März 2023

Leipziger Persönlichkeiten – Thomaskantoren

Die auch als Gründungsurkunde der Thomasschule geltende am 20. März 1212 besiegelte Gründungsurkunde des Augustiner-Chorherrenstifts zu St. Thomas

Die auch als Gründungsurkunde der Thomasschule geltende am 20. März 1212 besiegelte Gründungsurkunde des Augustiner-Chorherrenstifts zu St. Thomas

1212 gründet Markgraf Dietrich von Meißen in Leipzig ein Augustinerchorherrenstift. Im selben jahr wird auch der Kirchenchor gegründet. Der Thomaskantor war mit dem Chor für die Kirchenmusik in den Hauptkirchen der Stadt Leipzig zuständig. Heute ist der Thomaskantor für die Durchführung der wöchentlichen Motetten und die musikalische Gestaltung der Gottesdienste in der Thomaskirche verantwortlich. Früher gehörte zu den Aufgaben des Thomaskantors auch der Unterricht an der Thomasschule. Viele Thomaskantoren erwarben Ansehen durch ihre Kompositionen. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Cäsar Pflugk

Grabplatte für Cäsar Pflugk im Neuen Augusteum in Leipzig

Grabplatte für Cäsar Pflugk im Neuen Augusteum in Leipzig

Cäsar Pflugk wurde 1458 geboren. Zur Unterscheidung von gleichen Namensträgern seiner Familie wird er auch „zu Eythra“ genannt Der älteste Sohn von Nickel Pflugk und seiner Frau Elisabeth, geborene von Schleinitz, studierte ab 1469 an der Universität Leipzig und später in Bologna.

1488 war Pflugk Richter am Oberhofgericht in Leipzig und begleitete 1493 den ernestinischen Kurfürsten Friedrich III. von Sachsen auf seiner Reise nach Palästina. Ab 1497 stand er in den Diensten der albertinischen Wettiner. Herzog Georg von Sachsen sandte ihn nach Königsberg zur Vorbereitung der Wahl von Herzog Friedrich von Sachsen zum Hochmeister des Deutschen Ordens.

1499 wurde Cäsar Pflugk Amtmann von Leipzig und 1502 albertinischer Hofrat. An der Leipziger Disputation 1519 zwischen Johannes Eck und den Vertretern der reformatorischen Bewegung, Martin Luther, Andreas Karlstadt und Philipp Melanchthon, war Cäsar Pflugk neben Kanzler Johann Kochel organisatorisch führend beteiligt und führte neben Kochel den Vorsitz des Streitgesprächs. weiterlesen »

Leipziger Persönlichkeiten – Petrus Mosellanus

Petrus Mosellanus

Petrus Mosellanus

Petrus Mosellanus wurde 1493 als Peter Schade in Bruttig an der Mosel geboren. Er studierte von 1509 bis 1511 an der Universität zu Köln. 1515 kam Mosellanus an die Universität Leipzig. 1517 übernahm Mosellanus als Professor den Lehrstuhl für griechische Sprache.

Zu seinen Schülern zählten u.a. Julius von Pflug, Georgius Agricola, Joachim Camerarius der Ältere und Christoph Hegendorf. Im August lernte Petrus Mosellanus den Wittenberger Theologen Philipp Melanchthon kennen und beide entwickelten eine tiefe Freundschaft, trotz unterschiedlicher theologischer Auffassungen.

1519 hielt Mosellanus die Eröffnungsrede zur Leipziger Disputation zwischen dem katholischen Theologen Johannes Eck und den Reformatoren um Martin Luther und Andreas Bodenstein von Karlstadt. Mosellanus´ Versuch, zwischen den Parteien zu vermitteln, scheiterte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Heinrich Stromer (von Auerbach)

Heinrich Stromer

Heinrich Stromer

Heinrich Stromer wurde 1482 in Auerbach in der Oberpfalz geboren. Die Familie Stromer ist seit Mitte des 14. Jahrhunderts in Auerbach nachweisbar und war verwandt mit sehr begüterten Familien der Oberpfalz und mit dem Nürnberger Patriziat.

Heinrich Stromer nahm 1497 sein Studium an der Universität Leipzig auf, erwarb 1501 den Magistertitel, wurde Professor der Philosophie und 1508 Rektor der Universität. 1511 erwarb Stromer den Doktortitel der Medizin, wurde 1516 Professor der Pathologie, 1523 Dekan der medizinischen Fakultät. Nach seinem Geburtsort wurde er in Leipzig Dr. Auerbach genannt.

