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Leipziger Persönlichkeiten – Georgius Agricola

Georgius Agricola

Georgius Agricola

Georg Bauer wurde am 24. März 1494 in Glauchau/Sachsen geboren. Er war Begründer der wissenschaftlichen Darstellung der Mineralogie, der Bergbaukunde, des Markscheidewesens und der Metallerzeugung. Georg Bauer studierte nach Besuch des Gymnasiums in Chemnitz an der Universität Leipzig, wo er sich Georgius Pawer de Glauchaw nannte.

Einer seiner Förderer war Prof. Mosellanus. In Leipzig legte sich Bauer seinen lateinischen Namen Agricola zu. 1518 bis 1522 war Agricola Lehrer und Rektor an der Lateinschule in Zwickau und schuf dort einen neuen Schultyp mit Latein-, Griechisch- und Hebräisch-Unterricht in Kombination mit Gewerbekunde – Ackerbau, Weinbau, Bau- und Messwesen, Rechnen, Arzneimittelkunde und Militärwesen. Georgius Agricolas erste Publikation, eine Grammatik der lateinischen Sprache, erschien 1520 in Leipzig. Nach seiner Zeit in Zwickau kehrte er nach Leipzig zurück, wo er bei Mosellanus als Lektor wirkte und bei Prof. Heinrich Stormer (Besitzer von Auerbachs Keller) ein Medizinstudium begann.

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1523 ging Agricola an die Universitäten von Bologna und Padua, 1524 begab er sich nach Venedig und kehrte 1526 nach Chemnitz zurück. 1527 heiratete Agricola Anna Meyner und ließ sich als Arzt und Apotheker in St. Joachimsthal (heute: Jáchymov) nieder. Er wurde 1531 Stadtarzt in Chemnitz, bekleidete dort vier Mal das Amt des Bürgermeisters und war im Staatsdienst als sächsischer Hofhistoriograph beschäftigt.

Agricolas bergmännisches Erstlingswerk Bermannus, sive de re metallica, erschien 1530. Er beschrieb u.a. Verfahren zur Erzsuche und -verarbeitung sowie Metallgewinnung. Georgius Agricola gilt als Begründer der Geowissenschaften. Er beschreibt 1544 die Entstehung der Stoffe im Erdinneren und die Natur der aus dem Erdinneren hervorquellenden Dinge. Nach dem Tod seiner ersten Frau 1540 heiratet er 1542 die 30 Jahre jüngere Anna Schütz, Tochter des Besitzers der Saigerhütte Chemnitz, und damit in eine der reichsten Familien in Chemnitz ein.

Georgius Agricola starb am 21. November 1555 in Chemnitz. Nach der Reformation wurde ihm dem katholischen Agricola die Beerdigung auf Chemnitzer Flur verweigert. Auf Initiative seines Freundes Julius Pflugk, Bischof von Zeitz, wurde er in der Schlosskirche in Zeitz begraben.

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Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Georgius_Agricola#/media/Datei:Georgius_Agricola.jpg

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 16. Jan 2022 17:51, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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