franz Konwitschny

Franz Konwitschny wurde am 14. August 1901 in Fulnek in Mähren geboren. Der Sohn einer Musikerfamilie nahm Geigenunterricht an der Akademie des Musikvereins in Brünn und war 1923 bis 1925 Schüler von Hans Bassermann am Konservatorium der Musik in Leipzig.

1925 wurde Konwitschny Mitglied des Fitzner-Quartetts in Wien, ging 1927 nach Stuttgart, zunächst als Korrepetitor, ab 1930 als Erster Kapellmeister am Staatstheater und war in der Spielzeit 1933/34 musikalischer Oberleiter des Philharmonischen Orchesters Freiburg in Freiburg im Breisgau. 1934 wurde Konwitschny zum Generalmusikdirektor ernannt. 1938 übernahm Fran Konwitschny die Stelle als Musikdirektor und musikalischer Leiter der Oper in Frankfurt am Main. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Ernst Rietschel

Ernst Rietschel

Ernst Rietschel

Ernst Friedrich August Rietschel wurde am 15. Dezember 1804 in Pulsnitz geboren. Nach erstem Zeichenunterricht und abgebrochener Kaufmannslehre begann Rietschel 1820 ein Studium an der Königlichen Sächsischen Kunstakademie zu Dresden. Erste kleinere Erfolge und Auszeichnungen hatte Ernst Rietschel mit Zeichnungen. Im Atelier bei Franz Pettrich entstand im Auftrag der Gräflich Einsiedelschen Eisenwerke Lauchhammer Rietschels erste eigenständige Arbeit, eine Figur des Meeresgottes Neptun für den Marktbrunnen in Nordhausen. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Marianne Rohland

Altes Theater in Leipzig

Altes Theater in Leipzig

Marianne Rohland wurde am 17. März 1897 in Leipzig geboren. Sie besuchte die Carola-Schule und das Akademische Lehrinstitut für Damenschneiderei in Leipzig. Ab 1918 besuchte Marianne Rohland eine private Malschule in Leipzig und 1921/1922 die Schule für zeichnende Künste und Malerei des Malers Moritz Heymann in München. weiterlesen »

Musikalische Komödie Altlindenau (Haus Dreilinden, Stadt Leipzig)

Musikalische Komödie Altlindenau (Haus Dreilinden)

Altlindenau ist ein Ortsteil der Großstadt Leipzig im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Altlindenau liegt im westlichen Stadtgebiet von Leipzig an der Weißen Elster, ca. 4 km vom Zentrum Leipzigs entfernt, zwischen dem Zentrum-West und Lindenau. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Paul Schmitz

Paul Schmitz

Paul Schmitz

Paul Schmitz wurde am 16. April 1898 in Hamburg geboren. Er studierte an der Musikhochschule Mannheim neben Klavier und Orgel auch Komposition und lernte bei Wilhelm Furtwängler das Dirigieren. Schmitz war zunächst als Korrepetitor und Liedbegleiter tätig, spielte aber auch als Pianist in einer Unterhaltungskapelle. 1921 wurde Paul Schmitz Kapellmeister der Staatskapelle Weimar und später an der Stuttgarter Oper, 1927 Erster Staatskapellmeister der Münchner Staatsoper.

1933 trat Paul Schmitz als Nachfolger des von den Nationalsozialisten aufgrund seiner jüdischen Herkunft angefeindeten Gustav Brecher die Stelle als Generalmusikdirektor in Leipzig an, diese Stelle behielt er bis 1951. Der Leipziger Oberbürgermeister Carl Friedrich Goerdeler und der Opernintendant Hans Schüler schlugen Schmitz auch als Gewandhauskapellmeister vor, da Bruno Walter aus Deutschland geflohen war. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Walther Brügmann

Walther Brügmann als junger Schauspieler der Städtischen Bühnen Leipzig (um 1909)

Walther Brügmann als junger Schauspieler der Städtischen Bühnen Leipzig (um 1909)

Walther Brügmann wurde am 21. August 1884 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Kaufmanns besuchte das Königin-Carola-Gymnasium, begann anschließend eine Ausbildung zum Buchhändler und nahm gleichzeitig Schauspielunterricht. Die Bühnenlaufbahn von Brügmann begann 1904 in Leipzig. Von 1905 bis 1907 war Walther Brügmann am Hoftheater Gera und von 1907 bis 1908 am Städtischen Lortzing-Theater in Münster engagiert.

1909 kehrte Brügmann an die Städtischen Bühnen Leipzig zurück und wurde Assistent des Regisseurs Hans Loewenfeld. Sein Debüt als Regisseur hatte Walther Brügmann 1912 mit Schillers „Räuber“ anlässlich der 400-Jahr-Feier des Nikolaigymnasiums in Leipzig.

Von 1912 bis 1917 war Brügmann unter Loewenfeld Regisseur am Stadttheater Altona und wechselte dann als Schauspieler und Oberspielleiter nach Frankfurt am Main, wo er seine ersten Operninszenierungen auf die Bühne brachte. Von 1922 bis 1924 war Brügmann Oberspielleiter der Städtischen Bühnen Frankfurt und wirkte in Stummfilmen mit, unter anderem an der Seite von Asta Nielsen. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Rudolf von Gottschall

Rudolf von Gottschall

Rudolf von Gottschall

Rudolf Karl Gottschall, ab 1877 von Gottschall, wurde am 30. September 1823 in Breslau geboren. Der Sohn eines preußischen Artillerieoffiziers studierte ab 1841 an der Albertus-Universität Königsberg Rechtswissenschaft, wurde wegen politischer Agitation relegiert, setzte sein Studium an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität Breslau fort und beendete das Studium an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin.

1847 wurde von Gottschall Dramaturg am Stadttheater Königsberg, ging 1848 nach Hamburg, 1852 nach Breslau und 1862 nach Posen. 1864 kam Rudolf von Gottschall nach Leipzig und war bis 1888 Herausgeber der „Blätter für literarische Unterhaltung“ und „Unsere Zeit“, beide im Besitz des Verlagshauses F. A. Brockhaus. 1877 wurde Gottschall für seine Verdienste um die deutsche Literatur von König Wilhelm I. von Preußen in den Adelsstand erhoben. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Rudolph Wirsing

Rudolph Wirsing

Rudolph Wirsing

Rudolph Bernhard Wirsing wurde am 20. Oktober 1808 in Dresden geboren. Sein Vater war Dresdner Hofarchivar und schickte seinen Sohn auf die renommierte Schule Kloster Donndorf. Danach begann Rudolph Wirsing ein Jura-Studium an der Universität Leipzig, das er aber bald abbrach. Der Vater verwehrte ihm den gewünschten Eintritt ins Militär und Wirsing wandte sich dem Theater zu. Bei Christian August Pohlenz studierte er in Leipzig Gesang.

Von 1832 bis 1837 trat Rudolph Wirsing als Bariton im Kärntnertor-Theater in Wien auf, es folgten Engagements in Breslau, Lübeck und Aachen. 1839 ließ sich Wirsing als Gesangslehrer in Magdeburg nieder und gründete 1840 eine Gesangsakademie. 1842 wurde er Musikdirektor am Magdeburger Stadttheater und 1845 zusätzlich Direktor des Hauses. In dieser Zeit wurde hier Albert Lortzings Oper Undine uraufgeführt.

Altes Theater Leipzig

Altes Theater Leipzig

Zum 1. Januar 1849 folgte Rudolph Wirsing einem Ruf ans Stadttheater Leipzig, dessen Direktor er bis 1864 blieb. Unter seiner Direktion erlebte das Theater eine Glanzzeit. Wirsing ließ als einer der ersten Intendanten Deutschlands Richard Wagners frühe Opern Tannhäuser und Lohengrin aufführen, 1849 brachte er Albert Lortzings letzte abendfüllende Oper „Rolands Knappen“ zur Uraufführung sowie 1850 Genoveva von Robert Schumann. An der Sprechbühne nahm sich Rudolph Wirsing der Werke von Karl Gutzkow und Charlotte Birch-Pfeiffer an. 1853 richtete Wirsing in Gerhards Garten in Leipzig das Sommertheater Tivoli ein, das bis 1859 bestand.

1860 erschien Wirsings Buch „Das deutsche Theater …“, in welchem er den Zustand des Theaters in Deutschland analysierte, Vorschläge zu einer gründlichen Reform des deutschen Theaters machte und zuletzt Andeutungen zu einer zweckmäßigen Bühnenleitung vorbrachte.

