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Leipziger Persönlichkeiten – Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessing, Kunstsammlung der Universität Leipzig

Gotthold Ephraim Lessing, Kunstsammlung der Universität Leipzig

Gotthold Ephraim Lessing wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz geboren. Sein Vater, Johann Gottfried Lessing, war ein Vertreter der lutherischen Orthodoxie. In der Familie Lessing bestimmten vor allem die Bibel, der Glaube und die Sorge um das materielle „tägliche Brot“ das Gespräch beim Essen.

Gotthold Ephraim Lessings erhielt zunächst Unterricht bei seinem Vater. Im Alter von fünf Jahren war Lessing in der Lage, die Bibel und den von seinem Vater formulierten Katechismus zu lesen. Anschließend bekam Lessing einen Privatlehrer. Während des Besuchs der öffentlichen Lateinschule zeigte sich schnell, dass Lessing für sein Alter eine rasche Auffassungsgabe besaß und ein kluges Kind war. Der Unterricht genügte der intellektuellen Fähigkeiten des Schülers genügte und Lessings Vater reichte 1737 beim Kurfürsten ein Gesuch ein, den Sohn Gotthold Ephraim als in der Fürstenschule St. Afra in Meißen aufzunehmen. Gotthold Ephraim Lessing bestand die Aufnahmeprüfung 1741 hervorragend.

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Die Familie von Carlowitz gab Lessing ein Stipendium und er wechselte am 22. Juni 1741 an die Fürstenschule in Meißen. Erste schriftstellerische Versuche Lessings reichen in diese Zeit zurück. 1746 wurde Lessing wegen seiner ausgezeichneten Leistungen vorzeitig entlassen.

Das Haus "Große Feuerkugel" in Leipzig 1722

Das Haus „Große Feuerkugel“ in Leipzig 1722

Gotthold Ephraim Lessing ging 1746 zum Studium an die Universität Leipzig und studierte zunächst nach dem Wunsch des Vaters Theologie. Sein Interesse schwand schnell und Lessing beschäftigte sich, zum Kummer seiner Eltern, mit Poesie und Theater.

Das von Gotthold Ephraim Lessing 1747 fertiggestellte Stück „Der junge Gelehrte“ wurde 1748 von Friedrike Caroline Neuber in Leipzig uraufgeführt.

1748 wechselte Lessing zum Medizinstudium und begab sich zu weiteren Studien an die Universität Wittenberg. Nach einer überstandenen Krankheit ging Lessing im November 1748 nach Berlin. In Berlin rezensierte er die Berlinerische Privilegierte Zeitung (die spätere Vossische Zeitung), wurde 1750 Mitarbeiter bei den Critischen Nachrichten aus dem Reiche der Gelehrsamkeit und begegnete unter anderem 1750 Voltaire.

Gotthold Epharim Lessing auf einer Briefmarke der Deutschen Post der DDR, 1954

Gotthold Epharim Lessing auf einer Briefmarke der Deutschen Post der DDR, 1954

Ab 1751 konzentrierte sich Gotthold Ephraim Lessing weiter auf sein Studium in Wittenberg. Im Oktober 1755 kehrte Lessing nach Leipzig zurück, wohnte in Wincklers Haus (Große Feuerkugel, Neumarkt) und plante eine auf mehrere Jahre angelegte Bildungsreise durch die Niederlande, England und Frankreich als Begleiter des Leipziger Kaufmannssohns Christian Gottfried Winckler, die beide jedoch wegen des Siebenjährigen Krieges bereits in Amsterdam abbrechen mussten.

1758 ging Lessing erneut nach Berlin, von 1760 bis 1765 war er in Breslau als Sekretär beim General Tauentzien beschäftigt und kehrte 1765 nach Berlin zurück. 1767 ging Gotthold Ephraim Lessing für drei Jahre als Dramaturg und Berater an das Hamburger Nationaltheater. In Hamburg wurde Lessings Stück „Minna von Barnhelm“ aufgeführt.

Gotthold Ephraim Lessing starb am 15. Februar 1781 in Braunschweig.

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Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/63/Gotthold_Ephraim_Lessing_Kunstsammlung_Uni_Leipzig.jpg;
https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Feuerkugel_(Leipzig)#/media/Datei:Leipzig_Feuerkugel_1722.jpg

Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 19. Aug 2022 16:51, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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