Landkreis Nordsachsen

Rittergut Hohenprießnitz (bei Leipzig)

Rittergut Hohenprießnitz, Schloss

Hohenprießnitz ist ein Ortsteil der Gemeinde Zschepplin im Westen des Landkreises Nordsachsen. Hohenprießnitz liegt an der Mulde, nordöstlich von Leipzig (ca. 32 km) zwischen Eilenburg (ca. 10 km) und Bad Düben (ca. 9 km).

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Rittergut Hohenprießnitz

Bauzeit
17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert
1699 bis 1702
Baustil
Barock
Bauherr
Baron Anton Albrecht von Imhoff
Baumeister/Architekt
vermutlich Hermann Korb
Zustand
Das Schloss Hohenprießnitz ist saniert. Die Wirtschaftsgebäude sind in einem guten bis schadhaften Zustand.
Heutige Nutzung
Wohnen
Zugang
Das Gelände des Rittergutes und das Schloss Hohenprießnitz können nicht besichtigt werden. Der Gutspark ist zugänglich.

Beschreibung

Grundriss
Schloss: Dreiflügelanlage mit weiten Corps de logis, nördlich großer, offener Wirtschaftshof auf unregelmäßigem Grundriss
Baukörper
Schloss, Eckpavillons und Torhäuser: zweigeschossig,
Wirtschaftsgebäude: eingeschossig,
Fassade
Schloss: Putzfassade, weit vorgezogene Eck- und Mittelrisalite, Mittelrisalit zur Hofseite dreiachsig, Dreiecksgiebel mit Kartusche, zwei Treppentürme, Gartenfassade mit Lisenen,
Dachform
Schloss: Walmdach mit Dachreiter, Pavillons: Zeltdächer,
Wirtschaftsgebäude: Satteldächer

Weitere Informationen

Schlosspark

Weitläufiger, ehemaliger Barockgarten mit Teich, heute Landschaftspark, mit mittelalterlicher Burgstelle, teilweise verwildert,

Personen

  • Friedrich, Heinrich und Balthasar von Maschwitz (genannt 1404, in der Folge bis 1551 kein Rittergut oder Vorwerk genannt),
  • Paul von Spiegel (genannt 1551, lässt erstes Herrenhaus bauen),
  • Hans und Friedrich von Spiegel (erwähnt 1588),
  • Friedrich von Spiegel (erwähnt 1602),
  • Karl von Goldstein (Besitzer 1625),
  • Oppel von Goldstein (erwähnt 1666),
  • Familie Vitzthum von Eckstädt (Kauf 1673),
  • Christian von Klengel (Besitzer ab 1675),
  • Anton Albrecht von Imhoff (genannt 1699),
  • Peter von Hohenthal (Kauf 1724),
  • Erbengemeinschaft von Hohenthal (erbt 1732),
  • Georg Wilhelm von Hohenthal (Besitzer ab 1732),
  • Wilhelm von Hohenthal (Besitzer ab 1764),
  • Johann Jacob Freiherr von Hohenthal (Kauf 1772),
  • Christian Gottlieb Graf von Hohenthal (Besitzer ab 1802, Konkurs 1828),
  • Karl Friedrich Anton und Karl Adolf Grafen von Hohentahl (Besitzer ab 1832),
  • Karl Friedrich Anton Graf von Hohenthal (alleiniger Besitzer ab 1843),
  • Karl Friedrich Moritz Graf von Hohenthal (genannt 1875),
  • Karl Friedrich Adolf Georg Graf von Hohenthal (Besitzer 1927, Enteignung 1945),
  • landwirtschaftliche Fachschule, später Fachschule für Sozialpädagogik (nach 1945),
  • Außenstelle der Sächsischen Akademie für Lehrerfortbildung (bis 1998),
  • privatisiert (2012),
  • Johann Georg Gottlieb Schoch (Landschaftspark)

Touristische Wege

Durch Hohenprießnitz führen der Mulderadweg, der Muldewanderweg, der Lutherweg und die Anschlussroute Delitzsch – Hohenprießnitz.

Sehenswertes in Hohenprießnitz

Burg, Ev. Pfarrkirche, Gedenkstein Lothar Graf von Hohenthal, Gedenkstein von Hohenthal

Sonstige Informationen

Rittergut Hohenprießnitz, Gemeinde Zschepplin, Landkreis Nordsachsen,
Postleitzahl 04838

Bildergalerie Rittergut Hohenprießnitz

Quelle:
Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen II, Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz, Deutscher Kunstverlag München Berlin, 1998,
Manfred Wilde: Die Ritter- und Freigüter in Nordsachsen, C.A. Starke Verlag, Limburg, 1997
Lutz Heydieck: Landkreis Nordsachsen Historischer Führer, Sax-Verlag Beucha Markkleeberg, 2016

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