1864 ging Rudolph Wirsing ans Königlich Deutsche Landestheater in Prag und wechselte 1876 ohne Kenntnisse der Landessprache für ein Jahr als künstlerischer Leiter zum tschechischen Nationaltheater. Die für 1878 bestätigte Leitung des Stadttheaters Breslau konnte Wirsing nicht antreten, da er nach längerer Krankheit am 9. Oktober 1878 in seiner Villa in Prag starb.

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Bildquelle: Von A. Weger – Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Inv. Nr. MT/3513/2000, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=111472560;
Von Autor/-in unbekannt – kolorierte Photographie von 1906, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8947712

Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Bosse

Friedrich Bosse

Friedrich Bosse

Heinrich Christoph Friedrich Bosse wurde am 14. Januar 1848 in Hessen als Sohn eines Stellmachers geboren. Er besuchte die Baugewerkschule in Holzminden und erlernte dann das Malerhandwerk. 1874 ließ sich Bosse als Malermeister in Leipzig nieder. Über den 1865 von August Bebel gegründeten Leipziger Arbeiterbildungsverein kam Friedrich Bosse zur SPD.

Der Leipziger Arbeiterbildungsverein wurde nach dem Erlass des Bismarckschen Ausnahmegesetzes gegen die Sozialdemokratie Ende 1878 als einer der ersten Arbeitervereine verboten und aufgelöst. 1879 wurde ein neuer sozialdemokratischer Verein gegründet, der sich als unpolitischer „Fortbildungsverein für Arbeiter“ tarnte. Friedrich Bosse wurde zunächst zum zweiten Vorsitzenden gewählt. 1881 wurde der Belagerungszustand über Leipzig verhängt und viele Sozialdemokraten ausgewiesen. Friedrich übernahm das Amt des ersten Vorsitzenden.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann August Otto Gehler

Johann August Otto Gehler

Johann August Otto Gehler

Johann August Otto Gehler wurde am 16. Juni 1762 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Arztes und Universitätsprofessors studierte ab 1778 Rechtswissenschaften an den Universitäten in Leipzig und Göttingen. Gehler arbeitete in der Folgezeit am Leipziger Schöppenstuhl, wo er 1803 zum Beisitzer gewählt wurde.

Für die Stadt Leipzig war Johann August Otto Gehler in mehreren wichtigen Funktionen tätig. 1792 wurde er in den Stadtrat gewählt, 1802 wurde er Stadtrichter, 1806 Stadtbaumeister und 1811 Kriminalrichter. In dieser Funktion war Gehler ab 1821 an dem Prozess gegen den Mörder Johann Christian Woyzeck beteiligt, dessen Hinrichtung er aber nicht mehr erlebte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Wilhelm Gerhard

Wilhelm Gerhard

Wilhelm Gerhard

Christoph Wilhelm Leonhard Gerhard wurde am 29. November 1780 in Weimar geboren. Der Sohn eines Kaufmanns absolvierte eine Lehre zum Handelsgehilfen in Zittau und arbeitete danach in einem Leipziger Handelshaus. 1805 erwarb Gerhard das Leipziger Bürgerrecht und gründete mit einem Kompagnon eine Schnitt- und Modewarenhandlung.

Vom Schriftsteller August Mahlmann wurde Wilhelm Gerhard 1807 in die Leipziger Freimaurerloge Minerva eingeführt. Mit einer Anzahl Freimaurergesänge begann Gerhards dichterische Laufbahn, so dass er sein Geschäft aufgab und sich der Schriftstellerei widmete. Neben Gedichten verfasste Gerhard vor allem Bühnenstücke oder richtete vorhandene Dichtungen für die Bühne ein. Zeitweise war er Dramaturg am Leipziger Stadttheater und arbeitete auch an Übersetzungen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ingeborg Krabbe

Ingeborg Krabbe

Ingeborg Krabbe

Ingeborg Krabbe wurde am 13. Juni 1931 in Leipzig im Stadtteil Connewitz als Tochter eines Schlossermeisters geboren. Bereits in ihrer Schulzeit erkannte ihre Deutschlehrerin ihr schauspielerisches Können.

Ingeborg Krabbe studierte ab 1949 an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und debütierte am Theater der Jungen Welt, das seine Spielstätte in der Kongresshalle Leipzig hatte.

Mit weiteren Schauspielern des Theaters der Jungen Welt gründete Krabbe 1954 die Leipziger Pfeffermühle, spielte aber selbst nur ein halbes Jahr mit. Ingeborg Krabbe ging nach Berlin an das Theater der Freundschaft. Ingeborg Krabbe war von den 1960er Jahren bis in die späten 1980er Jahre in zahlreichen Fernsehschwänken und Lustspielen zu sehen.

Ingeborg Krabbe starb am 17. März 2017 in Berlin.

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Bildquelle: Foto: Udo Grimberg, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de,

Leipziger Persönlichkeiten – Johannes Velten

Carl Spitzweg: Reisende Komödianten um 1838

Carl Spitzweg: Reisende Komödianten um 1838

Johannes Velten wurde am 27. Dezember 1640 in Halle (Saale) geboren. Der Beamtensohn studierte in Wittenberg und Leipzig Philosophie und nahm in Leipzig an studentischen Theateraufführungen teil.

Ab 1665 wirkte Johannes Velten in vielen Teilen Deutschlands als Schauspieler und wurde 1668 Leiter einer eigenen Theatergruppe, der „berüchtigten Bande“. Als kursächsischer Hofkomödiant trat Velten zwischen 1679 und 1692 zur Messe in Leipzig auf, u.a. im Saal über den Fleischbänken am Naschmarkt. Velten versuchte, dem Publikum Werke von Molière, Calderón, Shakespeare und deutsche Barockdichtungen näher zu bringen. Um komische Wirkungen zu vermeiden, übertrug er Frauenrollen an Schauspielerinnen und pflegte nach englischem und italienischem Vorbild die Improvisation. 1685 richtete Johannes Velten unter Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen das erste deutsche Hoftheater ein.

Johannes Velten starb am 8. April 1693 in Hamburg.

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Bildquelle: Von Carl Spitzweg – Ursprung unbekannt, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2310973

Leipziger Persönlichkeiten – Fritz Zalisz

Gedenktafel für das Geburtshaus von Richard Wagner Leipzig

Gedenktafel für das Geburtshaus von Richard Wagner Leipzig

Fritz Zalisz wurde am 17. Oktober 1893 in Gera als Sohn eines Goldschmiedes und Juweliers geboren. Nach seiner Schulausbildung absolvierte Zsalisz zoologische Studien bei Ernst Haeckel in Jena, später wurde er Haeckels Mitarbeiter und stand mit ihm nachfolgend in Briefwechsel.

Während eines Studienaufenthalts von Fritz Zsalisz in München entstanden erste plastische Versuche. In einem Münchner Kaffeehaus begegnete Zalisz 1917 Lenin, den er zeichnete und danach von ihm einen Holzstich fertigte.

Im 1. Weltkrieg war Fritz Zalisz u.a. als Kriegsmaler der 58. Division tätig. 1918 setzte Zsalisz seine Studien an der Akademie für Grafik und Buchgewerbe in Leipzig fort, u.a. bei Adolf Lehnert.

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Leipziger Persönlichkeiten – Max Pommer (Dirigent)

MDR-Kubus Leipzig - Stätte des Rundfunkt-Sinfonieorchesters

MDR-Kubus Leipzig – Stätte des Rundfunkt-Sinfonieorchesters

Max Pommer wurde am 9. Februar 1936 in Leipzig geboren. Der Urenkel des Architekten und Bauunternehmers Max Pommer besuchte die Thomasschule in Leipzig und gründete dort das Kammerorchester der Thomasschule. Max Pommer studierte Dirigieren und Klavier an der Hochschule für Musik in Leipzig und von 1960 bis 1964 Musikwissenschaft an der Universität Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Arthur Nikisch

Arthur Nikisch

Arthur Nikisch

Arthur Nikisch wurde am 12. Oktober 1855 in Mosonszentmiklós geboren. Sein Vater stammte aus Schlesien, die Mutter aus Wien. Nikisch studierte am Konservatorium in Wien Violine, Klavier und Komposition. Zwischen 1872 und 1877 wirkte Arthur Nikisch als Geiger in verschiedenen Orchestern.

Von 1878 bis 1889 war Arthur Nikisch 1. Kapellmeister des Leipziger Stadttheaters, 2. Kapellmeister war Gustav Mahler. Am 30. Dezember 1884 dirigierte Arthur Nikisch die Uraufführung von Anton Bruckners 7. Sinfonie am Leipziger Neuen Theater am Augustusplatz.

