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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Christoph Adelung

Johann Christoph Adelung

Johann Christoph Adelung

Johann Christoph Adelung wurde am 8. August 1732 in Spantekow (bei Anklam, heute Mecklenburg-Vorpommern) geboren als Sohn des Pfarrers Johann Paul Adelung. Seine Mutter Regina Sophie war eine Tochter des Pfarrers im nahegelegenen Daberkow. Einer seiner Brüder, Wilhelm Friedrich Adelung, Justizrat in Stettin, betätigte sich als Sammler pommerscher Geschichte
Nach dem Besuch der Stadtschule in Anklam und des Gymnasiums in Klosterbergen studierte Adelung ab 1752 Evangelische Theologie an der Universität Halle (Saale) und war 1756 Mitbegründer der Freimaurerloge Philadelphia zu den drei goldenen Armen.

In Erfurt wurde Adelung 1758 Professor am Evangelischen Ratsgymnasium. Die Ernennung zum Sachsen-Gothaischen Rat 1762 nahm er nicht an. Ab 1765 lebte Johann Christoph Adelung in Leipzig. Hier arbeitete er als Übersetzer, Korrektor und Redakteur. Er redigierte ab 1769 die Leipziger Zeitungen, arbeitete an der Jenaer Allgemeinen Literatur-Zeitung und der Allgemeinen deutschen Bibliothek mit.

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In Leipzig veröffentlichte Adelung ab 1774 sein Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart und erlangte damit einen hohen Bekanntheitsgrad in der gelehrten Welt. Gothe, Schiller, Wieland u.a. nutzten nachweislich sein Werk. 1784 wurde Adelung Mitglied der Deutschen Gesellschaft in Mannheim, 1785 der Deutschen Gesellschaft in Leipzig, 1787 auswärtiges Mitglied der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften und 1793 Mitglied der Deutschen Gesellschaft in Königsberg.

Zwischen 1785 und 1789 gab Johann Christoph Adelung seine siebenbändige Geschichte der menschlichen Narrheit heraus und machte sich in ihr in aufklärerischer Weise über Aberglaube und Obskurantismus lustig. 1787 wurde Adelung zum Oberbibliothekar der Kurfürstlichen Bibliothek in Dresden berufen. Weiterhin übernahm Adelung 1793 die Aufgaben eines Bibliothekars in der Privatbibliothek des Kurfürsten Friedrich August III. von Sachsen. Adelung starb am 10. September 1806 in Dresden. Sein handschriftlicher Nachlass kam 1828 an die Dresdner öffentliche Bibliothek, später folgte auch seine Kartensammlung.

Johann Christoph Adelung hinterließ ebenfalls Genealogische Nachrichten und Stammtafeln, vier Gelegenheitsschriften von bürgerlichen Familien sowie eine Materialsammlung zur Geschichte weiterer Adelsfamilien.

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Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Christoph_Adelung

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 30. Jan 2022 17:29, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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