Mai 2022

Leipziger Persönlichkeiten – David Schatz

Schloss Knauthain

Schloss Knauthain

David Schatz wurde 1667 oder 1668 in Dresden geboren. Schatz stammte aus armen Verhältnissen und erlernte in Dresden den Beruf des Gärtners. David Schatz gehörte zum Kreis um Matthäus Daniel Pöppelmann und pflegte gute Beziehungen zum sächsischen Hof Augusts des Starken.

Im Jahr 1700 kam David Schatz, möglicherweise auf Wunsch der Gebrüder Caspar und Georg Bose, nach Leipzig. Hier setzte Schatz sich als einer der führenden Leipziger Architekten des Barocks durch, gehörte jedoch nicht der Maurerinnung an. Im Gegensatz zu seinen zeitgenössischen Baumeistern in Leipzig arbeite David Schatz nicht nur in Leipzig und dessen Umgebung, sondern im gesamten mitteldeutschen Raum. David Schatz ließ sich von in Leipzig bereits wirkenden und anerkannten Baumeister Gregor Fuchs und Christian Döring nicht beeinflussen und entwickelte seinen eigenen Baustil.

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Leipziger Persönlichkeiten – Albert Geutebrück

Albert Geutebrück

Albert Geutebrück

Albert Geutebrück wurde am 6. Januar 1801 in Gotha geboren. Die Familie eines Gothaer Kammerrentmeisters zog 1804 nach Altenburg. 1818 schrieb sich Geutebrück an der Universität Leipzig zum Jura- und Philosophiestudium ein, folgte aber kurz darauf seinen künstlerischen Neigungen und lernte an der Leipziger Kunstakademie. 1823 trat Albert Geutebrück die Nachfolge seines Lehrers Carl August Benjamin Siegel an. 1823 wurde Geutebrück Lehrer und Leiter der Abteilung für Baukunst an der Leipziger Kunstakademie, der späteren Königlich-Sächsischen Baugewerkenschule.

Augusteum und Paulinerkirche vor 1890

Augusteum und Paulinerkirche vor 1890

Albert Geutebrück war außerdem Universitätsbaumeister und zeitweise von 1827 bis 1848 Stadtbaudirektor in Leipzig. Sein erstes Bauwerk in Leipzig schuf Albert Geutebrück im Auftrag von Johann Heinrich Sander an der Stelle der 1825 abgerissenen Rannischen Badestube, nach dem einstigen Vorbesitzer des Geländes im 16. Jahrhundert, Tiburtius Blumenberg, Haus Großer Blumenberg genannt (1832 fertiggestellt). Auffällig ist die Ähnlichkeit des Hauses mit dem Entwurf Geutebrücks für das ein paar Jahre später vollendete Augusteum der Universität Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Gregor Fuchs

Romanushaus am Brühl in Leipzig

Romanushaus am Brühl in Leipzig

Johann Gregor Fuchs wurde 1650 vermutlich in Ortrand geboren. Über sein frühes Leben ist wenig bekannt. Vermutlich erhielt er seine bauhandwerkliche Ausbildung in Dresden. 1679 wurde Fuchs Bürger der Stadt Dresden, 1692 sächsischer Hofbaumeister und Landwerkmeister. Über die Arbeiten von Johann Gregor Fuchs in Dresden ist wenig bekannt. Es wird vermutet, dass er spätestens seit den 1690er Jahren zu den etablierten Baumeistern der Stadt zählte.

Seine guten Beziehungen zum Dresdener Hof und sein Netzwerk zu Handwerkern, Baumeistern und Architekten nutzten Fuchs sein Leben lang. Am 6. Dezember 1700 wurde Johann Gregor Fuchs vom Rat der Stadt Leipzig zum Ratsmaurermeister gewählt – ein Wunsch des Kurfürsten Friedrich August I.. August der Starke beabsichtigte, seinen Einfluss in der Handelsstadt Leipzig zu vergrößern und das Leipziger Stadtbild nach dem Vorbild Dresdens zu gestalten.

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Leipziger Persönlichkeiten – Franz Conrad Romanus

Franz Conrad Romanus wurde am 7. März 1671 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Juristen begann 1688 sein Jurastudium an der Universität Leipzig. Nach bestandenem Examen 1692 arbeitete er am Appellationsgericht und übte dann den Beruf eines Rechtsanwalts aus. Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen holte Romanus an den Hof nach Dresden. Romanus stand offenbar dem sächsischen Kurfürsten sehr nahe und der Kurfürst setzte 1701 die Wahl von Romanus zum Bürgermeister in Leipzig durch.