Nikisch war in der Folgezeit Chefdirigent des Boston Symphony Orchestra und Direktor der Königlichen Ungarischen Oper in Budapest. 1895 wurde Nikisch Nachfolger von Carl Reinecke als Gewandhauskapellmeister in Leipzig und führte dieses Amt bis zu seinem Tod. Im Herbst 1895 wurde Nikisch zum Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker berufen. Unter seiner Leitung nahmen die Berliner Philharmoniker 1913 als erste eine komplette Tonaufnahme der 5. Sinfonie von Ludwig van Beethoven auf.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friederike Caroline Neuber

Friedrike Caroline Neuber

Friedrike Caroline Neuber

Friederike Caroline Neuber, die Neuberin geb. Weißenborn, wurde am 9. März 1697 in Reichenbach im Vogtland geboren. Von ihrer bereits 1705 verstorbenen, sehr gebildeten Mutter, erhielt sie Unterricht in Lesen, Schreiben und Französisch. Ihre Jugendzeit verbrachte Friedrike Caroline Neuber in Zwickau.

1717 floh die Neuberin vor ihrem tyrannischen Vater mit ihrem Geliebten Johann Neuber und beide schlossen sie sich der Spiegelberg’schen Schauspielertruppe in Weißenfels an. Hier stand sie im Schloss Neu-Augustusburg erstmals mit ihrem Mann auf der Bühne.

1717 spielte die Truppe von Christian Spielberg in Blankenburg (Harz). 1718 heiratete Friedrike Caroline und Johann im Braunschweiger Dom, wechselten zur Haack-Hoffmann’schen Truppe, die sie 1727 neu organisierten und daraus die Neuber’sche Komödiantengesellschaft in Leipzig gründeten, die am 8. August 1727 das Privileg der königlich-polnischen und kurfürstlich-sächsische Hofkomödianten erhielt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Christian Gottlob Neefe

Christian Gottlob Neefe

Christian Gottlob Neefe

Christian Gottlob Neefe wurde am 5. Februar 1748 in Chemnitz geboren. Der Sohn einer alteingesessenen Handwerkerfamilie kam im Alter von 12 Jahren als Chorknabe an die Stadtkirche St. Jakobi in Chemnitz und erhielt dort seinen ersten musikalischen Unterricht Durch ein Stipendium der Stadt Chemnitz konnte Neefe mit 19 Jahren an der Universität Leipzig Jura studieren.

Während seines Studiums machte Christian Gottlob Neefe die Bekanntschaft von Johann Adam Hiller und konnte als Student schon kleinere Arbeiten in Hillers Zeitschrift „Wöchentliche Nachrichten, die Musik betreffend“ veröffentlichen. Hiller gründete 1771 seine Private Singschule in Leipzig, Neefe wurde einer seiner ersten Schüler.

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Persönlichkeiten – Arwed Roßbach

Arwed Roßbach

Arwed Roßbach

Max Arwed Roßbach wurde am 24. November 1844 in Plauen geboren. Er besuchte das Gymnasium und absolvierte eine halbjährige praktische Ausbildung im Bauhandwerk. Von 1862 bis 1866 studierte Roßbach an der Kunstakademie Dresden Architektur.

Nach kurzer Tätigkeit in Berlin unter dem Preußischen Oberbaurat Carl Ferdinand Langhans, ließ sich Arwed Roßbach 1871 in Leipzig nieder. Für die Universität Leipzig entwarf Arwed Roßbach die Universitätsbibliothek Albertina, gestaltete das Hauptgebäude am Augustusplatz um und schuf für die spätgotische Universitätskirche St. Pauli eine neogotische Fassade.

Zu seinen prägenden Bauten in Leipzig zählen das 1898 bis 1901 gebaute Gebäude der Leipziger Bank (heute Deutsche Bank) und die Taborkirche in Kleinzschocher. Arwed Roßbach entwarf mehrere Wohnhäuser, darunter das Roßbachhaus in der Beethovenstraße und Villen entlang der Karl-Tauchnitz-Straße im Musikviertel.

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Leipziger Persönlichkeiten – Julius Rietz

Julius Rietz

Julius Rietz

August Wilhelm Julius Rietz wurde am 28. Dezember 1812 in Berlin geboren. Der Sohn des Kammermusikers Johann Friedrich Rietz ließ sich bei Moritz Ganz und Bernhard Romberg zum Violoncellisten ausbilden und studierte Komposition bei Carl Friedrich Zelter.

Im Alter von 16 Jahren trat Rietz in das Orchester des Königsstädtischen Theaters ein und lernte durch seinen Bruder Felix Mendelssohn Bartholdy kennen. Nach Vermittlung von Mendelssohn Bartholdy kam Julius Rietz 1834 als zweiter Dirigent an das Theater nach Düsseldorf und wurde 1835 Nachfolger von Felix Mendelssohn Bartholdy als erster Dirigent und 1836 Städtischer Kapellmeister. Von 1847 bis 1854 war Rietz Theaterkapellmeister und übernahm die Leitung der Leipziger Singakademie. Von 1848 bis 1854 und von 1856 bis 1860 war Julius Rietz Dirigent des Gewandhausorchesters und Kompositionslehrer am Leipziger Konservatorium für Musik und Theater. Die Arbeiten von Julius Rietz sind stark von Felix Mendelssohn Bartholdy beeinflusst.

1860 wurde Julius Rietz als Hofkapellmeister nach Dresden berufen. Von 1874 bis 1877 leitete Julius Rietz die Redaktion der Breitkopf & Härtelschen Gesamtausgabe von Mendelssohns Werken.

Julius Rietz starb am 1. Oktober 1877 in Dresden.

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Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f0/Julius_Rietz.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Kurt Masur

Kurt Masur am Pult der Dresdner Philharmonie (Dezember 2012)

Kurt Masur am Pult der Dresdner Philharmonie (Dezember 2012)

Kurt Masur wurde am 18. Juli 1927 in Brieg/Niederschlesien geboren. Der Sohn eines Elektroingenieurs, der ein Elektrofachgeschäft betrieb, absolvierte eine Ausbildung zum Elektriker. Der Klavierunterricht seiner älteren Schwester weckte bei Masur das Interesse am Klavierspiel und er bekam mit 10 Jahren Klavierunterricht.

Von 1942 bis 1944 war Kurt Masur Schüler an der Landesmusikschule Breslau, bekam mit 16 Jahren aber die ärztliche Diagnose, dass der kleine Finger seiner rechten Hand nicht mehr streckbar sei, womit eine Karriere als Pianist ausgeschlossen war. Kurt Masur beschloss, stattdessen zu dirigieren.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hubert Ritter

Nibelungensiedlung (Rundling) in Lößnig

Nibelungensiedlung (Rundling) in Lößnig

Hubert Hans Ritter wurde am 17. März 1886 in Nürnberg geboren. Der aus einer Nürnberger Künstlerfamilie stammende Ritter zog mit seiner Mutter nach dem Tod des Vaters 1888 nach München. Dort besuchte Hubert Ritter nach der Volksschule das humanistische Wilhelmsgymnasium, wo er sein Abitur ablegte. Anschließend studierte Hubert Ritter an der Technischen Hochschule München und trat auf Empfehlung seines Lehrers Friedrich von Thiersch schon als Student in den akademischen Architektenverein München ein. 1909 nahm Ritter in Thierschs Frankfurter Büro seine Tätigkeit als Architekt auf und arbeitete an der Planung von Festhalle und Erweiterung des Kurhauses Wiesbaden.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Sebald Ringelhardt

Friedrich Sebald Ringelhardt

Friedrich Sebald Ringelhardt

Friedrich Sebald Ringelhardt wurde am 17. April 1785 in Ostrau am Petersberg geboren. Von 1804 bis 1806 studierte Ringelhardt zunächst Rechtswissenschaften an der Universität Halle, wechselte dann auf das Schauspielfach. Er debütierte 1806 in Magdeburg und erhielt nachfolgend Arrangements in Rudolstadt, in Amberg und an den Bühnen von Ansbach, Karlsbad, Bayreuth und Nürnberg. 1808/1809 stand Friedrich Sebald Ringelhardt in Dresden, 1809/1810 in Riga, 1810/1811 mit der Königsberger Schauspieltruppe in Elbing und 1811/1812 in Danzig unter Vertrag. Anschließend wurde Ringelhardt nach Breslau verpflichtet und blieb dort bis 1816.

Weitere Stationen von Ringelhardt waren Brünn, Wien, Pest, Prag, Bremen und Köln, Aachen, Bonn, Trier und Koblenz.

