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Leipziger Persönlichkeiten – Gustav II. Adolf von Schweden

Gustav II. Adolf von Schweden

Gustav II. Adolf von Schweden

Gustav II. Adolf wurde am 9. Dezember 1594 in Stockholm geboren. Der Sohn aus der Familie der Wasa stieg schon frühzeitig in das öffentliche Leben ein. Mit acht Jahren nahm Gustav Adolf auf Wunsch des Vaters an Sitzungen des Senats teil, im Alter von zwölf Jahren hatte er öffentliche Auftritte, als fünfzehnjähriger hielt er seine erste Thronrede.

Gustav Adolf erhielt eine gründliche humanistische, politische und militärische Erziehung. 1611 bestieg der erst 17jährige den Thron in Schweden und übernahm ein verarmtes Land, das in einen tiefen Konflikt mit seinem Nachbarn Dänemark verstrickt war.

Gustav Adolf führte nach dem Friedensschluss mit Dänemark Kriege gegen Russland und Polen. Den Vormarsch des kaiserlich-katholischen Lagers in den Norden Deutschlands mit Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges 1618 beobachtete Gustav Adolf mit Sorge. Als König Christian IV. von Dänemark 1626 unterlag, griff Gustav Adolf 1628 an der Seite des dänischen Königs ein, als Wallenstein begann, die strategisch wichtige und auf ihre Eigenständigkeit pochende Stadt Stralsund zu belagern. Wallenstein brach die Belagerung Stralsunds ergebnislos ab, Gustav Adolf erzwang einen Bündnisvertrag mit Stralsund, so dass die Stadt ihre Eigenständigkeit verlor.

Gustav Adolf traf am 6. Juli 1630 mit 13.000 Mann in Peenemünde auf Usedom in Pommern ein, erhöhte seine Truppenstärke auf 40.000 Mann. Im April 1631 eroberte Gustav Adolf Frankfurt an der Oder und verbündete sich mit den protestantischen Ländern Kurfürstentum Brandenburg, Kurfürstentum Sachsen und Landgrafschaft Hessen-Kassel.

1630 wurde Wallenstein als militärischer Oberbefehlshaber der kaiserlich-katholischen Armee abgesetzt. Gustav Adolf vereinigte sein schwedisches Heer mit dem neu aufgestellten sächsischen Heer und schlug am 7. September 1631 das Heer der in der Schlacht bei Breitenfeld vernichtend.

Das Gustav-Adolf-Denkmal in Breitenfeld

Das Gustav-Adolf-Denkmal in Breitenfeld

Das Eingreifen des schwedischen Königs in den Dreißigjährigen Krieg zerschlug die kaiserliche Stellung im Norden Deutschlands und kehrte die bis dahin erreichten Erfolge der katholischen Habsburger um. Gustav Adolf zog mit seiner Armee nach Süden, um das mit den Habsburgern verbündete Kurfürstentum Bayern zu erobern. München und Landshut als bayerische Residenzstädte ergaben sich im Juni 1632 kampflos und wurden gegen Zahlungen von Kontributionen weitgehend von Plünderungen verschont.

Der Versuch, Wallenstein bei Nürnberg zu besiegen, misslang und so zog das schwedische Heer nach Westen ab, Wallensteins wich in den Norden aus, in der Absicht, Winterquartiere bei Leipzig zu suchen, was eine Bedrohung des mit den Schweden verbündete Kurfürstentum Sachsen darstellte. Gustav Adolf führte sein Heer in einem Gewaltmarsch ebenfalls nach Norden und bezog am 10. November bei Naumburg ein befestigtes Lager. Am 6. November kam es zur Schlacht bei Lützen, nicht weit entfernt vom Schlachtfeld von Breitenfeld.

Gustav II. Adolf griff selbst in die Kampfhandlungen ein, wurde bei einem Reiterangriff verwundet und starb am 6. November 1631 bei Lützen.

In Breitenfeld erinnert der Gustav-Adolf-Gedenkstein an die Schlacht bei Breitenfeld. In den Gedenkstein eingemeißelt: Glaubensfreiheit für die Welt rettete bei Breitenfeld Gustav Adolf Christ und Held. In Lindenthal erinnert die Gustav-Adolf-Allee und im Waldstraßenviertel die Gustav-Adolf-Straße an ihn.

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Bildquelle: Von Jacob Heinrich Elbfas – lsh.se, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=203282

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 6. Nov 2022 18:26, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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