Oktober 2022

Leipziger Persönlichkeiten – Johann Friedrich Rochlitz

Johann Friedrich Rochlitz

Johann Friedrich Rochlitz

Johann Friedrich Rochlitz wurde am 12. Februar 1769 in Leipzig geboren. Er besuchte die Thomasschule, studierte von 1789 bis 1791 an der Universität Leipzig Theologie und Philosophie und war anschließend als Hauslehrer tätig. 1798 begründete Rochlitz die Allgemeine Musikalische Zeitung und war bis 1818 deren Redakteur.

Johann Friedrich Rochlitz war mit Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und E. T. A. Hoffmann und den Komponisten Louis Spohr und Carl Maria von Weber bekannt und befreundet. Rochlitz komponierte auch selbst, aber ohne Talent. Über Rochlitz´ „Introduction et Variations sur un Thème original“ d-Moll op. 7 für Klavier von 1836 schrieb Robert Schumann: „sähe aus ihnen nicht ein guter Wille, ein sichtliches Bemühen und dabei ein niedergedrücktes Wesen, das gern etwas in die Höhe möchte, heraus, so wären sie kaum einer Aufmunterung werth. Mich schlagen solche Compositionen förmlich nieder.“

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Leipziger Persönlichkeiten – Ernst Friedrich Eduard Richter

Ernst Friedrich Eduard Richter

Ernst Friedrich Eduard Richter

Ernst Friedrich Eduard Richter wurde am 24. Oktober 1808 in Großschönau bei Zittau geboren. Richter studierte ab 1831 zunächst Theologie an der Universität Leipzig, wandte sich aber bald ganz der Musik zu.

1843 wurde Richter Lehrer für Harmonielehre und Komposition am Königlichen Konservatorium für Musik zu Leipzig. Damit war Richter neben Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann einer der ersten sechs ordentlichen Lehrer dieses Instituts. Von 1843 bis 1847 leitete Ernst Friedrich Eduard Richter auch die Leipziger Sing-Akademie, wurde 1851 Organist an der Peterskirche, 1862 an der Neukirche und 1863 an der Nikolaikirche in Leipzig. In der Nikolaikirche konnte auf der neuen Ladegast-Orgel viele seiner Kompositionen vortragen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich List

Friedrich List

Friedrich List

Daniel Friedrich List wurde am 6. August 1789 in Reutlingen getauft. Mit 14 Jahren begann List eine handwerkliche Lehre bei seinem Vater, wechselte 1805 in den Verwaltungsdienst. 1811 hörte List an der Universität Tübingen Vorlesungen zu Kameralwissenschaften, besuchte Veranstaltungen zur englischen Verfassung und zum Öffentlichen Recht. In Tübingen lernte Friedrich List auch seinen obersten Vorgesetzten und späteren Förderer, den württembergischen Kultusminister Karl August Freiherr von Wangenheim, kennen.

1833 kam Friedrich List nach Leipzig und war auch mit Robert Schumann befreundet. Lists Tochter Elise war eine gute Sängerin und trat im Leipziger Gewandhaus unter Felix Mendelssohn Bartholdy auf. Seine Tochter Emilie wurde im Sommer 1833 die beste Freundin von Clara Schumann. Diese Freundschaft hielt ein Leben lang.

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Leipziger Persönlichkeiten – Wilhelm Traugott Krug

Wilhelm Traugott Krug

Wilhelm Traugott Krug

Wilhelm Traugott Krug wurde am 22. Juni 1770 in Radis geboren. Krug besuchte die Dorfschule, die aber einen schlechten Unterricht bot. Die Eltern ließen ihre Kinder darum von Hauslehrern unterrichten. Ab 1782 ging Krug auf die Landesschule Pforta. Wilhelm Traugott Krug studierte Philosophie und Theologie 1788 an der Leucorea in Wittenberg, 1792 an der Universität Jena und 1794 an der Georg-August-Universität Göttingen.