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Leipziger Persönlichkeiten – Christian Reuter

Buchcover Schelmuffsky

Buchcover Schelmuffsky

Christian Reuter wurde am 9. Oktober 1665 in Kütten bei Zörbig getauft. Nach dem frühen Tod seines Vaters 1683 fielen sowohl die Bewirtschaftung der Güter als auch die Erziehung allein der Mutter zu, wobei alle ihre Kinder außer Christian, dem der Schulbesuch ermöglicht wurde, auch bei der Bewirtschaftung helfen mussten.

Reuter besuchte das Domgymnasium in Merseburg. 1688 nahm er mithilfe eines Stipendiums sein juristisches Studium an der Universität Leipzig auf. Christian Reuter verbrachte jedoch weniger Zeit bei den Vorlesungen als beim Besuch von Gaststätten und Theateraufführungen, so dehnte sich sein Studium auf 20 Semester aus. Besonders die Komödien von Molière übten einen Einfluss auf Reuters späteres eigenes Schaffen aus.

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Leipziger Persönlichkeiten – Siegfried August Mahlmann

Siegfried August Mahlmann

Siegfried August Mahlmann

Siegfried August Mahlmann wurde am 13. Mai 1771 in Leipzig geboren. Der Sohn des eines 1734 aus Aschersleben nach Leipzig gekommenen Kaufmanns wurde mit elf Jahren elternlos. Er besuchte unter wechselnden Vormundschaften zunächst eine Privatschule in Borna und von 1785 bis 1789 die Fürstenschule in Grimma.

Mahlmann studirte an der die Universität Leipzig Jura, das Studium brach er aber 1792 ab. Auf Vermittlung von Christian Felix Weiße nahm er in Riga die Stelle eines Hofmeisters an. Ab 1794 begleitete Mahlmann seinen Zögling an die Universitäten Leipzig und Göttingen. Nach einem Aufenthalt in Berlin unternahm Siegfried August Mahlmann eine Reise durch Deutschland, Dänemark und Schweden bis nach Petersburg.

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Leipziger Persönlichkeiten – Albert Lortzing

Albert Lortzing

Albert Lortzing

Gustav Albert Lortzing wurde am 23. Oktober 1801 in Berlin geboren. Sein Vater, ehemaliger Lederhändler und seine Frau gründeten die Berliner Theatergesellschaft „Urania“ und machten ihr Hobby zum Beruf. Als Schauspieler zogen sie durch fast alle deutschen Provinzen. 1811 ging die Familie Lortzing nach Breslau an das dortige Theater. Engagements in Bamberg, in Coburg, in Straßburg, in Baden-Baden und in Freiburg folgten. Der erste Bühnenauftritt von Albert Lortzing fand im Kornhaus am Freiburger Münster statt, wo der 12jährige „unter lebhaftem Beifall“ das Publikum mit komischen Gedichten entzückte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Paul Lange

Paul Lange

Paul Lange

Paul Lange wurde am 21. August 1853 in Planschwitz geboren. 1867 kam er an die Königliche Bauschule in Dresden und machte zeitgleich eine Maurerausbildung. 1870 besuchte Lange die Lehranstalt für gewerbliche Kunst. Ab 1871 arbeitete Paul Lange fünf Jahre in Wien in den Architekturbüros von Emil von Förster und war am Ringtheater beteiligt.

1876 ging Lange nach Paris und kehrte dann nach Leipzig zurück. Fünf Jahre war Lange im Architekturbüro Grimm beschäftigt, bevor er sich 1885 als Architekt selbstständig machte. 1893 zog Lange in das von ihm errichtete Wohnhaus in der Konstantin-/Ecke Lutherstraße.

Paul Lange war bedeutender Kirchenbaumeister, 25 Kirchen in Leipzig und Umgebung, im Vogtland und bis in das österreichische Böhmen hinein wurden nach seinen Plänen errichtet. Etwa 40 Kirchen baute Lange um oder restaurierte sie. Paul Lange war ein Verfechter kleiner Kirchen wegen deren besserer Akustik und des stärkeren Zusammengehörigkeitsgefühls der Gemeinde. Großen Wert legte Lange auf die Innenarchitektur, wie in Leipzig u.a. in der Heilig-Kreuz-Kirche oder im Riquethaus erkennbar.

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Leipziger Persönlichkeiten – Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessing, Kunstsammlung der Universität Leipzig

Gotthold Ephraim Lessing, Kunstsammlung der Universität Leipzig

Gotthold Ephraim Lessing wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz geboren. Sein Vater, Johann Gottfried Lessing, war ein Vertreter der lutherischen Orthodoxie. In der Familie Lessing bestimmten vor allem die Bibel, der Glaube und die Sorge um das materielle „tägliche Brot“ das Gespräch beim Essen.

Gotthold Ephraim Lessings erhielt zunächst Unterricht bei seinem Vater. Im Alter von fünf Jahren war Lessing in der Lage, die Bibel und den von seinem Vater formulierten Katechismus zu lesen. Anschließend bekam Lessing einen Privatlehrer. Während des Besuchs der öffentlichen Lateinschule zeigte sich schnell, dass Lessing für sein Alter eine rasche Auffassungsgabe besaß und ein kluges Kind war. Der Unterricht genügte der intellektuellen Fähigkeiten des Schülers genügte und Lessings Vater reichte 1737 beim Kurfürsten ein Gesuch ein, den Sohn Gotthold Ephraim als in der Fürstenschule St. Afra in Meißen aufzunehmen. Gotthold Ephraim Lessing bestand die Aufnahmeprüfung 1741 hervorragend.

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Leipziger Persönlichkeiten – Karl Theodor Küstner

Karl Theodor KüstnerKarl Theodor Küstner, ab 1837 von Küstner, wurde am 26. November 1784 in Leipzig geboren. Er besuchte die Thomasschule zu Leipzig, studierte an den Universitäten Leipzig und Göttingen Rechtswissenschaften und nahm nach einer größeren Reise durch Deutschland und Frankreich am Feldzug von 1814 als Husarenoffizier der sächsischen Freiwilligen teil.

Küstners Vorliebe für die dramatische Kunst führte ihn als Intendant zum Theater. Karl Theodor Küstner führte zunächst auf eigene Rechnung die Leitung des Leipziger Stadttheaters, das unter seiner Leitung zu einer der bedeutenden deutschen Bühnen wurde. Er begründete eine Pensionsanstalt für die Mitglieder des Theaters 1819 wurde Küstner Mitglied der Leipziger Freimaurerloge Minerva zu den drei Palmen.

1830 wurde Karl Theodor Küstner als Direktor des Hoftheaters nach Darmstadt berufen. Bereits nach einem Jahr legte er dieses Amt nieder und stand seit 1833 dem Hoftheater in München vor. 1837 wurde Küstner in den bayerischen Adelsstand erhoben.

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Leipziger Persönlichkeiten – Klaus Renft

Klaus Renft (Foto Thomas Kraft)

Klaus Renft (Foto Thomas Kraft)

Klaus Renft, bürgerlich Klaus Jentzsch, wurde am 30. Juni 1942 in Jena geboren. Seine Kindheit verbrachte Renft im Dorf Gernewitz. Im April 1952 zog Klaus Renft mit seiner Mutter nach Leipzig und besuchte die Petrischule. 1957 hatte Renft erste Auftritte mit der Schülerband „Kolibri“.

1958 gründete Klaus Renft mit einigen Freunden in Leipzig die „Klaus-Renft-Combo“, die bis zum Auftrittsverbot 1962 bestand. Nach dem verbot wurde die Gruppe umbenannt in „The Butlers“. Renft wohnte in der Mozartstraße 8 und in der Hohen Straße 49. 1963 beendet Klaus Renft seine Ausbildung als Möbeltischler.

Am 1. März 1964 trat die Band „The Butlers“ zum ersten Mal offiziell auf. Und erhielt im gleichen Jahr beim Deutschlandtreffen der Jugend eine Auszeichnung. 1965 wurde der populären Band aufgrund ihres westlichen Stils ein „unbefristetes Spielverbot“ ausgesprochen, zeitgleich mit dem Verbot vieler anderer Bands in Leipzig, ausgelöst durch den Leipziger Beataufstand. Ab 1967 durfte die „Klaus Renft Combo“ wieder öffentlich auftreten, ab 1971 waren auch Rundfunkaufnahmen möglich.

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Leipziger Persönlichkeiten – Theodor Körner

Theodor Körner

Theodor Körner

Carl Theodor Körner wurde am 23. September 1791 in Dresden als Sohn des Juristen Christian Gottfried Körner geboren. Körner verfügte über ein musikalisches Talent, zeichnerische Begabung und beherrschte eine Anzahl Instrumente.