Romanus führte in Leipzig zahlreicher Neuerungen ein. 1701 ließ er die erste Straßenbeleuchtung und eine Kanalisation bauen, ließ Hauptstraßen pflastern und führte den Sänftenträgerdienst ein. Romanus unterstützte auch die häufigen Geldforderungen des Kurfürsten an den Rat. Die Leipziger Ratsherren konnte Romanus überzeugen durch eine Verdoppelung ihrer jährlichen Besoldung auf 200 Taler.

1701 kam Georg Philipp Telemann als Musikstudent nach Leipzig. Franz Conrad Romanus erkannte sein musikalisches Genie und unterstützte Telemann bei der Gründung des Collegium Musicum.

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Das Zentrum-West in Leipzig – Zwischen barocker Gartenplanung und sozialistischem Plattenbau

Wohnhaus Ferdinand-Lasalle-Straße 8 Leipzig

Wohnhaus Ferdinand-Lasalle-Straße 8 Leipzig

Das heutige Zentrum-West in Leipzig umfasst die Westvorstadt und das Bachviertel. Bis in das 18. Jahrhundert war der Bereich westlich der Altstadt von Leipzig eine sumpfige Aue zwischen Pleiße und Weißer Elster. Entlang der Pleiße standen die Barfuß-, die Thomas- und die Nonnenmühle, an einem Seitenarm der Weißen Elster die Angermühle.
Die mittelalterliche Fernhandelsstraße Via Regia führte durch diese Sumpflandschaft, heute der Verlauf der Jahnallee und des Ranstädter Steinwegs. Bereits im Mittelalter fanden Flussregulierungsmaßnahmen statt, so entstanden der Elstermühlgraben und der Pleißemühlgraben, die das Zentrum-West heute an zwei Seiten umfließen.

Bereits im Mittelalter war die Via Regia im Bereich des Ranstädter Steinwegs von zwei Häuserreihen gesäumt – die Mühlgrabensiedlung und neben der Jacobskapelle das Jacobsviertel oder Jacobsparochie. Hinzu kam das 1295 erstmals erwähnte Naundörfchen. Aus diesen Siedlungen entstand im 12. Jahrhundert die Ranstädter Vorstadt oder Rannische Vorstadt, die an der heutigen Leibnizstraße durch das Äußere Rannische Tor abgeschlossen wurde. In der Rannischen Vorstadt wohnten, wegen der beiden Mühlgräben, vor allem Fleischer, Gerber, Färber und Fischer.

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Palais Schlobach Leipzig (Zentrum-West, Stadt Leipzig)

Palais Schlobach Leipzig

Das Zentrum-West ist ein Ortsteil der Großstadt Leipzig im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Leipzig liegt an der Weißen Elster, der Pleiße, der Parthe und der Luppe. Das Zentrum-West schließt sich westlich an die Innenstadt von Leipzig an, zwischen Thomaskirche, Neuem Rathaus und Elsterbecken. weiterlesen »

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Architektur der Jahrhunderte in Leipzig – Klassizismus

Das Haus Großer Blumenberg am Richard-Wagner-Platz

Das Haus Großer Blumenberg am Richard-Wagner-Platz

Das Zeitalter des Klassizismus beginnt um 1760, in Deutschland etwas später. Im 18. Jahrhundert galt der Klassizismus als Gegenmodell zum Barock – Vereinfachung der Formen, Geradlinigkeit, Schlichtheit, klare Formen und eine Anlehnung an klassisch-antike Vorbilder.

Das ausklingende Zeitalter des Absolutismus, das aufstrebende Bürgertum, Bildung und Aufklärung machten nicht nur eine neue Ausdruckssprache der Architektur notwendig, sie forderten auch nach neuen Bautypen. Schulen, Museen, Theater und Bahnhöfe wurden nun im neuen Stil errichtet.

