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Leipziger Persönlichkeiten – Emil Franz Hänsel

Kaufhaus Brühl in Leipzig

Kaufhaus Brühl in Leipzig

Emil Franz Hänsel wurde am 6. April 1870 in Döbeln geboren. Nach seiner Ausbildung an der Königlich Sächsischen Baugewerkeschule zu Leipzig war Hänsel beim Leipziger Stadtbaurat Hugo Licht tätig und an der Planung des Neuen Rathauses beteiligt. Emil Franz Hänsel war der meistbeschäftigte selbstständige Architekt vor dem 1. Weltkrieg in Leipzig. Zwischen 1898 und 1938 war er mit über 500 Bauvorhaben für mehr als 300 Bauherren tätig.

Hänsels wichtigste Werke waren Geschäftshäuser, wie das Kaufhaus „Brühl“ (nicht erhalten), das Messehaus Specks Hof, der Zentralmessepalast und das König-Albert-Haus am Markt in Leipzig. Im Gestaltungswettbewerb für das Gelände der Internationalen Bauausstellung 1913 in Leipzig erhielt Hänsel 1911 nach Georg Weidenbach und Richard Tschammer den zweiten Preis. Weitere Bauten Hänsels waren das Israelitische Altenheim und die Fabrikanlagen für die Ludwig Hupfeld AG in Böhlitz-Ehrenberg.

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Anzeige von Emil Franz Hänsel mit seinem WohnhausWohnhaus

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Emil Franz Hänsel wohnte in seinem selbst entworfenen Wohnhaus in der Christianstraße 1 im Waldstraßenviertel. Er war Mitglied im Deutschen Werkbund sowie der Leipziger Freimaurerloge Apollo. Emil Franz Hänsel starb am 21. Oktober 1943 in Leipzig.

Zu den Geschäftsbauten von Emil Franz Hänsel in Leipzig gehören:

  • 1899 bis 1900: Umbau der Gesellschaftshalle zu Lindenau, Karl-Heine-Straße 50 (Schaubühne Lindenfels),
  • 1900: Erweiterungsbau („Kleiner Saal“) der Gesellschaftshalle zu Lindenau, Hähnelstraße 27 (früher Hermannstraße) in Lindenau,
  • 1906 bis 1908: Kaufhaus „Brühl“, (2010 bis auf ein 15 Meter breites Fassadenteilstück abgerissen),
  • 1908 bis 1910: Messepalast „Specks Hof“, Reichsstraße 6,
  • Specks Hof Leipzig

    Specks Hof Leipzig

  • 1905 bis 1910: Dietzoldwerke, Franz-Flemming-Straße 9 in Leutzsch,
  • 1910 bis 1911: Fabrikanlagen der Ludwig Hupfeld AG, Ludwig-Hupfeld-Straße 16, Böhlitz-Ehrenberg,
  • 1911: Hotel „Continental“, Georgiring 13,
  • 1911 bis 1913: Umbau des Hotels Fürstenhof, Tröndlinring 8,
  • 1912: Messehaus „Linoleumhaus“, Neumarkt 7 (nicht erhalten),
  • König-Albert-Haus Leipzig

    König-Albert-Haus Leipzig

  • 1912: Warenhaus „Josephkonsum“ für den Konsumverein Leipzig-Plagwitz und Umgegend, Karl-Heine-Straße 46,
  • 1912 bis 1913: Geschäftshaus Schrödter, Neumarkt 31/33,
  • 1912 bis 1914: Messehaus „Zentralmessepalast“, Neumarkt 4,
  • 1913: „König-Albert-Haus“, Markt 9,
  • 1913 bis 1914: Geschäftshäuser Nikolaistraße 55 und 57/59,
  • 1924: Israelitisches Altenheim der Julius-Ariowitsch-Stiftung, Hinrichsenstraße 14,
  • 1929 bis 1930: Haus der Barmenia Versicherungsanstalt in der Springerstraße 24, ab 1946 Sitz des Mitteldeutschen Rundfunks (Funkhaus Springerstraße),

Zu den Wohnbauten von Emil Franz Hänsel in Leipzig gehören:

    Villa Hupfeld Leipzig

    Villa Hupfeld Leipzig

  • Villa Richard Linnemann, Springerstraße 2,
  • Villa Springerstraße 4,
  • 1910: Villa Ludwig Hupfeld, Lumumbastraße 11/13,
  • Wohnhaus Christianstraße 1/3,
  • Wohnhaus Liviastraße 6/7,
  • Wohnhaus Jahnallee 10/12 (früher Ranstädter Steinweg 42/44),
  • Wohnhaus Floßplatz 26 Leipzig

    Wohnhaus Floßplatz 26 Leipzig

  • Wohnhaus Sebastian-Bach-Straße 6,
  • 1905: Wohnhaus August-Bebel-Straße 77,
  • 1905 bis 1906: Wohnhaus Kantstraße 11/13,
  • 1910: Wohnhaus Floßplatz 26,
  • um 1910: Wohnhaus Kickerlingsberg 6,
  • 1911: Wohnhaus Kurt-Eisner-Straße 5/5a,
  • 1911: Umbau Wohnhaus Schillerweg 19,
  • Wohnhaus Kurt-Eisner-Straße 48,
  • Wohnhaus August-Bebel-Straße 79/81 (Doppelhaus, Nr. 81 zerstört),
  • Wohnhaus Kantstraße 15/17 (zerstört),
  • Wohnhaus Franckestraße 1 (Wohnhaus mit Postamt),
  • 1923: Villa Teztner, Poetenweg 31,
  • 1925 bis 1926: Villa Poetenweg 45a,
  • 1936: Siedlung „Waldfrieden“ des Bauvereins zur Beschaffung billiger Wohnungen, Heilemannstraße (zusammen mit Gero Schilde),

In Dresden plante Emil Franz Hänsel 1912 das Residenzkaufhaus, Prager Straße / Waisenhausstraße, das 1945 ausgebrannt ist, die wiederaufbaufähige Ruine wurde 1950 bis 1953 abgebrochen. 1908: plante Hänsel den Umbau des Herrenhauses des Rittergutes Hainichen bei Kitzscher.

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Emil_Franz_H%C3%A4nsel#/media/Datei:Kaufhaus_Br%C3%BChl_Leipzig_1908.jpg;
https://de.wikipedia.org/wiki/Emil_Franz_H%C3%A4nsel#/media/Datei:Haensel_Architekt_Anzeige.jpg

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 10. Mai 2022 16:30, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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