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Mit dem Rad durch den Landkreis Leipzig

Unterwegs im südlichen Leipziger Neuseenland

Böhlen, Ev. Christophoruskirche

Böhlen, Ev. Christophoruskirche

Anfang Juli 2014 brach ich auf zu einer Radtour in den südlichen Teil des Leipziger Neuseenlandes vom Hainer See zum Speicherbecken Borna „Adria“. Ich startete in der kleinen Stadt Böhlen.

Die schlichte Christophoruskirche in Böhlen stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Katholische Kirche wurde erst 1953/1954 errichtet. Vom Rittergut Böhlen ist nur das Pächterhaus erhalten, das heute als Rathaus dient.

Ev. Stadtkirche St. Georg in Rötha

Ev. Stadtkirche St. Georg in Rötha

Weiter ging es nach Rötha. Rötha besitzt zwei wertvolle Kirchen. Ende des 12. Jahrhundert wurde die Ev. Stadtkirche St. Georg erbaut. Um 1500 erhielt die Kirche ihren Chor und 1682 den Abschluss des nördlichen Kirchturms. Die dreischiffige Hallenkirche mit romanischer Doppelturmanlage und einschiffigem Chor besticht durch den Wechsel von Quader- und Backsteinmauerwerk.

Die Marienkirche entstand um 1510/1520 und wurde 1896 bis 1897 durch Theodor Quentin restauriert. Die Saalkirche ohne Turm hat einen hohen Giebel mit Kielbogenblenden und dreibahnige Spitzbogenfenster.

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Das Schloss des Rittergutes Rötha wurde 1969 abgerissen. Der Schlosspark ist erhalten.

Zöpen, Ev. Pfarrkirche

Zöpen, Ev. Pfarrkirche

Ich folgte dem Lutherweg, fuhr zwischen Hainer See und Stausee Rötha entlang und erreichte Zöpen. Die Pfarrkirche Zöpen mit ihrem schlanken Turm stammt aus der Romanik und wurde 1693 barockisiert.

Das Herrenhaus des Rittergutes wurde nach 1945 abgebrochen, erhalten ist neben den Wirtschaftsgebäuden ein stattliches Fachwerkhaus.

Das Rittergut Kahnsdorf entstand aus einer Wasserburg. Auf der Insel steht das Alte Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert, Friedrich von Schiller weilte hier 1785. Daneben wurde 1903 das Neue Herrenhaus gebaut.

Altes und Neues Herrenhaus in Kahnsdorf

Altes und Neues Herrenhaus in Kahnsdorf

Ich fuhr weiter um die Lagune Kahnsdorf nach Großzössen. Vom Rittergut blieben nur die Gutskirche und ein Teil des Parks erhalten. Ich fuhr weiter nach Lobstädt. Das Herrenhaus des Rittergutes ist nur noch eine Ruine. Die Nikolaikirche stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert und wurde nach einem Brand 1610 in ihrer heutigen Form wieder hergestellt.

Das alte Dorf Deutzen musste dem Tagebau weichen. Das neue Deutzen wurde weiter westlich gebaut. Die Katholische Kirche wurde 1954 bis 1956 errichtet. Vom Rittergut Deutzen ist der Park erhalten.

Ev. Lutherkirche Breitingen

Ev. Lutherkirche Breitingen

Zum Ende meiner Radtour erreichte ich die Kleinstadt Regis-Breitingen. In Regis besuchte ich die Stadtkirche, die 1716 erbaut wurde und 1887 ihren Turm erhielt. Der Chor der Pfarrkirche Breitingen stammt vom Ende des 13. Jahrhunderts. 1640 bis 1699 wurde die Kirche umgebaut. Die Ausstattung aus dem Jahr 1880 von Hugo Altendorff wurde 1938 und 1962 bis 1963 weitgehend wieder entfernt.

Das barocke Herrenhaus des Rittergutes Breitingen wurde gekürzt und stark verändert. Der einstige Gutshof wurde größtenteils neu bebaut und die Fläche als kleiner Park gestaltet. Von Regis-Breitingen nahm ich die S-Bahn zurück nach Leipzig.

Tourverlauf

Lobstädt, Ev. Nikolaikirche

Lobstädt, Ev. Nikolaikirche

  • Böhlen,
  • Rötha,
  • Zöpen,
  • Kahnsdorf,
  • Großzössen,
  • Lobstädt,
  • Deutzen,
  • Katholische Kirche in Deutzen

    Katholische Kirche in Deutzen

  • Regis-Breitingen,

Länge der Radtour

  • ca. 25 km

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