August 2022

Leipziger Persönlichkeiten – Johann Gottfried Körner

Johann Gottfried Körner

Johann Gottfried Körner

Johann Gottfried Körner wurde am 16. September 1726 in Weimar geboren. Der Sohn des Geistlichen an der St.-Peter-und-Paul-Kirche in Weimar besuchte das Gymnasium in Weimar und studierte ab 1743 an der Universität Leipzig. 1748 wurde Körner Vesperprediger an der Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig, 1749 Kachet, 1752 Subdiakon der Thomaskirche und am 1. Januar 1756 Subdiakon der Nikolaikirche.

1761 trat Johann Gottfried Körner das Amt des Diakons an der Nikolaikirche an, 1775 das Amt des Archidiakon an der Thomaskirche. 1776 wurde Körner erster Pastor an der Thomaskirche, Superintendent, ordentlicher Professor der Theologie an der Leipziger Hochschule und Beisitzer im Leipziger Konsistorium. 1782 erlangte Johann Gottfried Körner die Domherrenwürde des Hochstifts in Meißen. Er war der Vater des Juristen Christian Gottfried Körner.

Johann Gottfried Körner starb am 4. Januar 1785 in Leipzig.

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Leipziger Persönlichkeiten – Adolf von Kröner

Adolf von Kröner

Adolf von Kröner

Gustav Adolf Kröner, seit 1905 von Kröner, wurde am 26. Mai 1836 in Stuttgart geboren. Kröner besuchte das Gymnasium in Stuttgart, ging 1853 zum Studium nach Paris mit dem Wunsch, Opernsänger zu werden. Aus finanziellen Gründen brach er das Gesangsstudium ab und kehrte nach Stuttgart zurück. Adolf Kröner ging nach Leipzig und Weimar, um das Studium der Schauspielerei aufzunehmen, brach dieses ebenfalls ab und entschied sich schlussendlich für die Ausbildung zum Buchhändler.

1855 begann Kröner seine Ausbildung in einer Buchhandlung in Stuttgart, wechselte nach Cannstatt und nahm anschließend eine Anstellung als Buchhändlergehilfe in München an.

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Leipziger Persönlichkeiten – Heinrich Gottfried Koch

Heinrich Gottfried Koch

Heinrich Gottfried Koch

Heinrich Gottfried Koch wurde am 9. Januar 1703 in Gera geboren. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig lernte er 1728 Friederike Caroline Neuber kennen und schloss sich ihrer Theatergruppe an. Koch brillierte er nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Dekorationsmaler und Theaterdichter und wurde auch von Gotthold Ephraim Lessing hochgeschätzt.

1748 verließ Heinrich Gottfried Koch die Neubersche Truppe und ging nach Wien. 1749 kehrte er nach Leipzig zurück, gründete er eine eigene Theatertruppe, die Kochsche Truppe. Die Veränderungen in der Theaterwelt und auch die sich wandelnden Vorlieben des Publikums brachten es mit sich, dass Koch 1752 in Leipzig die erste komische Operette „Die verwandelten Weiber oder „Der Teufel ist los“ von Christian Felix Weiße vor einem begeisterten Publikum aufführte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Ernst Keil

Ernst Keil

Ernst Keil

Ernst Keil wurde am 6. Dezember 1816 in Langensalza geboren. In Weimar lernte Keil den Beruf des Buchhändlers, trat 1837 als Gehilfe in die Weygandsche Buchhandlung zu Leipzig ein und wandte sich bald auch dem Journalismus zu. 1838 übernahm Ernst Keil die Redaktion des Journals „Unser Planet“ (später Wandelstern), das unter seiner Leitung eines der am meisten gelesenen Blätter der damaligen Zeit wurde.

1845 gründete Keil ein eigenes buchhändlerisches Geschäft in Leipzig und rief das Monatsblatt „Der Leuchtthurm“ ins Leben, das er auch selbst redigierte. „Der Leuchtthurm“ hatte eine große Bedeutung für den Journalismus im Revolutionsjahr 1848. Unterstützt von angesehenen Vertretern der liberalen Bewegung, wie Robert Blum, war das Blatt der erste volkstümliche Ausdruck des erwachten Befreiungsdranges auf politischem und religiösem Gebiet.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Gottfried Seume

Johann Gottfried Seume

Johann Gottfried Seume

Johann Gottfried Seume wurde am 29. Januar 1763 in Poserna geboren. Der Sohn eines Landwirts besuchte die Dorfschule und die Lateinschule in Borna. Von 1776 bis 1777 war Seume Schüler an der Nikolaischule in Leipzig.

Johann Gottfried Seume studierte 1780/81 an der Universität Leipzig Theologie. 1781 wurde Seume auf dem nach Paris von hessischen Soldatenwerbern ergriffen und zum Dienst in der Armee gezwungen. Der Landgraf von Hessen-Kassel schickt ihn nach England in den Kampf im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Im August 1782 traf Seume bei Halifax in Kanada ein, es gab jedoch keine Kampfhandlungen mehr. Seumes Bewunderung für die natürliche Ungezwungenheit der Einwohner schlug sich in seinem oft zitierten Gedicht „Der Wilde“ nieder – „Ein Kanadier, der Europens übertünchte Höflichkeit nicht kannte…“.

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Leipziger Persönlichkeiten – Joseph Joachim

Joseph Joachim

Joseph Joachim

Joseph Georg Maria Joachim wurde am 28. Juni 1831 im ehemals ungarischen Kittsee bei Preßburg als siebentes Kind des jüdischen Wollhändlers Julius Joachim und Fanny Figdor geboren. 1833 zog die Familie nach Pest.

