Architektur & Kunst in Eilenburg
Eilenburg ist eine Kleinstadt im Landkreis Nordsachsen. Eilenburg liegt an der Mulde. In Eilenburg leben ca. 16.000 Menschen.Der Name Eilenburg ist slawischen Ursprungs. Er leitet sich von der Burg ab, die erstmals 961 als Ilburg erwähnt wurde. Der slawische Name Ilburg wird als Ort mit Lehm- oder Tonvorkommen oder gedeutet.
Ab dem 7. Jahrhundert siedelten Slawen an der Mulde. Vermutlich im 9. Jahrhundert errichteten sie eine ringartige Burganlage über der Mulde. Mit der Eingliederung des Gebietes unter König Heinrich I. und König Otto I. in das Ostfrankenreich wurde die Ilburg eines Burgwardes und damit Zentrum einer Grundherrschaft in der Region.
961 wird erstmals eine civitas Ilburg genannt. Im Jahr 1000 lag Eilenburg in der Grafschaft des Grafen Friedrich I. aus dem Geschlecht der Wettiner.
Wohl schon im 11. Jahrhundert siedelten Kaufleute nahe der Burg. Um 1200 wird die Burg ausgebaut, auch der Sorbenturm entsteht, der bis heute erhalten ist. Ebenfalls um 1200 entstand auf einer Insel in der Mulde eine planmäßige ovale Stadtanlage von 600 Metern Länge und 300 Metern Breite.
Martin Luther weilte siebenmal in der Stadt und bezeichnete Eilenburg als „gesegnete Schmalzgrube“. Der Dreißigjährige Krieg verschonte Eilenburg nicht. Ab 1631 litt die Stadt direkt unter dem Krieg. 1632 wurde der schwedische König Gustav II. Adolf im Gasthof „Zum Roten Hirsch“ aufgebahrt. 1646 begannen in Eilenburg Friedensverhandlungen zwischen Sachsen und Schweden. Der Friede von Eilenburg bedeutete für Kursachsen das Ende des Dreißigjährigen Krieges.Der Siebenjährige Krieg setzte dem Aufschwung der Stadt ein Ende. 1813 bezog Napoleon 1813 kurz vor der Völkerschlacht bei Leipzig in Eilenburg Quartier. Nach dem Wiener Kongresses 1816 fiel Eilenburg an Preußen.
Im 19. Jahrhundert wurde Eilenburg zur Industriestadt. 1849 wurde in Eilenburg der
Krankenkassenunterstützungsverein, 1850 die Eilenburger Lebensmittelassociation
(Konsumgenossenschaft Sachsen Nord) als erste Lebensmittelgenossenschaft
Deutschlands sowie der Darlehnskassenverein, die erste Kreditgenossenschaft in
Deutschland, gegründet. Der Eilenburger Kattundruckereibesitzer Carl Degenkolb richtete in seiner Fabrik freiwillig die ersten Betriebsräte in Deutschland ein.
1872 erhielt Eilenburg Anschluss an die Bahnstrecke Halle–Eilenburg–Falkenberg, 1874 erfolgte der Anschluss nach Leipzig. In Eilenburg siedelten sich nun chemische Industrie, Holz- und Metallverarbeitende Industrie an. Die Leipziger Firma Mey & Co. gründete die spätere Deutsche Celluloid-Fabrik.
Am 17. April 1945 wurde Eilenburg zur Festung erklärt. Drei Tage und drei Nächte lag die Stadt unter schwerem Artillerie-Beschuss, bei dem ein Großteil der Bausubstanz der Stadt zerstört wurde. Eilenburg war eine der am schwersten zerstörten Städte in Deutschland.
Seit Anfang der 1960er Jahre entstand das neue Wohngebiet Eilenburg-Ost.
Architektur & Kunst in Eilenburg
Die Auflistung erfolgt nach den Namen der Ortsteile. Die Auflistung der Gebäude erfolgt nach Nutzungsarten bzw. Gebäudetypen.
- Kirchen, Kapellen & kirchliche Bauten,
- Burgen, Wallanlagen & Rittergüter,
- Öffentliche Gebäude,
- Villen & Wohnbauten, Wohn- und Geschäftsbauten,
- Bauten für Handel, Gewerbe & Industrie,
- Bauten für Verkehr & technische Bauten,
- Brunnen, Denkmale & Gedenktafeln, Grabmale, Kunst & Hauszeichen,



























