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Leipziger Persönlichkeiten – Hieronymus Lotter

Hieronymus Lotter

Hieronymus Lotter

Hieronymus Lotter, Leipziger Bürgermeister und Baumeister wurde um 1497 in Nürnberg geboren und starb am 22. Juli 1580 in Geyer im Erzgebirge. Lotter prägte mit seinen Bauten das Gesicht der Messestadt Leipzig im 16. Jahrhundert maßgeblich mit. Lotter war zudem als Baumeister von Herzog Moritz von Sachsen tätig.

Als Bürgermeister von Leipzig war Hieronymus Lotter maßgeblich am Umbau des Alten Rathauses am Markt verantwortlich. Er schuf 1556 bis 1557 unter Verwendung von Vorgängerbauten eines der bedeutendsten Gebäude der deutschen Renaissance. Lotter prägte das Bild der Stadt auch mit dem Bau der Alten Waage am Markt (1555) und des Hauses „Zur Goldene Fahne“ (um 1570, Burgstraße, nur Treppenturm erhalten). Auch das Wohnhaus Hainstraße 8 wurde vermutlich von Lotter für seinen Bruder Antonius Lotter um 1545 erbaut. Ab 1551 war Lotter verantwortlich für den Ausbau der Leipziger Stadtbefestigung, von der heute noch die Moritzbastei erhalten ist (1551 bis 1553). Außerhalb von Leipzig errichtete Hieronymus Lotter das Rathaus in Pegau (ab 1559).

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Moritzbastei Leipzig

Moritzbastei Leipzig

Hieronymus Lotter war erster Oberbaumeister des Jagdschlosses Augustusburg bei Chemnitz (1568 bis Januar 1572). Das ursprüngliche Entwurfsmodell des Jagdschlosses Augustusburg war Lotter aus Dresden zugesandt worden. Lotter veränderte den Entwurf durch eigene Ideen.

Hieronymus Lotter besaß die Gunst des Kurfürsten Moritz von Sachsen und seines Nachfolgers August und gelangte zu erheblichen Wohlstand als Kaufmann durch Bergbau, Geldleihe und Handel. Beim Bau des Jagdschlosses Augustusburg überwarfen sich Baumeister und Landesherr. Lotter erwarb das Rittergut Geyersberg in Geyer und verstarb in Ungnade und einfachen Verhältnissen.

Jagdschloss Augustusburg bei Chemnitz

Jagdschloss Augustusburg bei Chemnitz

Der Begriff der „Lotterwirtschaft“ wird ihm ebenfalls zugeschrieben. Beim Bau des Alten Rathauses in Leipzig soll Lotter Baumaterial und Geld abgezweigt haben, um sich am Brühl/Ecke Katharinenstraße ein neues Wohnhaus zu errichten. „So eine Lotterwirtschaft“ sollen die Leipziger Ratsherren gewettert haben. Doch sie taten ihm wohl unrecht. Lotter musste die vorhandenen Gebäude beim Bau das Rathauses einbeziehen, weil nicht genügend Geld im Stadtsäckel war. Die Bauten standen nicht in einer Flucht – und aus diesem hat das Alte Rathaus in Leipzig einen Knick.

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Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Hieronymus_Lotter#/media/File:Hieronymus_Lotter.jpg

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Autor: Mirko Seidel am 10. Nov 2019 08:40, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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