Joachims Talent wurde früh entdeckt und gefördert. Bereits mit sieben Jahren trat Joseph Joachim als Geigensolist auf. Felix Mendelssohn Bartholdy förderte den talentierten Joachim früh.

Ab 1838 nahm Joseph Joachim in Wien Privatunterricht bei Joseph Böhm und setzte seine Ausbildung 1843 bis 1849 am Leipziger Konservatorium fort. 1844 brachte Joachim Ludwig van Beethovens jahrzehntelang vergessenes Violinkonzert D-Dur op. 61 in London unter Mendelssohns Leitung zur Neuaufführung.

Von 1848 bis 1850 war Joseph Joachim Mitglied des Leipziger Gewandhausorchesters. Nach dem Tod von Felix Mendelssohn-Bartholdy 1847 reiste Joseph Joachim zu Franz Liszt nach Weimar, der ihm zum Komponieren ermutigte.

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Leipziger Persönlichkeiten – Anna Katharina Schönkopf

Anna Katharina Schönkopf

Anna Katharina Schönkopf

Anna Katharina Schönkopf, auch „Käthchen“ und „Annette“ genannt, wurde am 22. August 1746 in Leipzig geboren. Ihre Eltern, der Zinngießer und Weinhändler Christian Gottlieb Schönkopf und dessen Frau Katharina Sibylla, geb. Hauck, betrieben einen Gasthof am Brühl in Leipzig, in dem Johann Wolfgang Goethe als Student in Leipzig öfters zu Gast war und seinen Mittagstisch einnahm.

Goethe lernte die Wirtstochter kennen und verliebte sich in sie. In seiner Autobiografie beschreibt Goethe sie als eine kleine Heilige sowie als jung, hübsch, munter, liebevoll, sittsam und wert, geehrt zu werden. Anna Katharina war drei Jahre älter als Goethe und vielleicht auch etwas reifer als der ungestüme Student. Anfangs war Anna Katharina wohl eher reserviert und zurückhaltend. Hinzu kamen Standesunterschiede zwischen dem Sohn eines promovierten Juristen und Kaiserlichen Rats und der Tochter eines Zinngießers. Das war wohl auch Goethe bewusst.

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Leipziger Persönlichkeiten – Corona Schröter

Corona Schröter

Corona Schröter

Corona Elisabeth Wilhelmine Schröter wurde am 14. Januar 1751 in Guben geboren. Ihr Vater, Johann Friedrich Schröter, war Oboist im Graf Brühlschen Regiment. Nachdem die Familie nach Leipzig gezogen war, wurde Corona Schröter von Johann Adam Hiller zur Sängerin ausgebildet. In Leipzig lernte sie Johann Wolfgang Goethe kennen, der sogleich von ihr beeindruckt war.

Im Oktober 1776 wurde sie auf Vorschlag Goethes als Hofvokalistin und Kammersängerin nach Weimar verpflichtet und wurde der Mittelpunkt von Goethes Liebhabertheater, da sie auch schauspielerisch begabt war. Schröter war u.a. die erste Darstellerin der Iphigenie. In Goethes Singspiel „Die Fischerin“, das 1782 in Tiefurt uraufgeführt wurde, spielte Corona Schröter die Hauptrolle. Corona Schröter vertonte in dem Stück für ihren Gesang angelegte Lieder, dabei zum Beispiel die Ballade vom Erlkönig, die erste Vertonung dieses Gedichts überhaupt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Schiller

Friedrich Schiller

Friedrich Schiller

Friedrich Schiller wurde am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren. Er war der einzige Sohn eines auch als Wundarzt tätigen württembergischen Offiziers und wuchs mit seinen fünf Schwestern in Schwäbisch Gmünd, Lorch und Ludwigsburg auf. In Ludwigsburg besuchte Schiller die Lateinschule und begann nach viermaligem Bestehen des Evangelischen Landesexamens 1773 das Studium der Rechtswissenschaften auf der Karlsschule. 1776 wechselte Friedrich Schiller zum Medizinstudium. Sein Theaterdebüt gab Friedrich Schiller 1782 mit dem Schauspiel „Die Räuber“ und erlangte einen grandiosen Erfolg.

Bei seinem Landesherren Herzog Karl Eugen fiel Schiller in Ungnade und floh nach Thüringen. 1783 begann Schiller mit den ersten Arbeiten zum „Don Karlos“. Friedrich Schiller war dann Theaterdichter am Nationaltheater Mannheim. Als diese Stelle ausgelaufen war reiste Schiller im April 1785 nach Leipzig zu seinem Freund und Förderer Christian Gottfried Körner, der Schiller aus der wirtschaftlichen Notlage half. Körner gab von 1812 bis 1816 eine Gesamtausgabe von Schillers Werken heraus.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Wolfgang Goethe in Leipzig

Johann Wolfgang Goethe als Fünfzehnjähriger

Johann Wolfgang Goethe als Fünfzehnjähriger

Johann Wolfgang Goethe, ab 1782 von Goethe, wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren. Der Sohn aus einer angesehenen bürgerlichen Familie und seine Schwester Cornelia erfuhren eine aufwendige Ausbildung durch Hauslehrer. 1765 kam Goethe als sechszehnjähriger auf Wunsch seines Vaters als Jurastudent nach Leipzig.