Er hielt Vorlesungen über Philosophie und Enzyklopädie. 1801 ging er als Professor an die Brandenburgische Universität Frankfurt, lernte dort Wilhelmine von Zenge kennen und heiratete sie am 8. Januar 1804 in der St. Marienkirche Frankfurt (Oder). Wilhelmine war zuvor seit 1800 mit Heinrich von Kleist verlobt gewesen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Joseph Joachim

Joseph Joachim

Joseph Joachim

Joseph Georg Maria Joachim wurde am 28. Juni 1831 im ehemals ungarischen Kittsee bei Preßburg als siebentes Kind des jüdischen Wollhändlers Julius Joachim und Fanny Figdor geboren. 1833 zog die Familie nach Pest.

Joachims Talent wurde früh entdeckt und gefördert. Bereits mit sieben Jahren trat Joseph Joachim als Geigensolist auf. Felix Mendelssohn Bartholdy förderte den talentierten Joachim früh.

Ab 1838 nahm Joseph Joachim in Wien Privatunterricht bei Joseph Böhm und setzte seine Ausbildung 1843 bis 1849 am Leipziger Konservatorium fort. 1844 brachte Joachim Ludwig van Beethovens jahrzehntelang vergessenes Violinkonzert D-Dur op. 61 in London unter Mendelssohns Leitung zur Neuaufführung.

Von 1848 bis 1850 war Joseph Joachim Mitglied des Leipziger Gewandhausorchesters. Nach dem Tod von Felix Mendelssohn-Bartholdy 1847 reiste Joseph Joachim zu Franz Liszt nach Weimar, der ihm zum Komponieren ermutigte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Paul Homeyer

Altes Gewandhaus zu Leipzig

Altes Gewandhaus zu Leipzig

Paul Homeyer wurde am 26. Oktober 1853 in Osterode am Harz geboren. Bei seinem Vater, dem Organisten Heinrich Homeyer, und seinem Großvater Johann Joseph Adam Homeyer, Organist an St. Cyriakus in Duderstadt, nahm Paul Homeyer früh Musikunterricht. Er besuchte das Gymnasium in Hildesheim, studierte in Göttingen und am Konservatorium in Leipzig.

1881 nahm Homeyer seine Tätigkeit im Riedelverein in Leipzig als Organist auf, auch für den Bachverein war er als Organist tätig. Am Gewandhaus in Leipzig spielte Paul Homeyer bei Konzerten seit 1884 an der Orgel und war ab 1885 Organist an der Synagoge.

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Leipziger Persönlichkeiten – Carl Herloßsohn

Carl Herloßsohn

Carl Herloßsohn

Carl Herloßsohn, eigentlich Borromäus Sebastian Georg Carl Reginald Herloß, wurde am 1. September 1804 auf der Kleinseite in Prag geboren. Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Sohn eines Schneiders besuchte das Kleinseitner Gymnasium in Prag, studierte an der Prager Universität und ging 1821 nach Wien. 1822 kehrte Herloßsohn nach Prag zurück und veröffentlichte erste poetische Arbeiten in der Dresdner Abend-Zeitung.

Im November 1825 kam Carl Herloßsohn nach Leipzig, um seine Existenz mit literarischen Arbeiten zu sichern. Er war als Übersetzer tätig, wurde Mitarbeiter am Brockhaus’schen Literarischen Conversationsblatt und schrieb für verschiedene, vornehmlich belletristische Blätter. 1826 erschien das erste Werk von Carl Herloßsohn, „Die Fünfhundert vom Blanik, und die Sylvesternacht“. 1830 gründete Herloßsohn die Zeitschrift „Der Komet. Ein Unterhaltungsblatt für die gebildete Lesewelt“. Neunzehn Jahre lang redigierte Carl Herloßsohn die Zeitschrift, die er schließlich im Revolutionsjahr 1848 aufgeben musste. Carl Herloßsohn starb verarmt im Jakobshospital in Leipzig am 10. Dezember 1849.

