Persönlichkeiten

Leipziger Persönlichkeiten – Max Alfred Brumme

Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs der Peterskirchgemeinde in Leipzig

Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs der Peterskirchgemeinde in Leipzig

Max Alfred Brumme wurde am 19. Februar 1891 in Leipzig geboren. Der Sohn eines Buchbinders lernte den Beruf des Steinmetz und studierte Malerei und Bildhauerei an der Akademie für Bildende Künste in Dresden bei Karl Groß und Georg Wrba, anschließend setzte er seine Ausbildung zum Bildhauer bei Adolf Lehnert in Leipzig fort.

Seine Erlebnisse im 1. Weltkrieg versuchte Brumme in expressionistischen Grafiken und in literarischer Form zu verarbeiten.

Max Alfred Brumme unterrichtete an verschiedenen Kunstschulen und wurde 1927 freischaffender Künstler. In seinen Plastiken und Glasmalereien dominieren religiöse Themen. Brumme schuf zahlreiche Büsten, gestaltete Innenräume von Kirchen, Gefallenendenkmale und Grabmäler. In den 1930er Jahren bewohnte Max Alfred Brumme das Atelier von Will Howard in der Pölitzstraße 6 in Gohlis.

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Plastik am Portal des ehemaligen Zoologischen Instituts der Universität Leipzig

Plastik am Portal des ehemaligen Zoologischen Instituts der Universität Leipzig

Zwischen 1939 und 1945 schuf Max Alfred Brumme zahlreiche Monumentalbronzen, mit denen er auf allen großen deutschen Kunstausstellungen vertreten war. Nach Ende des 2. Weltkriegs absolvierte Brumme eine Lehramtsprüfung und wurde Lehrer an der Leipziger Kunstgewerbeschule. 1962 erwarb Brumme an der Ostwand des Friedhofs in Gohlis eine Grabstätte, die er mit einem selbst entworfenen Pietà-Relief von der Hand seines Schülers Hans-Joachim Förster ausstatten ließ.

Nach dem Tod seiner Frau ging Brumme 1965 nach Braunschweig, wo seine Kinder lebten. Max Alfred Brumme starb am 10. Juni 1968 in Braunschweig. Seine Asche wurde auf dem Friedhof in Gohlis bestattet.

Zu den Werken, die Max Alfred Brumme in Leipzig geschaffen hat, zählen:

  • die künstlerische Ausgestaltung der Versöhnungskirche in Gohlis mit einer vier Meter hohen Christusstatue, einem Altarkruzifix, Entwürfen für das liturgische Gerät und das den Krieg anklagende Triptychon, das er nach Ende des 2. Weltkriegs schuf,
  • Plastik am Portal des ehemaligen Zoologischen Instituts der Universität Leipzig

    Plastik am Portal des ehemaligen Zoologischen Instituts der Universität Leipzig

  • Gefallenendenkmal am Portal der Peterskirche,
  • Bahnpostamt Rohrteichstraße, Relief, 1935,
  • Seelöwen- und Bärengruppe, Plastiken am Portal des ehemaligen Zoologischen Instituts der Universität Leipzig, Talstraße,
  • Ausgestaltung der Friedhofskapelle Connewitz,
  • Ausgestaltung der Friedhofskapelle Lindenau,
  • Ausgestaltung des Weißen Saales in der Kongresshalle am Zoo,
  • Südfriedhof, Grabmal Herrmann, III. Abt.,
  • Südfriedhof, Grabmal Gnant, XII. Abt.,
  • Südfriedhof, Grabmal Eugen Mogk, II. Abt.,
  • Südfriedhof, Grabmal Anton Käppler, X. Abt.,
  • Südfriedhof, Grabmal Oswald Fiedler, V. Abt.,
  • Hermann-Schulze-Delitzsch-Denkmal Delitzsch

    Hermann-Schulze-Delitzsch-Denkmal Delitzsch

  • Südfriedhof, Grabmal Herrmann Ahlswede, XI. Abt.,
  • Südfriedhof, Grabmal Kaps, letzte größere Arbeit des Künstlers,
  • Buntglasfenster Paul-Gerhardt-Kirche Connewitz,
  • Buntglasfenster Friedenskirche Gohlis,
  • Kirche Göbschelwitz, Altarbild und Buntglasfenster,
  • Regimentsdenkmal 1914–1918 des (Reserve)-Infanterie-Regiments No. 473,
  • Böhlitz-Ehrenberg – Interieur des Betsaales im Gemeindehaus,
  • Portraitbüste von Adolf Hitler für das Neue Rathaus (nicht erhalten),

Außerhalb Leipzigs schuf Max Alfred Brumme u.a. folgende Werke:

    Gedenktafel für Martin Rinckart Eilenburg

    Gedenktafel für Martin Rinckart Eilenburg

  • Borna – Figur Soldat und Arbeiter, vor ehem. Hauptwache Panzerabwehr,
  • Delitzsch – Brunnenanlage Genesung, im Stadtpark,
  • Delitzsch- Statue von Hermann Schulze-Delitzsch, 1950,
  • Schkeuditz – Gefallenendenkmal,
  • Zwickau: Robert-Schumann-Büste, Bronze, Robert-Schumann-Haus,
  • Großenhain – Husarendenkmal für das ehemalige 1. Husaren-Regiment „König Albert“; Einweihung am 27. Mai 1934, 1948 entfernt,
  • Eilenburg – Relief zum Gedenken an Martin Rinckart an der Nikolaikirche (1936),
  • Bad Köstritz – Büste von Heinrich Schütz am Heinrich-Schütz-Denkmal, 1936,
  • Regis-Breitingen, Ausstattung der Kirche in Regis (1957 bis 1958),

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Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005

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Autor: Mirko Seidel am 23. Feb 2022 14:29, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,


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