Schinkelportal im Hof der Universität Leipzig

Schinkelportal im Hof der Universität Leipzig

Das Bild der Innenstadt von Leipzig wandelt sich in dieser nur wenig. Die Schrecken der Völkerschlacht 1813 wirkten noch lange nach. Ab 1830 wächst die Stadt über ihre mittelalterlichen Grenzen hinaus. Wohnungen waren Mangelware. Und so entstehen in Leipzig nur wenige Großbauten, dafür ganze Wohnviertel. Die Westvorstadt, Friedrich- und Marienstadt, die Neustadt, das Seeburgviertel und das Waldstraßenviertel seien hier genannt. Die beginnende Industrialisierung lässt auch die kleinen Dörfer vor der Stadt wachsen. Prestigebauten, die an antike Tempel erinnern, sucht man in Leipzig vergebens. Es ist eher der zurückhaltende klassizistische Wohnungsbau, der in der Stadt zu finden ist.

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Palais Wolff Leipzig (Zentrum-Ost, Stadt Leipzig)

Palais Wollf Leipzig (Zustand Februar 2018)

Das Zentrum-Ost ist ein Ortsteil der Großstadt Leipzig im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Leipzig liegt an der Weißen Elster, der Pleiße, der Parthe und der Luppe. Das Zentrum-Ost schließt sich östlich an die Innenstadt von Leipzig an, zwischen dem Augustusplatz und Reudnitz. weiterlesen »

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Albrechtsches Palais Zeitz (bei Halle/Saale)

Zeitz, Albrechtsches Palais

Zeitz ist eine Stadt im Südosten des Burgenlandkreises. Zeitz liegt an der Weißen Elster, südöstlich von Halle/Saale (ca. 73 km) zwischen Weißenfels (ca. 23 km) und Gera (ca. 25 km). weiterlesen »

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Schlösser, Palais, Festungsbauten, Ritter-, Lehn- und Freigüter, Gestüte, Vorwerke, Freie Höfe und Freie Häuser in der Stadt Torgau (Landkreis Nordsachsen)

Torgau ist die Kreisstadt im Osten des Landkreises Nordsachsen. Die Stadt Torgau setzt sich aus den folgenden Ortsteilen zusammen:

Schloss Hartenfels, Torgau

Schloss Hartenfels, Torgau

  • Beckwitz,
  • Bennewitz,
  • Graditz,
  • Kranichau,
  • Kunzwerda,
  • Loßwig,
  • Melpitz,
  • Mehderitzsch,
  • Nieder-Naundorf,
  • Ober-Naundorf (Muna),
  • Pflückuff,
  • Repitz,
  • Staupitz,
  • Torgau,
  • Welsau,
  • Werdau,
  • Weßnig,
  • Zinna

Durch die Stadt Torgau fließt die Elbe. Die nördlichen Stadtteile liegen am Rand der Dübener Heide, die östlichen in Ostelbien. In der Stadt Torgau leben ca. 20.000 Menschen.

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Palais Ritterstraße Torgau (bei Leipzig)

Torgau, Palais Ritterstraße

Torgau ist die Kreisstadt im Nordosten des Landkreises Nordsachsen. Die Große Kreisstadt liegt an der Elbe, nordöstlich von Leipzig (ca. 52 km). weiterlesen »

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Fürstenhaus Torgau (bei Leipzig)

Fürstenhaus Torgau

Torgau ist die Kreisstadt im Nordosten des Landkreises Nordsachsen. Die Große Kreisstadt liegt an der Elbe, nordöstlich von Leipzig (ca. 52 km). weiterlesen »

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Schloss Wiederau – neuer (alter) Glanz und ein Wermutstropfen

Schloss Wiederau (Zustand Juli 2015)

Schloss Wiederau (Zustand Juli 2015)

Viele Jahre stand das Schloss des Rittergutes in Wiederau bei Pegau leer. Der Freistaat Sachsen hatte es gesichert, doch eine neue Nutzung fand sich nicht. Bis die Sachsenerz Bergwerks GmbH im Jahr 2010 das barocke Herrenhaus kaufte und mit der denkmalgerechten Sanierung begann. Nun erstrahlt die Fassade des Schlosses Wiederau wieder in ihrem alten Glanz.

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Der Katharinenpalast in Puschkin (Zarskoje Selo)

Der Katharinenpalast

Der Katharinenpalast

In Puschkin steht eines der eindrucksvollsten Residenz-Ensembles der Welt und stellt eine einzigartige Symbiose von Schlössern und Parks dar – der Katharinenpalast.