Goethe kam früh in Kontakt mit Literatur durch die Gutenachtgeschichten seiner Mutter und mit der Bibellektüre in seiner frommen, lutherisch-protestantischen Familie. Zu Weihnachten 1753 bekam er von seiner Großmutter ein Puppentheater geschenkt. Erste Ansätze seiner literarischen Begabung bewies der junge Goethe auch mit seinen, nach eigener Aussage „aufschneiderischen Anfängen“, wunderliche Märchen zu erfinden und seinen staunenden Freunden in der Ich-Form zur spannenden Unterhaltung aufzutischen. Goethes Vater besaß eine Bibliothek von rund 2.000 Bänden. So lernte Johann Wolfgang Goethe schon als Kind unter anderem das Volksbuch vom Dr. Faust kennen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Matthias Gesner

Johann Matthias Gesner

Johann Matthias Gesner

Johann Matthias Gesner wurde am 9. April 1691 in Roth bei Nürnberg geboren. Der Pfarrerssohn studierte an der Universität Jena Philologie und wirkte 1715 bis 1729 als Konrektor in Weimar und Verwalter der herzoglichen Bibliothek und Münzsammlung.

1730 bis 1734 war Johann Matthias Gesner Rektor der Thomasschule in Leipzig und bemühte sich um die Verbesserung der Bedingungen an der Schule. In Gesners Amtszeit fällt die Erweiterung und Reformierung der Thomasschule. Johann Sebastian Bach kannte Gesner bereits aus seiner Weimarer Zeit und fand in ihm einen verständnisvollen Vorgesetzten und Freund. Johann Matthias Gesner war begeistert von Bachs Dirigierkunst.

1734 nahm Gesner eine Berufung als Professur für Poesie und Beredsamkeit in Göttingen an und zählte dort zu den bedeutendsten Vertretern des Neuhumanismus.

Johann Matthias Gesner starb am 3. August 1761 in Göttingen

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Leipziger Persönlichkeiten – Ottmar Gerster

Hochschule für Musik Leipzig

Hochschule für Musik Leipzig

Ottmar Gerster wurde am 29. Juni 1897 in Braunfels in Hessen als Sohn eines Nervenarztes und einer Pianistin geboren. Gerster erhielt zunächst Violinen- und Klavierunterricht und begann 1913 ein Studium am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main. In Frankfurt machte Ottmar Gerster die Bekanntschaft von Paul Hindemith. 1916 wurde Gerster zum Militärdienst einberufen und konnte sein Studium erst 1920 abschließen.

Ab 1921 war Ottmar Gerster im Frankfurter Sinfonieorchester tätig, zunächst als Konzertmeister und von 1923 bis 1927 als Solobratschist. In den 1920er Jahren schloss er sich der Arbeiterbewegung an und betreute Arbeitergesangsvereine. Von 1927 bis 1947 wirkte Ottmar Gerster als Dozent für Violine, Viola, Kammermusik, Musiktheorie und Komposition an der Folkwangschule in Essen.

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Leipziger Persönlichkeiten – Werner Felix

Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy Leipzig, Außenstelle Dittrichring

Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy Leipzig, Außenstelle Dittrichring

Werner Felix wurde am 30. Juli 1927 in Weißenfels als Sohn eines Kaufmanns geboren. Er erlernte den Beruf des Kaufmanns und begann 1950 ein Schulmusikstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik Weimar, das er 1951 mit dem Staatsexamen beendete.

1951/52 war Felix Hauptreferent im Staatssekretariat für das Hoch- und Fachschulwesen, von 1952 bis 1954 Direktor des Erfurter Konservatoriums. Von 1955 bis 1966 war Werner Felix Rektor der Musikhochschule in Weimar.

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Leipziger Persönlichkeiten – Walter Ulbricht

Walter Ulbricht 1950

Walter Ulbricht 1950

Walter Ernst Paul Ulbricht wurde am 30. Juni 1893 in Leipzig als erstes Kind des Schneiders Ernst August Ulbricht und dessen Ehefrau Pauline Ida im Haus Gottschedstraße 25 geboren. In dasselbe Haus zog 1899 Gustav Stresemann als Student ein. Nach seiner Volksschulzeit erlernte Ulbricht den Beruf des Möbeltischlers.

1908 trat Ulbricht dem Arbeiterjugendbildungsverein Alt-Leipzig bei, 1912 wurde er Mitglied der SPD. Walter Ulbricht hielt Vorträge vor Jugendgruppen der SPD und übernahm ehrenamtliche Tätigkeiten beim Arbeiterbildungsinstitut sowie in der Leipziger Arbeiterjugendbewegung.

Nach Ausbruch des 1. Weltkriegs verfasste und veröffentlichte Walter Ulbricht als Mitglied des linken Flügels der SPD unter Führung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg zahlreiche Flugblätter mit Aufrufen zur Beendigung des Krieges. Als Soldat war Ulbricht an der Ostfront und in Serbien und Mazedonien eingesetzt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Friedrich Karl Biedermann

Friedrich Karl Biedermann

Friedrich Karl Biedermann

Friedrich Karl Biedermann wurde am 25. September 1812 in Leipzig geboren. Im Alter von sechs Jahren heiratete seine Mutter den Beamten Martin aus Breitenhof im Erzgebirge, zu dem die Familie zog. Biedermann studierte von 1830 bis 1834 an den Universitäten Leipzig und Heidelberg Philosophie. In Leipzig wurde er Mitglied der demokratisch gesinnten Alten Leipziger Burschenschaft. Ab 1835 arbeitete er als Privatdozent, ab 1838 lehrte Biedermann als außerordentlicher Professor in Leipzig Staatswissenschaften.

Biedermanns liberale Publikationen und sein Einsatz für Bürgerrechte ließen ihn ab den 1840er Jahren zunehmend in Konflikt mit den Zensurbehörden geraten. 1847 wurde er wegen Majestätsbeleidigung angeklagt.

