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Leipziger Persönlichkeiten – Herzog August von Sachsen

Kurfürst August von Sachsen

Kurfürst August von Sachsen

August, der sich selbst Augustus nannte, wurde am 31. Juli 1526 in Freiberg geboren. Im Volksmund wurde er auch Vater August genannt, und stammt aus der albertinischen Linie des Hauses Wettin. Er war Nachfolger seines ohne männlichen Erben in der Schlacht bei Sievershausen gefallenen Bruders Moritz.

August wurde von dem aus Rochlitz stammenden Pfarrer Martin Oberdörffer erzogen und wuchs später am kaiserlichen Hof in Innsbruck auf, wo er enger Freund des späteren Kaisers Maximilian II. wurde. 1544 bekam August die Verwaltung des Bistums Merseburg übertragen.

Aus Anlass seiner ersten Heirat erhielt August das Schloss Wolkenstein als Jagd- und Landsitz. Sein Bruder Moritz hatte ihn 1546 mit der Verteidigung Dresdens beauftragt und ein eigenes Truppenkommando gegeben. 1552 übertrug Moritz die Regentschaft seinem Bruder August, der sich umgehend um ein Bündnis mit seinem Schwiegervater, dem König von Dänemark, bemühte.

Jagdschloss Augustusburg

Jagdschloss Augustusburg

1553 wurde August Kurfürst von Sachsen. Einer Bibel aus dem Jahr 1576 ist Augusts vollständiger Titel zu entnehmen: „Augustus Herzog von Sachsen / des Heiligen Römischen Reichs Erzmarschall und Churfürst / Landgraff in Döringen / Marggraff zu Meissen / und Burggraff zu Magdeburg“. So ist August auch in der Inschrift am Alten Rathaus in Leipzig verewigt. Die schon seit langem ruhende Münzstätte in Leipzig legte Kurfürst August von Sachsen 1571 still, damit war die Dresdner Münze einzige Münzstätte im Kurfürstentum Sachsen.

Schloss Annaburg

Schloss Annaburg

Kurfürst August von Sachsen war der wohl bedeutendste Bauherr der Renaissance in Sachsen. Sein Hauptwerk ist das Jagdschloss Augustusburg bei Chemnitz, errichtet von 1568 bis 1572. Er vollendete den Umbau des Residenzschlosses in Dresden (1553 bis 1556), er nutzte das Jagdschloss Moritzburg, ließ das Schloss Nossen unter Errichtung eines neuen Westflügels zum Jagdsitz ausbauen und 1554 bis 1558 das Jagdhaus Grillenburg errichten. 1556 erwarb er den Wermsdorfer Forst als Hofjagdrevier. 1555 bis 1558 ließ August das Schloss Schwarzenberg zum Jagdsitz ausbauen, 1569 baute er den Jägerhof in Dresden.

Schloss Lichtenburg in Prettin

Schloss Lichtenburg in Prettin

Die Burg Gommern ließ er abbrechen und 1578 als Jagdschloss neu aufbauen. Von 1572 bis 1575 ließ August für seine Gemahlin das nach ihr benannte Schloss Annaburg als Witwensitz und Jagdschloss erbauen. Ebenfalls für seine Frau ließ August anstelle eines früheren Klosters das Schloss Lichtenburg in Prettin errichten und veranlasste den Ausbau von Schloss Dippoldiswalde und Schloss Freudenstein als Amtsschlösser. Der geplante großangelegte Umbau von Schloss Osterstein in Zwickau kam erst nach dem Tod von August zustande. Sein bedeutendster Architekt war der Landbaumeister Hans Irmisch.

Kurfürst August von Sachsen starb am 11. Februar 1586 in Dresden.

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Bildquelle: Von Lucas Cranach der Jüngere – 1. The Yorck Project (2002) 10.000 Meisterwerke der Malerei (DVD-ROM), distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH. ISBN: 3936122202.2. Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=149785

Quelle:
www.wikipedia.de
Jürgen Helfricht: Die Wettiner Sachsens Könige, Herzöge, Kurfürsten und Markgrafen, Sachsenbuch Verlagsgesellschaft mbH Leipzig, 5. Auflage, 2012

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Autor: Mirko Seidel am 2. Dez 2022 15:11, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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