Architekturführung
Stadtrundgang Leipzig: Architekturführung „Von Romanik bis Moderne“
800 Jahre Architektur in Leipzig auf 0,5 km²
Wer sich für Architektur interessiert und dafür nicht weit laufen will, ist in Leipzig genau richtig. 800 Jahre Architekturgeschichte – von Romanik bis Moderne – auf 0,5 km².Von der mittelalterlichen Stadt zeugen noch die Nikolaikirche und die Thomaskirche. 1165 begann der Bau der Nikolaikirche. Immer wieder wurde sie verändert. Die romanische Turmfront blieb erhalten. Auch die Thomaskirche wurde über die Jahrhunderte verändert. Die Romanik lässt sich noch erkennen, geprägt wird die Thomaskirche zu Leipzig von der Gotik und der Neogotik.
Das 16. Jahrhundert war die erste große Blütezeit für Sachsen. Aus den noch sehr schlichten Städten des Mittelalaters wurden prächtige Renaissancestädte, so auch die Stadt Leipzig. Das Alte Rathaus am Markt ist einer der schönsten Renaissance-Bauten in Deutschland. Die die Alte Waage am Markt ist ein weiteres Zeugniss dieser Zeit.
Von den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges erholte sich Sachsen nur langsam. Erst im späten 17. Jahrhundert entstanden die ersten Bauten des Barock. Noch gabe es keine eigene Architektursprache, ein bisschen niederländisch, ein bisschen italienisch – wie an der Alten Handelsbörse am Naschmarkt. Im frühen 18. Jahrhundert änderte sich das und Sachsen hatte seine eigene barocke Ausdrucksform gefunden – prachtvoll und üppig sollte es werden. Das Romanushaus und das Königshaus zeigen das.
Im 18. Jahrhundert wurde Leipzig wichtigste Messestadt in Europa. Große Handelshöfe waren nötig, 20 wurden gebaut, einer blieb erhalten – Barthels Hof. Im 18. Jahrhundert kan auch der Kaffee nach Leipzig, Kaffeehäuser schossen wie Pilze aus dem Boden. Das Kaffeehaus „Zum Arabischen Coffeebaum“ in Leipzig ist das älteste, durchgängig betriebene Kaffeehaus in Europa.Die Völkerschlacht bei Leipzig überwand die Stadt erst nach 20 Jahren. Doch dann begann der Boom. Leipzig wuchs, so schnell, dass die Dörfer eingemeindet wurden. Große Wohnviertel entstande und öffentliche Gebäude. Leipzig wurde Weltmessestadt und die Leipziger erfanden die Mustermesse. Neue Messepaläste wurden gebraucht. Die wohlhabende und stolze Bürgerstadt wollte auch Kultur – Konzerthaus, Theater, Museen. Von dieser Auf- und Umbruchzeit um 1900 erzählen heute noch die Messepaläste in der Innenstadt, wie die Mädler-Passage.
Nach dem 1. Weltkrieg wusste man nicht so recht, wie gebaut werden sollte. Zahlreiche Strömungen gab es in den 1920er Jahren, von Expressionismus und Art Déco bis zur Neuen Sachlichkeit. Auch Neo-Neo-Barock und Neo-Klassizismus war durchaus angesagt. Beispiele der Strömungen des Bauens zwischen den Weltkriegen findet man im Zentrum von Leipzig. Der 2. Weltkrieg hinterließ in Leipzig ein Trümmerfeld. Viele Gebäude waren unwiederbringlich zerstört, manche wurden aus ideologischer Verblendung abgerissen. Wie sollte nun die sozialistische Großstadt Leipzig aussehen? Die Vorbilder für das Bauen in den 1950er Jahren stehen in Moskau. Schnell verabschiedete man sich von der Stalinarchitektur.In den 1960er Jahren war auch die DDR in der Moderne angekommen. In den 1980er Jahren wurde der Versuch unternommen, Baulücken in der Innenstadt mit angepassten Plattenbauten zu schließen. Das Bauen in der DDR ist in der Innenstadt von Leipzig noch erlebbar. 1990 war Leipzig eine Stadt, die von Leerstand und Verfall geprägt war. Notbauten und Kriegslücken prägten das Stadtzentrum. Und wieder stand die Frage im Raum? Wie gehen wir damit um?
Das Konzept der behutsamen Stadterneuerung ließ moderne Bauten entstehen, die sich in die alte Bausubstanz und das Stadtbild einfügen. Heute ist Leipzig eine Stadt, in der sich die Architekturgeschichte aus 8 Jahrhunderten – von der Romanik bis in unsere Zeit – erleben lässt.
Kommen Sie mit auf eine Architekturführung durch die Leipziger Innenstadt – von der Romanik bis zur Moderne.
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Autor: Mirko Seidel am 25. März 2026 12:51, Rubrik: Architekturführung, Stadt Leipzig, Stadtrundgänge & Stadtrundfahrten, Thementouren, Tourismus, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,









