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Leipziger Persönlichkeiten – Kurt Kresse

Kurt Kresse

Kurt Kresse

Kurt Kresse wurde am 15. Mai 1904 in Leipzig geboren. Er wuchs in einer Arbeiterfamilie in Kleinzschocher auf. Sein jüngerer Bruder war der spätere Leipziger Oberbürgermeister Walter Kresse. Kresse durchlief eine Lehre zum Buchdrucker, konnte diesen Beruf jedoch zunächst nicht ausüben und arbeitete deshalb einige Jahre als Bergarbeiter im Ruhrgebiet und in Ostthüringen.

1924 fand Kresse in Leipzig eine Anstellung als Buchdrucker, trat in die KPD ein und wurde später Mitglied der KPD-Bezirksleitung Westsachsen. In den letzten Jahren der Weimarer Republik war Kresse Vorsitzender des Arbeitersportvereins „Fichte“ in Leipzig.

Nach 1933 wurde Kurt Kresse zweimal für mehrere Monate inhaftiert, unter anderem im KZ Colditz. Nach seiner Entlassung organisierte Kurt Kresse Solidaritätsaktionen für politische Gefangene und deren Familien. Von 1939 bis 1944 arbeitete Kresse als Fräser in der Druckmaschinenfabrik Schelter & Giesecke in Leipzig.

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Anfang der 1940er Jahre wurde Kurt Kresse einer der engsten Mitarbeiter von Georg Schumann. Er knüpfte Verbindungen zu Arbeitern in weiteren Leipziger Betrieben und verbreitete mit deren Hilfe Flugblätter, in denen unter anderem für die Ziele des NKFD geworben und Ratschläge für die Sabotage der Kriegsproduktion gegeben wurde. Kresse organisierte Hilfsaktionen für ausländische Zwangsarbeiter. Zusammen mit Georg Schumann und Otto Engert bildete er die sogenannte „Schumann-Engert-Kresse-Gruppe“.

Am 19. Juli 1944 wurde Kurt Kresse verhaftet, am 24. November 1944 zusammen mit Georg Schumann und Otto Engert vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 11. Januar 1945 im Hof des Landgerichts in Dresden hingerichtet.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Kresse_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)#/media/Datei:Kresse,_Kurt.jpg

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Autor: Mirko Seidel am 6. Aug 2022 14:40, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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