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Leipziger Persönlichkeiten – Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach 1746

Johann Sebastian Bach 1746

Johann Sebastian Bach wurde am 21. März 1685 in Eisenach geboren. Er stammt aus einer weitverzweigten Familie, deren väterliche Vorfahren und Verwandte fast alle als Kantoren, Organisten, Stadtpfeifer, Mitglieder von Hofkapellen im Saale-Werra-Raum tätig waren. Johann Sebastian war das jüngste von acht Kindern, sein Vater war Stadtpfeifer in Eisenach und Hoftrompeter in der kleinen Kapelle der Herzöge Johann Georg I. und Johann Georg II. von Sachsen-Eisenach.

In seiner Kindheit in Eisenach kam Bach durch den Cousin seines Vaters, den Organisten der Eisenacher Georgenkirche Johann Christoph Bach, erstmals mit Kirchen- und Orgelmusik in Kontakt. Das Violinenspiel erlernte Bach vermutlich von seinem Vater. Als Achtjähriger Knabe kam Bach auf die Lateinschule des ehemaligen Dominikanerklosters in Eisenach, die 200 Jahre zuvor bereits der Martin Luther besucht hatte.

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Städtekooperation „Wege zu Cranach“: Auf den Spuren von Lucas Cranach d.Ä.

Schloss Hartenfels in Torgau

Schloss Hartenfels in Torgau

Im März 2011 wurde die Städtekooperation „Wege zu Cranach“ ins Leben gerufen, die das Wirken des bedeutenden Malers der Renaissance Lucas Cranach d.Ä. touristisch erlebbar macht. Er fasste nicht nur die großen Themen seiner Zeit in bedeutende Bildwerke, sondern war als Freund Martin Luthers auch ein wichtiger Wegbegleiter der Reformation und damit Teil eines bewegenden Umbruchs auf dem Weg zur Moderne.

An der Städtekooperation sind 14 Orte in Bayern, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt beteiligt. Neben Cranachs Geburtsstadt Kronach wirken auch die Städte Torgau, Wittenberg, Weimar, Coburg, Eisenach, Schneeberg, Dessau-Roßlau, Gotha, Erfurt, Neustadt an der Orla, Nürnberg, Meißen und Aschaffenburg mit.

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Architektur der Jahrhunderte in Leipzig – Klassische Moderne

Bauen zwischen den Weltkriegen in Leipzig

Neues Grassimuseum Leipzig, Fassade Querbau

Neues Grassimuseum Leipzig

Das Bauen der Zwanziger Jahre findet nicht zwischen 1920 und 1929 statt, es beginnt vor dem 1. Weltkrieg und endet nicht 1933. Was als das Bauen der Zwanziger Jahre bezeichnet wird, hat seine Ursprünge weit vor dem 1. Weltkrieg, in den Bauten von Henry van de Velde oder den Ideen des Deutschen Werkbundes beispielsweise. Die Ideen jener Zeit wirken weit bis in das 20. Jahrhundert hinein und prägen bis heute die Formensprache der Architektur.

Die gesellschaftliche und politische Verwirrung nach dem verlorenen 1. Weltkrieg in Deutschland führte zu einem Neubeginn beim Bauen. Die Architekten standen vor der Frage, in welcher Formensprache sie nun bauen sollten, auch angesichts gewaltiger Aufgaben, vor allem im Wohnungsbau. Einigkeit herrschte nicht. Henry van de Velde hatte propagiert, dass Architektur ein Gesamtkunstwerk sein müsse. Hermann Muthesius vom Deutschen Werkbund hingegen forderte die Ausrichtung der Bau- und Produktgestaltung auf die Parameter der industriellen Produktion.

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Leipziger Persönlichkeiten – Rudolf Skoda

Rudolf Skoda

Rudolf Skoda

Der Architekt Rudolf Skoda wurde am 26. September 1931 in Leipzig geboren. Nach seinem Studium an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an Hochschulen in Weimar und Cottbus und war Entwurfsprojektant in Leipziger Büros. 1976 bis 1981 war er Chafarchitekt beim Aufbaustab des Rates des Bezirkes Leipzig.

Zu seinen wichtigsten Bauten in Leipzig gehören das Gebäude des Leipziger Messeamts am Markt (1965 mit Rudolf Rohrer und Ulrich Quester, abgebrochen 2001), das Betriebsgebäude des VEB Robotron-Anlagenbau Leipzig in der Gerberstraße (1968/69 mit Ulrich Quester, abgebrochen 2013), der Hörsaalkomplex der Karl-Marx-Universität Leipzig (1969 bis 1972 mit Ulrich Quester, saniert 2007/08), das Neue Gewandhaus am Augustusplatz (1976 bis 1981, mit Eberhard Göschel, Volker Sieg und Winfried Sziegoleit).

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Leipziger Persönlichkeiten – Max Beckmann

Max_Beckmann (Portrait 1928, Hugo_Erfurth)

Max_Beckmann (Portrait 1928, Hugo_Erfurth)

Max Carl Friedrich Beckmann wurde am 12. Februar 1884 in Leipzig geboren. Er griff die Malerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts ebenso auf wie die kunsthistorische Tradition und formte seinen Stil, den er ab 1911 der aufkommenden Gegenstandslosigkeit entgegensetzte.

Max Beckmann wurde im Leipziger Waldstraßenviertel geboren. Sein Vater betrieb in Leipzig er eine Mühlenagentur. In Falkenburg in Pommern besuchte Max Beckmann die Volksschule. Von Ostern 1894 bis November 1894 war er Schüler am König-Albert-Gymnasium in Leipzig (Nordvorstadt, kriegszerstört). Als Max Beckmann 11 Jahre alt war, zog die Familie nach Braunschweig um.