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Leipziger Persönlichkeiten – Robert Schumann

Robert Schumann

Robert Schumann Zeichnung von Adolph von Menzel

Robert Schumann wurde am 8. Juni 1810 in Zwickau geboren. Der Sohn eines Verlagsbuchhändlers studierte an den Universitäten Leipzig und Heidelberg Rechtswissenschaften. Sein Interesse galt aber mehr der Musik und so begann Schumann 1830 ein Musikstudium. Friedrich Wieck verpflichtete sich, Robert Schumann zu einem bedeutenden Pianisten auszubilden.

Durch übermäßiges Üben zog sich Robert Schumann eine Verletzung der rechten Hand zu, die seine Karriere beendete. Robert Schumann wohnte in Leipzig in der Wohnung von Friedrich Wieck mit dessen Tochter Clara.

In Leipzig traf sich Robert Schumann mit gleichgesinnten Musikern, den Davidsbündlern, im Haus zum Arabischen Coffeebaum. Nachdem sich Robert Schumann immer mehr für Clara Wieck interessierte, verschlechterte sich das Verhältnis zu Friedrich Wieck und auch das kompositorische Schaffen Schumanns wurde beeinträchtigt. Robert Schumann und Clara Wieck wollten heiraten, was Friedrich Wieck verhindern wollte. Robert und Clara klagen ihre Hochzeit ein und gewinnen 1840 den Prozess, woraufhin Friedrich Wieck Leipzig verließ. Die Trauung wurde in der Kirche in Schönefeld vollzogen.

Schumann-Haus Leipzig

Schumann-Haus Leipzig

Robert und Clara Schumann bezogen eine Wohnung in der Inselstraße (heute Schumann-Haus). In Leipzig schuf Robert Schumann über 100 Lieder und Kammermusik sowie sinfonische Dichtungen. Felix Mendelssohn-Bartholdy förderte Robert Schumann durch die Aufführung seiner 1. Sinfonie op. 38 im Jahr 1841. 1843 wurde Robert Schumann durch Mendelssohn-Bartholdy als Lehrer am Konservatorium Leipzig verpflichtet.

Nach ausgedehnten Konzertreisen mit seiner Frau Clara gab Robert Schumann am 8. Dezember 1844 in Leipzig sein Abschiedskonzert. Seine Bemühungen um die Stelle des Musikdirektors am Leipziger Gewandhaus blieb erfolglos. Die Familie Schumann ging nach Dresden.

Am 14. März 1853 trat Robert Schumann zum letzten Mal in Leipzig auf und dirigierte ein Konzert des Gewandhausorchesters.

Robert Schumann starb am 29. Juli 1859 in Endenich. Im Wohnhaus von Robert und Clara Schumann in der Inselstraße 18 befindet sich heute eine Ausstellung. An der Feldseite der Motritzbastei steht ein Denkmal für Robert Schumann.

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Leipziger Persönlichkeiten – Christian Ludwig Schuncke

Christian Ludwig Schuncke auf dem Totenbett

Christian Ludwig Schuncke auf dem Totenbett

Christian Ludwig Schuncke wurde am 21. Dezember 1810 in Kassel geboren. Bereits im Alter von 12 Jahren spielte Schuncke erfolgreich in einem öffentlichen Konzert in Kassel. Konzertreisen führten Schuncke durch ganz Europa, nach Wien, Prag und Paris.

1833 kam Christian Ludwig Schuncke nach Leipzig und gehörte zum Kreis der Davidsbündler um Robert Schumann. Schuncke war einer der Mitbegründer der Neuen Zeitschrift für Musik.

Christian Ludwig Schuncke komponierte zahlreiche Klavierstücke. Christian Ludwig Schuncke starb im Alter von 23 Jahren am 7. Dezember 1834 in Leipzig an Schwindsucht.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hermann Härtel

Hermann Härtel wurde am 27. April 1804 in Leipzig geboren. Der Sohn des Musikverlegers Gottfried Christoph Härtel studierte in Leipzig Rechtswissenschaften und trat 1835 an die Spitze des vom Vater geführten Musikverlages Breitkopf & Härtel.

Härtel gab die Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Robert Schumann als Erstausgabe heraus. Weiterhin verlegte er die Werke von Johannes Brahms, Frederik Chopin und Franz Liszt, weiterhin Opern u.a. von Albert Lortzing.