1808 begann Theodor Körner sein Studium an der Bergakademie Freiberg. 1810 erschien sein erster Gedichtband, die „Knospen“, verlegt von Georg Joachim Göschen.

Im Sommer 1808 kam Körner an die Universität Leipzig und studierte Geschichte und Philosophie. 1811 ging Theodor Körner nach Berlin und hörte Vorlesungen bei Johann Gottlieb Fichte, Friedrich Schleiermacher und Barthold Georg Niebuhr.
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Leipziger Persönlichkeiten – Carl Ferdinand Langhans

Carl Ferdinand Langhans

Carl Ferdinand Langhans

Carl Ferdinand Langhans wurde am 14. Januar 1781 in Breslau geboren. Der Sohn des Architekten Carl Gotthard Langhans wurde, wie sein Vater, Theaterbaumeister.

Ausgebildet wurde Langhans von seinem Vater sowie an der Berliner Bauakademie, u.a. bei Friedrich Gilly. 1797 trat er als Baukondukteur in den Dienst des Berliner Oberhofbauamtes. Carl Ferdinand Langhans reiste nach Italien und war kurzzeitig in Wien am Theater an der Wien tätig. Nach dem Tod seines Vaters 1808 kehrte Langhans nach Breslau zurück und arbeitete als Architekt, entwarf Lampen, Kaffeemaschinen und konstruierte und erprobte eine Frühform des Tretrollers mit zwei Hinterrädern.

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Leipziger Persönlichkeiten – Carl Wilhelm Otto Koch

Otto Koch

Otto Koch

Carl Wilhelm Otto Koch wurde am 3. Mai 1810 in Graßdorf bei Taucha geboren. Der Sohn eines Ratsoberförsters und besuchte von 1823 bis 1829 die Nikolaischule in Leipzig und studierte von 1829 bis 1832 Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig. Ab 1832 arbeitete Koch als Aktuar beim Leipziger Steueramt. Ab 1833 war Otto Koch königlich sächsischer Notar und ab 1836 Assessor am Königlichen Hauptsteueramt in Leipzig. 1841 ließ sich Koch als Rechtsanwalt in Leipzig im Haus Reichsstraße 1.

Von 1844 bis 1847 war Otto Koch nationalliberaler Stadtverordneter in Leipzig und gehörte in dieser Zeit dem Ausschuss für Kirchen, Schulen und milde Stiftungen und der Deputation für das Marktwesen und lokalstatuarische Angelegenheiten an. Am 11. Mai 1848 wurde Koch als Abgeordneter des Wahlkreises Borna in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt. 1848/1849 hatte Otto Koch das Amt des Vizebürgermeisters von Leipzig inne.

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Leipziger Persönlichkeiten – Arthur Seidel

Die Seidel-Sänger um 1905

Die Seidel-Sänger um 1905

Arthur Seidel wurde am 19. August 1861 in Leipzig geboren. Aufgewachsen im Hinterhaus des Gasthofes „Blaue Mütze“ erlebte Seidel Konzerte im Kaffeegarten und im Saal des Hauses. 1879 gab Arthur Seidel sein Debüt als Komiker und schloss sich 1888 den Coupletsängern an.

1903 gründete Arthur Seidel mit den Seidel-Sängern eine eigene Gesellschaft und erwarb den Kunstschein für Schauspiel und Gesang. Seidel komponierte, dichtete, interpretierte, machte Reklame und führte die Geschäfte der Gruppe. Als „Papa Seidel“ wurde er ein Leipziger Original.

1927 schufen sich die Seidel-Sänger ein eigenes Theater, das vermutlich letzte sächsische Volkstheater am Thomaskirchhof 16.

Arthur Seidel starb am 22. April 1934 in Leipzig. Nach seinem Tod übernahmen seine Söhne Willy und Arthur die Direktion der Seidel-Sänger-Singspiele am Thomaskirchhof bis 1942.

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Leipziger Persönlichkeiten – Corona Schröter

Corona Schröter

Corona Schröter

Corona Elisabeth Wilhelmine Schröter wurde am 14. Januar 1751 in Guben geboren. Ihr Vater, Johann Friedrich Schröter, war Oboist im Graf Brühlschen Regiment. Nachdem die Familie nach Leipzig gezogen war, wurde Corona Schröter von Johann Adam Hiller zur Sängerin ausgebildet. In Leipzig lernte sie Johann Wolfgang Goethe kennen, der sogleich von ihr beeindruckt war.

Im Oktober 1776 wurde sie auf Vorschlag Goethes als Hofvokalistin und Kammersängerin nach Weimar verpflichtet und wurde der Mittelpunkt von Goethes Liebhabertheater, da sie auch schauspielerisch begabt war. Schröter war u.a. die erste Darstellerin der Iphigenie. In Goethes Singspiel „Die Fischerin“, das 1782 in Tiefurt uraufgeführt wurde, spielte Corona Schröter die Hauptrolle. Corona Schröter vertonte in dem Stück für ihren Gesang angelegte Lieder, dabei zum Beispiel die Ballade vom Erlkönig, die erste Vertonung dieses Gedichts überhaupt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Carl Christian Philipp Tauchnitz

Carl Christian Philipp Tauchnitz

Carl Christian Philipp Tauchnitz

Carl Christian Philipp Tauchnitz wurde am 4. März 1798 in Leipzig als Sohn des Druckers und Verlegers Carl Christoph Traugott Tauchnitz geboren. Tauchnitz besuchte zunächst das Zerbster Francisceum-Gymnasium und studierte, gegen den Wunsch des Vaters, evangelische Theologie an den Universitäten Tübingen und Basel.

Tauchnitz lebte dann längere Zeit in London und Basel und widmete sich der christlichen Missionstätigkeit. Nach dem Tod seines Vaters gab Carl Christian Philipp Tauchnitz seine theologische Laufbahn auf, um das Unternehmen des Vaters – Verlag, Druckerei und Schriftgießerei – fortzuführen. Tauchnitz war Mitglied der Leipziger Freimaurerloge Minerva zu den drei Palmen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Livia Frege

Livia Frege

Livia Frege

Livia Gerhard wurde am 134. Juni 1818 in Gera geboren. Sie war Gesangsschülerin an der Leipziger Singakademie unter Christian August Pohlenz. Am 9. Juli 1832 sang sie zum ersten Mal im Gewandhaus und wurde als zweite Sängerin für die Abonnementskonzerte engagiert. 1833 trat Livia Gerhard zum ersten Mal als Schauspielerin am Theater auf. Ab 1835 wirkte sie am Königlich-Städtischen Theater in Berlin.

1836 heiratete Livia Gerhard den Leipziger Juraprofessor und Besitzer des Rittergutes Abtnaundorf, Woldemar Frege. Ihr Wohnhaus in der Stadt hatte die Familie Frege in der Bahnhofstraße, heute Georgiring (nicht erhalten). 1843 trat Livia Frege bei der Uraufführung von Robert Schumanns „Das Paradies und die Peri“ auf. Sie gab 1848 Benefizkonzerte, 1848 ein Konzert für hungernde Arbeiter und 1851 für die Hinterbliebenen von Albert Lortzing.

Livia Frege war Mitbegründerin des Leipziger Bachvereins. Sie starb am 22. August 1891 in Leipzig. Die Liviastraße im Waldstraßenviertel ist nach Livia Frege benannt.

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Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/f/f9/Livia_Frege.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Kurt Weill

Kurt Weill

Kurt Weill

Kurt Weill wurde am 2. März 1900 in Dessau geboren. Weill zog mit seinen Elstern 1920 nach Leipzig und wohnte im Haus Poniatowskistraße 12 (heute Gottschedstraße 40), wo sein Vater das jüdische Kinderheim der Leipzig-Loge bis 1931 leitete.

Kurt Weill dirigierte in dieser Zeit einen Leipziger Männerchor. Am 18. Februar 1928 wurde am Neuen Theater in Leipzig Weills Stück „Der Zar lässt sich photographieren“ uraufgeführt. Zusammen mit Bertolt Brecht begleitete Kurt Weill die Proben für die Uraufführung seiner Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ am 9. März 1930. Für die Aufführung des Stücks „Der Silbersee“ von Georg Kaiser 1933 in Leipzig schrieb Weill die Musik. 1933 wurde Weill wegen seiner jüdischen Herkunft aus Deutschland vertrieben und ging über Paris in die USA.

