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Leipziger Persönlichkeiten – Edwin Bormann

Edwin Bormann

Edwin Bormann

Edwin Bormann wurde am 14. April 1851 in Leipz6ig geboren. Der Kaufmannssohn studierte am Polytechnikum in Dresden Architektur, musste das Studium aus gesundheitlichen Gründen aber abbrechen. Bis 1877 studierte Bormann in Bonn und Leipzig Naturwissenschaften und Geschichte. 1877 ließ Bormann sich in Leipzig nieder und arbeitete als Privatgelehrter. Ab 1871 widmete er sich der Dichtkunst und schuf humoreske Prosa in Leipziger Mundart. Edwin Bormann wohnte im Ranstädter Steinweg, heute Jahnallee 26.

1888 gründete Bormann in Leipzig für die Publikation seiner Werke einen eigenen Verlag. Gemeinsam mit Georg Bötticher und Arthur von Oettingen gründete Edwin Bormann 1909 die Künstlervereinigung Leoniden. Die Leoniden stifteten ihm und Bötticher 1918 eine Gedenktafel am Alten Rathaus. Edwin Bormann war jahrzehntelang Mitarbeiter der satirisch-humoristischen deutschen Wochenschrift Fliegende Blätter.

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Bormann verfasste Gedichtkollagen wie seine Schilleressenz, in denen er Zitate zu einem neuen Text montierte. Der Titel seines Buchs „Jedes Thierchen hat sein Pläsierchen“ ging in den deutschen Zitatenschatz ein. Edwin Bormann starb am 3. Mai 1912 in Leipzig.

Gedenktafel für Georg Bötticher und Edwin Bormann

Gedenktafel für Georg Bötticher und Edwin Bormann

Die Leoniden waren ein geselliger Verein von Künstlern, Wissenschaftlern sowie interessierten Bürgern. Der Vorgängerverein, die Stalaktiten, löste sich 1908 auf. Ehemalige Mitglieder der Stalaktiten, Georg Bötticher, Edwin Bormann, Arthur von Oettingen, Bruno Héroux, Adolf Lehnert, der Arzt Ernst Eggebrecht und James Derham, gründeten einen neuen Verein mit ähnlichen Zielen. Die Leoniden sollten sich aus künstlerisch Schaffenden, aus Männern der Gelehrtenwelt und Freunden der Kunst und Wissenschaft zusammensetzen.

Die konstituierende Sitzung fand im Weinrestaurant Berg in der Ritterstraße 16 statt. Ab 1934 fanden die wöchentlichen Sitzungen ausschließlich im Künstlerhaus am Nikischplatz statt. Die regelmäßigen wöchentlichen Treffen dienten dazu, dass sich die Mitglieder genau kennenlernten und sie durch geistige Anregung die Unterhaltung über das Niveau des Alltagsgeschwätzes erhöben. Benannt war der Verein nach dem Sternschnuppenschwarm Leoniden. In einem Gedicht zur Namensgebung heißt es: An dem Name ist, dass ihr`s wisst, dass er den Philistern, Spießern und Geschwistern all und ewig unverständlich ist.

Da die Leoniden als Himmelsphänomen im Monat November in Erscheinung treten, feierte der Verein alljährlich in diesem Monat sein Leonidenfest in der damals bekannten Künstlerklause Simmers Weinstube in der Petersstraße. Nach 1933 gerieten die Leoniden in den Verdacht, eine logenähnliche Vereinigung zu sein, eine drohende Auflösung konnte jedoch abgewendet werden. Bis 1940 wurde das Leonidenfest im Künstlerhaus gefeiert. Die Leoniden bestanden bis zum Jahre 1950.

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Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Bormann

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 24. Jan 2022 17:54, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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