1837 war Hermann Härtel Mitbegründer des Leipziger Kunstvereins und Mitglied des Gewandhausdirektoriums. Härtel war der Bauherr des Römischen Hauses in Leipzig (nicht erhalten).

Hermann Härtel starb am 4. August 1875 in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Gottfried Christoph Härtel

Gottfried Christoph Härtel

Gottfried Christoph Härtel

Gottfried Christoph Härtel wurde am 27. Januar 1763 in Schneeberg im Erzgebirge geboren. Der jüngste Sohn des Schneeberger Bürgermeisters Dr. Franz Christoph Härtel besuchte die Lateinschule in Annaberg und ging als Mentor des jungen Grafen von Schönburg 1780 an die Universität Leipzig zum Studium der Rechte.

Nach einer Tätigkeit als Hauslehrer in Dresden, wurde Härtel 1789 Lehrer und Privatsekretär der Gräfin Auguste von Schönburg-Glauchau. Gottfried Christoph Härtel kehrte nach Leipzig zurück, betätigte sich hier literarisch und arbeitete in der Baumgärtnerischen Buchhandlung. 1795 wurde Härtel als Kompagnon in den von Bernhard Christoph Breitkopf in Leipzig gegründeten Musikverlag aufgenommen. Breitkopf geriet in finanzielle Schwierigkeiten und so wurde Gottfried Christoph Härtel 1796 Alleininhaber des Verlags Breitkopf & Härtel.

Härtel gründete 1798 als erste ihrer Art die „Allgemeine musikalische Zeitung“ und gab ab 1812 die „Leipziger Literaturzeitung“ heraus. 1806 gründete Härtel eine Pianofabrik. Auf den Flügeln spielten u.a. Felix Mendelssohn-Bartholdy, Clara Wieck, Robert Schumann und Richard Wagner.

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Leipziger Persönlichkeiten – Niels Wilhelm Gade

Niels Wilhelm Gade

Niels Wilhelm Gade

Niels Wilhelm Gade wurde am 22. Februar 1817 in Kopenhagen geboren. 1843 kam er nach Leipzig und war Schüler von Robert Schumann und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Zwischen 1844 und 1848 wirkte Gade als Leiter und als zweiter Dirigent, neben Mendelssohn-Bartholdy, am Leipziger Gewandhaus.

1848 ging Niels Wilhelm Gade nach Kopenhagen. Der Deutsch-Dänische Krieg 1848 veranlasste ihn, nicht nach Leipzig zurückzukehren. 1853 dirigierte Niels Wilhelm Gade eine Reihe von zehn Konzerten am Leipziger Gewandhaus. Niels Wilhelm Gade war der bedeutendste Repräsentant der sich entwickelnden dänischen Nationalmusik.

Niels Wilhelm Gade starb am 21. Dezember 1890 in Kopenhagen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Livia Frege

Livia Frege

Livia Frege

Livia Gerhard wurde am 134. Juni 1818 in Gera geboren. Sie war Gesangsschülerin an der Leipziger Singakademie unter Christian August Pohlenz. Am 9. Juli 1832 sang sie zum ersten Mal im Gewandhaus und wurde als zweite Sängerin für die Abonnementskonzerte engagiert. 1833 trat Livia Gerhard zum ersten Mal als Schauspielerin am Theater auf. Ab 1835 wirkte sie am Königlich-Städtischen Theater in Berlin.

1836 heiratete Livia Gerhard den Leipziger Juraprofessor und Besitzer des Rittergutes Abtnaundorf, Woldemar Frege. Ihr Wohnhaus in der Stadt hatte die Familie Frege in der Bahnhofstraße, heute Georgiring (nicht erhalten). 1843 trat Livia Frege bei der Uraufführung von Robert Schumanns „Das Paradies und die Peri“ auf. Sie gab 1848 Benefizkonzerte, 1848 ein Konzert für hungernde Arbeiter und 1851 für die Hinterbliebenen von Albert Lortzing.

