Landkreis Mittelsachsen

Rittergut Lichtenwalde (bei Chemnitz)

Schloss Lichtenwalde

Lichtenwalde ist ein Ortsteil der Gemeinde Niederwiesa im Südwesten des Landkreises Mittelsachsen. Lichtenwalde liegt an der Zschopau, am Nordrand des Erzgebirges, nordöstlich von Chemnitz (ca. 10 km) zwischen Chemnitz und Frankenberg (ca. 5 km).

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Rittergut Lichtenwalde

Bauzeit
18. Jahrhundert, 20. Jahrhundert
1726, 1908
Baustil
Barock, Historismus
Bauherr
Reichsgraf Christoph Heinrich von Watzdorf
Baumeister/Architekt
Gustav Fröhlich (1908)
Zustand
Das Schloss in Lichtenwalde ist saniert. Der Park ist in einem gepflegten Zustand.
Heutige Nutzung
Museum, Gaststätte
Zugang
Das Gelände des Schlosses und der Schlosspark sind öffentlich zugänglich, das Schloss kann teilweise besichtigt werden.

Beschreibung

Grundriss
Das gesamte Schlossareal, bestehend aus dem eigentlichen Schlosshof, dem Park und zugehörigen Wirtschaftsgebäuden, gehört zu den eindrucksvollsten Schlössern Sachsens. Das Schloss liegt auf dem linken Hochufer der Zschopau. Ursprung ist eine Wehranlage aus dem 12. Jahrhundert, deren Grundriss in den unregelmäßig angeordneten Gebäuden des Schlosshofes ablesbar ist. Die heutige Schlosskapelle war die Burgkapelle.
Baukörper
dreigeschossige Dreiflügelanlage, daran anschließend zweigeschossige Wirtschaftsgebäude und ein Pavillon als Abschluss des Hofes nach Osten,
Fassade
Putzfassade, dreiachsiger Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel, Hauptportal mit gesprengtem Giebel, Loggia zum Park, das zweite Geschoss nach 1905 aufgesetzt, davor Freitreppe,
Dachform
Mansardwalmdach mit Dachreiter, Nebengebäude Satteldächer und Walmdächer

Weitere Informationen

Park

Repräsentativer französischer Barockgarten in Hanglage zur Zschopau, 1730 bis 1737 ausgeführt nach Plänen von F.C. Luther, um 1800 Anlage eines Landschaftsgartens, Ende des 19. Jahrhunderts weitere Umgestaltungen,

Personen

  • Markgrafen von Meißen (Bau einer Burg um 1230),
  • Ritter Heidenreich von Lichtenwalde (markgräflicher Kastellan um 1280),
  • Heinrich von Lichtenwalde (genannt 1290),
  • Burggrafen von Meißen (Verpfändung durch die Markgrafen von Meißen 1336),
  • Familie von Honsberg (Besitzer bis 1439),
  • Apel Vitzthum der Jüngere zu Roßla und Konrad von Stein (Tausch ihrer Besitzungen mit denen von Honsberg 1439, Besitzer bis 1447),
  • Familie von Harras (Besitzer 1447 bis 1561),
  • Herzog Wilhelm III. von Thüringen (brennt 1450 Burg nieder),
  • Umbau der Burg zu einem Wohnschloss durch Georg II. von Harras (1550, Besitzer bis 1561),
  • Rückfall der Herrschaft Lichtenwalde an Kursachsen, Kursächsisches Amt (1561),
  • Familie von Bünau (seit 1694 Besitzer),
  • Jakob Heinrich von Flemming (Besitzer 1719 bis 1722),
  • Familie Vitzthum von Eckstädt (Besitzer 1772 bis 1945),
  • Kurheim und TBC-Heim (ab 1948),
  • Bildungseinrichtung des staatlichen Gesundheitswesens der DDR (ab 1972),
  • Freistaat Sachsen (Besitzer seit 1990),
  • Bildungszentrum des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales (bis 1995),

Touristische Wege

Durch Lichtenwalde führen der Zschopauradweg, der Zschopauwanderweg und der Chemnitz-Zschopautalradweg.

Sehenswertes in Lichtenwalde

Schlosskapelle

Sonstige Informationen

Rittergut Lichtenwalde, Gemeinde Niederwiesa, Landkreis Mittelsachsen,
Postleitzahl 09577

Quelle:
Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen II, Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz, Deutscher Kunstverlag München Berlin, 1998,
www.wikipedia.de

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