Das erste überlieferte Aquarell Beckmanns wird auf das Jahr 1896 datiert, das erste Selbstporträt auf 1897. Im Jahr 1900 bestand er die Aufnahmeprüfung der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar.

Die Einladung, in die Dresdner Künstlergruppe Brücke einzutreten, lehnte er ab, trat aber der Berliner Secession bei.

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100 Jahre BAUHAUS

Neue Ausstellung im Grassimuseum für Angewandte Kunst Leipzig

Grassimuseum Leipzig

Grassimuseum Leipzig

2019 wird in Deutschland und weltweit die Gründung des BAUHAUSES in Weimar vor einhundert Jahren gefeiert.

Aus diesem Anlass zeigt das Grassimuseum für Angewandte Kunst Leipzig im Jubiläumsjahr die Ausstellung „BAUHAUS_SACHSEN“. Vom 18. April 2019 bis zum 29. September 2019 zu sehen, gehört die Ausstellungen zu den wichtigsten zum Thema BAUHAUS in Deutschland. Sie zeigt Arbeiten der in Sachsen gebürtigen und tätigen Bauhäusler. Die Ausstellung gliedert sich in 17 Themenbereiche wie Grafik, Wohnbedarf, Bühnenbilder, Keramik oder Typografie. Aufgrund der jährlich stattfindenden Mustermessen und Grassimessen war Leipzig ein wichtiges Podium für die Ideen der Künstler.

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Bachfest Leipzig 2019 wirft seine Schatten voraus

„Hof-Compositeur Bach“ – Bachfest Leipzig 2019 ehrt Johann Sebastian Bach mit über 150 Veranstaltungen

Bachdenkmal an der Thomaskirche Leipzig

Bachdenkmal an der Thomaskirche Leipzig

Johann Sebastian Bach war nicht nur Stadtmusikdirektor und Thomaskantor in Leipzig. 15 Jahre seines Lebens war er hauptberuflich an den Höfen in Weimar und Köthen tätig. Von Leipzig aus sammelte er höfische Ehrentitel in Weißenfels und Dresden. Sogar dem Preußenkönig Friedrich dem Großen in Berlin überreichte er ein „Musikalisches Opfer“.

Aus Bachs Wirken an den Fürstenhöfen gingen außergewöhnlich vielfältige Werke hervor: prachtvolle Festmusiken, virtuose Instrumentalwerke in den unterschiedlichsten Stilen und Gattungen und innovative Kirchenmusik. Diese bilden den perfekten Klang für ein vielseitiges Bachfest Leipzig 2019 voller musikalischer Höhepunkte in großer Dichte.

Das internationale Musikfestival findet vom 14. bis 23. Juni 2019 in Leipzig statt und steht unter dem Motto „Hof-Compositeur Bach“. Über 150 Veranstaltungen werden sich der „höfischen“ Seite in Bachs Werk widmen. Das Bachfest Leipzig begrüßt jährlich Gäste aus über 40 Nationen und gehört zu den wichtigsten Klassikfestivals der Welt.

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Ordensburg Liebstedt wieder in privater Hand

Proteste und eine erfolgreiche Vereinsgeschichte konnten Verkauf der Burg nicht verhindern

Sind die Türen geschlossen auf der Ordensburg Liebstedt?

Sind die Türen geschlossen auf der Ordensburg Liebstedt?

Sie ist ein Kleinod – architektonisch wie geschichtlich – die Deutschordensburg in Liebstedt bei Weimar.

Der Verein Ordensburg-Gilde e.V. hatte sich viele Jahre um Erhalt und Nutzung der Burg bemüht, und das mit Erfolg. Ausstellungen wurden organisiert und der Gewinn in den Erhalt der Burg gesteckt. Dieses Kapitel ist nun beendet. Die Burg wurde verkauft, der Verein hat die Ordenburg Liebstedt verlassen.

Es bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass sich auch der neue Eigentümer um die Burg kümmert und vor allem, sie der Öffentlichkeit zugänglich macht. Und vielleicht bringt die Zukunft auch eine Möglichkeit für den Verein, sich wieder aktiv auf der Burg zu betätigen.

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Ev. Pfarrkirche St. Peter und Paul Oberweimar (Stadt Weimar)

Oberweimar, Ev. Pfarrkirche St. Peter und Paul

Oberweimar ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Weimar in der Mitte des Freistaats Thüringen. Oberweimar liegt im südöstlichen Stadtgebiet von Weimar an der Ilm, ca. 2 km entfernt vom Zentrum von Weimar. weiterlesen »

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Ev. Jakobskirche Weimar (Stadt Weimar)

Weimar, Ev. Jakobskirche

Weimar ist eine kreisfreie Stadt in der Mitte des Freistaats Thüringen. Weimar liegt an der Ilm, zwischen Jena (ca. 23 km) und Erfurt (ca. 24 km). weiterlesen »

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Ausstellungen in der Wasserburg Kapellendorf 2016

Wasserburg Kapellendorf, Burgtor und TorturmDie Wasserburg in Kapellendorf bei Weimar lädt ihre Besucher im Jahr 2016 zu folgenden Sonderaustellungen ein:

„Mythos und Wirklichkeit. Eine Ausstellung zu den Anfängen der Wasserburg Kapellendorf“
Erstmals in der Geschichte des Burgmuseums wurde versucht die Anfänge der Wasserburg zu ergründen. Was ist Mythos, was Wirklichkeit? Zu sehen sind die ältesten Funde der Burg und des Ortes Kapellendorf.