Livia Frege war Mitbegründerin des Leipziger Bachvereins. Sie starb am 22. August 1891 in Leipzig. Die Liviastraße im Waldstraßenviertel ist nach Livia Frege benannt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Wilhelm Einert

Direktorium der Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie 1852, vierter von links Wilhelm Einert

Direktorium der Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie 1852, vierter von links Wilhelm Einert

Wilhelm Einert wurde am 19. Dezember 1794 in Leipzig geboren. Er studierte an der Universität Leipzig Rechtswissenschaften und arbeitet als Advokat und Rechtskonsultant der Handlungsdeputierten.

1839 vertrat Wilhelm Einert Robert Schumann und Clara Wieck im Prozess gegen den Vater Friedrich Wieck, da dieser die Heirat der beiden verhindern wollte. Der Prozess endete für Robert und Clara erfolgreich, Friedrich Wieck verließ nach seiner Niederlage Leipzig.

Wilhelm Einert war Mitglied des Direktoriums der Lebensversicherungsgesellschaft zu Leipzig und ab 1838 im Direktorium der Leipzig-Dresdner Eisenbahngesellschaft.

Wilhelm Einert starb am 8. September 1868 in Leipzig

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Gottlob Friedrich Wieck

Friedrich Wieck

Friedrich Wieck

Friedrich Wieck wurde am 18. August 1785 in Pretzsch geboren. Friedrich Wiecks entwickelte früh eine Leidenschaft für die Musik, ohne dazu vom Elternhaus angeregt worden zu sein. Während seines Besuchs der Thomasschule in Leipzig nahm er ohne Wissen der Eltern Klavierstunden, studierte dann aber Theologie.

Aus der Ehe mit der Pianistin Mariane Tromlitz, Tochter des Plauener Stadtkantors George Christian Gotthold Tromlitz und Enkelin des Flötenvirtuosen Johann Georg Tromlitz, entstanden fünf Kinder.
Die Familie Wieck wohnte in Leipzig von 1818 bis 1821 im Haus Hohe Lilie am Neuen Neumarkt (heute Neumarkt) Ecke Preußergässchen. Hier wurde 1819 die zweite Tochter Clara geboren. Von 1821 bis 1825 wohnten die Wiecks im Salzgässchen, 1825 bis 1835 in Selliers Hof in der Grimmaischen Straße (heute Standort des Handelshofs) und von 1835 bis 1840 in der Nikolaistraße.

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Leipziger Persönlichkeiten – Max Alfred Brumme

Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs der Peterskirchgemeinde in Leipzig

Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs der Peterskirchgemeinde in Leipzig

Max Alfred Brumme wurde am 19. Februar 1891 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Buchbinders lernte den Beruf des Steinmetz und studierte Malerei und Bildhauerei an der Akademie für Bildende Künste in Dresden bei Karl Groß und Georg Wrba, anschließend setzte er seine Ausbildung zum Bildhauer bei Adolf Lehnert in Leipzig fort.

Seine Erlebnisse im 1. Weltkrieg versuchte Brumme in expressionistischen Grafiken und in literarischer Form zu verarbeiten.

Max Alfred Brumme unterrichtete an verschiedenen Kunstschulen und wurde 1927 freischaffender Künstler. In seinen Plastiken und Glasmalereien dominieren religiöse Themen. Brumme schuf zahlreiche Büsten, gestaltete Innenräume von Kirchen, Gefallenendenkmale und Grabmäler. In den 1930er Jahren bewohnte Max Alfred Brumme das Atelier von Will Howard in der Pölitzstraße 6 in Gohlis.

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Leipziger Persönlichkeiten – Fréderic Chopin

Fréderic Chopin 1849

Fréderic Chopin 1849

Fréderic Chopin (Fryderyk Franciszek Chopin) wurde am 22. Februar oder 1. März 1810 in Żelazowa Wola, im damaligen polnischen Herzogtum Warschau geboren. Der als Wunderkind geltende Chopin erhielt seine musikalische Ausbildung in Warschau, wo er auch seine ersten Stücke komponierte. Die ersten zwanzig Jahre seines Lebens verbrachte Chopin in seiner Polen. 1830 verließ Fréderic Chopin seine polnische Heimat aus beruflichen und politischen Gründen und lebte ab Oktober 1831 bis zu seinem Tod 1849 überwiegend in Frankreich.

