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Mit dem Rad durch den Landkreis Leipzig

Durch die Aue der Parthe

Am Roten Vorwerk bei Grimma

Am Roten Vorwerk bei Grimma

Der Sommer ließ mich nicht im Stich, als im Juni durch die Aue der Parthe von Belgershain über Grimma nach Naunhof radelte.

Meine Radtour startete ich in Belgershain. Aus einer mittelalterlichen Wasserburg, dessen Graben teilweise noch erhalten ist, entstand das Rittergut. Das barocke Herrenhaus steht auf dem Wirtschaftshof. Auf der einstigen Burginsel entstand um 1600 ein Schloss, das seine heutige Form im 19. Jahrhundert erhielt. Unweit des Rittergutes steht die Ev. Johanneskirche, ein stattlicher Bau aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

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Schloss Belgershain

Schloss Belgershain

Weiter ging es nach Köhra. Die Gebäude des Vorwerks Köhra entstanden im 19. Jahrhundert. Die Kirche ist romanischen Ursprungs. Der Saal wurde im 18. Jahrhundert verlängert. Das Vorwerks Lindhardt wurde um 1700 erbaut. Die Wirtschaftsgebäude wurden nach 1945 abgerissen. Das Wohnhaus blieb erhalten.

Ich fuhr weiter nach Pomßen. Das Schloss des Rittergutes Pomßen wurde im 19. Jahrhundert von Hans von Ponickau im Stil der Neogotik erbaut.

Schloss Pomßen

Schloss Pomßen

Der einst große Wirtschaftshof ist nur zum Teil erhalten. Die romanische Dorfkirche von Pomßen wurde im 17. Jahrhundert erweitert und erhielt ihre Ausstattung zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert.

So radelte ich nach Großsteinberg. Das Vorwerk wird auch heute noch landwirtschaftlich genutzt. Die Ev. St.-Martin-Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Der klar gegliederte Bau wurde 1875 im Inneren umgebaut.

Ev. Pfarrkirche in Grethen

Ev. Pfarrkirche in Grethen

Auch die Ev. Pfarrkirche in Grethen ist romanischen Ursprungs und steht markant auf einem Hügel. Trotz der Verlängerung des Saal im Jahr 1902 hat sie ihren mittelalterlichen Ursprung bewahrt.

Ich fuhr weiter an den Stadtrand von Grimma zum Roten Vorwerk. Das Rote Vorwerk ist eine sehr große Anlage mit einem, für ein Vorwerk großen, klassizistischen Wohnhaus. Das Vorwerk wird heute von einem Reiterhof genutzt. Grimma stattet ich an diesem Tag keinen Besuch ab sondern fuhr weiter nach Beiersdorf. Auch in Beiersdorf steht ein stattliches Vorwerk, das heute Wohnzwecken dient. Die Kirche von Beiersdorf ist ein Ziegelbau aus dem späten 19. Jahrhundert, der Turm steht ungewöhnlich an der Südseite.

Ev. Pfarrkirche in Klinga

Ev. Pfarrkirche in Klinga

Ich erreichte schließlich Klinga. Das Dorf empfing mich mit seiner stattlichen romanischen Kirche mit breitem Querwestturm. Der malerisch gestaffelte Bau mit Apsis gehört zu den eindrucksvollsten Kirchenbauten im Landkreis Leipzig.

Ich erreichte die Kleinstadt Naunhof. In der Stadtmitte am Markt steht das Stadtgut, das vorbildlich saniert ist und heute für die Verwaltung, Veranstaltungen und für Gastronomie dient.

Katholische Kirche in Naunhof

Katholische Kirche in Naunhof

Die Stadtkirche von Naunhof stammt aus der Gotik und wurde im 17. Jahrhundert umgebaut. Einen Neubau errichtete die Katholische Kirche in Naunhof. An einen zentralen Raum schließen sich Räume für Nebennutzungen an. Der kleine hölzerne Glockenstuhl steht frei neben der Kirche.

Weiter führte mich meine Radtour auf der Parthe-Mulde-Radroute nach Erdmannshain. Die kleine romanische Kirche wurde als Chorturmkirche erbaut und im 18. Jahrhundert in eine Saalkirche umgewandelt. Die Radfahrerkirche in Erdmannshain war leider geschlossen.

Eicha, Gutshof (Kloster)

Eicha, Gutshof (Kloster)

Mein nächsten Ziel war Eicha. Einst stand in dem Dorf ein Kloster. Nach der Reformation wurde daraus ein Gutshof. Das alte Abtshaus wurde im 17. Jahrhundert zum Wohnhaus umgebaut. Von dem Kloster ist außer Gräben und Wällen nichts erhalten. Der Gutshof wurde nach der Bodenreform aufgesiedelt. Die Kirche in Albrechtshain, mein nächstes Ziel, wurde im frühen 16. Jahrhundert erbaut und 1897 durch Theodor Quentin umgebaut und mit einem neuen Turm versehen.

Ev. Pfarrkirche in Fuchshain

Ev. Pfarrkirche in Fuchshain

Ich verließ die Parthe und fuhr nach Fuchshain. Das Vorwerk zierte einst Torhaus, das aber abgerissen wurde. Die Dorfkirche in Fuchshain entstand als romanische Chorturmkirche und erhielt in der Gotik einen Chor. Anfang des 20. Jahrhundert wurde sie als Saalkirche neu errichtet, wobei Teile der alten Kirche integriert wurden.

Ich erreichte Großpösna. Das Rittergut mit seinem schlichten barocken Herrenhaus wird heute von der Gemeindeverwaltung genutzt.

Die Ev. Martin-Luther-Kirche entstand im 13. Jahrhundert und wurde Ende des 17. Jahrhunderts umgebaut. Mit dem Zug fuhr ich von Großpösna zurück nach Leipzig.

Tourverlauf

Großpösna, Ev. Martin-Luther-Kirche

Großpösna, Ev. Martin-Luther-Kirche

  • Belgershain,
  • Köhra,
  • Lindhardt,
  • Pomßen,
  • Großsteinberg,
  • Grethen,
  • Grimma/Rotes Vorwerk,
  • Beiersdorf,
  • Hausdorf,
  • Beiersdorf, Ev. Pfarrkirche

    Beiersdorf, Ev. Pfarrkirche

  • Klinga,
  • Naunhof,
  • Erdmannshain,
  • Eicha,
  • Albrechtshain,
  • Fuchshain,
  • Großpösna,

Länge der Radtour

  • ca. 40 km

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Autor: Mirko Seidel am 2. Jul 2015 07:54, Rubrik: Artikel, Artikel & Berichte, Landkreis Leipzig, Reiseberichte, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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