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Leipziger Persönlichkeiten – Hans Hartung

Hans Hartung

Hans Hartung

Hans Heinrich Ernst Hartung wurde am 21. September 1904 in Leipzig geboren. Ab 1915 besuchte er das humanistische Gymnasium in Dresden. Bereits während seiner Schulzeit wandte sich Hans Hartung der gegenstandslosen Darstellung zu und fertigte abstrakte Bilder aus Strichzeichnungen und Klecksen an. Nach seiner eigenen Darstellung verarbeitete er hierbei Eindrücke von Blitzen, die er als Kind bei Gewittern gemacht hatte.

1924 begann Hans Hartung ein Studium der Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Leipzig. Prägend waren für ihn die Werke von Wassily Kandinsky. 1925 wechselte Hartung für ein Studium der Malerei an die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und die Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1928 setzte Hartung seine Studien bei dem Maler Max Doerner in München fort.

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Von 1932 bis 1934 lebte Hans Hartung auf der Insel Menorca und ab 1935 in Paris. 1944 wurde Hartung, der Mitglied der Fremdenlegion war, bei einem Einsatz als Sanitäter schwer verwundet und verlor ein Bein.

Gedenktafel für Hans Hartung in Leipzig

Gedenktafel für Hans Hartung in Leipzig

Nach dem 2. Weltkrieg und einer mehrjährigen Malpause wurde Hans Hartung zu einem der wichtigsten Vertreter des Informel. Hans Hartung war Mitglied der in München gegründeten Künstlergruppe ZEN 49 sowie 1955 Teilnehmer der documenta 1, 1959 der documenta II und der 1964 der documenta III in Kassel. 1960 wurde Hans Hartung mit dem Preis der Biennale von Venedig ausgezeichnet. 1982 wurde der Hartung-Saal in der Staatsgalerie Moderne Kunst in München eingeweiht, 1984 der Hartung-Raum im Hessischen Landesmuseum Darmstadt.

Hartung fotografierte, in seinem Nachlass befinden sich 35.000 Negative.

Hans Hartung starb am 8. Dezember 1989 in Antibes. An seinem Wohnhaus in der Mozartstraße 1in Leipzig befindet sich eine Gedenktafel.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Hartung#/media/Datei:Paolo_Monti_-_Servizio_fotografico_-_BEIC_6340876.jpg (Paolo Monti – Verfügbar in der digitalen Bibliothek der Europäischen Bibliothek für Information und Kultur (BEIC) und hochgeladen im Rahmen einer Partnerschaft mit der BEIC. Dieses Bild stammt aus der Stiftung Paolo Monti, die im Besitz der BEIC ist und im Städtischen Fotoarchiv von Mailand angesiedelt ist.)

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 15. Mai 2022 15:59, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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