Juli 2022

Leipziger Persönlichkeiten – Heinrich Gottfried Koch

Heinrich Gottfried Koch

Heinrich Gottfried Koch

Heinrich Gottfried Koch wurde am 9. Januar 1703 in Gera geboren. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig lernte er 1728 Friederike Caroline Neuber kennen und schloss sich ihrer Theatergruppe an. Koch brillierte er nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Dekorationsmaler und Theaterdichter und wurde auch von Gotthold Ephraim Lessing hochgeschätzt.

1748 verließ Heinrich Gottfried Koch die Neubersche Truppe und ging nach Wien. 1749 kehrte er nach Leipzig zurück, gründete er eine eigene Theatertruppe, die Kochsche Truppe. Die Veränderungen in der Theaterwelt und auch die sich wandelnden Vorlieben des Publikums brachten es mit sich, dass Koch 1752 in Leipzig die erste komische Operette „Die verwandelten Weiber oder „Der Teufel ist los“ von Christian Felix Weiße vor einem begeisterten Publikum aufführte.

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Leipziger Persönlichkeiten – David Schatz

Schloss Knauthain

Schloss Knauthain

David Schatz wurde 1667 oder 1668 in Dresden geboren. Schatz stammte aus armen Verhältnissen und erlernte in Dresden den Beruf des Gärtners. David Schatz gehörte zum Kreis um Matthäus Daniel Pöppelmann und pflegte gute Beziehungen zum sächsischen Hof Augusts des Starken.

Im Jahr 1700 kam David Schatz, möglicherweise auf Wunsch der Gebrüder Caspar und Georg Bose, nach Leipzig. Hier setzte Schatz sich als einer der führenden Leipziger Architekten des Barocks durch, gehörte jedoch nicht der Maurerinnung an. Im Gegensatz zu seinen zeitgenössischen Baumeistern in Leipzig arbeite David Schatz nicht nur in Leipzig und dessen Umgebung, sondern im gesamten mitteldeutschen Raum. David Schatz ließ sich von in Leipzig bereits wirkenden und anerkannten Baumeister Gregor Fuchs und Christian Döring nicht beeinflussen und entwickelte seinen eigenen Baustil.

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Leipziger Persönlichkeiten – Elias Gottlob Haußmann

Elias Gottlob Haußmann, Gemälde von Johann Sebastian Bach

Elias Gottlob Haußmann, Gemälde von Johann Sebastian Bach

Elias Gottlob Haußmann wurde 1695 in Gera geboren. Zunächst bei seinem Vater, fürstlich hessischer Hofmaler Elias Haußmann, ausgebildet, ging Haußmann 1717 in den Dienst des Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt als Hofmaler. Der Landgraf ermöglichte Elias Gottlob Haußmann eine Studienreise durch Deutschland.

Ab 1720 war Haußmann offizieller Porträtmaler der Stadt Leipzig, verließ Leipzig aber 1722, vermutlich wegen Differenzen mit der Malerinnung. 1723 wurde Elias Gottlob Haußmann in Dresden zum königlich-polnischen und kurfürstlich-sächsischen Hofmaler ernannt. 1725 kehrte Haußmann nach Leipzig zurück und übernahm 1726 von seinen Vorgängern die Darstellung Leipziger Bürger mit dem Bildnis des Kramermeisters Johann Heinrich Linke.

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Leipziger Persönlichkeiten – Jakob Thomasius

Jakob Thomasius

Jakob Thomasius

Jakob Thomasius wurde am 27. August 1622 in Leipzig geboren. Der Sohn einer fränkischen Juristenfamilie erhielt zunächst eine Ausbildung durch einen Hauslehrer und besuchte 1638 bis 1640 das Gymnasium zu Gera. An den Universitäten Leipzig und Wittenberg studierte Thomasius Philosophie, Philologie und Mathematik.

