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Leipziger Persönlichkeiten – Fritz von Harck

Fritz von Harck

Fritz von Harck

Fritz von Harck, eigentlich Ludwig Friedrich von Harck, wurde am 29. April 1855 in Leipzig geboren. Der Sohn des Leipziger Kaufmanns, Stadtrats und Kunstsammlers Julius Harck begann nach seiner Schulausbildung eine Lehre bei einem Hamburger Überseehändler. 1875 erhielt von Harck eine Anstellung im Berliner Bankhaus Frege & Co. 1877 beendete Fritz von Harck diese Tätigkeit, folgte seiner persönlichen Neigung zugunsten und begann ein Volontariat beim Berliner Kupferstichkabinett.

Fritz von Harck studierte Kunstgeschichte in Wien und München. Von 1880 an war er Mitbesitzer des seinen Eltern gehörenden Barockschlosses Seußlitz. 1908 bezog Fitz von Harck das Haus seiner Eltern in der Karl-Tauchnitz-Straße 6 in Leipzig.

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Ab 1880 begann von Harck, sich eine eigene Kunstsammlung aufzubauen. Seine Vorliebe galt der deutschen und italienischen Renaissance, der dekorativen Kunst des 18. Jahrhunderts und der asiatischen Kunst. Zu den bedeutendsten Gemälden im Besitz von Fritz von Harck gehörten Werke von Amadeo da Pistoia (Maria mit dem Kinde), Fra Angelico (Johannes d. T.), Amico Aspertini (Der hl. Sebastian), Hans Baldung (Die sieben Lebensalter des Weibes), Leandro Bassano (Lautenspieler), Lodovico Carracci (Der hl. Sebastian), Cima da Conegliano (Madonnenkopf), Dosso Dossi (Die Auferstehung Christi), Francesco Guardi (Venezianische Vedute), Liberale da Verona (Maria, das Kind anbetend) und Giovanni Battista Tiepolo (Der hl. Rochus). Von Harck war eng mit dem Kunsthistoriker Wilhelm von Bode befreundet und war maßgeblich an der Gründung des Leipziger Kunstgewerbemuseum beteiligt.

Villa Harck Leipzig

Villa Harck Leipzig

Fritz von Harck war Gründungsmitglied des Kaiser-Friedrich-Museums-Vereins und der Königlichen Gesellschaft in Berlin sowie in Leipzig der Gesellschaft Harmonie und der „Gesellschaft der Freunde des Kunstgewerbemuseums zu Leipzig“.

Seine umfangreiche Kunstsammlung hinterließ er dem Museum der bildenden Künste und dem Kunstgewerbemuseum in Leipzig.

Fritz von Harck starb am 26. März 1917 in Leipzig. Nach Fritz von Harck wurde 1917 in Leipzig nahe dem Bundesverwaltungsgericht benannt.

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Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/23/Fritz_von_Harck.jpg

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 10. Mai 2022 16:38, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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