November 2022

Leipziger Persönlichkeiten – Julius Motteler

Julius Motteler

Julius Motteler

Julius Motteler wurde am 18. Juni 1838 in Esslingen am Neckar geboren. Nach seiner Schulzeit in Esslingen lernte er Tuchmacher, Buckskinweber und Kaufmann und arbeitete zunächst als Buchhalter und Werkführer in Augsburg. 1859 bis 1867 war Motteler Buchhalter und Disponent bei der „Vigonespinnerei Wolf & Kirsten“ in Crimmitschau.

1860 trat Julius Motteler dem liberalen Deutschen Nationalverein bei und war 1863 an der Gründung eines Arbeiterbildungsvereins in Crimmitschau beteiligt. Die Gründung löste eine Bewegung in ganz Deutschland aus. Im 1863 gegründeten Verband Deutscher Arbeitervereine betrieb Motteler die Trennung von der liberalen „Bourgeoisie“. Er trat für das von Karl Marx ausgearbeitete Programm der Ersten Internationale als programmatische Grundlage ein. 1866 war Julius Motteler Mitbegründer der Sächsischen Volkspartei, 1867 war er Mitgründer des Crimmitschauer Republikanischen Volksvereins. Motteler war maßgeblich an der Entsendung von Arbeitervertretern in den Reichstag des Norddeutschen Bundes beteiligt. 1869 nahm Julius Motteler zusammen mit August Bebel an der Gründung der SDAP in Eisenach teil und gründete kurz danach eine Ortsgruppe in Crimmitschau.

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Leipziger Persönlichkeiten – Heinrich Stromer (von Auerbach)

Heinrich Stromer

Heinrich Stromer

Heinrich Stromer wurde 1482 in Auerbach in der Oberpfalz geboren. Die Familie Stromer, die seit Mitte des 14. Jahrhunderts in Auerbach nachweisbar ist, war verwandt mit sehr begüterten Familien der Oberpfalz und mit dem Nürnberger Patriziat.

Heinrich Stromer studierte ab 1497 an der Universität Leipzig, erwarb 1501 den Magistertitel, wurde Professor der Philosophie und 1508 Rektor der Universität. 1511 erwarb Stromer den Doktortitel der Medizin, wurde 1516 Professor der Pathologie, 1523 Dekan der medizinischen Fakultät. Nach seinem Herkunftsort wurde er in Leipzig Dr. Auerbach genannt.

Am 24.Januar 1519 heiratete Heinrich Stromer Anna Hummelshain, Tochter von Hans Hummelshain, einer der reichsten Bürger Leipzigs. Im gleichen Jahr kaufte Heinrich Stromer für 3.500 Gulden ein Grundstück an der Grimmaischen Straße mit einem Weinkeller. Von 1530 bis 1538 ließ er Auerbachs Hof bauen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Joachim Kammermeister (Joachim Camerarius d.Ä.)

Joachim Kammermeister (Joachim Camerarius d.Ä.)

Joachim Kammermeister (Joachim Camerarius d.Ä.)

Joachim Camerarius der Ältere, auch Joachim Kammermeister, wurde am 12. April 1500 in Bamberg geboren. Der Sohn eines bischöflichen Erbkämmerers und Ratsherrn besuchte die Schule in Bamberg und bekam ab 1512 in Leipzig Unterricht bei dem Humanisten Georg Helt. Vorfahren von Kammermeister übten das Amt des Magister camerae der Fürstbischöfe von Bamberg aus, nannten sie daher Kammermeister, latinisiert zu Camerarius.

Joachim Camerarius studierte an der Universität Leipzig bei Petrus Mosellanus. Ab 1518 studierte Joachim Kammermeister an der Universität Erfurt und setzte sein Studium 1521 an der Universität Wittenberg fort. In Wittenberg schloss er Freundschaft mit Philipp Melanchthon. 1522 erhielt Camerarius die Professur für Zoologie, 1525 übernahm er die Professur für Griechische Sprache und Literatur und auf Melanchthons Empfehlung wurde er 1526 Lehrer für Griechisch und Latein an dem neu gegründeten Ägidiengymnasium in Nürnberg.