Kurt Weill starb am 2. April 1950 in New York. In Schönefeld-Ost ist eine Straße nach ihm benannt.

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Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 146-2005-0119 / CC-BY-SA 3.0

Leipziger Persönlichkeiten – Ferdinand David

Ferdinand David

Ferdinand David

Ferdinand David wurde am 19. Januar 1810 in Hamburg geboren. Bereist als zehnjähriger spielte David in Konzerten und beendete 1826 seine musikalische Ausbildung in Kassel. Am 28. Dezember 1825 trat Ferdinand David zum ersten Mal im Leipziger Gewandhaus auf.

Als Geiger am Königstädter Theater in Berlin wurde Ferdinand David mit Felix Mendelssohn-Bartholdy bekannt, der ihn 1835 als Konzertmeister nach Leipzig holte. 1838 vertrag David Mendelssohn-Bartholdy als Dirigent und 1841 verpflichtete ihn die Gewandhausdirektion für die Leitung der Abonnementskonzerte. 1843 übernahm Ferdinand David die Leitung der Violinklassen am Leipziger Konservatorium.

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Leipziger Persönlichkeiten – Gottlieb Benedict Zehmisch

Wohn- und Handelshaus Katharinenstraße 21 Leipzig

Wohn- und Handelshaus Katharinenstraße 21 Leipzig

Gottlieb Benedict Zehmisch wurde am 21. Mai 1716 in Leipzig geboren. Mit seinem Bruder betrieb Zehmisch eine der größten Rauchwarenhandlungen in der Stadt. Gottlieb Benedict Zehmisch war Hauptinitiator und Finanzier der Großen Konzerte, dem Vorgänger des Gewandhausorchesters.

Sein Wohnhaus ließ sich Zehmisch in der Katharinenstraße 21 bauen. Gottlieb Benedict Zehmisch finanzierte den Bau des Theaters auf der Rannischen Bastei und gab dafür fast sein ganzes Vermögen aus. Gottlieb Benedict Zehmisch starb am 29. März 1789 in Leipzig. Die Zehmischstraße in Lößnig ist nach ihm benannt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Max Burghardt

Max Burghardt

Max Burghardt

Max Burghardt wurde am 27. November 1893 in Wickensdorf bei Schwerin geboren. Nach seiner Ausbildung an der Maria-Moissi-Schauspielschule in Berlin war Max Burghardt an verschiedenen Häusern tätig. 1930 wurde er Mitglied der KPD und war bis zu seiner Verhaftung 1935 illegal tätig. Nach sechsjähriger Haft wurde Max Burghardt zum Kriegsdienst zwangsverpflichtet.

1946/47 war Max Burghardt Intendant des Nordwestdeutschen Rundfunks Köln und 1950 bis 1954 Generalintendant der Städtischen Theater in Leipzig. Während seiner Amtszeit wurde ostdeutsche und osteuropäische Autoren an den Theatern bevorzugt, in der Oper wurden avantgardistische Komponisten ausgegrenzt. 1954 ging Max Burghardt als Intendant an die Staatsoper Berlin.

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Leipziger Persönlichkeiten – Paul Otto Brückwald

Paul Otto Brückwald

Paul Otto Brückwald

Paul Otto Brückwald wurde am 6. Mai 1841 in Leipzig als Kind eines Postbeamten. Nach einer Maurerlehre erhielt er aufgrund guter Leistungen ein Stipendium, das ihm den Besuch der Akademie ermöglichte. Von 1860 bis 1863 studierte Brückwald an der Königlichen Akademie in Dresden. 1868 wurde er in die Leipziger Freimaurerloge Minerva zu den drei Palmen aufgenommen.

Zu den Gebäuden in Leipzig, an deren Bau Paul Otto Brückwald beteiligt war, gehören:

  • 1868 Neues Theater (Entwurf von Carl Ferdinand Langhans, im 2. Weltkrieg zerstört), Brückwald übernahm die Detailplanung und die Bauleitung,
  • 1874 Wohn- und Geschäftshaus des Musikverlages C. F. Peters, Talstraße 10,
  • 1876 Wohnhaus Straße des 17. Juni Nr. 9,
  • 1883 Wohnhaus Harkortstraße 10,
  • 1889 Volkshochschule Leipzig (ehem. Handelslehranstalt),
  • 1894 Wohnhaus Barth, Schwägrichenstraße 11

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Leipziger Persönlichkeiten – Robert Blum

Robert Blum

Robert Blum

Robert Blum wurde am 10. November 1807 in Köln geboren. Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Blum arbeitete als Theatersekretär in Köln und kam 1832 an das Leipziger Stadttheater. 1835 gab er die Zeitschrift „Die elegante Welt“ heraus. Zusammen mit Karl Herloßsohn redigierte er 1938 bis 1842 das Theaterlexikon und publizierte die Sächsischen Vaterlandsblätter. Unter Robert Blums Leitung wurde 1840 in Leipzig das erste Schillerfest gefeiert. Blum ermittelte 1841 Schillers Wohnhaus in Gohlis und gründete 1842 des Schillerverein. Den Aufenthalt von Georg Herwegh 1842 nahm Blum zum Anlass, um gegen Fürstenwillkür zu demonstrieren.

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Leizpiger Persönlichkeiten – Bruno Apitz

Gedenktafel am Wohnhaus von Bruno Apitz in Volkmarsdorf

Gedenktafel am Wohnhaus von Bruno Apitz in Volkmarsdorf

Bruno Apitz wurde am 28. April 1900 in Leipzig als zwölftes Kind einer Waschfrau und eines Wachstuchdruckers im Leipziger Stadtteil Volkmarsdorf geboren. Er besuchte die Volksschule und absolvierte eine Ausbildung zum Stempeldrucker. Trotz Teilnahme am 1. Weltkrieg war Bruno Apitz Kriegsgegner und begeisterter Anhänger Karl Liebknechts.

Im Alter von 17 Jahren hielt er eine Ansprache vor streikenden Arbeitern einer Munitionsfabrik, wofür er eine 19monatige Gefängnisstrafe erhielt. Apitz beteiligte sich 1918 in einer Leipziger Arbeiterhundertschaft an der Novemberrevolution und begann eine Ausbildung zum Buchhändler. 1919 wurde Mitglied der SPD und verlor wegen der Teilnahme am Buchhändlerstreik seine Lehrstelle.

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Das Zentrum-West in Leipzig – Zwischen barocker Gartenplanung und sozialistischem Plattenbau

Wohnhaus Ferdinand-Lasalle-Straße 8 Leipzig

Wohnhaus Ferdinand-Lasalle-Straße 8 Leipzig

Das heutige Zentrum-West in Leipzig umfasst die Westvorstadt und das Bachviertel. Bis in das 18. Jahrhundert war der Bereich westlich der Altstadt von Leipzig eine sumpfige Aue zwischen Pleiße und Weißer Elster. Entlang der Pleiße standen die Barfuß-, die Thomas- und die Nonnenmühle, an einem Seitenarm der Weißen Elster die Angermühle.
Die mittelalterliche Fernhandelsstraße Via Regia führte durch diese Sumpflandschaft, heute der Verlauf der Jahnallee und des Ranstädter Steinwegs. Bereits im Mittelalter fanden Flussregulierungsmaßnahmen statt, so entstanden der Elstermühlgraben und der Pleißemühlgraben, die das Zentrum-West heute an zwei Seiten umfließen.

Bereits im Mittelalter war die Via Regia im Bereich des Ranstädter Steinwegs von zwei Häuserreihen gesäumt – die Mühlgrabensiedlung und neben der Jacobskapelle das Jacobsviertel oder Jacobsparochie. Hinzu kam das 1295 erstmals erwähnte Naundörfchen. Aus diesen Siedlungen entstand im 12. Jahrhundert die Ranstädter Vorstadt oder Rannische Vorstadt, die an der heutigen Leibnizstraße durch das Äußere Rannische Tor abgeschlossen wurde. In der Rannischen Vorstadt wohnten, wegen der beiden Mühlgräben, vor allem Fleischer, Gerber, Färber und Fischer.

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Tourist-Information Leipzig hat ab 15. Mai 2020 wieder geöffnet

Neue touristische Broschüren bieten viele Anreize, Leipzig und die Region zu erkunden

Universität Leipzig, Neues Augusteum und Paulinum

Universität Leipzig, Neues Augusteum und Paulinum

Die aktuellen Regelungen zur Eindämmung des Corona-Virus hatten den Tourismus weitgehend eingeschränkt. So durften laut den Leitlinien der Bundesregierung vom 16. März 2020 und der Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen vom 19. März 2020 „Übernachtungsangebote im Inland nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden“.

