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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Gottlob Friedrich Wieck

Friedrich Wieck

Friedrich Wieck

Friedrich Wieck wurde am 18. August 1785 in Pretzsch geboren. Friedrich Wiecks entwickelte früh eine Leidenschaft für die Musik, ohne dazu vom Elternhaus angeregt worden zu sein. Während seines Besuchs der Thomasschule in Leipzig nahm er ohne Wissen der Eltern Klavierstunden, studierte dann aber Theologie.

Aus der Ehe mit der Pianistin Mariane Tromlitz, Tochter des Plauener Stadtkantors George Christian Gotthold Tromlitz und Enkelin des Flötenvirtuosen Johann Georg Tromlitz, entstanden fünf Kinder.
Die Familie Wieck wohnte in Leipzig von 1818 bis 1821 im Haus Hohe Lilie am Neuen Neumarkt (heute Neumarkt) Ecke Preußergässchen. Hier wurde 1819 die zweite Tochter Clara geboren. Von 1821 bis 1825 wohnten die Wiecks im Salzgässchen, 1825 bis 1835 in Selliers Hof in der Grimmaischen Straße (heute Standort des Handelshofs) und von 1835 bis 1840 in der Nikolaistraße.

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Nach Abschluss seines Studiums war Friedrich Wieck als Hauslehrer tätig und von 1818 bis 1835 Inhaber einer Klavierfabrik und eines Musikalienleihinstituts. Während einer Reise nach Wien besuchte Wieck im Juli 1823 Ludwig van Beethoven in Hetzendorf. Das ausführliche Gespräch beider ist durch Beethovens Konversationshefte sowie durch einen Brief Wiecks überliefert.

1828 kaufte Friedrich Wieck einen Hammerflügel von Stein für seine Tochter Clara, der sich heute im Robert-Schumann-Haus in Zwickau befindet und der zusammen mit Clara Schumann auf der Rückseite des 100-DM-Scheins abgebildet war.

Friedrich Wieck gilt als einer der bedeutendsten Musikpädagogen des frühen 19. Jahrhunderts in Deutschland. Seine erfolgreichste Schülerin war seine Tochter Clara. Der Vater bildete sie aus, organisierte für sie Konzerttourneen durch Europa und verhalf ihr zu früher Berühmtheit.

Zu den Schülern Wiecks gehörte auch Robert Schumann, der in der Wohnung der Wiecks lebte. Robert und Clara verlieben sich und heiraten 1840 gegen den Willen des Vaters. Die Genehmigung für ihre Heirat mussten sich Robert und Clara vor Gericht erstreiten. Die Hochzeit führte zum Bruch zwischen Friedrich Wieck und Robert und Clara Schumann.

Friedrich Wieck war als Essayist und Buchautor tätig und verwendete wohl 1835 als erster in der deutschen Sprache den Ausdruck „Zukunftsmusik“. 1840 zog Friedrich Wieck mit seiner zweiten Frau Clementine und der Tochter Marie nach Dresden und lebte zuletzt in Loschwitz. Friedrich Wieck starb am 18. August 1873 in Loschwitz.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wieck

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 14. Mrz 2022 16:34, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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