Chopin gehört neben Robert Schumann, Franz Liszt und Felix Mendelssohn Bartholdy zu den bedeutenden Repräsentanten der Romantik. Zweimal war Fréderic Chopin kurz in Leipzig. Ende September 1835 hielt er sich während einer Reise von Paris nach Karlsbad in Leipzig auf, war Gast bei Felix Mendelssohn-Bartholdy und bei der Familie Wieck. Chopin lobte die brillante Klaviertechnik von Clara Wieck, die Chopins komplizierte Werke fehlerfrei spielen konnte. Im September 1836 wurde Chopin von Robert Schumann in Leipzig empfangen.

Fréderic Chopin starb am 17. Oktober 1849 in Paris.

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Leipziger Persönlichkeiten – Carl Friedrich Zöllner

Carl Friedrich Zöllner

Carl Friedrich Zöllner

Carl Friedrich Zöllner wurde am 17. Mai 1800 in Mittelhausen in Thüringen geboren. Der Musiklehrer, Komponist und Chorleiter gilt als die führende Persönlichkeit des mitteldeutschen Männerchorwesens in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Zöllner war Sohn eines Schulrektors. Sein Vater starb früh, so dass sein Onkel die Erziehung übernahm und den Knaben auf Gymnasien in Eisleben und Eisenach schickt. Ab 1814 besuchte Carl Friedrich Zöllner die Thomasschule in Leipzig unter dem Thomaskantor Johann Gottfried Schucht.

1819 begann Zöllner mit dem ein Studium der Theologie an der Universität Leipzig, das er aber schon 1822 aufgab. 1820 hatte Zöllner die Gesangslehrer- und Organistenstelle an der Leipziger Ratsfreischule übernommen. Mit seinem Freund Wilhelm Hemleben richtete er 1822 ein privates Musikinstitut ein, an dem vor allem der Chorgesang gepflegt wurde. Von 1840 bis zu seinem Tod hatte Carl Friedrich Zöllner die Musiklehrerstelle an der Thomasschule inne.

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Unser Leipzig – unsere Geschichte

Die Stadt Leipzig blickt auf eine über 1000jährige Geschichte zurück. Gegründet von slawischen Siedlern in der Sumpflandschaft zwischen Pleiße und Parthe wurde die Siedlung 1015 erstmals urkundlich erwähnt. Die günstige Lage an wichtigen Handelsstraßen ließ die Siedlung, die um 1165 Stadt- und Marktrecht erhielt, schnell zu einer Handelsstadt wachsen. Die Verleihung des Messeprivilegs machte sie zu einer Messestadt und schließlich zur wichtigsten Messestadt Europas.

In der stolzen Bürgerstadt achtete man darauf, dass Kirche und Landesherr nicht zu stark an Einfluss gewannen. Stolze Bürger brauchen stolze Häuser – Kirchen, ein Rathaus, Handels- und Bürgerhäuser. Immer wurde gebaut, abgerissen und neu gebaut. Dabei standen die Erfordernisse für den reichhaltigen Warenstrom zur Leipziger Messe immer im Vordergrund. Und als schließlich 1895 in Leipzig die Mustermesse erfunden wurde und die großen Messehäuser entstanden, wurde das Bild der Stadt Leipzig geprägt, wie wir es in großen Teilen heute noch sehen.