1646 wurde Jakob Thomasius Assessor an der Philosophischen Fakultät in Leipzig. Ab 1648 lehrte er an der Nikolaischule und war 1650 bis 1653 Konrektor. 1653 wurde Thomasius als Nachfolger von Friedrich Leibnütz Professor der Moralphilosophie, 1656 der Dialektik und 1659 der Rhetorik in Leipzig. Bekannteste Schüler von Jakob Thomasius waren Gottfried Wilhelm Leibniz und sein Sohn Christian Thomasius. Thomasius war mehrmals Dekan der Philosophischen Fakultät und 1669 Rektor der Universität. 1670 wurde er Rektor an der Nikolaischule. Jakob Thomasius reformierte den Unterricht, indem er die Lektüre des Neuen Testaments auf Griechisch forderte. Die Stadt Leipzig würdigte Thomasius 1676 mit der Stelle des Rektors der Thomasschule.

Jakob Thomasius starb am 5. September 1684 in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Rauchwarenhändlerfamilie Thorer

Theodor Thorer

Theodor Thorer

Theodor Thorer wurde am 26. Juni 1828 in Görlitz geboren. Die Tradition der Kürschnerei reicht bei der Familie Thorer weit zurück. Im Kirchenbuch der Stadt Gera befindet sich ein Eintrag vom 10. August 1618 über die Vermählung des Kürschnermeisters Hans Georg Thorer mit Katharina Puschel.

Theodor Thorer war Sohn von Ernst Friedrich Thorer, geboren am 20. März 1799, gestorben am 1. Juli 1878, sein Großvater war der Görlitzer Kürschnermeister Tobias Friedrich Thorer, geboren am 21. April 1732 in Gera, gestorben am 22. Mai 1800 in Görlitz.

Theodor Thorer, ältester Sohn, übernahm 1853 das väterliche Kürschnergeschäft in Görlitz – das bedeutendste Geschäft am Platz, und versorgte auch die Kürschner der Gegend mit Rauchwaren.

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Leipziger Persönlichkeiten – Livia Frege

Livia Frege

Livia Frege

Livia Gerhard wurde am 134. Juni 1818 in Gera geboren. Sie war Gesangsschülerin an der Leipziger Singakademie unter Christian August Pohlenz. Am 9. Juli 1832 sang sie zum ersten Mal im Gewandhaus und wurde als zweite Sängerin für die Abonnementskonzerte engagiert. 1833 trat Livia Gerhard zum ersten Mal als Schauspielerin am Theater auf. Ab 1835 wirkte sie am Königlich-Städtischen Theater in Berlin.

1836 heiratete Livia Gerhard den Leipziger Juraprofessor und Besitzer des Rittergutes Abtnaundorf, Woldemar Frege. Ihr Wohnhaus in der Stadt hatte die Familie Frege in der Bahnhofstraße, heute Georgiring (nicht erhalten). 1843 trat Livia Frege bei der Uraufführung von Robert Schumanns „Das Paradies und die Peri“ auf. Sie gab 1848 Benefizkonzerte, 1848 ein Konzert für hungernde Arbeiter und 1851 für die Hinterbliebenen von Albert Lortzing.

Livia Frege war Mitbegründerin des Leipziger Bachvereins. Sie starb am 22. August 1891 in Leipzig. Die Liviastraße im Waldstraßenviertel ist nach Livia Frege benannt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Friedrich Fasch

Thomaskirche und Thomasschule in Leipzig 1723

Thomaskirche und Thomasschule in Leipzig 1723

Johann Friedrich Fasch wurde am 15. April 1688 in Buttelstedt bei Weimar geboren. Er war Diskanist in der Hofkapelle in Weißenfels und kam 1701 als einer der ersten Schüler von Johann Kuhnau an die Thomasschule in Leipzig.

1708 bis 1711 studierte Fasch an der Universität Leipzig. Faschs frühes Schaffen wurde von den Kompositionen Georg Philipp Telemanns inspiriert. Das von Johann Friedrich Fasch 1708 gegründete Collegium musicum erlangte rasch Beliebtheit und brachte Fasch mit Kuhnau in Konflikt. Faschs Collegium musicum gilt als einer der Vorgänger des Großen Konzerts, des späteren Gewandhausorchesters.