„Belagerungen und Rückzugsgefechte. Erfurt und seine Burg“
Was macht das Kapellendorfer Wappen auf Erfurter Münzen?
Die Ausstellung informiert über die häufigen Besitzwechsel der Burg, den Umbau als Verwaltungssitz und die Rolle der Anlage als Hauptquartier der Preußen in der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806.

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Ordensburg Liebstedt – Veranstaltungen 2016

Liebstedt, WasserburgDie Ordensburg Liebstedt bei Weimar bietet im Jahr 2016 folgende Veranstaltungen an:

26. März bis 27. März 2016
Nostalgisches Hoffest zu Ostern
Nostalgischer Markt
Überraschungen mit dem Burg – Hasen
11.00 Uhr – 17.00 Uhr, „Wegezoll“

28. Mai bis 29. Mai 2016
„Fechtschul der Klopffechter“
Fechtschule für Schaukampf im Mittelalter
12.00 Uhr – 17.00 Uhr, Eintritt frei

20. August bis 21. August 2016
Kaisermanöver
Verein Historischer Uniformen im dt. Kaiserreich 1871 – 1918
Manöverball Beginn: 20.00 Uhr – Kartenvorbestellung erwünscht
11.00 Uhr – 17.00 Uhr, „Wegezoll“

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Die Ernestiner – Eine Dynastie prägt Europa

Thüringer Landesausstellung 2016 in Gotha und Weimar

Residenzschloss Weimar

Residenzschloss Weimar

Im Jahr 2016 widmet sich eine Thüringer Landesausstellung der Herrscherdynastie der Ernestiner, die die Geschicke Thüringens jahrhundertelang prägten. Ausstellungsorte und gleichzeitig Kulissen sind die ehemaligen Residenzstädte Weimar und Gotha. In den einstigen Wohn- und Residenzorten wird das politische, höfische und kulturelle Leben des heute fast vergessenen Geschlechtes der Ernestiner gezeigt.

Ausstellung in Weimar

In Weimar führt die Ausstellung durch die Themenfelder „Reich und Nation“, „Glaube“ und „Wissenschaft“. Das angespannte Verhältnis der protestantischen Ernestiner zum katholischen deutschen Kaiser geht zurück bis in das 16. Jahrhundert. Die Ernestiner sahen sich stets als Verteidiger der Freiheit der Fürsten gegenüber dem Kaiser.

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Ausstellung im Schloss Belvedere Weimar

Ehringsdorf, Schloss Belvedere, Parkansicht

Südlich von Weimar steht auf einer Anhöhe das Schloss Belvedere, umgeben von einem 43 Hektar großen Park. Herzog Ernst August von Sachsen-Weimar und Eisenach ließ zwischen 1724 und 1748 hier eine Sommerresidenz mit Orangerie sowie Lust- und Irrgarten errichten. Seit 1923 beherbergt das Schloss ein Museum für das Kunsthandwerk des 18. Jahrhunderts.

Das Schloss Belvedere diente einst Jagdschloss. Es ist von seitlichen Kavaliershäuser und Stallungen umgeben, die der Anlage die zeittypische Form eines absolutistischen Anwesens verleihen. Nach dem Tode Ernst Augusts 1748 verfiel die Parkanlage zunächst. Erst mit den regelmäßigen Aufenthalten der Herzogin Anna Amalia erhielt das Schloss seine ursprüngliche Bedeutung zurück. Der seit 1775 regierende Herzog Carl August betrieb in Belvedere gemeinsam mit Johann Wolfgang von Goethe pflanzenkundliche Studien. Bis 1820 entstand ein Botanischer Garten mit circa 7.900 in- und ausländischen Pflanzenarten. Zwischen 1815 und 1830 wurde der Park in einen Landschaftspark umgestaltet. Der seit 1853 regierende Großherzog Carl Alexander ließ Schloss, Park und Orangerie auf sorgsame Weise erhalten und pflegen.

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Schloss und Park Tiefurt

Tiefurt, Schloss

1765 wurde das Pächterhaus des großherzogliches Kammergutes in Tiefurt errichtete. Ab 1776 diente es als Wohnsitz des Prinzen Friedrich Ferdinand Constantin von Sachsen-Weimar und Eisenach. Das Pächterhaus wurde zu einem Landschlösschen umgebaut und gemeinsam mit seinem Erzieher Karl Ludwig von Knebel legte der Prinz einen englischen Landschaftspark an.

Es entstanden geschlängelte Wege, erste Parkarchitekturen, Sitzplätze und verschiedenartige Pflanzungen. Constantin reiste 1781 aus Weimar ab und die Herzogin Anna Amalia verlegte ihren Sommersitz nach Tiefurt. Sie setzte die Parkgestaltung schrittweise fort, dabei entstanden das Leopold-Denkmal, der Kenotaph für den früh verstorbenen Constantin, das Mozart-Denkmal und der Herderstein sowie der Musentempel und das Teehaus. Tiefurt avancierte in dieser Zeit zum Musenort für die Weimarer Hofgesellschaft und ihre Gäste.

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Ausstellung im Wittumspalais Weimar

Weimar, Wittumspalais

Das barocke Stadtpalais im Zentrum Weimars nahe des Theaters war langjähriger Wohnsitz der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar und Eisenach. Sie erwarb das Palais 1774 nachdem das Residenzschloss durch einen verheerenden Brand unbewohnbar geworden war. Bereits in den 1870er Jahren ließ Großherzog Carl Alexander das Wittumspalais sanieren und ein Museum für Anna Amalia einrichten.

