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Mit dem Rad durch den Landkreis Leipzig

Von Wurzen zur Dahlener Heide und nach Eilenburg

Blick von der Ilburg über Eilenburg

Blick von der Ilburg über Eilenburg

Im August 2014 führte mich eine Radtour noch einmal nach Wurzen. Von dort startete ich in Richtung Dahlener Heide und weiter nach Eilenburg.

Mein erstes Ziel war der Wurzener Ortsteil Roitzsch, wo ich zuerst die Katholische Kirche aus dem späten 19. Jahrhundert besuchte. Weiter ging es zum Rittergut. Das Herrenhaus stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Ich machte mich auf den Weg nach Körlitz. Die kleine romanische Kirche wurde 1772 umgebaut. Die Saalkirche hat einen geraden Ostschluss und einen verschieferten Dachreiter.

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Herrenhaus Kühnitzsch

Herrenhaus Kühnitzsch

Ich radelte weiter nach Kühnitzsch. Das Herrenhaus des Rittergutes Kühnitzsch ging aus einer Wasserburg hervor, von der der Turm erhalten ist. Das Gebäude aus dem 17. Jahrhundert wurde im 19. Jahrhundert umgebaut. Neben dem Rittergut steht die Kirche von Kühnitzsch. Sie wurde 1706 bis 1707 erbaut und ist schmal, aber lang gestreckt.

In Dornreichenbach steht das Herrenhaus aus dem Jahr 1665 in einem Landschaftspark. Die Kirche stammt aus der Mitte des 12. Jahrhundert, wurde 1653 nach einem Brand erneuert und 1876 restauriert.

Rittergut Heyda

Rittergut Heyda

Ich fuhr nach Heyda an den westlichen Rand der Dahlener Heide. Das Rittergut Heyda ist ein großzügiger, um den Wirtschaftshof gruppierter Gebäudekomplex mit frei stehendem Schloss. Das Herrenhaus wurde 1576 erbaut und erhielt im Jahr 1698 im Wesentlichen sein heutiges Bild. Zwischen 1896 und 1897 wurde es noch einmal umgebaut.

Meine nächste Station war Meltewitz mit seiner Kirche aus dem frühen 16. Jahrhundert. Der Turm wurde zwischen 1695 bis 1699 angebaut.

Schloss Börln

Schloss Börln

Von Meltewitz fuhr ich nach Börln im Landkreis Nordsachsen. Aus einer Wasserburg entstand das Rittergut. Der Wirtschaftshof wird beherrscht von dem stattlichen Pächterhaus. Unweit des Gutes steht das Schloss Börln. Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen ließ es um 1617 bis 1620 erbauen, Freiherr von Pfister baute es nach 1807 und die letzte Erneuerung erfuhr das Schloss Börln 1880 durch den Graf von Zech-Burkersroda.
Unweit des Schlosses auf einer kleinen Anhöhe steht die Ev. Pfarrkirche von Börln. Der Bau aus dem 15. Jahrhundert wurde 1723 bis 1734 umfassend umgebaut.

Falkenhain, Ev. Pfarrkirche

Falkenhain, Ev. Pfarrkirche

Ich setzte meine Radtour fort über Frauwalde nach Falkenhain. In der Mitte des großen Straßendorfes steht die Ev. Kirche aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. 1550 erhielt sie einen Turm, der 1708 abgetragen und die einstige Chorturmkirche zur Saalkirche umgebaut wurde. Der verputzte Bruchsteinbau hat Rundbogenfenster und einen leicht hervortretender Risalit an der Nordseite. Der eingezogene Turm steht auf quadratischem Grundriss und hat als Abschluss ein oktogonales Glockengeschoss mit Welscher Haube und Laterne.

Rittergut Voigtshain

Rittergut Voigtshain

Anstelle des Rittergutes Falkenhain stand eine Wasserburg aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, von der Teile in den späteren Schlossbau einflossen. Teile des Wassergrabens sind erhalten. Das nahezu quadratische Herrenhaus wurde 1761 erbaut und 1870 bis 1871 von Oswald Haenel umgebaut. Der weiträumige Gutshof ist durch den Abbruch von Wirtschaftsgebäuden nicht mehr vollständig erhalten

Ich fuhr weiter am westlichen Rand der Dahlener Heide entlang nach Voigtshain. Das Herrenhaus des Rittergutes entstand zwischen 1772 und 1775.

Schloss Thammenhain

Schloss Thammenhain

Auch Thammenhain hat ein Rittergut. Das Herrenhaus steht in einem Landschaftspark. Ende des 15. Jahrhundert wurde es erbaut und vom 17. Jahrhundert bis 19. Jahrhundert von der Familie von Schönberg immer wieder umgebaut.
Die Schlosskirche von Thammenhain ist nicht erhalten, aber die Pfarrkirche, die Anfang des 16. Jahrhundert erbaut wurde. Die kleine Saalkirche hat einen eingezogenen Chor mit 3/8-Schluss und einen Dachreiter.

Röcknitz, Ev. St. Nikolauskirche

Röcknitz, Ev. St. Nikolauskirche

Ich verließ die Dahlener Heide und radelte nördlich entlang der Hohburger Berge nach Röcknitz. Die Ev. St. Nikolauskirche in Röcknitz ist eine Chorturmkirche, die um 1200 durch Anbau einer Apsis und eines Kirchenschiffes an eine um 1000 errichtete Kapelle entstand.
Das Schloss des Rittergutes Röcknitz steht auf der Insel einer mittelalterlichen Wasserburg. 1696 wurde es erbaut und dient heute als Naturschutzzentrum. Vor dem Schloss befindet sich der große Wirtschaftshof des einstigen Rittergutes Röcknitz.

Böhlitz, Ev. Martin-Luther-Kirche

Böhlitz, Ev. Martin-Luther-Kirche

In Böhlitz begrüßte mich zuerst die Martin-Luther-Kirche, die, obwohl älter aussehend, erst 1799 erbaut wurde. Das Herrenhaus des Rittergutes im Ortsteil Collmen stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde 1940 von Wilhelm Mehnert grundlegend umgebaut.

Ich machte mich auf den langen Wegabschnitt nach Eilenburg, meinem letzten Ziel. Die Ev. Stadtkirche grüßt schon von Weitem. Mit dem Bau der spätgotischen Hallenkirche wurde 1444 begonnen, der Westturm entstand ab 1496. Im Jahr 1672 erhielt der Turm seinen Abschluss.

Die Ilburg in Eilenburg

Die Ilburg in Eilenburg

Die Ev. Marienkirche, auch Bergkirche genannt, entstand um 1200 anstelle einer älteren Kirche und wurde 1516 bis 1522 gotisch umgebaut. Unweit der Marienkirche steht die Ilburg. Die einst stattliche Burg- und Schlossanlage wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Ich genoss den Blick von der Burg auf die Stadt Eilenburg und das Muldetal und fuhr mit dem Zug zurück nach Leipzig.

Tourverlauf

Herrenhaus Dornreichenbach

Herrenhaus Dornreichenbach

  • Wurzen,
  • Roitzsch,
  • Körlitz,
  • Kühnitzsch,
  • Dornreichenbach,
  • Meltewitz,
  • Börln,
  • Frauwalde,
  • Eilenburg, Burgtor und Marienkirche

    Eilenburg, Burgtor und Marienkirche

  • Falkenhain,
  • Voigtshain,
  • Thammenhain,
  • Röcknitz,
  • Böhlitz,
  • Eilenburg,

Länge der Tour:
ca. 55 km

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