Das Ensemble von Zarskoje Selo (Zarendorf), wie Puschkin bis 1918 hieß, wurde 1990 von der UNESCO in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen.

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Ausstellung im Wittumspalais Weimar

Weimar, Wittumspalais

Das barocke Stadtpalais im Zentrum Weimars nahe des Theaters war langjähriger Wohnsitz der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar und Eisenach. Sie erwarb das Palais 1774 nachdem das Residenzschloss durch einen verheerenden Brand unbewohnbar geworden war. Bereits in den 1870er Jahren ließ Großherzog Carl Alexander das Wittumspalais sanieren und ein Museum für Anna Amalia einrichten.

Die Herzogin ließ die Innenräume des Wittumspalais nach Plänen von Adam Friedrich Oeser, Direktor der Leipziger Zeichenakademie, umgestalten. Auf ihn gehen die Deckenmalereien im Festsaal der zweiten Etage und in den Privaträumen der ersten Etage zurück. Zahlreiche Büsten, Ölgemälde und Aquarelle zeigen Mitglieder der herzoglichen Familie und des Hofstaates sowie deren Gäste.

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Königliches Palais Leipzig (Stadt Leipzig)

Leipzig, Königliches Palais

Leipzig ist neben Dresden das kulturelle, politische, wirtschaftliche und politische Zentrum des Freistaats Sachsen. Das Zentrum von Leipzig umfasst die historische Altstadt sowie Stadterweiterungen, die hauptsächlich aus dem 19. und 20. Jahrhundert stammen. Durch das Stadtgebiet von Leipzig fließen die Weiße Elster, die Pleiße, die Parthe und die Luppe. weiterlesen »

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Palais Minckwitz Dessau (Stadt Dessau-Roßlau)

Dessau, Palais Minckwitz

Dessau-Roßlau ist eine kreisfreie Stadt im Osten des Landes Sachsen-Anhalt. Dessau liegt an der Elbe und an der Mulde im Dessau-Wörlitzer Gartenreich, nordöstlich von Halle/Saale (ca. 49 km) und nördlich von Leipzig (ca. 63 km). weiterlesen »

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Palais Branconi Dessau (Stadt Dessau-Roßlau)

Dessau, Palais Branconi

Dessau-Roßlau ist eine kreisfreie Stadt im Osten des Landes Sachsen-Anhalt. Dessau liegt an der Elbe und an der Mulde im Dessau-Wörlitzer-Gartenreich, nordöstlich von Halle/Saale (ca. 49 km) und nördlich von Leipzig (ca. 63 km). weiterlesen »

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Wittumspalais Weimar (Stadt Weimar)

Weimar, Wittumspalais

Weimar ist eine kreisfreie Stadt an der Ilm. Weimar liegt östlich von Erfurt (ca. 24 km) zwischen Erfurt und Jena (ca. 23 km). weiterlesen »

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Bad Köstritz, Paragiatsherrschaft Reuß Schleiz-Köstritz j.L. (Heinrich-Schütz-Gedenkstätte, bei Gera)

Bad Köstritz, Paragiatsherrschaft

Bad Köstritz ist eine Kleinstadt im Norden des Landkreises Greiz. Bad Köstritz liegt an der Weißen Elster, nordwestlich von Gera (ca. 9 km) zwischen Gera und Eisenberg (ca. 13 km). weiterlesen »

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Palais Bad Köstritz (bei Gera)

Bad Köstritz, Palais

Bad Köstritz ist eine Kleinstadt im Norden des Landkreises Greiz. Bad Köstritz liegt an der Weißen Elster, nordwestlich von Gera (ca. 9 km) zwischen Gera und Eisenberg (ca. 13 km). weiterlesen »

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Taschenbergpalais Dresden

Dresden-Altstadt, Taschenbergpalais

Dresden ist die Landeshauptstadt im Osten des Freistaats Sachsen. Das Taschenbergpalais steht in der Altstadt unweit des Zwingers und des Residenzschlosses.
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Dresden, Palais Cosel Dresden

Dresden-Altstadt, Palais Cosel

Dresden ist die Landeshauptstadt im Osten des Freistaats Sachsen. Das Palais Cosel steht in der Altstadt am Neumarkt, unweit der Frauenkirche.
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