1518 nahm Heinrich Stromer gemeinsam mit dem Ulrich von Hutten, den er bereits aus Leipzig kannte, am Reichstag zu Worms teil. Im Sommer 1519 war Stromer Zuhörer bei der Leipziger Disputation 1519 zwischen Martin Luther und Johannes Eck.

Stromer war der Leibarzt des Herzogs Georg von Sachsen, des Kurfürsten von Joachim I. von Brandenburg und des Kardinals, Kurfürsten und Erzbischofs Albrecht II. von Mainz.

Am 24. Januar 1519 heiratete Heinrich Stromer Anna Hummelshain, Tochter von Hans Hummelshain, einer der reichsten Bürger Leipzigs. Im gleichen Jahr kaufte Heinrich Stromer für 3.500 Gulden ein Grundstück an der Grimmaischen Straße mit einem Weinkeller. Stromer erwarb das angrenzende Grundstück zum neumarkt hinzu und ließ vVon 1530 bis 1538 Auerbachs Hof bauen, benannt nach seiner Geburtsstadt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Sebastian Fröschel

Sebastian Fröschel

Sebastian Fröschel

Sebastian Fröschel wurde am 24. Februar in Amberg/Oberpfalz geboren. Ab 1514 studierte Fröschel in Leipzig. Im Sommer 1519 war Sebastian Fröschel Augenzeuge der Leipziger Disputation zwischen Martin Luther und Dr. Johannes Eck. Dieses Ereignis war für den weiteren Lebensweg Fröschels prägend.

1521 erhielt Sebastian Fröschel die Priesterweihe, geriet wegen seiner reformationsfreundlichen Überzeugungen schnell in Konflikte. Im November 1522 ging Fröschel nach Wittenberg und bewegte sich im Umfeld von Martin Luther.

In seiner Schrift „Fortgesetzte Sammlung an alten und neuen theologischen Sachen“ berichtete Sebastian Fröschel von den Überlegungen, Entscheidungen und Vorgängen um Luthers Reform des Gottesdienstes, an denen auch Fröschel beteiligt war.

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Leipziger Persönlichkeiten – Martin Luther in Leipzig

Martin Luther, Gemälde von Lucas Cranach d.Ä.

Martin Luther, Gemälde von Lucas Cranach d.Ä.

Martin Luther wurde am 10. November 1483 in Eisleben als erster des Hüttenmeisters Hans Luder und seiner Frau Margarethe Lindemann geboren. In der Lateinschule in Mansfeld lernte er Grammatik und Logik, Rhetorik und Musik. Ab Frühjahr 1497 besuchte Martin Luther ca. ein Jahr lang die Domschule in Magdeburg.

1501 schrieb sich Martin Luther an der Universität Erfurt ein. Auf Wunsch seines Vaters studierte Luther 1505 in Erfurt Jura um in die gräfliche Verwaltung eintreten und das Familienunternehmen leiten zu können. Am 2. Juli 1505 wurde Martin Luther auf dem Rückweg von einem Elternbesuch in Mansfeld bei Stotternheim von einem schweren Unwetter überrascht. In Todesangst gelobte er der heiligen Anna, er wolle Mönch werden, wenn sie ihn rette. Am 17. Juli 1505 trat er in das Kloster der Augustiner-Eremiten in Erfurt ein.

Luther begann mit dem Studium der Theologie. Auf Empfehlung von Johann von Staupitz wurde Martin Luther von der deutschen Kongregation in München am 18. Oktober 1508 nach Wittenberg versetzt. Luther war an der Universität Wittenberg Dozent und Student. Er wurde zurückberufen, traf 1509 wieder in Erfurt ein, lehrte als Sententiar in Erfurt von 1510 bis 1511 und zog danach ganz nach Wittenberg.

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Leipziger Persönlichkeiten – Caspar Creuziger d.Ä.

Caspar Cruciger d.Ä.

Caspar Cruciger d.Ä.

Caspar Creuziger, auch Caspar Cruciger, wurde am 1, Januar 1504 in Leipzig geboren. Er studierte ab 1513 an der Universität Leipzig bei Caspar Borner und Petrus Mosellanus. Caspar Creuziger wohnte 1519 der Leipziger Disputation zwischen Dr. Martin Luther und Dr. Johannes Eck bei.

