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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Jakob Kees d.Ä. und Johann Jakob Kees d.J.

Johann Jakob Kees d.Ä.

Johann Jakob Kees d.Ä.

Johann Jakob Kees d.Ä. wurde am10. Mai 1645 in Lindau am Bodensee geboren. Kees kam um 1662 nach Leipzig und trat in das Handelsgeschäft seines ebenfalls aus Lindau stammenden Onkels Andreas Egger ein. Auf einer Bildungsreise durch die Schweiz und nach Italien lernte Johann Jakob Kees das dort bessere Post- und Verkehrswesen kennen.

Nach dem Tod seines Onkels 1684 führte Johann Jakob Kees das Handelsunternehmen weiter und war ab 1687 alleiniger Inhaber. Kees organisierte die Leipziger Kaufmannschaft im Handelskollegium, aus dem später die Handelskammer hervorging. Seine Bemühungen galten der Verbesserungen des Postwesens in Sachsen, das auch den Personentransport beinhaltete. Kees war wiederholt in Handels-, Münz- und Postfragen als Ratgeber tätig. 1689 wurde Johann Jakob Kees Kommerzienrat ernannt, er war zeitweise Leipziger Ratsherr und später auch städtischer Baumeister.

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Ab 1679 war der Cousin von Kees, Gottfried Egger, sächsischer Oberpostmeister mit dem Amtssitz in Leipzig. 1691 bis 1694 hatte Johann Jakob Kees dieses Amt inne. 1692 initiierte er in Dresden eine Konferenz mit Vertretern der Reichspost und der österreichischen Landespost.

Sächsisches Postschild auf einer Briefmarke der derutschen Post der DDR

Sächsisches Postschild auf einer Briefmarke der derutschen Post der DDR

1693 wurde Leipzig unter Kees die postalische Zentralbehörde für Kursachsen. Die Post war jeweils an die Oberpostmeister verpachtet und 1696 erhielt Johann Jakob Kees das Amt des Oberpostmeisters für 12.000 Taler pro Jahr. Unter Johann Jakob Kees wurde die erste sächsische Feldpostordnung sowie eine neue Post- und Taxordnung ausgearbeitet. Den Ausbau der Binnen- und Fernlinien förderte Kees maßgeblich. 1704 erschien eine Post-Landkarte Sachsens. Ab 1701 war sein Sohn aus der ersten Ehe, Johann Jakob Kees d.J. Vizeoberpostmeister.

Nach dem Tod von Johann Jakob Kees d.Ä. wurde sein Sohn, Johann Jakob Kees d.J. 1706 Oberpostmeister. Johann Jakob Kees d.J. wurde 1677 in Leipzig geboren.

1712 übernahm der sächsische Staat die Post in eigene Regie. Kees d.J. erhielt neben dem Titel „Hof- und Justizrat“ eine Abfindungssumme von 150.000 Talern. Mit diesem Geld kaufte Kees d.J. das Rittergut Zöbigker, ließ Gut und Park gründlich erneuern und auch im Dorf neue Gebäude errichten. Zöbigker war bis 1945 Stammsitz der Familie Kees. Das Vorwerk Große Funkenburg in Leipzig ließ Kees d.J. durch David Schatz neu aufführen.

1861 erwarb die Familie Kees das Rittergut Gautzsch, dessen Park heute noch der Kees’sche Park genannt wird.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Jakob_Kees#/media/Datei:Johann_Jakob_Kees.jpg;
https://de.wikipedia.org/wiki/Postgeschichte_und_Briefmarken_Sachsens#/media/Datei:Stamps_of_Germany_(DDR)_1990,_MiNr_3303.jpg

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

Autor: Mirko Seidel am 14. Jul 2022 08:34, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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