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Leipziger Persönlichkeiten – Hieronymus Walter

Der Erker in Barthels Hof in Leipzig

Der Erker in Barthels Hof in Leipzig

Das Geburtsdatum von Hieronymus Walter ist nicht bekannt. Ab 1498 war Hieronymus Walter Faktor des Augsburger Bank- und Handelshauses Welser und wirkte aktiv im Bergbau.

1528 schickte Walter Bergleute nach Haiti und Venezuela mit geringem Erfolg. Ab 1514 war Hieronymus Walter Ratsherr in Leipzig und Wortführer der Katholiken. 1518 setzte Hieronymus Walter eine neue Waageordnung durch u.a. mit der Aufhebung des Rechts der freien Ausfuhr unverkaufter Waren. 1523 ließ Walter das Haus Zur Goldenen Schlange als ersten Renaissancebau in Leipzig errichten (heute Barthels Hof). Hieronymus Walter starb 1536 in Leipzig.

Mehr Leipziger Persönlichkeiten

Unser Leipzig – unsere Geschichte

Eine Stadt am Kreuzungspunkt wichtiger Handelsstraßen

Erinnerungstafel Leipzig im Schnittpunkt alter Handelsstraßen Leipzig

Erinnerungstafel Leipzig im Schnittpunkt alter Handelsstraßen Leipzig

An der Nordostecke des Marktplatzes in Leipzig ist im Pflaster eine Bronzetafel eingelassen. „Leipzig im Schnittpunkt alter Handelsstraßen“ ist dort zu lesen, dazu ein dazu Erläuterungstext, die Karte von Europa mit dem Verlauf der Handelsstraßen, der Stadtgrundriss von Leipzig, Merkur – der Gott der Händler und Kaufleute und eine Windrose. Man muss genau hinschauen, um die Tafel zu sehen, doch sie beschreibt das, was Leipzig zu einer der wichtigsten Handels- und Messestädte Europas machte.

In Leipzig kreuzten sich zwei Handelsstraßen – die Via Regia und die Via Imperii.

Die Via Regia – Königliche Straße oder Königlicher Weg, auch Hohe Straße genannt – war bis in die frühe Neuzeit eine wichtige von West nach Ost verlaufende Handels- und Militärroute in Europa. Sie war mehr – ein ganzes Netz von Straßen, die die Iberische Halbinsel, Frankreich, die Nordseeküste und das Rheinland mit Mitteldeutschland verband und weiter nach Osten über Schlesien nach Moskau und Kiew führte.

Via Regia ist kein Straßenname. Via Regia ist ein rechtlicher Status. Alle Straßen, die diesen oder ähnliche Namen führten, waren Handelswege, die unter dem Schutz des Königs standen. Für sie bestand besonderer Friedensschutz.

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Evangelisches Jugendbildungsprojekt „Wintergrüne“ Torgau

Die Aktivitäten des Evangelischen Jugendbildungsprojektes Wintergrüne im Rahmen der Reformationsdekade

Superintendentur Torgau

Superintendentur Torgau

Das Gebäude der Historischen Superintendentur in der Wintergrüne 2 selbst vermittelt Geschichte. Im Gebäude der ehemaligen Superintendentur wird das Erbe der Reformation und der Renaissance direkt erlebbar. Eine Gedenktafel über dem Eingang verweist darauf, dass im März 1530 Martin Luther, Philipp Melanchthon, Justus Jonas und Johannes Bugenhagen hier in Vorbereitung auf den Augsburger Reichstag die Torgauer Artikel vollendeten.

Die Aktionen in diesem Haus transportieren dieses Erbe anschaulich in die Lebenswelt von heute:

Auf Luthers Spuren weitergehen: „Wurzeln und Flügel“ finden

Neue Wege geht die Evangelische Kirche seit 2004 mit der bundesweit einzigartigen Ausstellung „Wurzeln und Flügel“. Die multimediale Ausstellung „Wurzeln und Flügel“ stellt die Thematiken Werte und Sinn anschaulich und unterhaltsam, dabei tiefgründig und nachhaltig dar.
Es wird ein neues Herangehen an die Fragen des Lebens provoziert, ohne Antworten vorzugeben. Der Gang durch die Räume ist ein Angebot, sich aktiv und kritisch mit Perspektiven des Lebens auseinander zu setzen.
Von einem Besucher wurde die Ausstellung beispielsweise als das „überzeugendste Konzept der Wertevermittlung“ bezeichnet. Workshops und Projekttage auf Anfrage.

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