1521 zog Creuciger nach Wittenberg, studierte Theologie und beschäftigte sich mit Mathematik und Naturwissenschaften. Caspar Creuziger war mit Martin Luther und Philipp Melanchthon befreundet. 1525 war Caspar Creuziger Schuldirektor und Prediger in Magdeburg, 1533 Professor für Theologie in Wittenberg. Creuciger war an der Übersetzung der Bibel beteiligt und gehörte zu den Theologen, die von Herzog Heinrich von Sachsen zur Durchsetzung der Reformation bestimmt wurden. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, begab sich Caspar Creuziger nach Leipzig und leitete hier 1539 die Einführung der Reformation. Caspar Creuziger starb am 16. November 1548 in Wittenberg. Die Creuzigerstraße in Kleinzschocher ist nach ihm benannt.

Mehr Leipziger Persönlichkeiten.

Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Caspar_Cruciger_der_%C3%84ltere

Unser Leipzig – unsere Geschichte

Markgräfliches Schloss und Festung der Kurfürsten – die Anfänge der Pleißenburg

Die Pleißenburg 1615

Die Pleißenburg 1615

1212 gründet Markgraf Dietrich von Meißen in Leipzig ein Kloster, das spätere Thomaskloster. Das rief die Leipziger Bürger auf den Plan, die einen zu starken Einfluss der Kirche und des Landesherrn in ihrer Stadt fürchteten. Der Leipziger Rat beschließt 1217 – Leipzig wird freie Reichsstadt.

Das missfiel dem Landesherren, sah er doch seinen Einfluss in der Handelsstadt Leipzig in Gefahr. Markgraf und Stadt handeln einen Kompromiss aus. Dietrich hintergeht die Stadt und überfällt sie. Er soll die Stadtmauer abreißen haben und 1216 drei Burgen errichten lassen – die schon vorhandene Burg Leipzig ließ er ausbauen, an der Südwestecke der Stadt ließ er eine neue Burg bauen und eine dritte auf dem Gelände des späteren Dominikanerklosters, heute Standort der Universität Leipzig.

Die Burg an der Südwestecke der Stadt befand sich im Bereich des heutigen Burgplatzes/Schlossgasse/Ratsfreischulstraße. Im Markgräflichen Schloss fand 1519 die Leipziger Disputation statt. Martin Luther und Johannes Eck lieferten sich einen Streit um den wahren Glauben.

1546 verkauft Herzog Moritz von Sachsen das alte Schloss an die Stadt und beginnt südlich auf den Schlosswiesen mit einem Neubau einer Festung. Die alte Burg wurde nach und nach abgerissen. Über das Aussehen der mittelalterlichen Burg ist nichts bekannt. Erwähnt werden ein Zwinger und der Burggraben. Es gab auch einen Tiergarten. Mit der Errichtung der neuen Festung entstand auch der Name Pleißenburg. Im Schmalkaldischen Krieg wird die Burg 1547 beschossen und stark beschädigt. Die Kurfürsten Moritz und August von Sachsen bauen die Festung wieder auf. Zur Stadt war die Pleißenburg mit Mauer und Graben abgeschlossen.

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Bildquelle: Konrad Sturmhoefel: Illustrierte Geschichte der Sächsischen Lande und ihrer Herrscher (Band II: Illustrierte Geschichte des Albertinischen Sachsen, 1. Abteilung: Von 1500 bis 1815). Verlag von Hübel & Denck, Leipzig, Oktober 1908, zwischen S. 256 und 257.

Denkmal für die Leipziger Disputation 1519 Leipzig (Stadt Leipzig)

Denkmal für die Leipziger Disputation 1519 Leipzig

Leipzig ist eine kreisfreie Großstadt im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Leipzig liegt an der Weißen Elster, der Pleiße und der Parthe. Das Denkmal für die Leipziger Disputation 1519 befindet sich in der Hugo-Licht-Straße in Leipzig. weiterlesen »

Statuen Leipziger Disputation in Leipzig (Stadt Leipzig)

Statuen Leipziger Disputation in Leipzig

Leipzig ist eine kreisfreie Großstadt im Nordwesten des Freistaats Sachsen. Leipzig liegt an der Weißen Elster, der Pleiße und der Parthe. Die Statuen Leipziger Disputation in Leipzig befinden sich am Burgplatz in Leipzig am Petersborgen. weiterlesen »

500 Jahre Leipziger Disputation – Veranstaltungen im Jubiläumsjahr

Lutherdenkmal am Leipziger Johannisplatz (1943 eingeschmolzen)

Es lässt sich im Rückblick schwer sagen, ob die Reformation anders verlaufen wäre, wenn es Leipzig, die Leipziger Disputation und die Leipziger Verleger nicht gegeben hätte. Im Juni 1519 entbrannte auf der Pleißenburg in Leipzig ein Streit, der als „Leipziger Disputation“ in die Geschichte einging.