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Robert-Schumann-Denkmal Leipzig (Stadt Leipzig)

Robert-Schumann-Denkmal Leipzig

Leipzig ist eine Großstadt im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Leipzig liegt an der Weißen Elster, der Pleiße, der Parthe und der Luppe. Das Robert-Schumann-Denkmal befindet sich im Leipziger Promenadenring an der Moritzbastei in Leipzig. weiterlesen »

300 Jahre Haus „Zum Arabischen Coffeebaum“ Leipzig

Das Haus "Zum Arabischen Coffeebaum"

Das Haus „Zum Arabischen Coffeebaum“

1556 wurde das Haus Fleischergasse 4 vom Vorderhaus Hainstraße 1 abgetrennt. Und erlangte den Rang eines selbstständigen Bürgerhauses. 1603 erhielt das Haus Schankrecht. 1703 wurde das Haus umfassend umgebaut und seit 1711 ist der Kaffeeausschank nachweisbar. Kaffeehäuser gab es in Leipzig schon früher – schon vor 1700 schenkte der Königlich Polnische und Churfürstlich Sächsische Hofchocoladier Johann Lehmann am Markt Kaffee aus. Trotzdem ist das Haus „Zum Arabischen Coffeebaum“ das älteste durchgängig betrieben Kaffeehaus in Europa, auch wenn es seit Ende 2018 geschlossen ist.

Besitzer des Hauses war 1703 der Gold- und Silberplättner Adam Heinrich Schütze, der in dem Haus mit seiner Tochter, Johanna Elisabeth, lebte. 1716 heiratete die erst 17jährige Johanna Elisabeth den 51-jährigen Johann Lehmann – ob es eine Liebesheirat war oder doch eher Kalkül von Herrn Lehmann, wer weiß. Der Rat der Stadt erteilte ihm 1716 die Erlaubnis, Tee, Kaffee und Schokolade ausschenken zu dürfen.

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Clara19 – Leipzig feiert den 200. Geburtstag von Clara Schumann

Clara Wieck

Am 13. September 1819 wurde Clara Wieck in Leipzig geboren. Friedrich Wieck, ihr Vater, war ein angesehener Klavierlehrer, galt als autoritär und streng, aber nicht ungerecht. Er legte sein ganzes Augenmerk auf die Förderung des musikalischen Talents der kleinen Clara. Er wollte sie so schnelle wie möglich als Wunderkind und Klaviervirtuosin bekannt zu machen. Claras Mutter Mariane war Sängerin und Pianistin.

Clara lernte im Alter von 8 Jahren Robert Schumann kennen, der als Zwanzigjähriger ein Jahr lang bei den Wiecks wohnte und sich von Claras Vater unterrichten ließ. Der wesentlich ältere Schumann interessierte sich zunächst nicht für das Mädchen, das sollte sich ändern. Im Alter von 16 Jahren bekam Clara den ersten Kuss von Robert. 1840 heiraten Clara und Robert in der Kirche in Schönefeld. Acht Kinder brachte die Ehe hervor.

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Kultur für Europa – die Musikstadt Leipzig wurde geehrt

Ort europäischer Musikgeschichte - die Nikolaikirche in Leipzig

Die Musikstadt Leipzig hat das Europäische Kulturerbesiegel im bulgarischen Plovdiv erhalten. Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Robert Schumann – nur drei große Namen, die den Ruf der Musikstadt Leipzig prägen. Gewandhausorchester, Musikverlage und der Thomanerchor – Musik hat in Leipzig Geschichte und Zukunft. Lesen Sie mehr …

Europäisches Kulturerbesiegel für die Musikstadt Leipzig

Bach-Denkmal vor der Thomaskirche in Leipzig

Am 26. März 2018 wurde der Stadt Leipzig in Plovdiv das Europäische Kulturerbe-Siegel für neun bedeutende historische Musikstätten verliehen – die Thomaskirche, die Nikolaikirche, die Alte Nikolaischule, das Bach-Archiv, die Hochschule für Musik- und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“, das Mendelssohn-Haus, das Schumann-Haus, das Verlagshaus C. F. Peters mit der Grieg-Begegnungsstätte, das Gewandhaus zu Leipzig sowie die Leipziger Notenspur.

