März 2026

Stadtführung durch das Graphische Viertel in Leipzig

Buchstadt Leipzig – das Graphische Viertel

Reclam-Haus Leipzig

Reclam-Haus Leipzig

1485 wird mit Konrad Kachelofen der erste ansässige Drucker in Leipzg erwähnt. 400 Jahre später ist Leipzig die wichtigste deutsche Verlags- und Buchstadt. Die Ostvorstadt wird zum Zentrum des Verlags- und Buchwesens. Große Namen waren hier ansässig – Brockhaus, Reclam, Seemann, Breitkopf & Härtel.

Es kamen mehrere glückliche Umstände zusammen. Die Erfindung der Eisenbahn, die Erfindung der Papierherstellung aus Holz, erste Papierfabriken und ein weitgehend unbebautes Gelände nahe den Leipziger Bahnhöfen.

Östlich der Innenstadt entstand im 19. Jahrhundert das wichtigste deutsche Verlags- und Druckereiviertel. Da der Platz nicht ausreichte, gründeten die Drucker und Verleger ihre Unternehmen auch in Reudnitz und im Seeburgviertel. Leipzig war die wichtigste deutsche Verlags- und Buchstadt, über 2.000 Verlage und Druckerein druckten jedes 5. Buch in Deutschland.

Der 2. Weltkrieg zerstörte vieles, doch viel lässt sich auch heute noch im Graphischen Viertel über die Buch- und Verlagsstadt Leipzig erzählen. Fast eine Randnotiz ist, das auch Clara und Robert Schumann im Graphischen Viertel wohnten.

Ich lade Sie ein zu einem Rundgang durch das Graphische Viertel in Leipzig zur Geschichte der Buchstadt Leipzig.

Für diese Führung durch das Graphische Viertel in Leipzig
können Sie mich als Gästeführer buchen.

 
 
 

Leipziger Persönlichkeiten – Carl Lampe

Carl Lampe 1850

Carl Lampe 1850

Carl Lampe wurde am 10. Juli 1804 in Leipzig als Sohn von Johann Caspar Lampe, dem Hauptteilhaber der Drogenhandlung Brückner, Lampe & Co., geboren. Lampe baute das Unternehmen als Großhandelsgeschäft aus und ergänzte es durch eine Fabrik für ätherische Öle und chemische Produkte. Carl Lampe gab regelmäßig Handelsberichte heraus und verschaffte so der Fachwelt eine Übersicht über den Arzneimittelmarkt und förderte die gesamte pharmazeutische Branche. Lampe stiftete der Universität Leipzig eine pharmakognostische Sammlung.

Auf Anregung von Carl Lampe und Hermann Härtel trafen sich im November 1836 fünfzehn Leipziger Bürger, unter ihnen Kaufleute und Verlagsbuchhändler, in Lampes Haus „Milchinsel“ zur Gründung des Leipziger Kunstvereins. Der Zweck des Vereins war die Errichtung eines Kunstmuseums. 1848 wurde das Städtische Museum eröffnet. Dem Museum stiftete Carl Lampe eine Sammlung von mehr als 1.600 nach didaktischen, kunsthistorisch systematisierenden Prinzipien zusammengestellten Kunstblättern und legte so den Grundstock für die Grafische Sammlung des Museums. Auch zahlreiche historische Aufnahmen in der Fotografischen Sammlung stammen aus Lampes Besitz.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hermann Härtel

Hermann Härtel wurde am 27. April 1804 in Leipzig geboren. Der Sohn des Musikverlegers Gottfried Christoph Härtel studierte in Leipzig Rechtswissenschaften und trat 1835 an die Spitze des vom Vater geführten Musikverlages Breitkopf & Härtel.

Härtel gab die Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Robert Schumann als Erstausgabe heraus. Weiterhin verlegte er die Werke von Johannes Brahms, Fréderic Chopin und Franz Liszt, weiterhin Opern u.a. von Albert Lortzing.

1837 war Hermann Härtel Mitbegründer des Leipziger Kunstvereins und Mitglied des Gewandhausdirektoriums. Härtel war der Bauherr des Römischen Hauses in Leipzig (nicht erhalten).

Hermann Härtel starb am 4. August 1875 in Leipzig. Die Härtelstraße in der Südvorstadt wurde nach ihm benannt.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_H%C3%A4rtel_(Verleger)#/media/Datei:Hermann_H%C3%A4rtel.jpg

Leipziger Persönlichkeiten – Johannes Brahms

Johannes Brahms um 1853

Johannes Brahms um 1853

Johannes Brahms wurde am 7 Mai 1833 in Hamburg geboren. Der Komponist war eng mit Leipzig verbunden, benötigte aber ca. 30 Jahre, um sich in Leipzig durchzusetzen. Im November 1853 kam Brahms zum ersten Mal nach Leipzig, verhandelte mit dem Verleger Hermann Härtel und trat in Härtels Haus als Pianist auf.

Seine Sonate C-Dur op. 1 und das Scherzo es-Moll op.4 wurden Es-Moll in Leipzig 1853 uraufgeführt. Sein 1. Klavierkonzert wurde 1959 vom Leipziger Publikum niedergezischt. Nachdem es 1864 zwischen Johannes Brahms und dem Musikverlag Breitkopf & Härtel zum Zerwürfnis kam, blieb Brahms der Stadt lange fern, kam aber ab 1874 bis 1882 jährlich nach Leipzig. Bei seinem letzten Aufenthalt in Leipzig 1895 dirigierte Johannes Brahms im Gewandhaus seine Klavierkonzerte Nr. und Nr. 2. Brahms war Ehrenmitglied des Paulinervereins Leipzig. Johannes Brahms starb am 3. April 1897 in Wien. Nach seinem Tod standen auf dem Programm des Gewandhausorchesters am 7. Oktober 1897 ausschließlich Werke von Johannes Brahms. Die Brahmsstraße im Musikviertel ist nach ihm benannt.

Mehr Leipziger Persönlichkeiten.

Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Brahms

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