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Leipziger Persönlichkeiten – Otto Paul Burghardt

Otto Paul Burghardt

Otto Paul Burghardt

Otto Paul Burghardt wurde am 17. Januar 1875 in Leipzig geboren. Nach dem Abitur an der Höheren Bürgerschule in Leipzig studierte Burghardt den Technischen Lehranstalten der Stadt Leipzig und der Staatsbauschule. Zwei Jahre war er im Atelier der Leipziger Architekten Georg Weidenbach und Richard Tschammer tätig. Otto Paul Burghardt unternahm Studienreisen durch Deutschland, in die Schweiz, nach Frankreich, Italien, Österreich-Ungarn und in die Tschechoslowakei.

Seit dem 1. April 1904 war Burghardt als selbstständiger Architekt in Leipzig tätig. Für seine auf der Allgemeinen Bauausstellung 1909 in Leipzig ausgestellten Entwürfe erhielt er die Goldene Medaille.

Rathaus Geringswalde

Rathaus Geringswalde

Burghardts Bauten sind geprägt von einer modernen Bauweise, nehmen jedoch Bezug zu dem vor dem 1. Weltkrieg in Leipzig typischen Reformstil. Otto Paul Burghardt studierte die Leipziger Barockbauten. 1906 wurde er mit dem Umbau des Romanushauses beauftragt. Die durchgreifende Rekonstruktion wurde von den zeitgenössischen Kritikern gelobt.

Galopprennbahn Scheibenholz

Galopprennbahn Scheibenholz

Für die Galopprennbahn Scheibenholz entwarf Otto Paul Burghardt ein massives Tribünengebäude mit zwei markanten Türmen. Burghardts wohl markantester Bau in Leipzig ist das 1929 fertigestellte Europahaus am Augustusplatz. Sein Atelier hatte Otto Paul Burghardt in der Springerstraße 13. Otto Paul Burghardt starb am 29. Dezember 1959 in Oldenburg.

Zu seinen Entwürfen und Bauten gehören:

  • 1903: Wettbewerbsentwurf für das Rathaus in Geringswalde (prämiert),
  • 1904 bis 1905: „herrschaftliches“ Mehrfamilienwohnhaus für Carl Noack in Leipzig, Hardenbergstraße 18 / August-Bebel-Straße,
  • 1906: Mausoleum der Familien Herbst und Mechler in Leipzig, Südfriedhof, IV. Abteilung,
  • 1906 bis 1907: Rekonstruktion des Romanushauses, Katharinenstraße 23,
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  • villenähnliche Wohnhäuser in Gohlis, Springerstraße 11, 13 und 15,
  • 1907: Tribünenanlage mit Restaurant für die Leipziger Galopprennbahn Scheibenholz,
  • 1909: Villa Selter, Springerstraße 6,
  • 1909 bis 1910: Büro- und Geschäftshaus (Messehaus) „Gloecks Haus“, Brühl 52,
  • 1910: Wettbewerbsentwurf für ein Bismarck-Nationaldenkmal auf der Elisenhöhe bei Bingerbrück (nicht prämiert),
  • 1910 bis 1911: Villa für die Brüder Fritz und Hans von Philipp (Vorstandsmitglieder der Fritz Schulz jun. AG), Richard-Lehmann-Straße 19 (nur Portale und Einfriedung erhalten),
  • 1912: Geschäftshaus in Leipzig, Brühl 37/39 / Am Hallischen Tor (1968 abgebrochen),
  • 1912: Grabmal für Karl Wilhelm Hiersemann in Leipzig, Südfriedhof, VI. Abteilung,
  • 1913 bis 1914: Büro- und Geschäftshaus der Firma August Pick & Co. in Leipzig, Goerdelerring 5 (seit 1990 Sitz der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig),
  • 1919: Grabmal für Hugo Haschke in Leipzig, Südfriedhof, XIV. Abteilung, Wahlstelle 156 (in der Form eines Kirchenchors),
  • 1921: Gefallenendenkmal 1914–18 des Infanterie-Regiments Prinz Johann Georg (8. Sächsisches) Nr. 107 in Leipzig, Südfriedhof, XX. Abteilung, Wahlstelle 181,
  • 1922: Denkmal zu Ehren der Gefallenen 1914–18 des Sächsischen Infanterie-Regiments Nr. 183 auf den Südfriedhof in Leipzig,
  • 1928 bis 1929: Europahaus in Leipzig, Augustusplatz 7,
  • ohne Jahr: Grabmal Flemming auf dem Friedhof Leutzsch,

Mehr Leipziger Persönlichkeiten.

Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Paul_Burghardt

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 8. Feb 2022 19:24, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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