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Schumann-Haus Leipzig (Zentrum-Ost, Stadt Leipzig)

Schumann-Haus Leipzig

Das Zentrum-Ost ist ein Ortsteil der Großstadt Leipzig im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Leipzig liegt an der Weißen Elster, der Pleiße, der Parthe und der Luppe. Das Zentrum-Ost schließt sich östlich an die Innenstadt von Leipzig an, zwischen dem Augustusplatz und Reudnitz. weiterlesen »

Haus „Zum Arabischen Coffeebaum“ Leipzig (Stadt Leipzig)

Haus "Zum Arabischen Coffebaum" Leipzig

Leipzig ist eine kreisfreie Großstadt im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Leipzig liegt an der Weißen Elster, der Pleiße, der Parthe und der Luppe. Das Haus „Zum Arabischen Coffebaum“ steht in der Innenstadt von Leipzig in der Nähe des Marktplatzes. weiterlesen »

Burgen, Schlösser und Herrenhäuser entlang der Mulde

Exkursion zwischen Grimma und Rochlitz

Schloss Colditz an der Zwickauer Mulde

Schloss Colditz an der Zwickauer Mulde

Im Herbst 2016 startete die vierte Exkursion der Volkshochschule Leipzig an die Mulde. Ziel war das Muldedreieck, die Vereinigung der Freiberger Mulde und der Zwickauer Mulde zur Vereinten Mulde.

Acht kultur- und zeitgeschichtlich interssierte Exkursionsteilnehmer tauchten ein in die wettinische und deutsche Geschichtslandschaft an der Mulde in Sachsen. Organisiert und begleitet wurde die Tour von mir.

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1000 Jahre Leipzig – Leipziger Persönlichkeiten auf Briefmarken

Komponisten

Leipzig ist die Stadt der Musik, der Komponisten und der Uraufführungen. Die musikalische Geschichte der Stadt beginnt im Jahr 1212 mit der Gründung des Thomanerchors. 500 Jahre später kommt Johann Sebastian Bach in die Messestadt und mit ihm beginnt die Wirkungsgeschichte bedeutender Komponisten, die bis in das 20. Jahrhundert anhält. Es mag viele Gründe geben, warum so viele Komponisten in Leipzig gewirkt haben. Die Tradition des Thomanerchors, der Ruf des Gewandhauses, der Geist von Handel und Messe. Leipzig bot den Talenten ihrer Zeit offensichtlich eine gute Bühne und gute Arbeitsmöglichkeiten.

Johann Sebastian Bach

Der Komponist Johann Sebastian Bach wurde am 21. März 1685 in Eisenach in Thüringen geboren. Ende 1722 bewarb er sich um die Stelle des Thomaskantors in Leipzig. Um seinen Söhnen den Zugang zu der damals sehr renommierten Universität Leipzig zu ermöglichen, gab er seine Stellung des Hofkapellmeisters in Köthen auf und zog mit seiner Familie nach Leipzig. Am 22. April 1723 berief ihn der Leipziger Stadtrat zum Kantor der Thomaskirche. Johann Sebastian Bach komponierte in seiner Leipziger Zeit die Mehrzahl seine Kirchenkantaten, von denen etwa 200 erhalten sind. In Leipzig entstanden außerdem die Matthäuspassion, die Große Messe in h-Moll, das Weihnachtsoratorium, das Wohltemperierte Klavier, die Goldberg-Variationen, das Musikalische Opfer und die Kunst der Fuge.

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Leipzig, Ortsteil Zentrum-Ost (Ostvorstadt) – Grafisches Viertel

Grafisches Viertel, Reclamkarree

Grafisches Viertel, Reclamkarree

Die bauliche Entwicklung der Ostvorstadt setzte bereits 1278 ein. Eine großflächige Bebauung des Gebietes begann aber erst im 17. Jahrhundert und erfuhr seinen Höhepunkt seit dem frühen 19. Jahrhundert, als viele grafische Betriebe ihren Sitz aus der Innenstadt nach Osten verlagerten. Die Ostvorstadt, die sich aus der Grimmaischen Vorstadt entwickelte, setzt sich aus mehreren Teilen zusammen, die die städtebauliche Entwicklung des Gebietes verdeutlichen. Die Ostvorstadt wird heute als Zentrum-Ost bezeichnet.

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