Vor Publikum disputierten Martin Luther und Johannes Eck – Luther gegen die Institution Kirche und das Papsttum, Eck gegen den Ketzer Luther. Einen Sieger gab es nicht – jede Seite sah sich selbst als Sieger. Die Leipziger Verleger druckten die Akten der Disputation und sie druckten Luthers 95 Thesen – gegen Androhung von Strafe – und verhalfen so Luthers Lehre zu deutschlandweiter Verbreitung.

Zum 500. Jubiläum der Leipziger Disputation finden vom 5. April bis zum 25. Juni 2019 in Leipzig viele Veranstaltungen statt, die an das historische Ereignis erinnern.

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe lädt der Verein Forum Reformation e.V. vom 5. bis 7. April 2019 zu einer Wochenendtagung in das Paulinum der Universität Leipzig ein. Das zentrale Thema „Streiten lernen mit Luther“ wird sowohl die demokratische Streitkultur unter den heutigen Herausforderungen als auch die Reformationsgeschichte im gegenwärtigen Kontext untersuchen. Kirchenhistoriker Armin Kohnle hält am 5. April einen Vortrag. Am Folgetag sprechen u.a. Eugen Drewermann, Dorothea Sattler und Friedrich Schorlemmer über aktuelle Kontroversen zwischen katholischer und evangelischer Kirche. Der Abend steht im Zeichen des Jazz. Am 7. April wird der Göttinger Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann zum bevorstehenden Jubiläum der Leipziger Disputation sprechen. Wer sich für die Teilnahme an dem dreitägigen Kongress interessiert, kann sich online anmelden. Der Tagungsbeitrag beträgt 69 Euro (inkl. Getränke und Zugang zu allen Veranstaltungen). Wer nur die Veranstaltung am Samstag von 9 bis 18.30 Uhr besuchen möchte, zahlt zehn Euro. Weitere Informationen: www.forumreformation.de/leipzig-2019/

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500 Jahre Reformation – wo Luther wohnte, trank und speiste ….

… und was die Häuser der Stadt Leipzig noch zu erzählen haben

Das Neue Rathaus - Standort der Pleißenburg

Das Neue Rathaus – Standort der Pleißenburg

Viele Gebäude, in denen Martin Luther lebte, speiste und wirkte, sind in Leipzig nicht erhalten geblieben. Es wurde viel und oft abgerissen in der Messestadt. Doch Luthers Spuren lassen sich auch heute noch in Leipzig finden.

In der Hainstraße, Hausnummer 16 bis 18, steht heute das Hotel de Pologne, ein stattlicher Bau aus dem 19. Jahrhundert. Eine Gedenktafel erinnert an einen der Vorgängerbauten, das Haus des Buchdruckers Melchior Lotter. Hier wohnten Martin Luther und seine Begleiter während der Leipziger Disputation.

Willkommen waren Luther und sein Gefolge in Leipzig nicht, jedenfalls nicht beim Klerus, dem Rat und der Universität. Sie wollten den Ketzer, den Aufwiegler und Störenfried nicht. Das Machtwort der Landesherren entschied – das Streitgespräch findet in Leipzig auf der Festung Pleißenburg statt. Basta!

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500 Jahre Reformation – ohne Leipzig (vielleicht) keine Reformation

Die Leipziger Disputation 1519

Die Leipziger Disputation 1519

Am 24. Juni 1519, passierten zwei Wagen das Grimmaische Tor an der östlichen Stadtmauer von Leipzig. Nichts Ungewöhnliches in einer Handelsstadt, die fast 20 Jahre zuvor zur Reichsmessestadt aufgestiegen war. Ungewöhnlich jedoch war, dass diese Wagen von etwa 200 mit Äxten und Spießen bewaffneten Studenten begleitet wurden. Der eigentümliche Zug war aus Wittenberg gekommen. Angetreten zur Kirchenschlacht – so wurde die Leipziger Disputation auch genannt.

Herzog Georg der Bärtige von Sachsen, Landesvater des albertinischen Teils Sachsens – ein erklärter Gegner Luthers und seiner Lehre – hatte Dr. Martin Luther, Dr. Philipp Melanchthon und Dr. Andreas Bodenstein von Karlstadt zwar freies Geleit zugesichert – aber man wusste ja nicht, ob der Herzog sein Wort hält, also sorgte man selbst für die eigene Sicherheit.

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