Das ändert sich ab dem 15. Mai 2020, denn dann dürfen im Freistaat Sachsen Gastronomie- und Tourismusbetriebe unter Einhaltung entsprechender Hygienekonzepte wieder öffnen. Nach der bereits Anfang Mai erfolgten Wiedereröffnung der Museen werden ab dem 15. Mai auch weitere Kulturbereiche geöffnet, darunter Theater, Kinos, Konzerthäuser, Opernhäuser und Freizeit- und Vergnügungsparks. Voraussetzung dafür ist ein genehmigtes Schutz- und Hygienekonzept.

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Theater der Jungen Welt Altlindenau (Hotel Deutsches Haus, Haus der Volkskunst, Stadt Leipzig)

Theater der Jungen Welt Lindenau

Altlindenau ist ein Ortsteil der Großstadt Leipzig im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Altlindenau liegt im westlichen Stadtgebiet von Leipzig an der Weißen Elster, ca. 5 km vom Zentrum Leipzigs entfernt. weiterlesen »

Schauspielhaus Leipzig (Zentrum-West, Stadt Leipzig)

Schauspielhaus Leipzig

Das Zentrum-West ist ein Ortsteil der Großstadt Leipzig im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Leipzig liegt an der Weißen Elster, der Pleiße, der Parthe und der Luppe. Das Zentrum-West schließt sich westlich an die Innenstadt von Leipzig an, zwischen Thomaskirche, Neuem Rathaus und Elsterbecken. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Adam Friedrich Oeser

Adam Friedrich Oeser, Pastell von Nicolaus Lauer, 1791, Gleimhaus Halberstadt

Adam Friedrich Oeser, Pastell von Nicolaus Lauer, 1791, Gleimhaus Halberstadt

Adam Friedrich Oeser wurde am 17. Februar 1717 in Preßburg geboren. Seine Lehre absolvierte Oeser in Preßburg bei dem Maler E. F. Kamauf, ging 1730 nach Wien in die Lehre bei Jacob van Schuppen und lernte von 1733 bis 1735 in Pressburg bei dem Bildhauer und Medailleur Georg Raphael Donner. 1739 zog Adam Friedrich Oeser nach Dresden, das Zentrum barocker Kultur in Deutschland. Dort schloss er seine Ausbildung ab und arbeite bis 1756 als Maler.

1745 heiratete er Rosine Elisabeth Hohburg. Das Ehepaar hatte acht Kinder, nur vier erreichten das Erwachsenenalter. 1754 zog Johann Joachim Winckelmann zu Oeser, um bei ihm das Zeichnen zu lernen.

1759 zog die Familie Oeser nach Leipzig. Adam Friedrich Oeser wurde 1764 erster Direktor der neu gegründeten Leipziger Zeichenakademie und wenige Tage später zum kurfürstlich-sächsischen Hofmaler ernannt. Das Amt als Akademiedirektor führte Oeser über 35 Jahren bis zu seinem Tode aus. Er hinterließ eine anerkannte Kunstakademie, die als Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) überregionalen Ruf genießt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Kunz Nierade

Opernhaus am Leipziger Augustusplatz

Opernhaus am Leipziger Augustusplatz

Kunz Nierade wurde 1901 in Wohlau (Schlesien) geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Waldenburg und einer Maurerlehre studierte Nierade von Oktober 1921 bis Juli 1925 an der Staatlichen Gewerbeakademie Chemnitz und arbeite danach in Architekturbüros in Chemnitz und Braunschweig.

1931 trat Nierade in die NSDAP ein und zog im April 1932 nach Leipzig, wo er ab September 1933 als Architekt tätig war und Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste wurde. Kunz Nierade plante die Kleinsiedlung Portitz. Von 1941 bis 1944 war Nierade als Projektant im besetzten polnischen Gebiet tätig. Ab Oktober 1944 betreute er in Leipzig die Instandsetzung von kriegsbeschädigten Zivilbauten.

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Leipziger Persönlichkeiten – Gustav Mahler

Gustav Mahler

Am 7. Juli 1860 wurde in Kalischt in Böhmen einer der bedeutendsten Komponisten der Spätromantik, der berühmtesten Dirigenten seiner Zeit und bedeutender Reformer des Musiktheaters geboren, Gustav Mahler.

In Iglau in Mähren verbrachte Mahler den überwiegenden Teil seiner Jugend, die überschattet war von Gewalt des Vaters gegenüber der Mutter. Das Trauma konnte Gustav Mahler erst späte mit Hilfe von Sigmund Freud bewältigen.

Im Alter von vier Jahren begann Gustav Mahlers musikalische Ausbildung am Akkordeon, kurze Zeit später nahm er seinen ersten Klavierunterricht. Mit sechs Jahren gab Mahler bereits selbst Unterricht und komponierte erste Stücke. Mit zehn Jahren trat er als Pianist auf, mit zwölf Jahren gab er Konzerte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Franz Dominic Grassi

Franz Dominic Grassi

Franz Dominic Grassi

Am 11. Mai 1801 wurde in Leipzig der spätere Kaufmann italienischer Abstammung Franz Dominic Grassi geboren. Seine Familie stammte aus Mittelitalien. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und zahlreichen Auslandsreisen gründete Grassi in Leipzig eine Handelsfirma für russische Produkte, Indigo und Südfrüchte.

Franz Dominic Grassi war Junggeselle und galt als Leipziger Original. Er war Theater- und Pferdeliebhaber und unterstützte Leipziger Bürger, die in Notsituationen geraten waren. Im Volksmund hieß Grassi auch „Der Holznutscher“, da er die Angewohnheit hatte, auf einem Zahnstocher zu kauen.

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Architektur der Jahrhunderte in Leipzig – Klassizismus

Das Haus Großer Blumenberg am Richard-Wagner-Platz

Das Haus Großer Blumenberg am Richard-Wagner-Platz

Das Zeitalter des Klassizismus beginnt um 1760, in Deutschland etwas später. Im 18. Jahrhundert galt der Klassizismus als Gegenmodell zum Barock – Vereinfachung der Formen, Geradlinigkeit, Schlichtheit, klare Formen und eine Anlehnung an klassisch-antike Vorbilder.

Das ausklingende Zeitalter des Absolutismus, das aufstrebende Bürgertum, Bildung und Aufklärung machten nicht nur eine neue Ausdruckssprache der Architektur notwendig, sie forderten auch nach neuen Bautypen. Schulen, Museen, Theater und Bahnhöfe wurden nun im neuen Stil errichtet.

Schinkelportal im Hof der Universität Leipzig

Schinkelportal im Hof der Universität Leipzig

Das Bild der Innenstadt von Leipzig wandelt sich in dieser nur wenig. Die Schrecken der Völkerschlacht 1813 wirkten noch lange nach. Ab 1830 wächst die Stadt über ihre mittelalterlichen Grenzen hinaus. Wohnungen waren Mangelware. Und so entstehen in Leipzig nur wenige Großbauten, dafür ganze Wohnviertel. Die Westvorstadt, Friedrich- und Marienstadt, die Neustadt, das Seeburgviertel und das Waldstraßenviertel seien hier genannt. Die beginnende Industrialisierung lässt auch die kleinen Dörfer vor der Stadt wachsen. Prestigebauten, die an antike Tempel erinnern, sucht man in Leipzig vergebens. Es ist eher der zurückhaltende klassizistische Wohnungsbau, der in der Stadt zu finden ist.

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Architektur der Jahrhunderte in Leipzig – Historismus

Justizpalast Leipzig

Justizpalast Leipzig

Mit Gründung des Deutschen Reiches und der Industrialisierung setzt sich in Deutschland ein neuer Baustil durch, der Historismus. Rückbesinnung auf die Baukunst des Mittelalters, Renaissance, Barock, Rokoko wurden belebt und in neuer Formenvielfalt an die Fassaden gebracht. Neue Technologien und Baustoffe setzten sich durch und neue Transportmöglichkeiten verhalfen zu ihrer Verbreitung.

Die schnell anwachsende Bevölkerung brauchte Wohnraum, die Industrie brauchte Werkhallen, die Gesellschaft brauchte neue Gebäude – Kirchen, Schulen und Verwaltungsbauten. Das Zeitalter des Historismus prägt die Stadt Leipzig. Mit Erfindung der Mustermesse kam ein ganz neuer Bautypus auf – das Mustermessehaus. Ausgehend von der Schinckelschen Bauakademie in Berlin entstanden Fabrikbauten in bis dahin nicht gekannter Größe. Für Arbeiter und die Mittelschicht entstanden große Wohngebiete, die Gründerzeitviertel, die in Leipzig zu den größten und schönsten in Deutschland gehören. Der Formenmix führte um 1890 schließlich zum Eklektizismus, bei dem alles an die Fassade gebracht wurde, was zur Verfügung stand.