1710 wurde Johann Friedrich Fasch mit der Kirchenmusik in der Universitätskirche beauftragt. 1714 ging Fasch nach Gera und Greiz und war ab 1722 Hofkapellmeister in Zerbst. Fasch war einer der Bewerber um das Amt des Thomaskantors 1722, das 1723 mit Johann Sebastian Bach besetzt wurde. Johann Friedrich Fasch, der von Bach sehr verehrt wurde, hinterließ 69 Ouvertüren, 21 Instrumentalkonzerte und 12 Messen.

Johann Friedrich Fasch starb am 5. Dezember 1758 in Zerbst.

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Leipziger Persönlichkeiten – Richard Tschammer

Ev.-Reformierte Kirche in Leipzig

Ev.-Reformierte Kirche in Leipzig

Richard Tschammer wurde am 6. Januar 1860 in Gera geboren. Richard Tschammer betrieb gemeinsam mit Georg Weidenbach in Leipzig das Architekturbüro „Weidenbach und Tschammer“. Nach der Trennung von Georg Weidenbach arbeitete Tschammer seit 1920 mit Arno Caroli zusammen.

Richard Tschammer starb am 11. Dezember 1929 in Leipzig. Zu den den Bauten, die Richard Tschammer bis 1916 gemeinsam mit Georg Weidenbach plante, gehören:

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40 Jahre Neues Gewandhaus zu Leipzig

Das Neue Gewandhaus Leipzig am Augustusplatz

Das Neue Gewandhaus Leipzig am Augustusplatz

Am 08. Oktober 1981, 37 Jahre nach der Zerstörung des Alten Gewandhauses, bekam das weltbekannte Gewandhausorchester zu Leipzig endlich sein neues Domizil am Augustusplatz.

Zu verdanken ist das Gebäude dem damaligen Gewandhauskapellmeister Kurt Masur, der sich vehement für den Neubau eines reinen Konzerthauses für sein Weltklasseorchester einsetzte.

Der Grundstein für den Neubau wurde am 8. November 1977 am Standort des im 2. Weltkrieg zerstörten Bildermuseums an der Südseite des Augustusplatzes (damals Karl-Marx-Platz) gelegt. Das Gewandhaus ist der erste und einzige Neubau einer reinen Konzerthalle in der DDR, in anderen Städten wurden multifunktionale Bauten errichtet, wie z.B. der Kulturpalast in Dresden, das Haus der Kultur in Gera oder die Stadthalle in Karl-Marx-Stadt. Chefarchitekt war der Leipziger Rudolf Skoda, der die Planung in einem Kollektiv mit Eberhard Göschel, Volker Sieg und Winfried Sziegoleit erarbeite, basierend auf der von Horst Siegel und Rudolf Skoda erarbeiteten städtebaulich-architektonischen Konzeption.

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Ev. Pfarrkirche St. Peter Leumnitz (Stadt Gera)

Leumnitz, Ev. Pfarrkirche St. Peter

Leumnitz ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Gera im Nordosten des Freistaats Thüringen. Leumnitz liegt im östlichen Stadtgebiet von Gera, zwischen dem Zentrum von Gera (ca. 3 km) und Ronneburg (ca. 7 km). weiterlesen »

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Ev. Pfarrkirche St. Marien Untermhaus (Stadt Gera)

Untermhaus, Ev. Pfarrkirche St. Marien

Untermhaus ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Gera im Nordosten des Freistaats Thüringen. Untermhaus liegt an der Weißen Elster, im westlichen Stadtgebiet von Gera, zwischen dem Zentrum von Gera (ca. 3 km) und Ronneburg (ca. 8 km). weiterlesen »

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Untermhaus, Residenzschloss Osterstein (Stadt Gera)

Untermhaus, Schloss Osterstein

Untermhaus ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Gera im Osten des Freistaats Thüringen. Untermhaus liegt im westlichen Stadtgebiet von Gera an der Weißen Elster, ca. 2 km vom Zentrum entfernt. weiterlesen »

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Untermhaus, Fürstlich-Reußisches Hof- und Kammergut (Stadt Gera)

Untermhaus, Hof- und Kammergut

Untermhaus ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Gera im Osten des Freistaats Thüringen. Untermhaus liegt im westlichen Stadtgebiet von Gera an der Weißen Elster, ca. 2 km vom Zentrum entfernt. weiterlesen »

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