Die Herzogin ließ die Innenräume des Wittumspalais nach Plänen von Adam Friedrich Oeser, Direktor der Leipziger Zeichenakademie, umgestalten. Auf ihn gehen die Deckenmalereien im Festsaal der zweiten Etage und in den Privaträumen der ersten Etage zurück. Zahlreiche Büsten, Ölgemälde und Aquarelle zeigen Mitglieder der herzoglichen Familie und des Hofstaates sowie deren Gäste.

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Museum im Stadtschloss Weimar

Residenzschloss Weimar

Das Weimarer Stadtschloss in seiner heutigen Gestalt hat sich über 500 Jahre hinweg entwickelt. Aus einer mittelalterlichen Wasserburg wurde ab der Mitte des 16. Jahrhunderts die ständige Residenz der Herzöge von Sachsen-Weimar und Eisenach.

Im Nord-, Ost- und Westflügel des Residenzschlosses Weimar ist das Schlossmuseum eingerichtet. Den Kernbestand bildet die ehemalige großherzogliche Kunstsammlung vom Mittelalter bis zur Moderne um 1900. Die Sammlung wird in historischen Schlossräumen mit ihren teils originalen Raumausstattungen gezeigt. Die Höhepunkte sind die Cranach-Galerie mit weiteren Vertretern altdeutscher Malerei sowie Werke von Caspar David Friedrich, Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Auguste Rodin und Max Beckmann.

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1000 Jahre Leipzig – Leipziger Persönlichkeiten auf Briefmarken

Politiker und Philosophen

Zu keiner Zeit in seiner 1000-jährigen Geschichte war Leipzig Ort einer Regierung. Nach der Leipziger Teilung 1485 gehörte die Stadt zum Herzogtum Sachsen der Albertinischen Linie der Wettiner. Nach dem Schmalkaldischen Krieg ging die Kurwürde 1547 an die Albertiner über. Das Kurfürstentum Sachsen entstand, das 1806 in den Stand eines Königreiches erhoben wurde. Leipzig entwickelte sich seit dem Spätmittelalter zu einer bedeutenden Handels- und Messestadt. Das Bürgertum war selbstbewusst. Den Plan, im Rosental einen barocken Schlossneubau errichten zu wollen, schmetterte der Leipziger Rat ab u.a. mit der Begründung, der Baugrund sei nicht geeignet. Man arrangierte sich mit der Obrigkeit, aber bestimmte die Geschicke der Stadt selbst.

Leipzig entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem Zentrum der Arbeiterbewegung in Ostdeutschland. Der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein, Vorläufer der Sozialdemokratischen Partei, wurde 1863 in Leipzig gegründet.

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1000 Jahre Leipzig – Leipziger Persönlichkeiten auf Briefmarken

Maler, Schriftsteller, Dichter und Schauspieler

Die 1000 jährige Stadt Leipzig ist ein Zentrum der Kunst. Handel und Messe, der freier Geist der Stadt und die gute Ruf der Universität lockten schon früh frühzeitig Maler, Schriftsteller und Schausteller in die Stadt. Die günstige Lage am Knotenpunkt wichtiger Handelsstraßen und nicht zuletzt das Mäzenatentum reicher Leipziger Bürger beförderten den Aufstieg der Stadt zur Kunstmetropole.

Das Museum der bildenden Künste, auch kurz Bildermuseum genannt, geht auf eine Gründung des Leipziger Kunstvereins zurück, den Kunstsammler und -förderer der Stadt 1837 gründeten. Ziel des Vereins war, ein Kunstmuseum einzurichten. Am 10. Dezember 1848 konnte der Verein das „Städtische Museum“ in der Ersten Bürgerschule auf der Moritzbastei eröffnen. Etwa einhundert Werke waren zusammengetragen und gestiftet worden, überwiegend Arbeiten der damaligen zeitgenössischen Kunst.

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Die Reformation, Luther und seine Zeitgenossen

Ausstellungen zum bevorstehenden 500. Jubiläum der Reformation

Luther vor der Frauenkirche in Dresden

Luther vor der Frauenkirche in Dresden

Die Reformation stellt einen der wichtigsten Einschnitte der Zeitgeschichte dar. Luthers Thesen, an die Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen, verbreiteten sich durch Deutschland und Europa. Alte Mächte und Strukturen gerieten ins Wanken. Ein neuer Geist hielt Einzug, der sich nicht nur in der krichlichen Liturgie niederschlug, sondern auch in Wissenschaft, Kunst und Kultur. Das Mittelalter war zu Ende, die Neuzeit lernte laufen.

Im Vorfeld der 500. Wiederkehr von Luthers Thesenanschlag an die Schlosskirche in Wittenberg finden in ganz Deutschland zahlreiche Ausstellungen in Museen und an authentischen Orten statt, die sich mit dem Leben und Wirken Martin Luthers, seiner Zeitgenossen und Weggefährten, wie Lucas Cranach d.Ä und Lucas Cranach d.J., Georg Spalatin oder Philipp Melanchthon, und den Auswirkungen der Reformation auf das Leben der Menschen in jener Zeit auseinander setzen.