Ab ca. 1890 setzt sich auch der Jugendstil in Deutschland durch. Oft wurden Historismus und Jugendstil vermischt. In Leipzig hatte es der Jugendstil schwer. Die Leipziger Architekten entwickelten eine eigene Formensprache, den gemäßigten Historismus. Betonung der Vertikalen, teils monumentale Fassadengestaltungen mit Säulen und große Fensterflächen prägen die Großbauten in Leipzig ab etwa 1900.

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325 Jahre Oper in Leipzig

Oper Leipzig am Augustusplatz

Oper Leipzig am Augustusplatz

Die Musikstadt Leipzig hat auch eine lange Operntradition. 325 Jahre werden in der Messestadt Opern aufgeführt, an wechselnden Standorten, doch immer mit großem Erfolg.

Am 8. Mai 1693 öffnet Leipzigs erstes Opernhaus seine Pforten. Es stand am Brühl, dort wo heute die Ritterpassage zum Hauptbahnhof führt. Hamburg, Venedig, Leipzig – das dritte bürgerliche Musiktheater in Europa. Man baute wohl sehr schnell und das rächte sich. Baumängel traten auf, das Haus wurde 1729 an das benachbarte St. Georg Waisenhaus angegliedert und bald darauf abgerissen.

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Döbeln – Stadt des Riesenstiefels

Obermarkt mit Turm der Nicolaikirche in Döbeln

Obermarkt mit Turm der Nicolaikirche in Döbeln

Döbeln ist eine Große Kreisstadt im Norden des Landkreises Mittelsachsen. In Döbeln leben ca. 24.000 Einwohner. Döbeln liegt an der Freiberger Mulde, ca. 69 km südöstlich von Leipzig und ca. 51 km nordwestlich von Dresden.

Das „castellum Doblin“ wurde 981 erstmals genannt. Die ovale slawische Ringwallanlage wurde von einer deutschen Burg überbaut, die 1429 zerstört wurde.

Die Siedlung Döbeln entstand auf einer Insel zwischen zwei Flussarmen der Freiberger Mulde an der Kreuzung zweier Handelsstraße. Anfang des 13. Jahrhunderts bekam Döbeln Stadtrecht. Vor den Toren der Stadt entstand 1330 ein Benediktinerinnenkloster.

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800 Jahre Bürgerstadt Leipzig

Kümmer dich selbst um deine Angelegenheiten, dann erreichst du deine Ziele. So oder so ähnlich könnte der Wahlspruch der Leipziger Bürger lauten – kümmer dich selbst um deine Stadt, dann geht es dir und deiner Stadt gut. Leipzig war immer Bürgerstadt. Von hier aus regierte nie ein sächsischer Kurfürst oder König. Die Bürger kümmerten sich selber um ihre Stadt. Wie jede Geschichte, hat auch die der Bürgerstadt Leipzig einen Anfang.

Markgraf Dietrich der Bedrängte von Meißen auf dem Dresdener Fürstenzug

Markgraf Dietrich der Bedrängte von Meißen auf dem Dresdener Fürstenzug

Man schreibt das Jahr 1217. Die aufstrebende Handelsstadt Leipzig gehört zur Markgrafschaft Meißen. Der regierende Markgraf heißt Dietrich I., man wird ihn später „den Bedrängten“ nennen.

Leipzig wollte Freie Reichsstadt werden, weg von Markgraf Dietrich, direkt dem Kaiser unterstellt. Das gefiel Markgraf Dietrich von Meißen gar nicht, sah er doch seinen Einfluss in der Stadt Leipzig und seine Einnahmen aus der Handelsstadt dahinschwinden. Er handelte einen Kompromiss mit den Leipziger Bürger aus. Doch Dietrich wurde wortbrüchig, hinterging die Stadt und ihre Bürger, überfiel sie, riss die Stadtmauer nieder und machte Stadt und Bürger somit schutzlos. Er ließ drei Zwingburgen um die Stadt bauen, verband diese mit einer Mauer und machte so klar, wer der Herr in der Stadt ist. Glücklich wurde Markgraf Dietrich von Meißen allerdings nicht. 1221 vergiftet ihn sein Leibarzt, die Leipziger Bürger sollen ihn dazu angestiftet haben.

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Central-Theater Grimma (Lichtspieltheater, bei Leipzig)

Central-Theater Grimma

Grimma ist eine Große Kreisstadt im Osten des Landkreises Leipzig. Grimma liegt an der Mulde, südöstlich von Leipzig (ca. 36 km) zwischen Leipzig und Döbeln (ca. 39 km). weiterlesen »

Mittelsächsisches Theater Döbeln (bei Chemnitz)

Mittelsächsisches Theater Döbeln

Döbeln ist eine Große Kreisstadt im Norden des Landkreises Mittelsachsen. Döbeln liegt an der Freiberger Mulde, nordöstlich von Chemnitz (ca. 46 km) zwischen Rochlitz (ca. 29 km) und Riesa (ca. 32 km). weiterlesen »

Opernhaus Chemnitz (Stadt Chemnitz)

Theaterplatz Chemnitz mit König-Albert-Museum, Opernhaus und St.-Petri-Kirche

Chemnitz ist eine kreisfreie Großstadt im Südwesten des Freistaats Sachsen. Chemnitz liegt am gleichnamigen Fluss am Nordrand des Erzgebirges, südöstlich von Leipzig (ca. 86 km) und südwestlich von Dresden (ca. 76 km). weiterlesen »

Die Ernestiner – Eine Dynastie prägt Europa

Thüringer Landesausstellung 2016 in Gotha und Weimar

Residenzschloss Weimar

Residenzschloss Weimar

Im Jahr 2016 widmet sich eine Thüringer Landesausstellung der Herrscherdynastie der Ernestiner, die die Geschicke Thüringens jahrhundertelang prägten. Ausstellungsorte und gleichzeitig Kulissen sind die ehemaligen Residenzstädte Weimar und Gotha. In den einstigen Wohn- und Residenzorten wird das politische, höfische und kulturelle Leben des heute fast vergessenen Geschlechtes der Ernestiner gezeigt.

Ausstellung in Weimar

In Weimar führt die Ausstellung durch die Themenfelder „Reich und Nation“, „Glaube“ und „Wissenschaft“. Das angespannte Verhältnis der protestantischen Ernestiner zum katholischen deutschen Kaiser geht zurück bis in das 16. Jahrhundert. Die Ernestiner sahen sich stets als Verteidiger der Freiheit der Fürsten gegenüber dem Kaiser.

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Großes Schloss Blankenburg/Harz – Schlossführungen

Blankenburg, Großes Schloss

Das Große Schloss in Blankenburg konnte dank des Engagements des Vereins „Rettung Schloss Blankenburg e.V.“ aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden.

Zwischen März und Dezember kann das Große Schloss in Blankenburg am Harz am Samstag zwischen 14.00 Uhr und 16.00 Uhr oder zu besonderen Anlässen im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Wenn auch zurzeit noch viele Bereiche des Schlosses aus baulichen Gründen nicht zugänglich sind, so können doch die repräsentativsten Räume, wie der Graue Saal, das Theater, die Schlosskapelle, der Kaisersaal sowie der Rittersaal besichtigt werden. Besucher erfahren bei einer Schlossführung viel Interessantes zur Geschichte und Architektur des Schlosses.

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Der Kreml in Moskau

Der Kreml in Moskau

Der Kreml in Moskau

Im Jahr 2011 unternahm ich eine Flusskreuzfahrt von Moskau nach St. Petersburg. Bevor es auf Flüssen, Kanälen und großen Seen in Richtung Ostsee ging, standen zwei Tage Moskau auf dem Programm und die Besichtigung des Kremls in der russischen Hauptstadt.

Der Kreml ist der älteste Teil Moskaus und der Mittelpunkt der Stadt. Im Mittelalter entstand hier eine Burg, die ab dem Ende des 15. Jahrhunderts zu einer Zitadelle ausgebaut wurde. Bis in das 16. Jahrhundert war sie Residenz der Großfürsten von Russland bis zur Verlegung der Hauptstadt nach St. Petersburg. Zentrum der Staatsmacht wurde der Kreml nach 1918 als Sitz der Regierung der Sowjetunion. Seit 1992 ist der Kreml Amtssitz des russischen Präsidenten.

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