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Leipziger Persönlichkeiten – Gottfried Kirch

Gottfried Kirch

Gottfried Kirch

Gottfried Kirch wurde am18. Dezember 1639 in Guben als Sohn eines Schuhmachers geboren. Kirch arbeitete als Schulmeister in Langgrün und Neundorf bei Lobenstein und später als Astronom in Coburg, Leipzig und Guben sowie ab 1700 in Berlin. Seit 1667 veröffentlichte Gottfried Kirch Kalender und baute Teleskope. 1679 erfand er einen Schraubenmikrometer für astronomische Messungen.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts war Gottfried Kirch der meistgelesene Kalendermacher und zählte zu den führenden deutschen Astronomen. 1680 entdeckte Kirch erstmals einen Kometen mittels Teleskop (Komet C/1680 V1), 1681 entdeckte er den Wildenten Haufen, den offenen Sternhaufen M 11.

1686 zog Gottfried Kirch nach Leipzig und arbeitete mit dem Bauernastronomen Christoph Arnold zusammen. 1686 fand er den Mira-Veränderlichen χ Cygni und widmete viel Zeit der Beobachtung des Doppelsterns Mira. Kirch führte drei neue Sternbilder ein, den Reichsapfel, das kurfürstliche Schwert und das Brandenburgische Szepter, die allerdings später von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) nicht angenommen wurden.

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Lange Zeit fand Kirch keine Anstellung, seinen Lebensunterhalt verdiente er mit der Herausgabe von Kalendern. Spät wurde die Bedeutung der Kirchschen Kalendergeschichten für die Verbreitung der Ideen der Frühaufklärung und des Pietismus in weiten Bevölkerungskreisen erkannt. Die Kalender widmeten sich den Bereichen Orientierung, Information, Bildung und Unterhaltung.

Seit 1675 verfolgte Gottfried Kirch die Idee der Gründung einer „Astronomischen Societät in Teutschland“, die allen Astronomen unabhängig von nationaler oder religiöser Herkunft offenstehen sollte. Konkrete Schritte zur Gründung einer solchen Gesellschaft hat Kirch aber wohl nicht unternommen.

1700 ging Gottfried Kirch nach Berlin und wurde der erste Astronom, der in Berlin am 10. Mai 1700 durch Kurfürst Friedrich III. von Preußen gegründeten Kurfürstlich-Brandenburgischen Societät der Wissenschaften.

Gottfried Kirch starb am 25. Juli 1710 in Berlin.

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Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c1/Gottfried_Kirch.jpg

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

Autor: Mirko Seidel am 18. Jul 2022 16:00, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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