Bayern

  • Kronach – Stadt des Vaters, Ausstellung zu Lucas Cranach d.Ä. in der Festung Rosenberg,
  • Kronach – Fränkische Meister der Spätgotik und der Weg zu Cranachs Kunst, Fränkische Galerie Festung Rosenberg,
  • Kronach – Sonderausstellung des Kronacher Kunstvereins, Festung Rosenberg,
  • Kronach – Cranach 2.0 – Der Lucas-Cranach-Preis 2015 der Stadt Kronach, der Lutherstadt Wittenberg und der Stiftung Christliche Kunst, Festung Rosenberg,

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Cranach in Thüringen

Ausstellungen zum Lucas-Cranach-Jahr 2015 in Thüringen

Die Wartburg bei Eisenach (Quelle: „Wartburg von Brücke“ von Lencer at de.wikipedia)

Die Wartburg bei Eisenach (Quelle: „Wartburg von Brücke“ von Lencer at de.wikipedia)

Unter dem Motto „Bild und Botschaft“ zeigen Museen in Thüringen Ausstellungen, die dem Vater und dem Sohn – Lucas Cranach d.Ä. und Lucas Cranach d.J. – gewidmet sind. Anlass ist der 500. Geburtstag von Lucas Cranach d.J. Für seinen Vater war Thüringen eine wichtige Lebensstation – hier verliebte er sich, heiratete und starb. Bis heute kann man die Werke beider Künstler in Thüringer Kirchen und Museen bewundern.

Die Ausstellungen in Gotha, Weimar und Eisenach widmen sich jeweils einem speziellen Thema. Zusätzlich wird in Eisenach das Musical „Luther! Rebel wider Willen“ gezeigt, das sich einem der bedeutendsten Zeitgenossen widmet.

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Lucas Cranach – Kultureiseziel 2015

Lucas-Cranach-Jahr 2015

Marktplatz der Lutherstadt Wittenberg

Marktplatz der Lutherstadt Wittenberg

Die Lutherdekade würdigt im Jahr 2015 unter dem Motto „Bild und Bibel“ den 500. Geburtstag von Lucas Cranach d. J.. In zahlreichen Partnerorten in Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt finden zu diesem Jubiläum Ausstellungen und Veranstaltungen statt.

Kronach – Stadt des Vaters

In Kronach wurde Lucas Cranach d.Ä. geboren. In der Festung Rosenberg wird eine Reihe von Werken von Vater und Sohn gezeigt.

Ausstellungen 2015

  • Fränkische Meister der Spätgotik und der Weg zu Cranachs Kunst
  • Fränkische Galerie Festung Rosenberg
  • 1. März 2015 bis 31. Oktober 2015

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Wittumspalais Weimar (Stadt Weimar)

Weimar, Wittumspalais

Weimar ist eine kreisfreie Stadt an der Ilm. Weimar liegt östlich von Erfurt (ca. 24 km) zwischen Erfurt und Jena (ca. 23 km). weiterlesen »

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Kammergut Oberweimar (Stadt Weimar)

Oberweimar, Kammergut

Oberweimar ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Weimar an der Ilm. Oberweimar liegt an der Ilm im südlichen Stadtgebiet von Weimar, ca. 3 km vom Zentrum entfernt. weiterlesen »

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Gelbes Schloss Weimar (Stadt Weimar)

Weimar, Gelbes Schloss

Weimar ist eine kreisfreie Stadt in der Mitte Thüringens an der Ilm. Weimar liegt östlich von Erfurt (ca. 24 km) zwischen Erfurt und Jena (ca. 23 km). weiterlesen »

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Rotes Schloss Weimar (Stadt Weimar)

Weimar, Rotes Schloss

Weimar ist eine kreisfreie Stadt in der Mitte Thüringens an der Ilm. Weimar liegt östlich von Erfurt (ca. 24 km) zwischen Erfurt und Jena (ca. 23 km). weiterlesen »

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Grünes Schloss Weimar (Französisches Schloss, Anna-Amalia-Bibliothek, Stadt Weimar)

Weimar, Grünes Schloss

Weimar ist eine kreisfreie Stadt in der Mitte Thüringens an der Ilm. Weimar liegt östlich von Erfurt (ca. 24 km) zwischen Erfurt und Jena (ca. 23 km). weiterlesen »

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Residenzschloss Weimar (Stadt Weimar)

Weimar, Residenzschloss

Weimar ist eine kreisfreie Stadt in Thüringen. Weimar liegt an der Ilm, östlich von Erfurt (ca. 24 km) zwischen Erfurt und Jena (ca. 23 km). weiterlesen »

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Fürstenhaus Weimar (Stadt Weimar)

Weimar, Fürstenhaus

Weimar ist eine kreisfreie Stadt an der Ilm. Weimar liegt östlich von Erfurt (ca. 24 km) zwischen Erfurt und Jena (ca. 23 km). weiterlesen »

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Schloss Belvedere Ehringsdorf (Stadt Weimar)

Ehringsdorf, Schloss Belvedere

Ehringsdorf ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Weimar an der Ilm. Ehringsdorf liegt im südlichen Stadtgebiet von Weimar, ca. 4 km vom Zentrum entfernt. weiterlesen »

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Schloss Tiefurt (Stadt Weimar)

Tiefurt, Schloss

Tiefurt ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Weimar. Tiefurt liegt an der Ilm, im nordöstlichen Stadtgebiet, ca. 5 km vom Zentrum entfernt. weiterlesen »

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Bekommt Deutschland bald seine 40. Welterbestätte?

Die Region Saale-Unstrut auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Der Naumburger Dom

Der Naumburger Dom

39 Orte und Regionen stehen auf der Liste des Weltkultur- und –naturerbes der UNESCO. Vier Welterbestätten gibt es bereits in Sachsen-Anhalt:

  • Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg (1994),
  • das Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau (1996),
  • die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg (1996),
  • das Gartenreich Dessau-Wörlitz (2000),

Die UNESCO hat im Jahr 1972 ein Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt verabschiedet. Gegenwärtig gehören über 900 Stätten weltweit zu diesem schützenswerten Kultur- und Naturerbe.

Der Förderverein Welterbe an Saale und Unstrut e.V. arbeitet seit dem Jahr 2008 intensiv an der Antragstellung. Über den Antrag soll die UNESCO im Jahr 2015 entscheiden.

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